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  #1  
Alt 14-11-2011, 09:03
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 04.05.2006
Alter: 31
Beiträge: 30
Standard Schlaghemmung in der SV Praxis abbauen

Hallo,

ich mache seit 13 Jahren SV, aktuell Boxen und Pekiti und arbeite im Sicherheitsbereich.

Im Sparring bin ich immer absolut aggressiv, gehe ständig nach vorne und baue ordentlich Druck auf.
Lediglich nachdem ich beim boxen im Sparring einen spürbaren Treffer gelandet habe, halte ich kurz ein um zu schauen das ich meinen Partner nicht zu hart getroffen habe anstatt weiter zu machen (wofür es vom Trainer manchmal schimpfe gibt).

Auf der Arbeit sieht das ganze jedoch anders aus:

Ich wurde schon mehrfach mit Schlägen/Schubsern angegriffen und habe jedesmal gleich reagiert: Ausweichen/abblocken/ablenken, reingehen und über Hebel/Würfe/Griffe fixieren.

Das ganze hat jedoch nur funktioniert weil ich ziemlich gute Reflexe habe, wusste was kommt und die Angreifer vergleichsweise Schlaffis waren.

Ich nehme mir schon seit Jahren vor, den nächsten Angreifer einfach aus sicherer Distanz KO zu schlagen oder gegen die Kniescheibe zu treten, was rechtlich einwandfrei und für mich viel sicherer wäre. Ich bin echt entschlossen, aber trotzdem bekomm ich es wenn es zur Sache geht einfach nicht hin.

Ich schalte in den Automatikmodus und spiele meine weichgespülten JJ Techniken runter, die ich mal vor 10 Jahren gelernt habe.

Selbst wenn z.b. ein Armhebel mal nicht funktioniert, weil der Angreifer sperrt trau ich mich nicht wirklich ihm ein Knie reinzugeben um ihn locker zu machen, sondern dreh und biege so lange, bis es passt.

Kennt ihr sowas?
Wie schaffe ich es, meine Hemmungen abzubauen?

Viele Grüße,

Ralle
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  #2  
Alt 14-11-2011, 09:27
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Arnis, Karate (früher Judo, Wing Chun, Kickboxen, Taekwon Do)
 
Registrierungsdatum: 19.05.2006
Beiträge: 1.005
Standard

Ich denke wenn Du im Sicherheitsbereich arbeitest sind Deine Hemmungen durchaus angebracht. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es im Sinne Deines Auftraggebers/ Arbeitgebers ist, wenn Du einen Agressor KO schlägst oder ihm die Kniescheibe durchtrittst.
Und wenn die weichgespülten JJ Techniken im Kleinhirn eingebrannt sind und funktionieren ist das doch i.O..
In einer reinen SV Situation sieht das meiner Meinung nach anders aus. Da würde ich auch eher treten, schlagen oder brechen als hebeln.
Ich denke es ist gut wenn man eine Grenze hat die man nicht so einfach überschreitet.
__________________
Um das Mögliche zur erreichen, musst du das Unmögliche versuchen!
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  #3  
Alt 14-11-2011, 11:40
Moderator
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 28.08.2006
Ort: Bergisch Gladbach
Alter: 36
Beiträge: 1.658
Standard

Zitat:
Zitat von cross-over Beitrag anzeigen
Ich denke wenn Du im Sicherheitsbereich arbeitest sind Deine Hemmungen durchaus angebracht. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es im Sinne Deines Auftraggebers/ Arbeitgebers ist, wenn Du einen Agressor KO schlägst oder ihm die Kniescheibe durchtrittst....
Zitat:
Zitat von cross-over Beitrag anzeigen
Ich denke es ist gut wenn man eine Grenze hat die man nicht so einfach überschreitet.
Diese Aussagen unterschreibe ich sofort. Gerade im Sicherheitsbereich muss man eine gewisse Gewalt-Grenze kennen, die nur in extremen Notfällen überschritten werden sollte.
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  #4  
Alt 14-11-2011, 12:10
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 04.05.2006
Alter: 31
Beiträge: 30
Standard

Hallo,

selbstverständlich möchte ich niemanden in Grund und Boden prügeln.

Fakt ist aber, dass mein bisheriges Verhalten angesichts der Angriffe in einigen Fällen eindeutig zu weich war und ich mich damit selbst unnötig in Gefahr gebracht habe.

