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#46
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| Unbeleckt von irgendwelcher Erfahrung (war noch nicht in einer solchen Situation) glaube ich aber, dass es wohl geschickter ist, nicht wegzustossen, sondern vorher (wenn man die Zeit hat, heisst das) die Hände hoch, um so direkt die Grenze der Annäherung zu ziehen. Einfach aus dem Grund, weil ein wegstossen als Angriff gewertet werden kann. Sowohl von 'Zeugen' als auch vom Aggressor. Wie eine SV-Lektion, die wir im Dojo hatten, wo der Sempai meinte: Schön die Hände offen hoch, unauffällig in einen festeren Stand gehen ('hoher' Zenkutsu dachi) und wenn's dann sein muss, durch den Handballen (Teisho) in's Gesicht dem anderen die Grenze zeigen. Gruß |
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#47
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| Ich glaube nicht das die Täter Gedanken, wegen das miteinander zu tun haben wird. Glaubst du wirklich das derjenige, der dich geschlagen und zu Boden gebracht hat, Gedanken darüber macht, was mit dir Passiert? Der würde bei erster Gelegenheit, dich töten wollen und dann abhauen. |
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#48
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| hmm.. keine Ahnung, irgendwie fände ich es komisch, wenn die Polizei in so einem Artikel zur präventiven Gewalt aufrufen würde ![]() Selbst wenn das richtig wäre (darüber kann man jetzt streiten), dürfte doch ein Saatsdiener so etwas nicht sagen. Also.. nicht soviel drauf geben ![]() |
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#49
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| Zitat:
Er hat als erster zugeschlagen. Das er "Stop" geschrien hat, wäre mir auch neu. ![]() |
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#50
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| Zitat:
ThirdKing Geändert von ThirdKing (06-03-2010 um 17:08 Uhr). |
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#51
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| Vor allem gibt es nicht EINE Lösung. "Präventiv oder doch nicht" stellt sich für mich nicht als Frage. Ich will denjenigen Jugendlichen sehen, der in ner Disko von Gleichaltrigen bedroht wird und ernsthaft mit "Lassen Sie mich in Ruhe" was verhindern kann. Der ist doch dann erst recht die "Lusche". Bei anderen Kandidaten, eben die auf Krawall gebürtest sind, ist gleich raufzuknallen auch verkehrt, weil die im Knallen trainierter sind und denjenigen dann richtig in den Boden meißeln werden. Letzte Woche gabs in der Disko so einen Kandidaten, der im "Präventiv" Schlag eine Lösung zu sehen glaubte. Er wurde dann vom Krankenwagen abgeholt. Dann gibt es noch die Situation, wo der Aggressor einfach nur unterlegen ist, und es selbst nicht rafft, da besteht gar keine Notwendigkeit, den umzuhauen. Für mich sind vermeintliche "Universalkonzepte" immer noch eher eine gute Marketingstrategie, aber meilenweit von der Realität entfernt. Wer glaubt, mit der Erstschlagstrategie gut zurecht zu kommen, kann sich auch meiner Meinung nach locker auf eine Schlägerei einlassen. Das sind dann aber auch keine Opfertypen mehr.
