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  #1  
Alt 12-03-2006, 20:54
Benutzerbild von bruceberlin
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Kampfkunst: BWT (BruceWeeTee)
 
Registrierungsdatum: 07.03.2006
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Standard Der Charakter entscheidet!

Immer wieder gibt es hier wettstreitähnliche Auseinandersetzungen über die Beste KK für Selbstverteidigung, etc. pp
Wir sind ja alles Wettkämpfer In der einen oder anderen Form

Meiner Meinung nach entscheiden hauptsächlich die mentalen Fähigkeiten einer Person über den Ausgang eines Kampfes.
Ich kenne Leute, die haben NIE ne KK gemacht und sind trotzdem durchaus "verteidgungsfähig". Sie haben eine andere Einstellung dazu.
Im Gegenschluß kenne ich Leute, die seit Jahren KKs machen, denen ich das absolut nicht zuschreiben könnte.
Die körperlichen Vorraussetzungen setze ich als "ähnlich" vorraus (+/- 10 Kilo, sportliche Fitness)... Soll nicht heißen, daß die "größeren" unbedingt besser oder schlechter sein müssen.

Ich kenne 4 solcher Charaktere:
  1. Der Uninteressierte
  2. Der Möchtegern
  3. Der Schläger
  4. Der Stille (Profi)
  • Uninteressierte wechseln beim Thema KK nach 20 Sekunden das Thema und geben ihr Handy bei Stress lieber ab, als sich zu schlagen. Haben nach einer Schlägerei höchstens ne blutige Nase. Wenn er sich selbst zuviel zutraut, ist er ein Möchtegern...
  • Möchtegerns haben 2 Jahre Kickboxen, ein Jahr Jutsu und ein halbes Jahr Muay Thai gemacht, bei dem sie nur einmal beim Training waren, weil sie so verhauen wurden. Trotzdem haben sie natürlich 5 Jahre KS gemacht ("Isch mach Mu Thai, alta") und liegen nach dem ersten Schlagabtausch heulend in der Ecke und sagen "Isch zeig disch an, alta".
    Der Untertyp "Dummer Möchtgern" versucht es darauf nochmal. Ende das gleiche.
    Der Untertyp "Sehr Dummer Möchtegern" trägt ein Messer, mit dem er technisch vielleicht gerade mal eine Salatgurke in Scheibchen schneiden kann. Das Ende ist auch das gleiche, nur das er jetzt ne Stichwunde von seinem eigenen Messer hat.
    Der Untertyp "Feiger Möchtegern" tritt nach, wenn sein Freund (Ein Schläger) jemanden umgehauen hat.
  • Der Schläger treibt sich schon seit Kindesalter in Boxringen rum und hat schon immer "mitgeboxt". Kommt meist aus einem problematischen Umfeld, in dem er sich schon öfter körperlich messen/durchsetzen musste. Er ist schnell reizbar und hat ein aufbrausendes Temperament. Seine Hemmschwelle ist sehr niedrig, es kommt schnell zu einer Schlägerei. Er agiert dabei mit wenigen, gemixten Konzepten, die er teils gelernt, teils erfahren hat. Für ihn existiert die Möglichkeit reden nur nebensächlich ("Noch eine?") und er schert sich nicht sonderlich, ob es gut für dich ist, dein Gesicht in die Glastheke zu knallen oder Dir mit dem Ellenbogen den Kiefer zu brechen.
  • Der Stille kann oft entscheiden, ob er sich etwas entzieht oder es entsprechend angeht. In der Regel kommt er weniger in Konflikte, weil er sie vermeidet, anstatt sie zu eskalieren. Er hat ein Auge für unruhige Situationen und kann diese aus SV/KS-Sicht abschätzen. Er hat mindestens eine SV/KS einige Jahren trainiert und ist sich seines Könnens bewusst. Er schlägt sich nur, wenn er selbst, oder eine nahestehende Person/Sache bedroht wird, und es keine andere Lösung gibt. Er VERSUCHT, möglichst wenig Schaden zu verursachen, wäre aber zum Äußersten bereit. Auf akrobatische Show-Akte kann er verzichten, weil ihm diese Aussenwirkung schnuppe ist.
    Einen Stillen Profi im KS-Sinne erkennt man seinem Verhalten zu Distanzen, seinem abschätzenden Blick und guten Positionen. Er wirkt nach außen total ruhig, aber wach.