Klar, es hat funktioniert, ich hab keine abbekommen, die Angreifer auch nichts und alle sind glücklich.
Genauso gut hätte es aber auch nach hinten losgehen können, der Schlag vom Angreifer hätte treffen können,beim Gerangel hätte er auf die Ausrüstung an meinem Gürtel zugreifen können.....

Ich hab eine Familie zu Hause und ich möchte nicht irgendwann als Krüppel enden, nur weil ich hemmungen hatte einen Straftäter, der MICH angegriffen hat (und nicht umgekehrt) angemessen anzupacken.

Da stelle ich meine Gesundheit eindeutig über die von irgendeinem Schläger, nur weil man Beamter/Security/Kampfkünstler ist, muß man sich nicht in seinem Notwehrrecht beschneiden lassen.

Versteht mich nicht falsch, wenn es nicht gegen wirklich Schränke geht, würde ich 2:1 noch immer so reagieren, spätestens in der Unterzahl wird es aber wirklich gefährlich wenn ich auf einem knie und nicht weiß, was die anderen hinter meinem Rücken machen.

Geändert von Ralle (14-11-2011 um 12:23 Uhr).
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  #5  
Alt 14-11-2011, 13:02
IMA-Fan
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard

Hi,

Zitat:
Zitat von Ralle Beitrag anzeigen
Das ganze hat jedoch nur funktioniert weil ich ziemlich gute Reflexe habe, wusste was kommt und die Angreifer vergleichsweise Schlaffis waren.
Da hast du wahrscheinlich deine Antwort: Dein Körper und/oder deine innere Moral haben die Situation schon für dich abgeschätzt und entschieden, dass dies der beste Weg ist. An sich doch eine positive Sache? Wer weiß wie du wirklich handelst, wenn die Situation etwas anderes erfordert!

Zitat:
Zitat von Ralle Beitrag anzeigen
Ich schalte in den Automatikmodus und spiele meine weichgespülten JJ Techniken runter, die ich mal vor 10 Jahren gelernt habe.
Interessanter Punkt! Vielen fallen komischer Weise oftmals in die ersten Kampfkunst-Bewegungsmuster zurück, die sie mal gelernt haben. Solange es einigermaßen klappt ist es ja nicht zu dramatisch

Zitat:
Zitat von Ralle Beitrag anzeigen
Wie schaffe ich es, meine Hemmungen abzubauen?
An sich ist mir ja eine Gesellschaft wo Leute Moral und entsprechende Hemmungen haben lieber. Ansonsten vielleicht mal bei den SV Hybriden vorbeischauen und so ein All-Out Training machen, wo man einen im dicken Schutzanzug verprügeln darf?

Grüße Ima-Fan
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  #6  
Alt 14-11-2011, 13:53
Benutzerbild von Savateur73
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Kickboxen
 
Registrierungsdatum: 26.11.2010
Ort: Meerbusch
Alter: 38
Beiträge: 2.421
Standard

@TE

Ich empfehle dir VK-Sparring mit Schutz und dann sollte man bis zum TKO fighten.
Man kann auch nach MMA-Regeln fighten.
Das hat mir geholfen meine Schlaghemmungen zu nehmen, weil ich vor dem KS-Training keinem was antun konnte.
Jetzt sieht die Sache schon anders aus nach dem VK-Training.
__________________
Wer bei mir Rechtschreibfehler findet, darf sie gerne behalten!
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  #7  
Alt 14-11-2011, 14:18
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 04.05.2006
Alter: 31
Beiträge: 30
Standard

Danke für eure Beiträge!

Vollkontaktsparring mache ich beim boxen 2 mal die Woche, nehme gelegentlich auch an Sparringsturnieren teil und halte mich eigentlich nicht zurück.
Dies ist aber Sport und beide Seiten wollen es so.

Ich bin ein friedfertiger Mensch, privat bin ich mit meinen 30 Jahren seit der Schulzeit noch nie in eine Prügelei geraten. Ich verachte Gewalt/Gewalttäter, dass soll sich natürlich auch nie ändern, aber MANCHMAL sind solche Hemmungen halt unangebracht.

