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  #16  
Alt 30-09-2007, 18:17
Benutzerbild von Ir-khaim
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Kampfkunst: JJ & CTE
 
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Zitat:
Zitat von Hosenscheisser Beitrag anzeigen
@Nito

Was für einen Kampfkunst/sport betreibst Du?
??
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  #17  
Alt 30-09-2007, 20:13
Benutzerbild von D_Invader
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Zitat:
Zitat von Trinculo Beitrag anzeigen
Optisch sehen diese Bewegungen ähnlich aus, teilweise sind sie es auch in der Ausführung - aber es fehlt ganz einfach POWER.

Der Handballenstoß benötigt Bein- und Hüfteinsatz, das Strecken am Morgen nicht. Der Griff zum Sicherheitsgurt kommt aus dem Arm und bestenfalls aus der Schulter - für einen K.O. würde ich mich nicht auf dieses Bewegungsmuster verlassen. Für die anderen Bewegungen gilt das Gleiche: wenn ich etwas mit wenig Power langsam tun kann, heißt das nicht, dass ich es blitzschnell aus allen Lebenslagen mit ordentlich Wucht dahinter hinkriege. Da fehlt noch einiges.

Genauso gut könntest Du behaupten, jeder, der seine Schuhe binden und sich hinterher wieder aufrichten kann, hätte das Zeug zum Champion im Kreuzheben

Aber die Beispiele sind sicherlich gut, um Bewegungslegasthenikern überhaupt erstmal eine Anfangsidee zu geben.
Ganz genau darum geht es. Du findest überall und irgendwo irgendwelche Bewegungen, die denen in Kampfsportarten ähneln. Aber eben nur oberflächlich, da steckt ja noch viel mehr hinter als einfach nur die Bewegung auszuführen.

Ich verstehe nicht was diese Diskussion soll, die ganze Argumentation ist komplett sinnfrei
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  #18  
Alt 30-09-2007, 20:26
Moderator
Kampfkunst: TingsBums
 
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Zitat:
Zitat von nito Beitrag anzeigen
Hallo,


Ich höre in Diskussionen zum Selbstverteidigungstraining immer wieder Aussagen wie „Anfänger müssen erstmal Grundtechniken lernen und beherrschen“, „Die Technik muss tausendfach wiederholt und eingeschliffen werden, damit sie instinktiv funktioniert“.

Meiner Meinung nach kommt diese Einstellung aus dem Sport oder den Kampfkünsten wo es um komplizierte Bewegungsmuster bzw. die Optimierung der Ausführung geht.
In der SV ist das doch viel einfacher. Stress und Adrenalin sorgen dafür, dass nur grobmotorische Bewegungen funktionieren (die dafür gut und mit Power).

Ich sage meine Klienten, dass sie alle schon einen schwarzen Gürtel haben und bereits alle notwendigen „Techniken“ beherrschen. Alles was sie an Waffen für den Kampf brauchen, ist schon vorhanden. Sie haben die Bewegungen bereits tausendfach ausgeführt:
  • Sich in der früh tüchtig strecken = nix anderes als ein Handballenstoß
  • Nach dem Sicherheitsgurt im Auto greifen = horizontaler Ellbogenschlag
  • Sich am Rücken kratzen = Ellbogenschlag vertikal
  • Schuhe zum zubinden auf einen Sessel raufstellen = Kniestoß
  • Wer tüchtig niest hat schon einen Kopfstoß drauf
  • Wer mal mit seinen Kindern Fußball gespielt hat, kann treten
  • Und schließlich: Jeder der sich am Arsch kratzen kann, kann sich auch in ein Gesicht krallen
Zeitbedarf: Maximal 1,5 Stunden, inkl. Ausprobieren in dynamischen Konfrontationssituationen gegen einen unkooperativen Trainer im Schutzanzug (kein Szenario, steigern von Zeitlupe bis volle Geschwindigkeit, halbe Kraft, kürzester Weg zu den primären Schwachstellen)

Die restliche Zeit verwende ich lieber für das wirklich Wichtige: Den Willen wecken sich zu verteidigen, verschüttete Überlebensinstinkte freilegen und immer wieder kurze Konfrontationssituationen gegen unkooperative Partner und Szenarien durchspielen.