Zu der entscheidenden Frage, ob der Charakter nun über den Ausgang entscheidet, kann man nunmal nicht wirklich sagen.
Man kann die Charaktere aber wohl einigermassen sicher beurteilen, anhand von Bewegung, Haltung, Sprache, Kleidung, Aktionen etc.

Für eine SV Situation kann es sehr wichtig sein, zu gucken, welcher Charakter hinter den Beteiligten stecken könnte:
SV-Situationen
  • Der Uninteressierte wird sich unterordnen, es kommt in der Regel nur selten zum Streit. "Ich hab Dir doch nichts getan!" ist sein Lieblingsmotto.
  • Der Möchtegern möchte lieber reden "Was guckst Du?" als schlagen. Er plustiert sich verbal und körperlich total auf und gibt sich siegessicher. Kommt es doch zum Kampf, waren es später 5 "bööse türsteher", die ihn total verprügelt habe. "Mit Baseballschläääger un so". Manchmal vergreift er sich deswegen an Uninteressierten...
  • Der Schläger ist einfach kompromisslos. Höchstens ein "Willst Du was in deine Kauleiste?" und es gibt Prügel. Schnell und brutal. Ihm ist es dabei egal ob er was abbekommt, das kennt er. Ein Kampf in Boxdistanz ist der Tod mit ihm. Man kann hoffen, daß er schon so mächtig besoffen ist, daß er Dein Gesicht doppelt sieht und immer 2 cm daneben haut.
  • Der Stille geht jedem unnötigen Streit aus dem Weg. Er versucht es mit Reden und hat immer ein spezielles Problem (Freundin wurde angegrapscht und bepöbelt, Sachen wurden weggenommen, Bier wurde über die Hose gekippt) wenn er sich schlägt. Eigentlich ist nur an der Lösung des Problems/Entschuldigung/Wiedergutmachung interessiert.

Bekämpfungs und Präventionsmöglichkeiten
Der Schläger ist im Prinzip gar nicht zu bekämpfen. Als Türsteher lässt man ihn lieber draussen, als das man ihn später aus dem Laden schleifen muss.
In einer privaten SV-Situation, so dumm es sich anhört, muss man sie erkennen und sich verziehen, bevor es zu spät ist. Ansonsten sollte man gleich versuchen, ihm ein Körperteil zu brechen, vorzugsweise ein Bein. Haltegriffe bringen nur was, wenn die Polizei gerade um die Ecke biegt um ihn festzunehmen. Sonst höchstens Würger bzw. KOs. Denn der steht IMMER wieder auf...
Fazit: umgehen oder KO schlagen

Der Möchtegern ist eine gute Trainingsmöglichkeit für Deine SV. Je dicker die Hose, je mehr Geschwafel, umso weniger dahinter. Eigentlich will er sich nicht schlagen sondern nur einen verbalen Wettkampf. Versuche auch hier, wie immer alles zu vermeiden. Wenn nicht, denk an Dein System und zieh es durch. Konsequent und mit Herz, und so lange wie nötig. Lass dich nicht von seinem Rumgehopse täuschen, du machst DEIN DING. Nicht mit einem Boxer boxen!
Fazit: Einfach reden lassen, ihm aber trotzdem die Brust zeigen.