__________________ Mein Abnehmthread Geändert von *Lars* (06-03-2010 um 17:17 Uhr). |
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#52
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Selbst wenn ich die Waffe (Messer z.B.) vorher sehe, wäre doch die Abwehr nicht sonderlich anders, irgendwie muß man in kürzester Zeit verhindern, daß Hand/Waffe bei einem einschlagen. Das sind eher instinktive Ablenkbewegungen. Ich würde nie bereitwilliger in einen Kampf gehen, nur weil der andere gerade keine (sichtbare) Waffe hat, ich würde auch vor dem Schläger wegrennen oder durch "unauffällige" rechtzeitige Drohung den Kampf vermeiden. Wenn das nicht geht, würde ich eigene Waffen einsetzen, ich habe keine Lust auf ausgedehnte Schlägereien; das klingt martialischer, als es ist, eine Waffe in dem Sinn für mich wäre auch eine Taschenlampe oder ein Gasrevolver oder Spray oder..., je nachdem, was man gerade dabei hat... Eine Notwehrlage muß für den StA/Richter nachvollziehbar sein, auch von der persönlichen Situation. Wenn Du bereits 3 mal polizeilich wegen Schlägereien aufgefallen bist, sieht es schlechter aus als wenn nicht. Ich bin das z.B. noch nie, bin zu alt für jugendlichen Leichtsinn, bin dünn und schwach und habe eine Brille und einen etablierten Spießerjob. Man nimmt mir vermutlich ab, daß ich Schlägereien nicht suche. Da hier auch vorrationale Wertungen des jeweils Entscheidenden eine Rolle spielen, kann man sich nie zu sicher sein, aber es gibt ja mehrere Gerichtsinstanzen.Zitat:
Für mich hat das aber mit dem Abhauen nichts zu tun, Passanten hin oder her. Ob welche da sind oder nicht, ich würde nachher immer die Polizei einschalten, denn ich bin nicht wie Leute, die andere angreifen und dann abhauen wollen. Wobei ich mich gleich selbst relativieren muß, in den bisherigen Situationen, wo bei mir "Selbstverteidigung" angezeigt war, bin ich nie zur Polizei gegangen, was aber daran lag, daß es dank geeignetem Verhalten oder schlichtem Glück nie zu einer Eskalation mit richtigem Körper-/Waffeneinsatz kam. |
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#53
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| Zitat:
__________________ Hit High & Kick Low |
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#54
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| Letztendlich läuft es doch darauf hinaus ob du danach einen Arzt oder einen Anwalt benötigst. Also für mich stellt sich die Frage nicht - bzw. die Antwort ist klar. |
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#55
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| Der Verteidiger muß hier nicht auf seine wirksamere Möglichkeit verzichten, denn wer weiß, was der Angreifer mit seinen Fäusten/Beinen alles so anrichten kann. Man kann im Zweifel sogar mit einer scharfen Schußwaffe nach Androhung auf einen unbewaffneten Angreifer schießen. Hier könnte sicher ein Problem für Kampfkünstler liegen, bei denen ein Gericht evtl. die Erforderlichkeitsschwelle höher ansetzt als beim Ungeübten. Wenn Dich mehrere angreifen oder der oder die Angreifer Waffen haben, wird eine Verteidigung ohne eigene Waffen schwieriger, um es vorsichtig zu formulieren ("vielleicht doch" meinst Du nicht ernst, wenn Dich einer mit Waffen angreift, solltest Du ordentlich hinlangen), auf jeden Fall wäre es dann aber im Rahmen der Erforderlichkeit, eigene einzusetzen. Immer gesetzt den Fall, man kann den Kampf nicht vermeiden, das ist zwar rechtlich nicht geboten, aber die eigene Gesundheit dankt es einem. Mit Gaswaffen oder Gasspray hat man eigentlich ganz gute Hilfsmittel an der Hand, auf Angriffe angemessen zu reagieren, OC/CS hilft zwar nicht verläßlich immer, aber oft. Ein Kubotan-/Taschenlampeneinsatz wäre imho hinsichtlich der Erforderlichkeit ähnlich zu sehen. Benutzt man ein Messer, wird es schon etwas kniffliger. Schlagstöcke darf man nicht mehr tragen, Äxte schleppt wohl keiner in der Stadt rum, von Elektroschockern halte ich nichts, damit wären die meisten Möglichkeiten aufgezählt. |
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#56
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| Zitat:
Ob ich irgendwen als erstes umniete, oder abwarte was kommt, kann man wohl kaum pauschal beantworten. Alle, die sich viel mit dem Thema sv beschäftigen, sollten vielleicht auch soweit an ihrer Menschenkenntnis arbeiten, sowas aufgrund einer Einschätzung entscheiden zu können. Ausserdem, wird sowieso jeder selbstsichere KKler eine Haltung einnehmen, "versuch doch mal, schlechte idee" wenn irgendwer Streit sucht, wenn die nicht absolut hirntot oder unter Drogen sind, sollte das "Stop" sich erübrigen. und für den Otto normalbürger, ist es glaube ich tatsächlich nicht schlecht, zu signalisieren, ich kauer mich nicht ängstlich in eine Ecke, sondern mache Lärm. Hat den guten Nebeneffekt, das evtl. auch Passanten aufmerksam werden, die bereit sind zu helfen, welche evtl erst was gemerkt hätten, wenns zu spät ist. Mal davon abgesehen, das ich auch denke, das die Wahrscheinlichkeit gering ist, das jemand wirklich tätlich einschreitet . |
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