Wie hat schon der alte K&K Feldmarschall Radetzky gesagt: „Ein Plan der komplizierter ist als eine Ohrfeige funktioniert im Krieg nicht“


lg,


nito


PS: Ich rede hier von Coaching eines Klienten, d.h. ich kann mich voll und ganz einer Person widmen, sehe genau was sie braucht und momentan verträgt (an Input aber auch emotionell bzw. vom Energiehaushalt her)
Die Idee, dass solche Bewegungen in irgendeiner Weise etwas mit einer Verteidigungsbewegung zu tun haben finde ich gut. Doch müsste man diese Bewegungen trainieren! Drill-mäßig um einen Effekt zu erreichen. Denn nur zu sagen die Bewegungen kennt der Mensch, jetzt bring ich ihm noch bei etwas Selbstvertrauen auszustrahlen und ihm gut reinzureden er solle zuschlagen bringt nix! Das wäre so als ob ich einen untrainierten Tennisspieler zurufe was er machen soll während er gegen Boris Becker spielt.
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  #19  
Alt 01-10-2007, 09:08
Benutzerbild von Kat'
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Kampfkunst: Die Mami rufen
 
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Zitat:
Zitat von nito Beitrag anzeigen
Hallo,

Es geht eben nicht um eine Sportsituation, wir reden nicht von einem Kampf (zwei gleichwertige Gegner, die genau wissen, dass jetzt gleich auf eine ganz bestimmte Art u. Weise gekämpft wird und wo nach bestimmten Regeln Sieg oder Niederlage bestimmt werden, wie bei einer Schlägerei)
Eben drum. Wir reden von einem unausgeglichenen Kampf, wo dein Gegner alles anders als gleichwertig sein kann.

Zitat:
Zitat von nito Beitrag anzeigen
Das ist Sport. Dort versuche ich natürlich Bewegungsabläufe bis ins Letzte zu optimieren, sonst hab ich keine Chance gegen einen vorbereiteten, motivierten Gegner.
Ach, und die Straßenschläger sind weder vorbereitet noch motiviert, oder was?

Zitat:
Zitat von nito Beitrag anzeigen
Was die Schlagkraft anbelangt: Die „Learn to hit fucking hard“ Methode hat in der SV sowieso wenig Bedeutung.
Ja, klar.

Zitat:
Zitat von nito Beitrag anzeigen
Zweitens: Solange Sie bei keinen Freefights mitmachen möchte, braucht sie das auch nicht (siehe Bierflasche)
Aber sicher doch, den Gegner "ich-schnalle-mich-an"-mäßig zu streicheln reicht völlig aus, um ihn kampfunfähig zu machen, ganz klare Sache. Besonders wenn er betrunken oder high ist.

Zitat:
Zitat von nito Beitrag anzeigen
Drittens: Adrenalin wird nicht grundlos in einer Gefahrensituation ausgeschüttet. Die Power die hier freigesetzt wird reicht um Nasen zu brechen, Kehlköpfe zuschwellen zu lassen, Augen zu beschädigen, Finger zu brechen, Kniegelenke auszurenken.
Und der Angreifer, der ist ja ganz schön brav und steht nicht unter Adrenalin, nö, nö. Außerdem muss der Umgang mit Adrenalin geübt werden, weil man da alles anders wahrnimmt. Es reicht nicht zu sagen "Adrenalin, der ultimative Kick für deine SV!". Ach, und die freigesetzte Power hat rein technisch gesehen wenig mit Adrenalin zu tun. Adrenalin regt den Kreislauf an und senkt die Schmerzempfindlichkeit (grob gesagt), aber um auf die Powerreserven zuzugreifen, die Du erwähnst, braucht man noch eine Änderung des geistlichen Zustandes... die übrigens in den ach-so-scheißen traditionnellen Kampfkünsten (Karate z.B.) erforscht wurde, schon lang bevor bei unseren ach-so-tollen Militäreinheiten so etwas wie Neuropsychologie erwähnt wurde.