Zitat:
An sich doch eine positive Sache? Wer weiß wie du wirklich handelst, wenn die Situation etwas anderes erfordert!
Das kann natürlich sein, aber die Ungewissheit bereitet mir doch ein bisschen Kopfschmerzen.
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  #8  
Alt 14-11-2011, 14:42
Benutzerbild von sn00ze
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: coole moves aus Videos im Internet lernen ;)
 
Registrierungsdatum: 08.03.2009
Ort: NRW
Beiträge: 23
Standard

Also natürlich ist es lobenswert, wenn du deinen "Gegnern" die sanfte Art aufzugeben anbietest, allerdings wirst du im Sicherheitsbereich ( und da verwette ich mein letztes Hemd drauf) irgendwann an den falschen geraten!
Deine Aufgabe ist es Unruhestifter ruhig zu stellen und (ich nehme jetzt einfach mal an, dass du Türsteher in einer Discothek bist) zu verhindern, dass er dich oder andere angreift, dabei musst du dir überlegen, dass dieser Kerl vielleicht irgendwo 2 meter von dir weg noch Kollegen hat und wenn du gerade ne Triangel um seinen Hals ansetzt oder nen arm-hebel und dich auf dem Boden befindest, dann bist du ein gefundenes Fressen für seine Kollegen, die dir unter umständen voll in die Fr**** treten werden!

Denke immer an sowas! Diese Leuten wollen dir NICHTS gutes! Deswegen musst du Konsequent aber auch kontrolliert durchgreifen und dabei selbst auf dem Boden zu landen oder sich länger auf einen "Gegner " fixieren zu müssen weil man seinen Arm hebelt kann echt böse ausgehen!

Halte deine Gegner auf Distanz, sodass du sie beobachten kannst und besser reagieren kannst ( auch in deinem näheren Umfeld).


Ich nehme an, du hast noch nie so richtig auf die Fr**** bekommen ? ( ist jetzt wirklich nciht böse gemeint!!)
Falls nicht, lass es wirklich nicht dazu kommen, sonst macht man sich hinterher selber nur Vorwürfe, dass man vieles hätte anders machen können und man bleibt selbst auf seinem Schaden sitzen...
Danach ist es dann wirklich so, dass man keine Gnade kennt, aber lass es nicht so weit kommen! Kontrolliere die Situation und halte die Möglichkeit selbst Schaden zu nehmen so gering wie nur möglich!!

Hoffe, ich konnte dir ein bisschen "helfen"
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  #9  
Alt 14-11-2011, 15:03
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: verschiedenes
 
Registrierungsdatum: 13.01.2010
Ort: Österreich
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Beiträge: 2.580
Standard

Eine interssante Frage wäre auch ob es so sinvoll wäre sein zivilisiertes Verhalten wirklich abzugewöhnen.. Aber dazu gibt es sicherlich Leute hier im Forum die beiden Seiten der Welt kennen. Ich als harmloser Ott Normalbürger bin ja was diese Konditonierungen betrifft eher skeptisch eingestellt. Natürlich ist es nie verkehrt wenn man brutal und gnandenlos zuschlagen kann und sich keine Sorgen um den Gegner macht. Nur es könnte dann die Gefahr bestehen das man diese gnadenlose Verhalten immer an den Tag legt, auch bei Angriffen mit geringerer Intensität wo ein solches Verhalten ein Overkill wäre und Konflitke mit dem Gestz nachsich bringen könnte. Ist für den Normalbürger und auch für die Leute aus der Security Braunche das beste.. Aber dazu können erfahrene Leute sicher mehr sagen. Das ist ein schwieriges Thema. Ob die Hemmschwelle wenn man sie abtraniert wirklich weg ist und man immer gleich zu härtesten Mitteln greift kann ich nicht sagen.. Sollte aber eigentlich kein Problem sein dossierte Gewalt anzuwenden.. Aber das sind nur ein paar Gedanken zum Thema.

Geändert von mrx085 (14-11-2011 um 15:09 Uhr).
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  #10  
Alt 15-11-2011, 12:46
Moderator
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 28.08.2006
Ort: Bergisch Gladbach
Alter: 36
Beiträge: 1.658
Standard

