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  #1  
Alt 20-12-2010, 14:58
Benutzerbild von Asahibier
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Kampfkunst: tatsu ryu
 
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Standard Flashback bei Gewalterfahrung

Liebe Forenpsychologen,

letzte Woche habe ich in meiner Schule Sparring gemacht. Bei uns kommt Freikampf eher etwas später, erst sollen sie laufen/fallen/rollen können und eine solide Grundausbildung haben, dann können sie sich mit weniger Verletzungen kloppen.

Ich habe mir also die Handschuhe übergezogen und jeden der fortgeschrittenen Schüler ein wenig gefordert um auch zu sehen wo sie etwa stehen, mich dabei aber natürlich ans Niveau des Schülers angepasst und meine Treffer auch nicht durchgezogen. Eben langsames Motivieren und Schritt für Schritt zum Vollkontakt hinführen...

Eines der Mädchen (17) die von ner anderen Schule zu Besuch war hat sehr schnell ausgesetzt. Da sie mit einigen Wehwehchen zu kämpfen hat, habe ich mir nichts bei gedacht. War mir auch sicher sie nicht fest getroffen zu haben.

Jetzt habe ich von einem Freund von ihr erfahren, dass sie schon eine Gewalterfahrung mit Prügel (weiß nicht wann und von wem) gemacht hat, bei meinen Angriffen einen Flashback bekam und zugemacht hat, sich nicht mehr wehren konnte.

Dennoch will sie es überwinden und kämpfen lernen...

Hat jemand von Euch Erfahrungen mit so etwas gemacht? Besser Schritt für Schritt gewöhnen oder irgendwelche Übungen um so etwas aufzuarbeiten?

Bin für ernste Tipps dankbar, ich weiß ich bin kein Therapeut aber Kampfkuscheln gibt es bei mir nicht, früher oder später müssen sie kämpfen, sonst geht es nicht weiter in der Kunst.

Grüße, Thorsten
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  #2  
Alt 20-12-2010, 14:59
inaktiv
Kampfkunst: kämpfen
 
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Standard

Schritt für Schritt... LANGSAM

Sehr geeignet fr den Anfang ist Ringen/Grappling, weil da der Kontakt Sanfter ist, und nicht so akut
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  #3  
Alt 20-12-2010, 15:00
Benutzerbild von Asahibier
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Kampfkunst: tatsu ryu
 
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Das ist ne gute Idee, vielen dank!

Wir hatten zuvor ein Bodenkampfseminar, leider war sie da nicht dabei... aber wiederholen wir nächstes jahr.
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  #4  
Alt 20-12-2010, 15:02
inaktiv
Kampfkunst: kämpfen
 
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Versuch das mal

Ist eben auch nicht so bedrängend, wie geschlagen zu werden.....
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  #5  
Alt 20-12-2010, 15:08
Benutzerbild von netwolff
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Vielleicht auch mit Vorübungen arbeiten, wenn es ans Boxen geht. Erst mal einzelnde Schläge ankommen lassen auf die Deckung (vorsichtig) und anlernen, dass sie z.B. nicht mehr die Augen schließt, den Kopf wegdreht etc.

Langsam ist wohl der richtige Tipp.
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If we're focused on judgements, right and wrong, good or bad, we're going to be in pain, and so will the people around us.
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  #6  
Alt 20-12-2010, 15:08
Benutzerbild von Asahibier
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Kampfkunst: tatsu ryu
 
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Wie macht ihr das im Bodenkampf mit Mount/Guardpositionen bei gemischten Geschlechtern?

Nach dem Motto "bück Dich Fee, Wunsch ist Wusch" oder strikt getrennt?

Bisher mische ich nur die Erfahrenenen, so ab 4.Kyu. Aber das heißt die Anfängerinnen haben von den Übungen nicht viel, da sie nicht mit Gewicht/ Kraft eines mannes trainieren können...

@Netwolff: Die Vorübungen hatte sie, problem ist das diese in Grenzen und kontrolliert verlaufen, während das Sparring ihr diese Sicherheiten nimmt.
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  #7  
Alt 20-12-2010, 15:11
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meiner Freundin ist es egal, ob Mount, Guard, Männlein, Weiblein - sie verknotet jeden, der mag (oder auch nicht )
__________________
Die HP meiner Freundin:
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  #8  
Alt 20-12-2010, 15:12
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Hi Thorsten,
hier mal meine Erfahrung dazu.
Ich kenne die Sache mit den Flashbaks von mir selbst(glücklicherweise seltener im Training).
Ich denke du kannst da begrenzt helfen. Gut ist es immer wenn es der Trainer weiß und wenn langsam gearbeitet wird. Der Hauptpart liegt aber denke ich in ihrer Verantwortung. Sie muss lernen sich zu stabilisieren, im Hier und Jetzt zu bleiben. Oder sollte lernen wie sie schnellstmöglich wieder aus diesen Filmen aussteigen kann, falls sie in die Vergangenheit abrutscht. Dafür gibts Techniken, die sie aber sich aneingnen müsste. Hilfreich ist immer auch wenn man weiß WAS GENAU Flashbaks auslöst. Eine bestimmte Bewegung, ein bestimmter Geruch, eine best. Stimme etc. Diese Situationen kann sie dann entweder erstmal meiden oder sehr sehr langsam angehen.
Ich denke wenn sie die Bereitschaft mitbringt achtsam zu sein und daran zu arbeiten ist das auf lange Sicht kein Problem. Wenn ich jetzt mal von meiner Erfahrung ausgehe. Ich kann damit umgehen weil ich die Situationen kenne und sehr schnell bemerke wenns zuviel wird und dann dementsprechend handeln kann.
Ich hoffe das ist verständlich geschrieben und ich konnte dir etwas weiterhelfen.
Grüße Panthera
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  #9  
Alt 20-12-2010, 15:15
Benutzerbild von Asahibier
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Kampfkunst: tatsu ryu
 
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Ja das hilft mir ein wenig zu verstehen. Vielen Dank Euch allen.