Zitat:
Zitat von nito Beitrag anzeigen
Ist es nicht unverantwortlich Leuten einzureden sie können sich niemals wehren außer sie schreiben sich für mindestens 6 Monate in eine Kampfkunstschule ein?
(Gegen einen Straßenschläger hat man natürlich erst nach ein paar Jahren eine Chance.)
Ich drehe mal den Spieß um. Ist es nicht unverantwortlich zu behaupten, man könne sich nach 1,5 Stunden Training erfolgreich auf der Straße wehren? Ud nur im Kleingedruckten erwähnen, dass man sich erst nach ein paar Jahren gegen geübte Straßenschläger wehren kann? Wenn das keine Abzocke ist, dann weiss ich auch nicht.

Zitat:
Zitat von nito Beitrag anzeigen
Erziehe ich Leute damit nicht zu Opfern, die alles apathisch über sich ergehen lassen, weil sie ja zu faul sind um richtig zu trainieren?
Mensch, Du vergisst ja komplett was für ein Kampfmonster Adrenalin aus uns macht!

Zitat:
Zitat von nito Beitrag anzeigen
Wären wir nicht schon längst ausgestorben wenn das Tier „Mensch“ so wenige Verteidigungsfähigkeiten hätte?
"Now I got a machinegun! HA HA HA!"
Der Mensch hat so was wie ein Gehirn (die meisten Menschen zumindest...) und weiss es zu benutzen, und das ist unser großer Vorteil.

Zitat:
Zitat von nito Beitrag anzeigen
Was ist mit den Millionen Menschen die sich schon erfolgreich gegen Gewalt gewehrt haben, ohne jegliches Training, ohne jemals was von Kampfkunst gehört zu haben?
Millionen? Vergleiche das mal mit den "Millionen", denen es nicht so gut ging, und mache mal eine statistische Bewertung.

Zitat:
Zitat von nito Beitrag anzeigen
War das nur Zufall?
Ja. War Glück. Glück, dass der andere nicht so scharf drauf war, sie niederzuschlagen. Glück, dass er nicht so erfahren war in Leute ausrauben/angreifen/whatever. Glück, dass man genau im richtigen Moment die richtige Stelle getroffen hat oder die Flucht ergreifen konnte. Aber ich persönlich will mein SV-Training nicht auf Glück beruhen lassen, sorry.
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  #20  
Alt 01-10-2007, 09:23
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nito,absoluter quatsch. sicher wird ne 50jährige frau nie wie tyson zuschlagen können,das problem ist nur,dass du ihr einredest simple alltagsbewegungen (ohne die nötige power) könnten ihr ggfs. helfen

im gegensatz dazu wird die 50jährige frau,die halbwegs vernünftig trainiert, zumindest ihre art zu schlagen und die schlaghärte verbessern können

ein lascher handballenstoss wird niemanden von ner vergewaltigung abhalten.
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  #21  
Alt 01-10-2007, 12:43
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oh nein oh nein oh nein .... hier werden Leute "ausgebildet" die denken sich verteidigen zu können, es dann aber nicht umsetzen können ... oh je ...
...aber gut ein Argumnt zieht vor allem bei Frauen, wenn sie sich nicht als Opfer fühlen, werden sie seltener angegriffen...

oh gott nach 1/2 jahr beherrscht noch niemand eine KK ...

dann sage ich mal closed so gegen 22:00 uhr
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Im Leben geht es nicht darum gute Karten zu haben, sondern auch mit einem schlechten Blatt gut zu spielen!
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  #22  
Alt 01-10-2007, 12:58
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Zitat:
Zitat von FLEUR Beitrag anzeigen
oh nein oh nein oh nein .... hier werden Leute "ausgebildet" die denken sich verteidigen zu können, es dann aber nicht umsetzen können ... oh je ...
...aber gut ein Argumnt zieht vor allem bei Frauen, wenn sie sich nicht als Opfer fühlen, werden sie seltener angegriffen...

oh gott nach 1/2 jahr beherrscht noch niemand eine KK ...

