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#16
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Bin zwar nich Amok aber jemanden KO zu schlagen während man mit der anderen Hand seinen Messerarm kontrolliert ist nicht so furchtbar einfach :-). Daher ist es oft besser die Schläge nur als Ablenkung zu sehen - sollte der Angreifer davon umfallen um so besser. Wenn Du die Schläge von Anfang an nur als Ablenkung/Schocker planst bist Du nicht so verwundert wenn der Kerl nicht umfällt. Grüße Christian
__________________ Basic Knife Defense Start der Ausbildungs- und Seminarreihe am 31.01.2009 |
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#17
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| @Mazola Wenn du nach dem ersten Block/Parieren/Check/Ablenken einfach drauflos pruegeln willst, hast du wohl vergessen, dass dein Angreifer immer noch ein Messer in der Hand haelt; unser Ziel muss sein, uns Zeit und Gelegenheit zu verschaffen, irgendwie ohne zusaetzlichen Schaden abzuhauen, oder den Angreifer zu entwaffnen und/oder sonstwie unschaedlich zu machen. Hebel koennen dabei ein Mittel zum Zweck sein. Solange er seine Messerhand und/oder seinen Messerarm noch bewegen kann und solange er noch bei Bewusstsein ist, sind wir immer noch toedlich bedroht. Da gibt es fuer dich immer noch drei zwingende Alternativen: a) Du hast den Gegner so stark abgelenkt, dass dir das sichere Abhauen gelingt....Gratuliere, Glueck gehabt! b) Du haust oder kickst den Angreifer sofort KO bevor er zustechen/schneiden kann.... Traust Du Dir das zu?? Ich kenne bis jetzt niemandem im wirklichen Leben, dem ich das zutrauen wuerde. c) Du kontrollierst seinen Waffenarm mit folgenden moeglichen Zielen: - Du immobilisierst den Gegner durch Schmerz; dazu sind unter anderem Hebel gut geeignet. Dabei oder danach ist auch eine Entwaffnung moeglich. - Du kannst einen Wurf so ansetzen, dass du den Gegner am Boden ruhig halten und vielleicht entwaffnen kannst, oder du findest dann auch eine Gelegenheit abzuhauen. - Je besser Du den Gegner mit deiner ersten Reaktion abgelenkt oder aufgeweicht hast, je besser werden Haltetechniken, Wuerfe, Hebel, Entwaffnungen und Kombinationen davon funktionieren. Die meisten Kampfkuenste, welche auch SV im Programm haben, geben einem hervorragende Werkzeuge, wenn es ums Kontrollieren des Waffenarms, Festhalten, Trappen, Hebeln und Werfen geht. Nur machen sich leider nicht alle Gedanken, wie man erst einmal so weit kommt, dass man die richtigen Werkzeuge mit einer gewissen Erfolgschance einsetzen kann. |
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#18
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| Guter Artikel von Christian und gute Anmerkungen von Bernd. Seit langem mal wieder ein lesenswerter Thread zum Thema. Jörg
__________________ Wer mich und mein löblich Handwerk verlacht, den schlag ich auf den Kopf, daß es ihn im Herzen kracht.(Augustin Staidt, Federfechter, 16. Jhd.) |
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#19
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Hi Bernd, Du hast einige Dinge gut formuliert, sehe ich auch so. Schön ist zu lesen, dass Du das Knie nur bei SEHR GUT KOORDINIERTEN Leuten empfielst. Dies ist nämlich sehr gefährlich, da man dabei an Vorwärtsdruck und Mobilität einbüßt und dem Angreifer eine gute Chance zur Neuorganisation der Waffe gibt. Ich habe übrigens meine Talons von Nok bekommen - coole Geschichte! Gruß, Eric
__________________ www.fit-fight-club.de |
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#20
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Hallo Eric! Freut mich, dass es mit den Talons geklappt hat. Hab heute grade dazu noch was im Waffen - Unterforum geschrieben ( Ein neues Selbstverteidungswerkzeug - nicht nur fuer Dulo und Kobutan - Fans ). Um jede Rueckmeldung und jeden Erfahrungsbericht sind wir sehr froh. Liebe Gruesse, Bernd |
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#21
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Da Du ja sowieso von viel üben sprichst, ist mir jetzt nicht ganz klar, ob es zu dieser 0-Kreuzblock-Regel in Deinen Augen Ausnahmen gibt oder nicht. Ich bin kein Messerabwehrspezialist und finde das ganze auch reichlich unrealistisch, aber aus den gemachten Übungen mit Zurückziehen des Armes nach dem Stich ist mir der Kreuzblock noch am meistversprechenden. Wohlgemerkt geht es mir dabei dann nicht um Blocken allein. Seitlich ausweichen, Kreuzblock auf der Seite und Fäuste zueinander. Dann kann ich der Bewegung des bewaffneten Arms noch folgen und dabei den Arm fassen und sie in gewissem Masse steuern. Und ich komme an den Angreifer heran. Einhändig habe ich mit meinen dünnen Ärmchen keine Chance, einen kraftvoll zurückgezogenen Arm unter Kontrolle zu bringen. Da bleibt mir nur die Hoffnung, durch Druck in die Armbeuge gegen den Körper des Angreifers einen zweiten Angriff zu erschweren oder eine Hand hinter den Ellbogen des Angreifers zu bringen, um das Zurückziehen zu erschweren und gleichzeitig heranzukommen. Könntest Du Deine Gedanken zum Kreuzblock bitte noch etwas genauer darlegen? |
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#22