Zitat:
Zitat von Ralle Beitrag anzeigen
Klar, es hat funktioniert, ich hab keine abbekommen, die Angreifer auch nichts und alle sind glücklich.
Genauso gut hätte es aber auch nach hinten losgehen können, der Schlag vom Angreifer hätte treffen können,beim Gerangel hätte er auf die Ausrüstung an meinem Gürtel zugreifen können.....
Sorry, aber ein hätte, wäre, wenn ist kontraproduktiv. Sicher, es hätte schlimmer kommen können, ist es aber augenscheinlich nicht. Nebenbei:
Es kann IMMER schlimmer kommen.
Zitat:
Zitat von Ralle Beitrag anzeigen
Ich hab eine Familie zu Hause und ich möchte nicht irgendwann als Krüppel enden, nur weil ich hemmungen hatte einen Straftäter, der MICH angegriffen hat (und nicht umgekehrt) angemessen anzupacken.
Das will wohl irgendwie keiner.
Zitat:
Zitat von Ralle Beitrag anzeigen
Da stelle ich meine Gesundheit eindeutig über die von irgendeinem Schläger, nur weil man Beamter/Security/Kampfkünstler ist, muß man sich nicht in seinem Notwehrrecht beschneiden lassen.
Niemand beschneidet dein Notwehrrecht, außer vllt. du selbst. Deine Gesundheit sollte immer an oberster Stelle stehen.
Zitat:
Zitat von Ralle Beitrag anzeigen
Versteht mich nicht falsch, wenn es nicht gegen wirklich Schränke geht, würde ich 2:1 noch immer so reagieren, spätestens in der Unterzahl wird es aber wirklich gefährlich wenn ich auf einem knie und nicht weiß, was die anderen hinter meinem Rücken machen.
Gegen mehrere ist immer gefährlicher als gegen einen alleine.

Sei froh, dass du bisher mit den "weichgespülten" Techniken durchgekommen bist. Wie du selbst gesagt hast, ist niemandem was passiert.

Und wenn es die Situation erforderlich macht, wirst du sicherlich die Hemmungen abbauen.

Irgendwie versteh ich dich nicht.
Du hast augenscheinlich alles richtig gemacht und bist heil aus den Geschichten raus. Was willst du mehr?
Warum machst du dir einen Kopf um Dinge, die dir bisher augenscheinlich noch nicht passiert sind?
Anstelle das du dich über die Tatsache freust, dass es bisher gut geklappt hat, haderst du mit dir selbst und redest dir Quark ein.
Mach so weiter und du bist beim nächsten Mal innerlich so gelähmt, das dir garantiert was passiert.

Zitat:
Halte deine Gegner auf Distanz, sodass du sie beobachten kannst und besser reagieren kannst ( auch in deinem näheren Umfeld).
Das ist mit der wichtigste Punkt, auf den man achten sollte.
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  #11  
Alt 15-11-2011, 12:59
Benutzerbild von Simplicius
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Kampfkunst: -
 
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Beiträge: 2.158
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Zitat:
Zitat von Alex R. Beitrag anzeigen
Warum machst du dir einen Kopf um Dinge, die dir bisher augenscheinlich noch nicht passiert sind?.
Das ist eine lustige Frage in einem Selbstverteitigungsforum
__________________
Ich wurde durch's Feuer, wie Phoenix geborn. Ich flog durch die Lüfte! ward doch nit verlorn.
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  #12  
Alt 15-11-2011, 14:16
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Zitat:
Zitat von Ralle Beitrag anzeigen
Kennt ihr sowas?
Wie schaffe ich es, meine Hemmungen abzubauen?
Du bist nicht da der einzige, dem es in dieser Richtung so geht. Sone eher funktionelle Enthemmung ist einfach ein Lernprozess, der teils kognitiv, teils emotional passiert.

Mentale Blaupausen und eine schrittweise Annäherung vor dem Hintergrund des Gefühlsklimas spielen dabei eine wesentliche Rolle. Schreib mir 'ne PN oder E-Mail, wenn du was Spezielles in die Richtung wissen möchtest.

Ich helfe gerne, aber nicht so gerne völlig öffentlich und ohne zu wissen, mit wem ich's zu tun habe

Ich finde übrigens, dass man an solchen Probleme (und vielen anderen) deutlich merkt, dass Selbstschutz und Kampsport nicht zu viel miteinander zu tun haben. Gewalt ist ein Verhaltensproblem und kann deswegen optimal nur behavioristisch erschlossen werden - meine Meinung.
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  #13  
Alt 15-11-2011, 14:48
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Zitat:
Zitat von Brodala Beitrag anzeigen
Du bist nicht da der einzige, dem es in dieser Richtung so geht. Sone eher funktionelle Enthemmung ist einfach ein Lernprozess, der teils kognitiv, teils emotional passiert.

Mentale Blaupausen und eine schrittweise Annäherung vor dem Hintergrund des Gefühlsklimas spielen dabei eine wesentliche Rolle. Schreib mir 'ne PN oder E-Mail, wenn du was Spezielles in die Richtung wissen möchtest.

