Habe zwar nicht alles gelesen, aber das was ich gelest hatte war ja unter aller Kanone. Vergewaltigung, Mobbing, Missbrauch usw...

. Ich finde das alles traurig.
Ich hatte das Glück, das ich so gute Eltern hatte. Meine Mutter hatte mir immer gelehrt sehr vorsichtig zu sein, weil sie es selber erlebt hatte, als sie noch in Vietnam lebte. Sie wurde in Vietnam sehr oft hereingelegt. Meine Mutter lehrte mich auch etwas in den KK. Sie kennt sich da aus.
Ich selbst konnte wirklich glücklich schätzen, das mir nie wirklich schlimmes passiert wäre. Ich hatte es immer sofort meinen Eltern erzählt wie der tag gelaufen ist. So konnte Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Wurde auch mal privat SV unterrichtet. Meiner Mutter hatte ihn dafür bezahlt.
Ich war schon immer ein sehr ruhiger, sensibler(bessere mich) schüchterner(auch sich besser) und zurückhaltender Mensch.
In meiner 1. Klasse der Grundschule, damals noch bei Oma und Opa wurde ich von einem älteren Jungen oft im Pausenhof angespukt. Als ich mich hinter einem Gebüsch versteckte, wurde ich von nem Schulkameraden verraten. Der große Typ kam und spukte mich wieder an. Ich hatte mich nicht gewehrt und das kotz mich noch heute an und ich fragte mich wieso verdammt ich es nicht getan hatte.
Es passierte in meiner Hauptschulzeit. Ich musste noch an meiner Assozialen Klasse denken. Stühle werden geworfen, meine Sachen oft geklaut, konnte aber meistens zurückbekommen. Ab hier wehrte ich gegen jeden der mir auf die Eier geht. Ich schubste zurück. Warf schwämme zurück usw. Wurde sogar
schonmal von mehreren nicht ernsthaft angegriffen. Da raste und wehrte mich was eher nach hramlosen schubsen aussieht weinte später danach. Zum Glück hatte ich damals eine verdammt gute Klassenlehrerin. Sie besprach mit der Klasse wer Schuld war. Die Klasse natürlichen bringen jede mögliche Aussage gegen mich. Es kam am Schluss herraus das jeder einen Teil Schuld trägt. Einmal wollte einer mir nem Rohr mich schlagen. Da gab ich ihm einen kräftigen
Schlag in eines der Arme. Er starrte mich verblüfft an.
So nun zu meinem ersten ernsthaften Fall. Ich wurde öfters von einem jungen
geschlagen der meint ich sei ein guter Boxsack. Er ist auch noch verdammt stark. Ich hatte jeden morgen schiss bekommen und ging dem Typen aus dem
Weg bis die erste Stunde begann. Einmal griff er mich von hinten an und ich fiel. Er meinte dann ich müsse jetzt erholen. Die Sache hat zum Glück ein Ende als mein Vater merkte das er
es war. Ich hatte damals die Sache verharmlost und meinen Eltern immer eingeredet, das es nicht so schlimm sei.
Also mein Vater stieg aus und führte mit ihm einen Gespräch. Danach ist der Fall erledigt...
Der nächste Fall spielte ihn meiner 2 bzw 3 jährigen Berufsfachschule ab. Auch da war ziemlich alles weitestgehend nicht so tragisch. Falsche Freunde, wenige gute Freunde und meist wieder Einzelgänger. Meine freunde luden mich immer wieder in die Disko ein, da hatte ich meistens abgesagt, weil ich sowas nicht mag. Hatte da auch meine Phase. Der Schmerz, dieser ständige Angst, der Hass breitet über mich aus.
Nächster Fall. Ein starker Russe hatte mich mal sowas angestresst das ich sagte er solle mich in Ruhe lassen. Ich hatte ihn auch beleidigt. Er rüttelte meinen Hals als ich trinken wollte. Plötzlich schubste er mich. Ich fiel unsanft auf die kannte des Tafels mit dem Rücken. Ich war dann zum 2. mal in Rage und stand sofort wieder auf. Ich ging schnell zum Flur. Da hatte ich nicht getraut ihn in die Augen zu schauen. Er verpasste mich einen starken linken Haken. ich fiel wieder um. Ich hatte es für einen moment noch als Scherz empfunden, danach fing ich wieder zu weinen an. Zwar trösten mich meine Schulkollegen mich und der Russe fragte ob es mir gut ginge(weil er von seinen Schulkameraden getadelt wurde), aber ich kann es einfach nicht fassen
was für ein Idiot ich war


. Ich hatte einen schweren Fehler begangen. Nämlich den Gegner nicht ihn die Augen geschaut. Ich kann mich immer noch hassen. Heute denke ich immer noch nach wieso ich damals nicht gegen ihn gewehrt und ihn in die Augen geschaut hatte. Hatte ihn zwar beleidigt, aber trotzdem nicht ernsthaft gewehrt. Ich hatte ab diesem zeitpunkt mein Training stark vernachlässigt. Mein Privat Trainer war längst in Vietnam zurück und starb an Krebs

was mich traurig macht.
Heute vernachlässige ich mein Training nicht mehr zu stark. Hat zwar etwas gedauert, aber ich hatte entschlossen jeden morgen ungefähr 2 km zum Bahnhof zu laufen und dann mit der Bahn zur Schule zu gehen. Ich trainiere nun oft und versuche stetig meine Techniken zu verbessern.



Neuerdings meditiere ich alle 2 Tage.
Ein paar Tipps. Wenn ihr merkt das ihr das Opfer seid sofort Eltern,Lehrer usw. sofort bescheid sagen. Das hat mich schon oft gerettet. Je länger ihr es geheimhaltet desto länger werdet ihr leiden. Es wird zwar wehtun, aber mit der Zeit heilt es eure Wunden.
Ich hasse Gewalt und wende es nur im Notfall an wenn mich jemand zu sehr an die Pelle rückt. Im großen und ganzen bin ich heute etwas selbstbewusster geworden und habe einiges an Erfahrung vom Leben gesammelt. Ich bin auch nicht mehr so schüchtern gegenüber Mädchen
Ich bedanke mich fürs lesen und wünsche euch viel Glück auf euren weiten Weg des Lebens.
mit freundlichen Grüßen
Superho