Werde auf jeden Fall ein Gespräch mit ihr führen um zu wissen welchen Knopf ich meiden muss. Habe aber auch einen Ehrgeiz als Trainer das das meinen Schülerinnen nicht nochmal passieren soll.

@goin toji: Wie alt ist Deine Freundin?

Grüße, T
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  #10  
Alt 20-12-2010, 15:19
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Zitat:
Zitat von Asahibier Beitrag anzeigen
Wie alt ist Deine Freundin?
29

Panthera: warst du evtl. auf dem NBL?
__________________
Die HP meiner Freundin:

Geändert von gion toji (20-12-2010 um 15:22 Uhr).
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  #11  
Alt 20-12-2010, 15:21
Benutzerbild von Asahibier
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: tatsu ryu
 
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Klar, ich sehe das eventuelle Problem auch eher bei Teenies...
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  #12  
Alt 20-12-2010, 16:41
Benutzerbild von the5ilence
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Ort: Trier
Alter: 26
Beiträge: 270
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Hi!

Zu der Sache mit den Flashbacks wurde hier das wichtigste gesagt: Langsam arbeiten, verständnis zeigen, aber nicht zusehr an die große Glocke hängen - das Training soll für sie nicht unangenehm sein, aber es will auch kein KKler schwach und wehrlos dastehen ;-) Das is die Krux mit der Frage "Wer will lieber keinen Vollkontakt machen?" - Da will keiner als Weichei/Spielverderber dastehen - da braucht man immer n bisschen Fingerspitzengefühl *g*

@Geschlechtertrennung:
Grade bei Teenies stell ich mir das auch schwierig vor -das wichtigste ist eigentlich der Umgang vorher im Training, ob man sich wirklich auf die Technik usw. konzentriert, oder ob Platz is für Hintergedanken. Wenn das Training richtig läuft sollten alle Trainingspartner sein und auch in Mount/Guard nix vom Training ablenken.
Mit den neuen vielleicht einfach so anfangen, dass die sich selbst Trainingspartner aussuchen können. Kannst ihnen ja Empfehlen sich Fortgeschrittene Trainingspartner zu suchen, auch die Punkte mit größer/stärker ansprechen usw. Dann werden sich die Mädchen zwar ne zeitlang klüngeln, aber besser als wenn welche nicht kommen, weils ihnen unangenehm is.
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  #13  
Alt 20-12-2010, 18:38
Benutzerbild von PantheraB
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Kampfkunst: Pekiti Tirsia Kali
 
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Zitat:
Zitat von Asahibier Beitrag anzeigen
Habe aber auch einen Ehrgeiz als Trainer das das meinen Schülerinnen nicht nochmal passieren soll.
Hm, ich denke DAS kannst du nicht verhindern. Schließlich kannst du das nicht kontrollieren. Und Vermeiden ist ja auch nicht das was weiterhilft. Für den Anfang hilfts halt...Letzten Endes geht es darum zu lernen damit umzugehen.Finde ich.
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  #14  
Alt 20-12-2010, 21:20
Benutzerbild von Mr. Nice Guy
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Ja, mache ich
 
Registrierungsdatum: 29.04.2008
Beiträge: 1.031
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Hallo Asahibier

Meine Freundin kommt aus einem Elternhaus indem Gewalt an der Tagesordnung war. Ich habe sie damals da heraus geholt und habe sie auch zum Kampfsport gebracht. Da hatte sie genau das Selbe!

Was ihr geholfen hat sind Erfolgserlebnisse im Sparring! Ich habe mich dann auch extra öfters treffen lassen. Der Punkt ist nämlich:

Wenn jemand solch ein flashback hat, dann ist das immer gepaart mit Kontrollverlust. Die Überforderung, das Bedrängt fühlen und dann dicht machen kommt alles aus dem Kontrollverlust heraus. Gib ihr die Kontrolle zurück.

Das bedeutet nicht, dass du nun für immer absichtlich schlecht kämpfen sollst, sondern hier kommt dann das dazu was die anderen hier ganz korrekt gesagt haben.

Zeit geben! Langsam, sehr langsam. Schließlich wird sie auch besser werden und dann kannst du auch das Niveau anheben.

Bei meiner Freundin hat das geholfen.

Noch eine Anmerkung: Weisst du was für Gewalterfahrung? Denn wenn es beispielsweise ein Beziehungspartner war, oder etwas körperlich belästigendes, vielleicht sogar sexuelles, dann ist Grappling m.M.n. der schlechteste Weg! Wenn nicht, dann ist krakens Vorschlag mit dem grappling super, aber du weisst do nicht was sie für Scheisse erlebt hat. Vielleicht solltest du das bei der Person die dir das mit der Gewalt erzählte diskret nachfragen?

Viel Erfolg
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Hirten erst kund gemacht, durch der Engel Hallelujah tönt es laut von fern und nah: "Christ, der Retter ist da!
Ich bin es, der kleine Clown, der lacht wenn ihr weint.

Geändert von Mr. Nice Guy (20-12-2010 um 21:28 Uhr).
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  #15  
Alt 21-12-2010, 09:43
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Kampfkunst: EskriMma
 
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Wenn sie so arge Probleme hat, dann sollte sie evtl. professionelle Hilfe suchen.
Ansonsten geht Grappling nicht nur am Boden, sondern auch im Stand. Ist auch eine gute Methode, um die Leute an Widerstand zu gewöhnen
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