Ich helfe gerne, aber nicht so gerne völlig öffentlich und ohne zu wissen, mit wem ich's zu tun habe

Ich finde übrigens, dass man an solchen Probleme (und vielen anderen) deutlich merkt, dass Selbstschutz und Kampsport nicht zu viel miteinander zu tun haben. Gewalt ist ein Verhaltensproblem und kann deswegen optimal nur behavioristisch erschlossen werden - meine Meinung.
Schade, das du das so siehst. Es gibt sicherlich mehrere User, die diese Frage
bzw. deren Beantwortung interessiert. Für das KKB ist so eine Einstellung
auch nicht gerade förderlich. Da du ja auch immer auf eine wissenschaftliche
Herangehensweise verweist, wäre gerade diese Sicht der Dinge sicherlich
lesenswert. Mit dieser(deiner) Einstellung müssen wir aber wohl leben.
__________________
Bis denn. Euer Sven.
www.selbstschutzakademie.de www.senki-ma.com
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  #14  
Alt 15-11-2011, 19:59
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Zitat:
Zitat von Sven K. Beitrag anzeigen
Schade, das du das so siehst. Es gibt sicherlich mehrere User, die diese Frage
bzw. deren Beantwortung interessiert. Für das KKB ist so eine Einstellung
auch nicht gerade förderlich. Da du ja auch immer auf eine wissenschaftliche
Herangehensweise verweist, wäre gerade diese Sicht der Dinge sicherlich
lesenswert. Mit dieser(deiner) Einstellung müssen wir aber wohl leben.
Ich versteh, was du meinst. Im Prinzip hab ich ja gesagt, worum es geht. Ich kann trotzdem nicht guten gewissens BTS Drills einfach so hier reinschreiben.

Leider (ich mein das ganz ernst!) gibt es einen Haufen von Leuten (auch im KKB), die gerne mal aus Videos oder Büchern, YouTube oder sogar Bildern Inhalte für ihr Training entnehmen (, das sie sich natürlich bezahlen lassen) und keinerlei Tribut zollen (was mir manchmal sogar noch lieber wäre...). Wenn der Coach dann keine Ahnung von der subject matter hat, ist das wie ein Psychiater, der nun die Fachbegirffe kennt und nicht weiß, was er den Leuten da im Kopp durcheinanderbringt.

Ich geb ja sogar mehr Benefizveranstaltungen als überreginale Seminare und arbeite an Grundschulen, mit Behinderten und Senioren und habe noch keinem abgesagt, der sich mal nur so zum Quatschen treffen wollte - also Geldmacherei oder Geheimniskrämerei würde mir ja hier keiner vorhalten wollen.

Außerdem mal ganz ehrlich: ich teile hier sowieso schon eine Menge, oder? Liegt daran, dass das Spear System nicht unbedingt ein Nahkampfsystem für sich sein muss, sondern eigentlich auf Kooperation beruht. Ich will 'nen Beitrag leisten und geb' mir Mühe - da bin ich einfach ein echt feiner Kerl.

Sven, lad mich in deine SV Gruppe als kooperierenden Dozenten ein und wir machen ein feines Kombiseminar - bei 'nem Bier verrat ich dir danach fast alles, was du wissen willst. Aber für JEDEN, der lesen kann - nicht. Damit müsste man dann wirklich leben (können!).
__________________
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Geändert von Brodala (15-11-2011 um 20:00 Uhr). Grund: Senki heißt ja eigentlich Sven...
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  #15  
Alt 16-11-2011, 11:38
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Kampfkunst: -
 
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Zitat:
Zitat von Simplicius Beitrag anzeigen
Das ist eine lustige Frage in einem Selbstverteitigungsforum
Inwieweit ist die Frage lustig? Augenscheinlich konnte er sich seiner Haut bisher immer auch ohne unnötige/übertriebene Gewaltanwendung erwehren. Warum also redet er sich selbst ein, dass er ein Problem hat? Ich schlage auch nicht gerne und bin bisher auch aus brenzligen Situationen heil (leichte Blessuren mal, nix wildes) raus.

Vllt. wegen dem von ihm beschriebenen unnötig in Gefahr bringen? Meiner Meinung nach bringt sich JEDER in Gefahr, der eine Situation mit Gewalt klären muss. Niemand weiß, was sein Gegenüber drauf hat (außer es handelt sich um ein Sport-Event). Entweder das was ich tue reicht oder eben nicht.
Und wenn er merkt, dass seine "weichgespülten" Techniken nicht ausreichen, wird er schon das Schlagen anfangen. Allerspätestens dann, wenn er das erste Mal hart getroffen wird und es wehtut.
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