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  #23  
Alt 04-10-2007, 17:57
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Zitat:
Zitat von nito Beitrag anzeigen
Hallo,


Ich höre in Diskussionen zum Selbstverteidigungstraining immer wieder Aussagen wie „Anfänger müssen erstmal Grundtechniken lernen und beherrschen“, „Die Technik muss tausendfach wiederholt und eingeschliffen werden, damit sie instinktiv funktioniert“.

Meiner Meinung nach kommt diese Einstellung aus dem Sport oder den Kampfkünsten wo es um komplizierte Bewegungsmuster bzw. die Optimierung der Ausführung geht.
In der SV ist das doch viel einfacher. Stress und Adrenalin sorgen dafür, dass nur grobmotorische Bewegungen funktionieren (die dafür gut und mit Power).

Ich sage meine Klienten, dass sie alle schon einen schwarzen Gürtel haben und bereits alle notwendigen „Techniken“ beherrschen. Alles was sie an Waffen für den Kampf brauchen, ist schon vorhanden. Sie haben die Bewegungen bereits tausendfach ausgeführt:
  • Sich in der früh tüchtig strecken = nix anderes als ein Handballenstoß
  • Nach dem Sicherheitsgurt im Auto greifen = horizontaler Ellbogenschlag
  • Sich am Rücken kratzen = Ellbogenschlag vertikal
  • Schuhe zum zubinden auf einen Sessel raufstellen = Kniestoß
  • Wer tüchtig niest hat schon einen Kopfstoß drauf
  • Wer mal mit seinen Kindern Fußball gespielt hat, kann treten
  • Und schließlich: Jeder der sich am Arsch kratzen kann, kann sich auch in ein Gesicht krallen
Zeitbedarf: Maximal 1,5 Stunden, inkl. Ausprobieren in dynamischen Konfrontationssituationen gegen einen unkooperativen Trainer im Schutzanzug (kein Szenario, steigern von Zeitlupe bis volle Geschwindigkeit, halbe Kraft, kürzester Weg zu den primären Schwachstellen)

Die restliche Zeit verwende ich lieber für das wirklich Wichtige: Den Willen wecken sich zu verteidigen, verschüttete Überlebensinstinkte freilegen und immer wieder kurze Konfrontationssituationen gegen unkooperative Partner und Szenarien durchspielen.

Wie hat schon der alte K&K Feldmarschall Radetzky gesagt: „Ein Plan der komplizierter ist als eine Ohrfeige funktioniert im Krieg nicht“


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PS: Ich rede hier von Coaching eines Klienten, d.h. ich kann mich voll und ganz einer Person widmen, sehe genau was sie braucht und momentan verträgt (an Input aber auch emotionell bzw. vom Energiehaushalt her)
Ein weiterer Quacksalber, der den Sicherheitswunsch von ahnungslosen Menschen ausnutzt. Was Du hier schreibst ist nicht nur falsch, sondern auch noch gefährlich für die, die sich dann in Sicherheit wiegen. Was mich Leute wie Du ankotzen..
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  #24  
Alt 06-11-2007, 15:58
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Hallo Bouncer,

Gebe dir völlig recht – mir kommt auch das Kotzen wenn das Sicherheitsbedürfnis von Menschen ausgenutzt wird und ihnen falsche Sicherheit vermittelt wird. Wie es in so vielen kommerziellen Kampfsportarten und mehr noch Kampfkünsten täglich passiert.

