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Selbstverteidigung & Anwendung Ihr wollt wissen was "auf der Straße" funktioniert und wie Kampfkunst "gelebt" wird? Dann postet hier. Erfahrungsberichte willkommen



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  #1  
Alt 09-08-2016, 02:49
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Kampfkunst: Moderator
 
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Beiträge: 1.840
Standard Wie schnell bricht die Hand?

Da ich noch nie die Gelegenheit hatte, mit der nackten Faust auf ein menschliches Gesicht einzuschlagen, wollte ich mal euch evtl. Straßenerfahrene fragen, wie schnell so eine Hand bricht.
Angenommen man schlägt mit korrekter Fausthaltung mit voller Kraft auf die gegnerische Stirn, wie hoch ist das Risiko eines Handbruchs?
Es wird zwar immer gesagt, "auf der Straße zur eigenen Sicherheit keine Faust benutzen, Hand bricht schnell", aber richtige "Erfahrungsberichte" gibt es selten.
An die Straßenkampferfahrenen: Habt ihr im Straßenkampf mal eure Hand gebrochen, wenn ja, wie? War die Ursache eine schlechte Fausthaltung? Beim Training mit Boxhandschuhen verlernt, bzw. lernt man erst gar nicht die korrekte Fausthaltung.
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  #2  
Alt 09-08-2016, 07:17
Benutzerbild von hand-werker
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Kampfkunst: murmelstrumpf
 
Registrierungsdatum: 08.01.2010
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Zitat:
Zitat von 3L9O Beitrag anzeigen
Beim Training mit Boxhandschuhen verlernt, bzw. lernt man erst gar nicht die korrekte Fausthaltung.
Wieso meinst Du das? Halte ich für ein Gerücht.
__________________
Kannix, 24.06.2010, 14:17 Uhr: "Also ich hab noch oben ein Luftgewehr, ganz normal. Bei Katzen jedenfalls gibts keine sichtbaren Verletzungen"
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  #3  
Alt 09-08-2016, 07:23
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Kampfkunst: Vollkontakt-Innenausbau
 
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Alter: 32
Beiträge: 325
Standard

Zitat:
Zitat von 3L9O Beitrag anzeigen
Beim Training mit Boxhandschuhen verlernt, bzw. lernt man erst gar nicht die korrekte Fausthaltung.
Beim Boxen hat der Trainer aber sofort gesehen, wenn meine Fäuste in Schieflage waren. Das sieht der auch mit Handschuh. Das dann umzusetzen liegt wiederum an mir.

Ansonsten ja, es ist im Freundeskreis mehrfach passiert. Auch geübten Boxern. Ich selbst hatte einen Splitterbruch im Mittelhandknochen und ein zertrümmertes Köpfchen. War allerdings kein Gesicht, aber auch ein Faustschlag. Es ist auch niemand zu Schaden gekommen ausser mir.
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  #4  
Alt 09-08-2016, 07:44
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Kampfkunst: FMA, Karate (früher Judo, Wing Chun, Kickboxen, Taekwon Do)
 
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Beiträge: 1.505
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Zitat:
Zitat von 3L9O Beitrag anzeigen
Da ich noch nie die Gelegenheit hatte, mit der nackten Faust auf ein menschliches Gesicht einzuschlagen, wollte ich mal euch evtl. Straßenerfahrene fragen, wie schnell so eine Hand bricht.
Angenommen man schlägt mit korrekter Fausthaltung mit voller Kraft auf die gegnerische Stirn, wie hoch ist das Risiko eines Handbruchs?
Es wird zwar immer gesagt, "auf der Straße zur eigenen Sicherheit keine Faust benutzen, Hand bricht schnell", aber richtige "Erfahrungsberichte" gibt es selten.
An die Straßenkampferfahrenen: Habt ihr im Straßenkampf mal eure Hand gebrochen, wenn ja, wie? War die Ursache eine schlechte Fausthaltung? Beim Training mit Boxhandschuhen verlernt, bzw. lernt man erst gar nicht die korrekte Fausthaltung.
Von der Straße kann ich nicht berichten aber von Wettkämpfen im Karate aus den 80ern.
Auch wenn das eigentliche Ziel im Wettkampf ein 0-Kontakt ist haben leider immer wieder Kämpfer unkontrolliert durchgeschlagen . Die Folge waren gebrochene Nasen, ausgeschlagene Zähne, gebrochene Jochbeine oder gebrochene Kiefer. Aber ich habe nie eine gebrochene Hand gesehen.
ICH bin der Meinung, dass eine entsprechend trainierte Faust nicht bricht. Diese bekommt man jedoch nicht wenn man sich die Hände bandagiert und mit Handschuhen den Sandsack bearbeitet.
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  #5  
Alt 09-08-2016, 08:17
Benutzerbild von Sorbus Aucuparia
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Kampfkunst: Freiheit
 
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Ich hab eigentlich immer nur mit Box oder MMA Handschuhen trainiert, also keine krasse Abhärtung betrieben.