Der Stille als Gegner möchte immer eine Problemlösung. Du hast ihm Bier über die Hose gekippt, also gib ihm eins an der Bar aus. Er wird dich nicht schlagen. Er ist darum bemüht einen Ausgleich herbeizuführen. Im Notfall würde er sich aber Schlagen, um etwas durchzusetzen. Also bei dem Charakter reden. Falls es zu einem Kampf kommt, musst Du Dich auf alles gefasst machen.
Nur unter diese Kategorie fallen in meinen Augen die wirklichen Stillen Profis aus KS und SV. Die anderen sind Schläger. Erkennst du so einen Profi an Bewegungen und seiner Art, würde ich Dir in jedem Fall vom Kampf abraten, und Dir empfehlen, das Thema auf Kampfsport (-kunst!) zu lenken
Fazit: Problem lösen oder davon ablenken


So, hoffe ihr könnt mit den vielleicht etwas türsteherisch geprägten Sortierungssystem was anfangen. Ich finde es sehr wichtig, den Gegner genau zu beobachten und damit vielleicht eine Schlägerei zu vermeiden.

Freue mich auf ne Diskussion!
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  #2  
Alt 12-03-2006, 21:03
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Kampfkunst: Ju-Jutsu
 
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Beiträge: 128
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Hmmm ist ne coole Theorie, die gar nicht mal allzu weit hergeholt scheint. Jedenfalls scheint sie auf Situationen und auch auf die Charaktere von bestimmten Leuten, die ich kenne, zu passen.
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  #3  
Alt 12-03-2006, 21:20
Benutzerbild von Mc Duff
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Kampfkunst: Krav Maga
 
Registrierungsdatum: 30.10.2005
Alter: 23
Beiträge: 465
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tolles posting, respekt
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  #4  
Alt 12-03-2006, 23:46
Branco Cikatic
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
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Ich finde mich gar nicht wieder?
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  #5  
Alt 12-03-2006, 23:59
Benutzerbild von Lucky Lukas
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Kampfkunst: Ju Jutsu
 
Registrierungsdatum: 09.09.2005
Alter: 24
Beiträge: 100
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interessante ausarbeitung trifft sicherlich oft zu... aber es ist glaub ich nicht immer so einfach alles in kategorien zu packen.
trotzdem nett.

ich find mich im möchtegern und im stillen wieder n bisschen ks gelernt und immer um ne friedliche lösung bemüht.
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  #6  
Alt 13-03-2006, 00:23
Benutzerbild von enraged_Clown
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Kampfkunst: Boxen zur Fitness
 
Registrierungsdatum: 21.06.2005
Ort: Rhein Main
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Beiträge: 3.022
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der schläger ist nett umschrieben, allerdings gibts auch bei ihnen angsthasen die sich dennoch absichern.
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  #7  
Alt 13-03-2006, 00:30
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: SV-Schuachplattln
 
Registrierungsdatum: 22.08.2005
Beiträge: 2.900
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Echt extrem super Beitrag, tiffst den Nagel genau auf den Kopf!
Da spricht ein erfahrener Typ mit Grips in der Birne, muss man neidlos anerkennen!
Auch wenn wir im WT-forum in Punkto straße gerade etwas andere Meinung sind, bei diesem beitrag 100% agree!
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  #8  
Alt 13-03-2006, 00:40
Benutzerbild von Tomas da Yugoslavian
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Kampfkunst: Kickboxen
 
Registrierungsdatum: 11.03.2006
Ort: Köln
Alter: 21
Beiträge: 3
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Klasse Aufstellung !
Hast bei vielem da Recht.