Genau deswegen arbeite ich fast von Beginn weg mit sehr dynamischen Kampfsituationen, mit nichtkooperativen Angreifern, realistischer Energie und Geschwindigkeit, Dialog und Emotion. Ich verwende sehr viel Zeit und Sorgfalt darauf die Realität eines Überfalls, einer Vergewaltigungssituation, einer Auseinandersetzung im Training zu „faken“ und meinen Klientinnen alles an die Hand zu geben, damit sie diese Situationen überleben.

Für das „Lernen“ von Grundtechniken mit denen in vielen Schulen viel Zeit verbracht wird (meist wenig effizient), ist dabei einfach zu wenig Zeit. Das zwingt dazu mit dem zu arbeiten was die Leute bereits mitbringen, was der Körper auch ohne jedes Training machen würde.

Eine richtige Faust zu machen ist nicht einfach und muss „gelernt“ werden. Einen linken Haken oder gar einen Osoto-Gari aus dem Karate muss ich erlernen und üben.
Ein Handballenstoß, ein Ellbogenschlag etc. dagegen ist grobmotorisch und meiner Erfahrung nach hat ein durchschnittlich körperlich begabter Mensch diese Bewegung innerhalb kürzester Zeit drauf und kann sie dann auch in Szenarien einsetzen – wenn es „gehirngerecht“ vermittelt wird und die Leute nicht mit angeblicher Komplexität verwirrt werden.

Mit diesen wenigen grobmotorischen „Waffen“ kommt man völlig aus. Kein Grund hier die Leute stundenlang eingedrehte Fußstöße üben zu lassen, oder das „richtige“ Gehen, oder Kampfstellungen, oder die optimale Fußstellung, oder den idealen Trefferwinkel, oder wo sie hinschauen sollen, oder wie geatmet werden muss, oder wie die Faust gedreht wird, oder ...

Was sind die natürlichen Waffen des Körpers; was sind die Schwachstellen des Körpers und was ist der kürzeste Weg zwischen diesen Beiden: BAMM!
Mehr braucht’s fast nicht




lg
nito
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  #25  
Alt 06-11-2007, 16:32
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Kampfkunst: Krav Maga, Bujutsu
 
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Zitat:
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  • Sich in der früh tüchtig strecken = nix anderes als ein Handballenstoß
  • Nach dem Sicherheitsgurt im Auto greifen = horizontaler Ellbogenschlag
  • Sich am Rücken kratzen = Ellbogenschlag vertikal
  • Schuhe zum zubinden auf einen Sessel raufstellen = Kniestoß
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  • Wer mal mit seinen Kindern Fußball gespielt hat, kann treten
  • Und schließlich: Jeder der sich am Arsch kratzen kann, kann sich auch in ein Gesicht krallen

Hmm, also ich kann mich morgens strecken, nach nem Sicherheitsgurt im Auto greifen, mich am Rücken kratzen, mir die Eier schaukeln, Schuhe zubinden, niesen, Fussball spielen und mich auch am Arsch kratzen, nen Sandsack habe ich auch schon gefoltert, trotzdem hab ich beim letzten Sparring von einem befreundeten Boxer ganz schön kräftig eins auf die Nase bekommen - und das war im Leichtkontakt. Ich frage mich, wie das wohl auf der Strasse in einer SV Situation im Vollkontakt Modus ausgesehen hätte?

Trotzdem sind die Beschreibungen vom Ansatz her interessant.
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  #26  
Alt 06-11-2007, 17:31
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Sorry Nito, aber das wird nichts. Das Du ernsthaft daran glaubst, mit einigen aus dem Tagesablauf entnommenen Bewegungen einen Angreifer kaltzustellen ist arrogant und für Deine Kunden gefährlich. Übertreibungen wie
Zitat:
Kein Grund hier die Leute stundenlang eingedrehte Fußstöße üben zu lassen, oder das „richtige“ Gehen, oder Kampfstellungen, oder die optimale Fußstellung, oder den idealen Trefferwinkel, oder wo sie hinschauen sollen, oder wie geatmet werden muss, oder wie die Faust gedreht wird, oder ...
sind zwar unterhaltsam, schiessen aber komplett an der Realität vorbei. Ich glaube, niemand hier ist der Meinung, einem Selbstverteidigungsinteressierten "das „richtige“ Gehen" oder "den idealen Trefferwinkel" beizubringen sei eine Gute Idee. Jemandem zu zeigen wie man vernünftig schlägt ist hingegen etwas ganz anderes.