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| Grüße Christian
__________________ Basic Knife Defense Start der Ausbildungs- und Seminarreihe am 31.01.2009 |
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#23
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| Hallo Kimi, Einen Nachteil des Kreuzblocks hast du ja schon erwaehnt; dir werden beide Haende zerschnitten, wenn dir die erfolgreiche Kontrolle nicht sofort gelingt und der Angreifer das Messer flexibel fuehrt und zureuckzieht. Der Hauptnachteil des Kreuzblockes ist ganz einfach, dass damit deine beiden Haende gleichzeitig gebunden sind. Vielleicht gelingt es Dir ja durch den Kreuzblock den Waffenarm abzublocken und kurzfristig zu kontrollieren; dabei musst Du aber bedenken, dass du es immer noch mit einem unversehrten Gegner zu tun hast, der eine freie Hand ungehindert gegen dich einsetzen kann. Du blockst vielleicht den Messearm, aber dein Gegner kann dir dabei unbeschadet seine andere Faust in die Fresse setzen. Dann siehst du erst mal Spinnweben und deine weitere Ueberlebenschance ist am Gefrierpunkt. Die richtige "einarmige" Block- oder Pariertechnik ist dem beidarmigen Kreuzblock nicht unterlegen und die Erfolgschance, den Waffenarm zu kontrollieren und moeglicherweise noch zu entwaffnen ist durch das "Stoermanoever" mit der anderen Hand wesentlich groesser. Denk daran, dass der Einsatz des Stoermanoevers unvermittelt und blitzschnell geschieht und danach koennen wir die zweite Hand auch noch zum Kontrollieren, Immobilisieren, Hebeln und Entwaffnen einsetzen. Zusaetzlich kannst Du damit auch einen eventuellen Angriff der freien Faust bedienen. Gelingt es dir vielleicht mit dem einen Arm/Hand unbeschadet zu parieren, dann hat dein Angreifer dabei hoffentlich auch noch etwas Unangenehmes von deiner anderen Hand mitbekommen. Auf jeden Fall wird der Folgeangriff dann nicht so kraftvoll rueberkommen und die Geometrie wird berechenbarer sein. Deine Aussicht auf eine erfolgreiche Verteidigung wird damit steigen und vielleicht oeffnet sich dir dabei auch ein kleines Zeitfenster, dass du zur Flucht nutzen kannst. |
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#24
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| Oh natuerlich Christian, du hast selbstverstaendlich recht. Ich habe auch an den "starren" Kreuzblock des Karate gedacht, bei dem beide Faeuste gekreuzt werden und gleichzeitig abblocken. Wir ueben auch etwas, was wir X-Block nennen - der mag fuer eine sehr kurze Momentaufnahme wie ein Kreuzblock (aber nicht mit Faeusten...) aussehen. Praktisch kommen dabei aber beide Arme zeitversetzt zum Einsatz; der Block wird einarmig eingeleitet und dann folgt der andere Arm (nach dem "Stoermanoever"). Wir brauchen diese Variante, wenn wir nach einem Block von innen nach aussen, oder nach einem Aussenblock nach innen an den Gegner gelangen wollen. |
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#25
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bein kampf gegen wuchtwaffen wäre es ja immer das ziel, die waffenhand möglichst nah an den eigenen körper zu ziehen, weil man dort wesentlich mehr kraft und kontrolle hat als der gegner und so z.b. den abstand kontrolliren oder nach einiger vorarbeit auch mal an ne entwaffnung denken kann... aber was wäre denn die schlechtere prosition für den gegner wenn er ein messer hat? ne messerhand wöllte ich jetz nicht unbedingt nah an meinen körper ziehen ![]() |
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#26
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| Fuer den Angreifer mit dem Messer ist die Position "superior", in welcher seine Messerhand die groessere Bewegungsfreiheit hat. Da Kraft mit der Klinge fast keine Rolle spielt, ist es nicht so wichtig, ob dies nah beim Koerper, oder weit weg ist. Was dies fuer den Verteidiger bedeutet, sollte eigentlich klar sein... |
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#27
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Dass nach einem geblockten Stich noch ein Schlag mit der anderen Hand kommt, traue ich nur versierten Messerkämpfern zu. Ich nehme mal an, dass viele, die ein Messer benutzen, ziemlich fixiert darauf sind. Sie nehmen das ja auch zur Hand, weil sie sich damit überlegen fühlen. Einer, der mich auch ohne Waffe umpustet, braucht sie ja nicht zu nehmen. Und mit der Gegenwehr habe ich sicher ein Überraschungsmoment. Generell ist mir das "Draufhauen so schnell wie es geht" aber auch lieber. |
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#28
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__________________ Es gibt nur einen wahren Feiertag. ![]() R.I.P Horst |
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#29
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soller sich drauflegen? meine frage war, was 'superior' für den verteidiger wäre |
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#30
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den meisten wohl unter dem Begriff Hubud bekannt.Grüße Christian
__________________ Basic Knife Defense Start der Ausbildungs- und Seminarreihe am 31.01.2009 |
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