Nur es gibt bei jeder Gruppe unterschiede.
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  #9  
Alt 13-03-2006, 01:45
Benutzerbild von the5ilence
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Kampfkunst: Aikido, Judo, MMA
 
Registrierungsdatum: 30.01.2006
Ort: Trier
Alter: 25
Beiträge: 238
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Juhuu! Wir stecken wieder Leute in Schubladen

An sich kann die Aufstellung für nen Türsteher ja pauschal ganz gut sein. Allerdings ist es wie bei Charakter-fragebögen. Du hast das ganze mit den vier Typen ganzschön eingeschränkt, so dass der Leser meinen könnte, am Auftreten einer Person sofort den Typ abzulesen und sich entsprechend zu verhalten.
Es gibt auch stille Schläger, welche sich vollkommen raushalten und nichts machen, bis man einen Wunden Punkt trifft und sie einfach Ausrasten, bevor du die Chance hast mit ihnen zu reden. Genauso gibt es Profis, welche trotzdem laut sind und Streit suchen, auch wenn sie den richtigen Kampf vermeiden. Natürlich wird man in der Regel bei einem Streit zu 90% auf Schläger und Möchtegerne treffen, wenn man selbst keinen Streit anfängt. Aber gerade bei den beiden Gruppen is die unterscheidung manchmal am schwersten.
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  #10  
Alt 13-03-2006, 02:11
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: MMA
 
Registrierungsdatum: 01.10.2005
Beiträge: 482
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Dann unterteilen wir mal die Menschheit noch ein bischen weiter :

Der junge Hirsch
Alter 15 - Mitte 20. Er hat noch nicht mitbekommen dass sein Körper vergänglich und Gewalt kein Spiel ist. Er sieht körperliche Gewalt als Kommunikationsmethode wovon er bedenkenlos gebrauch machen kann, im Fall ihn 1-3 einfache Sätze nicht zum gewünschten Ziel bringen.

Der brutale instinktgeführte
Rocker, Zuhälter, Mittelkriminelle. Sofern man nicht ungefragt in ihren Bereich eindringt, ihre "Ware" belästigt bzw verunstaltet, ihre Vehickel beschädigt oder ihnen auf andere unangenehme Art in die Quere kommt, geht keine unmittelbare Bedrohung von ihnen aus. Sie kennen die Gewalt, wissen dass sie gut darin sind und haben sich vom Alter und der Erfahrung her nichts zu beweisen.

Der alte Haudegen
Ein übler Bursche in jungen Jahren. Mit der Zeit verheilten seine Wunden immer langsamer und er began zu realisieren, dass er sterblich ist. Wegen Nichtigkeiten bemüht er sich nicht sich zu bewegen. Falls er sich jedoch ernsthaft bedroht sieht wird er reagieren und schweren Schaden anrichten.
Gewöhnlich sind sie sehr sanfte und geduldige Menschen.

Der Dummkopf
Er ist von geringer Intelligenz, gewalttätig unter Alkohleinfluss und der populärste Grund für die Existenz von Frauenhäusern.
Man trifft ihn in der Eckkneipe, als Hilfsarbeiter auf der Baustelle, rumlungernd in Häusereingängen, am Spielautomaten im Bistro, am Bahnsteig und Montag Nachts um 3 torkelnd auf der Straße.
Diskussionen sind nahezu unmöglich. Dafür ist es recht einfach ihm aus dem Weg zu gehen. Er hat keine allzu große Antriebskraft und Motivation.
Er ist gewaltätig weil er keinen besonders großen Wortschatz hat, nicht weil es für ihn ein tiefer betrachtbares Vergnügen oder Mittel zum Zweck ist.
Gewalt ist als so eine Art Dialekt in seinen Gehirnwindungen gespeichert.

Der Kleinkriminelle
Taschendiebe, Kleindealer, Hehler. Im Gegensatz zum kriminellen mittlerer Coleur und zum Profi, ist er nicht voll auf die korrekte und schnelle Ausführung seines Gewerbes fokusiert. "Abziehen": betrügen, täuschen.
Gewaltanwendung ist auch eines seiner Mittel. Hit&Run ist das häufigste.