Ich habe Zweifel, dass Du wirklich irgendeine ernstzunehmende Erfahrung im Kampfsport oder im Umgang mit Konfliktsituationen im Alltag hast, sorry.

Geändert von Octofish (06-11-2007 um 17:42 Uhr).
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  #27  
Alt 06-11-2007, 19:22
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Kampfkunst: Bujinkan Budō Taijutsu
 
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Ich denke, das der Ansatz gut ist, jedoch muss noch mehr daran gefeilt werden. Ist es nicht so, das aus den natürlichen Bewegungen des Menschens, die Kampfkunst überhaupt entstanden ist? Wer macht in einer Kampfkunst Menschenunnatürliche Bewegungen? In der Kampfkunst werden uns diese Bewegungen lediglich bewusst gemacht, die wir sonst gar nicht wahr nehmen. Jedoch denke ich, dass diese Bewegung sich ein bisschen Einprägen sollten. Denn es fehlt, wie schon gesagt die Kraft hinter dem "nach dem Autogurt greifen", da wir es nicht machen um wen zu verletzten sondern nur um den Gurt zu greifen. Erst das trainieren des Schlages macht das die Schlagkraft besser und effektiver wird und das klappt nur nach sehr vielem üben. Zudem belangt es eine sehr lange Zeit Mental auf einem körperlichen Übergriff vorbereitet zu sein. Da reicht es nicht aus zu Wissen, dass man die Bewegung eigentlich könnte. Sie in einer Stresssituation dementsprechend anzuwenden ist noch um einiges schwieriger und nicht schnell zu erlernen.


Gruß




//Anmerkung

Außerdem machen wir, wenn wir in einem echten Kampf verwickelt sind, alles andere als genau das was wir gelernt haben. Da sehen auch die Stellungen total scheiße aus, die Schlagtechnik total schlecht etc.., nur das wichtigste, meiner Meinung nach ist, es überhaupt zu machen. Denn es sind die Grundbewegungen nicht umsonst so verfeinert worden, das man sie effektiv anwenden kann. Und ich finde es gibt schon einen immensen Vorteil gegenüber einem der die Grundbstellungen etc.. drauf hat, als einem der die Techniken 20 mal geübt hat. Denn Stress ist nunmal stress und im Kampf haben wir enormen Stress und haben keine Zeit zu Denken, und genau das machen wir mit dem Üben, wir Üben um Automatismen reinzubekommen!

Geändert von Pelki (06-11-2007 um 19:27 Uhr).
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  #28  
Alt 06-11-2007, 20:13
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Kampfkunst: gong fu
 
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Und was is dann die wichtigste Grundtechnik - die Hände hochzunehmen - im alltag? Zahnseide benutzen? Eyeliner auftragen? ....denk net das das der richtige ansatz is....

Und egal was kommt....die hände müssen hoch(und wenns geht ellbogen tief^^) ansonsten kann ich mich so oft anschnallen wie ich will und ich würd trotzdem eins aufn Kopp griegen...
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  #29  
Alt 06-11-2007, 20:56
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Kampfkunst: störrisch wie ein Esel
 
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  • Sich in der früh tüchtig strecken = nix anderes als ein Handballenstoß
  • Nach dem Sicherheitsgurt im Auto greifen = horizontaler Ellbogenschlag
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  • Und schließlich: Jeder der sich am Arsch kratzen kann, kann sich auch in ein Gesicht krallen
Hört sich auf den ersten Blick logisch an. Ob es wirklich so einfach ist? Auf alle Fälle ist mir klar, daß einfache, direkt, natürliche Bewegungen in Stresssituationen eher funktionieren als komplexe.