Der Kriminelle
Einbrecher, Drogenhändler der mittleren Verteilerebene, Autodiebe&Hehler, Waffenverkäufer. In dieser Ebene tummeln sich die unterschiedlichsten Typen. Je nach "Fachgebiet" völlig andere Verhaltensweisen. Auch hier greift der Grundsatz, dass

Der professionelle Kriminelle
Er ist alleinig an der Ausführung seiner Tätigkeit interessiert. Gewalt ist für ihn ein Mittel zum Zweck wovon er nur gebrauch macht sobald es seinen finanziellen, geschäftspolitischen Interessen dient. Täuschungsmanöver sind auch in seinem Bereich vorhanden, jedoch von weit größerer Seltenheit als beim kleinkriminellen.

Der Crack Zombie
Oberbegriff unter den Konsumenten der verschiedensten Drogen unterzuordnen sind. Menschen deren Wahrnehmung verändert ist, die abgestumpft sind, unzurechnungsfähig im allgemeinen.

Haschisch: Sehr seltene Gewaltbereitschaft. Selbst äußerst leicht zu provozierende Typen sind in ihrer Kompromißlosigkeit gebremst.

XTC: Hier muss man zwischen Erst/Neu-Konsument und gewöhntem Konsumenten unterscheiden. Der Erstanwender wird vom ungewohntem Rausch eventl unangenehm überrascht. Agression ist nicht auszuschliessen.
Im Normalfall ist der XTC völlig auf seine eigene Wahrnehmung fixiert und seinen Mitmenschen sehr positiv zugewand durch die starke Glückshormonausschüttung. Auch bei XTC besteht die Gefahr der induzierten Psychose.

Kokain: Das ist der potentiell gefährlichste Drogentyp. Seine Stimmung kann sich schlagartig radikal verändern. Er leidet an überzogenem, wahnhaftem Selbstbewusstsein. Kränkungen seiner Person nimmt er extrem sensibel zur Kenntnis. Verfolgungswahn, Größenwahn, Agression. Die Gefährlichkeit dieses Typs ist in keinem Fall zu unterschätzen. Er ist in seiner Koordination nicht spührbar beeinträchtigt und deshalb zu schnellen Aktionen fähig.

Heroin: Der Rauschzustand ist extrem stark. Die Umgebung wird stark reduziert wahrgenommen (Tunnelblicksyndrom). Die Gefährlichkeit dieses Typs liegt mehr im Zustand der unmittelbaren Abhängigkeit (Turkey) als im Rausch selbst. H hat ein sehr großes Abhängigkeitspotential.

LSD: Starke Halluzinationen, Wahnvostellungen. Die Sinneswahrnehmung ist verstärkt. Gespräche können über weitere Entfernung als normal mitverfolgt werden. Kann induzierte Psychosen beim Anwender auslösen und zu völlig unberechenbarem Verhalten führen. Äußerst konzentrierte Aufmerksamkeit im Umgang mit diesem Typ.

Der durchschnittliche Schläger:

Gewalt ist für ihn ein Ventil. Für unterdrückte Wut, einen schwierigen Lebensweg, ungerechte Behandlung, ausleben sadistischer Wesenszüge, die Spaß am sich messen mit anderen, Selbstdarstellung, Komplexe.
Seine Vorgehensweise ist meist in 3 Teile zu gliedern:
1. Das Auskundschaften (Interview-Teil1): Er betreibt keine professionelle Profilerstellung. Er sieht sich um und versucht zu erraten ob er dich ausschalten kann oder nicht. Er orientiert sich dabei an einfachen körpersprachlichen Verhaltensmustern die seiner bildhaften Erfahrung nach Unsicherheit, Schüchternheit, Unterlegenheit ausdrücken.
2. Das Herrantasten (Interview Teil-2)
Anrempeln, Ansprechen (Freundin, Kleidung), die Frage [der Befehl!] nach der Zigarette. Hier testet er ob sich seine Ferneinschätzung bestätigt oder ob er sich zurückziehen sollte.
3. Der Kampf
Seine häufigsten ersten Techniken sind der gerade Faustschlag, der Schwinger (Mischung aus Haken und Gerade). Einen Eiertritt sieht man ihn so gut wie nie anwenden. Er kennt die Gewalt, er weiss welche Angriffsziele sein Gegenüber als erstes versuchen wird zu treffen.

Der Cyborg [halb Mensch, halb Maschine]

Veteranen, Berufskiller, Profis, Legionäre.

Jede Bewegung ist kontrolliert und wohlüberlegt, Blicke wirken linear, Hochspannung umgibt sie.
Kurze, abklärende, Blicke lassen sie umherschweifen.

Wenn sie dich ansehen, denkst du es wurde ein Visier auf dich gerichtet.

Innerhalb von Bruchteilen scannen sie dich und berechnen deine Stärken, Schwächen, Beweggründe, etc. Im Gegensatz zum Schläger wissen sie wie sie dich ausschalten werden wenn du sie angreifst im vorraus. Der Stuhl der 57cm weit neben ihnen steht ist in ihren Köpfen bereits für dich reserviert und wird exakt 2,234cm links oberhalb deiner rechten Augenbrauhe landen.
Sie wollen einfach in Ruhe gelassen werden. Wenn du sie anrempelst, anschreist, Bier über die Hose schüttest werden sie meistens nichts unternehmen.


Wie immer gibts die üblichen Mischtypen die einfach von allem etwas haben

Wie zB. die Kombination aus Cyborg und Dummkopf. Der scannt dich auf Erdnüsse in deinen Taschen ^^
Falls man enge Hosen trägt heissts jetzt aufgepasst
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  #11  
Alt 13-03-2006, 07:25
Benutzerbild von Stoffel
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Kampfkunst: Escrima, früher Wing Tsun / Boxen/Kickboxen
 
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Hier finde ich mich eher.
Es sind eigendlich beide Beiträge oder besser gesagt Profile sehr interessant. Vieles trifft auch zu und klingt ganz plausiebel. Es ist aber wirklich eine grobe Einschätzung der Personen. Aber so an der Türe wo man schneller Entscheidungen treffen muss ist das ganz gut.
__________________
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  #12  
Alt 13-03-2006, 11:08
Benutzerbild von bruceberlin
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Kampfkunst: BWT (BruceWeeTee)
 
Registrierungsdatum: 07.03.2006
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Also Möchtegerns und Schläger sind relativ einfach zu unterscheiden:
Die einen reden noch, die anderen schlagen schon zu.
Gerade die für mich bezeichnende "niedrige Hemmschwelle" eines Schlägers führt dazu. Ein Schläger redet in der Regel nie großartig...

DAS ist zum Beispiel ein Schläger: http://youtube.com/watch?v=v7DXjAxFaf8
Kurze, knackige Ansprache, dann aufs Maul...
Macht der sicher auch nicht bei jedem, aber so ungefähr sind die "Charakterlich".

Dann nochmal ein Video, was ich sehr lustig fand. In meinen Augen eine ganz klassische SV-Situation (unter Möchtegerns), in der man mal sieht, wie das eskalieren kann und wie es dazu kommt.
http://youtube.com/watch?v=b0-f8jtWj0o
Ein winziger Kerln (vielleicht 12) pöbelt einen 20-jährigen an. Es kommt aber zu keiner Schlägerei. Allerdings sind die Gemüter ordentlich erhitzt. Eigentlich ist der kleine ein Uninteressierter, allerdings ein ganz frecher.
Ungefähr nach der Hälfte des Films kommt es erst zur eigentlichen Schlägerei. UNBEDINGT zu Ende gucken!! Und die letzte, eingeblendete Frage beantworten...
Für mich ein klassischer Fight unter Möchtegerns... Dort sieht man besonders gut, wie WICHTIG Distanzgefühl und VORSPIEL ist... Das wäre zu entschärfen gewesen... Und wie unvorteilhaft der Boden sein kann... Man beachte den "erfolgreichen" Würger am Ende und die Reaktion der Umstehenden darauf