Was für ein SV System machst du, bzw. wenn es deine eigene Kreation ist, was hast du früher gemacht, woher kommt das Vorwissen?



Zitat:
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  • Und schließlich: Jeder der sich am Arsch kratzen kann, kann sich auch in ein Gesicht krallen
Da ist ja oft nicht viel Unterschied!
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  #30  
Alt 07-11-2007, 04:28
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Kampfkunst: alpenländische Hybridstile, Combat-Watschentanz
 
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Hallo,


Ich höre in Diskussionen zum Selbstverteidigungstraining immer wieder Aussagen wie „Anfänger müssen erstmal Grundtechniken lernen und beherrschen“, „Die Technik muss tausendfach wiederholt und eingeschliffen werden, damit sie instinktiv funktioniert“.

Meiner Meinung nach kommt diese Einstellung aus dem Sport oder den Kampfkünsten wo es um komplizierte Bewegungsmuster bzw. die Optimierung der Ausführung geht.
In der SV ist das doch viel einfacher. Stress und Adrenalin sorgen dafür, dass nur grobmotorische Bewegungen funktionieren (die dafür gut und mit Power).

Ich sage meine Klienten, dass sie alle schon einen schwarzen Gürtel haben und bereits alle notwendigen „Techniken“ beherrschen. Alles was sie an Waffen für den Kampf brauchen, ist schon vorhanden. Sie haben die Bewegungen bereits tausendfach ausgeführt
Hosianna,

langer Rede kurzer Sinn: KK/KS sind nicht SV, und SV ist nicht KK/KS. Meine Rede seit vielen Jahren. Man muss ja auch nicht Einstein sein, um das zu kapieren. Es genügt z.B., mal spielerisch einer Frau "zu nahe zu kommen" die mal was SV-mäßiges gemacht hat, da kann es einem passieren dass es plötzlich ruckzuck geht und ohne Vorwarnung, dabei hat man´s doch garnicht so gemeint Und gerade Frauen brauchen ja wirklich nicht anfangen, für ihre SV die Schlagkraft o.ä. zu steigern, weil sie eh nie so stark wie der potenzielle Aggressor sein können, also muss man von vornherein einen anderen Weg wählen.

Zu den ganzen "Gegenargumenten" die hier von diversen Forumsusern kamen möchte ich persönlich sagen, dass ich ebenso viele absolute Laien kenne, die sich effektiv verteidigen konnten, wie ich erfahrene KK/KS-ler kenne, die auf der Straße übelst zugerichtet wurden.

Ich stimme dem Threadersteller zu, dass es in der reinen SV nicht um Drill, Sport und Technik sondern um Situationstraining, Abbau von Hemmungen und das Verstehen einfachster Zusammenhänge gehen sollte. Und ich stimme auch überein, dass man beinahe alles was aus KK und KS kommt, weglassen kann und sogar sollte. Ich stimme überein, dass die Werbeversprechen von KK-/Ks-Anbietern, die ihren Sport mit SV verknüpfen, als mehr oder weniger unseriös gelten können (wobei: Welche Werbung ist schon tatsächlich seriös, das wäre ein Widerspruch in sich) und sich der wirklich für existenzielle "Kern-SV" (wenn´s wirklich um die Wurst geht) brauchbare Anteil ganz anders und wesentlich konzentrierter vermitteln ließe.

Die Behauptung dass dafür anderthalb Stunden ausreichen ist natürlich auch wieder ein Werbegag, ich denke das müsste man dann schon zumindest öfter auffrischen und wiederholen, aber vielleicht geht das teilweise dann auch allein. Außerdem sind Gewaltopfer manchmal auch Leute, die irgendwas an sich haben, was sie als "Opfer" prädestiniert, und das kriegt man in anderthalb Stunden ganz sicher nicht weg. Das kann ein ganz anderer Prozess sein, und der kann schon eher was damit zu tun haben, wieso manche Menschen KK/KS machen (sollten), aber das nur nebenbei.
__________________
wer trainiert, hat´s nötig
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