Nochmal so eine Einschätzung bzgl. der Gewichtung unter Jugendlichen:
Uninteressierte: 50%
Möchtegerns: 30%
Schläger: 2%
Stille: 15%
Andere: 3%

Richtige Schläger sind wirklich selten, aber bei Ihnen gilt das Prinzip: Erst schlagen, dann reden. Wenn man natürlich in einer deutlichen Übermacht ist, überlegt er sich das oft auch nochmal. Er weiß ja nunmal, das Schläge wehtun können...

icheben, Deine Kategorisierung ist mir zu kompliziert! Da müsste ich ja bei jedem Nachdenken
K.I.S.S. (Keep It Simple and Stupid), eigentlich ein Grundatz aus dem Marketing
Na klar sind das Verallgemeinerungen, aber in der Regel kann man jedem Menschen mehr oder weniger in eine Gruppe einordnen.

Verallgemeinerungen (Schubladen) nutzt übrigens JEDER Mensch, sonst wäre er gar nicht überlebensfähig. Denkt mal nach, wie oft ihr am Tag Verallgemeinerungen nutzt. Das hilft uns Gehirnplatz zu sparen und schneller wichtige Entscheidungen aufgrund von Erfahrungen zu treffen...
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  #13  
Alt 13-03-2006, 12:05
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Zitat:
Zitat von bruceberlin
DAS ist zum Beispiel ein Schläger: http://youtube.com/watch?v=v7DXjAxFaf8
Dient zwar als Beispielvorführung, is aber ein Fake. Der "Zuhälter" und der "interessierte" spielen das in dutzenden Situationen (Kaufhaus, Tankstelle)

Geändert von Icheben (13-03-2006 um 12:07 Uhr).
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  #14  
Alt 13-03-2006, 12:34
Benutzerbild von bruceberlin
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Kampfkunst: BWT (BruceWeeTee)
 
Registrierungsdatum: 07.03.2006
Alter: 33
Beiträge: 597
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Zitat:
Zitat von Icheben
Dient zwar als Beispielvorführung, is aber ein Fake. Der "Zuhälter" und der "interessierte" spielen das in dutzenden Situationen (Kaufhaus, Tankstelle)
Yo, aber solche Leute gibts wirklich

Ich kenn einen, der hat letztes mal ALLEINE zwei Türsteher verprügelt. So ungefähr das Kaliber aus dem Film.
Er hat erst einer Frau richtig vermöbelt, weil die sich mit seiner Ehefrau in den Haaren hatte (Die andere Frau war ne Nutte, mit der er sich eigentlich bis zur Ankunft seiner EHEfrau ganz gut vergnügt hat... Die Nutte dachte wohl eher an Konkurrenz als an die Ehefrau...)
Jedenfalls meinte ein Türsteher, er solle doch jetzt gehen.
Darufhin greift der dem Tüsteher IN den Hals/Kehlkopf und macht den richtig zur Sau. Ein zweiter Kollege kommt dazu und will schlichten, er schubst den einfach weg. Zum Abschluss gibt er dem Kollegen einen saftigen Knietritt in die Eier, noch ne Kelle für den anderen und geht aus dem Laden.
Am nächsten Tag (muss man sich mal vorstellen) ruft der Clubbesitzer bei dem Schläger (ein Stammgast) an und ENTSCHULDIGT sich für seine Türsteher, und lädt ihn das nächste Mal aufs Haus ein...
Ich war als "Begleitung" des Schlägers dabei und es war das erste und letzte Mal, daß ich mit dem um die Häuser gezogen bin...
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  #15  
Alt 13-03-2006, 23:55
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Kampfkunst: Essen
 
Registrierungsdatum: 01.12.2003
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@bruceberlin

Hat der schläger eine kräftige figur? Also war er den türstehern körperlich überlegen?
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