Dennoch ist in den 2 ernsten "Straßensituationen" die mir beisher passiert sind, die Nase und das Jochbein meiner Gegenüber gebrochen, aber meine Hand hatte nichts.

Interessanterweise scheine ich ohne Handschuhe automatisch anders zu schlagen als mit. Denn ohne benutze ich die letzten drei Fingerknöchel, statt mit Handschuhen eher die ersten beiden, bzw. die ganze Hand.
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Sonne
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  #6  
Alt 09-08-2016, 08:29
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Kampfkunst: Karate
 
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Beiträge: 689
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Ich war mal live dabei, als sich jemand beim Bruchtest den Mittelhandknochen des kleinen Fingers gebrochen hat. Brett war aber auch durch Hat halt nicht mit korrekter Handhaltung getroffen.

Wie wichtig eine korrekte Handhaltung bzw Abhärtung ist, lässt sich schwer beurteilen, da wohl kaum jemand bereit ist, da ne entsprechende Studie unter Laborbedingungen zu machen. Aber diese Verletzung korreliert offenbar doch recht stark mit einem Schlag ins Gesicht. So berichtete ein befreundeter Arzt, dass sich die Mediziner in der Notaufnahme beim Eintreffen eines Patienten mit entsprechenden Gesichtsverletzungen schonmal geistig drauf einstellen, dass in ein paar Minuten auch jemand mit einer gebrochenen Hand kommen könnte. Und nicht zuletzt wird der Bruch eines Mittelhandknochens im englischen landläufig als "boxer's fracture" bezeichnet.
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  #7  
Alt 09-08-2016, 09:38
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Kampfkunst: FMA, Karate (früher Judo, Wing Chun, Kickboxen, Taekwon Do)
 
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Die Schlagkraft wurde im TKD oder Karate öfter gemessen die bei einem Bruchtest benötigt wird.
Nehmen wir mal als Extrembeispiel Kwon Jae-Hwa.
Zitat:
Weltberühmt wurde Meister Kwon Jae-hwa durch seinen Kieselsteinbruchtest. Mit der Innenhandkante zerschlägt er massive Flusskiesel.

Während eines 1984 durchgeführten Tests in den Versuchslaboren von BMW in München wirkte bei einem erfolgreichen Versuch 1,5 Millisekunden nach dem Aufprall eine Kraft von über 6000 Newton (600 kg) auf den Stein; der häufiger zitierte Wert von 10000 N (1000 kg) wurde bei einem nicht erfolgreichen Schlag gemessen.
Ich vermute die Innenhandkante ist wesentl. verletzungsanfälliger als eine Faust.
Aber auch für Faustschläge gibt es genügend Bruchtest die beweisen das man eine Faust (Zeige und Mittelfingerknöchel) bruchsicher trainieren kann.
Ein Straßenschläger wird das nicht machen und ein Boxer hat da sicherlich andere Ziele.
Jetzt könnte man nur noch ins Bare-knuckle boxing schauen ob es da laufend Brüche der Hand gegeben hat.
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  #8  
Alt 09-08-2016, 10:09
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Gegen die Stirn sieht es bitter für die Hand aus. Die meisten Antworten beziehen sich ja eher auf das Gesicht, da ist die Faust dann meist im Vorteil. Aber wenn man halt doch aus Versehen die Stirn erwischt...
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  #9  
Alt 09-08-2016, 11:07
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Zitat:
Zitat von Hau.drauf.wie.nix Beitrag anzeigen
Gegen die Stirn sieht es bitter für die Hand aus. Die meisten Antworten beziehen sich ja eher auf das Gesicht, da ist die Faust dann meist im Vorteil. Aber wenn man halt doch aus Versehen die Stirn erwischt...

Es gab mal einen bericht in einem amerikanischen kk-magazin über cajun-combat.

Dort war eine verteidigungstechnik gegen gerade faustangriffe zum kopf, die stirn runterzunehmen und mit dieser dem schlag entgegenzugehen.

Ziel:
handverletzung und damit schwächung des gegners.


Gruss
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  #10  
Alt 09-08-2016, 11:26
Benutzerbild von Hau.drauf.wie.nix
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Kampfkunst: siehe Nutzername, Überleben
 
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Zitat:
Zitat von zocker Beitrag anzeigen
...
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  #11  
Alt 09-08-2016, 11:35
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... gabs ditto auch im Bareknuckle, was man so hört.

Ich nehme an, dass hier auch die Diskussion eine Rolle spielt, welche Fausthaltung man bevorzugt einsetzt; Karate, alles was ich bisher im MMA gesehen habe und auch die Amateurboxer verwenden soweit ich weiß in erster Linie die Knöchel von Zeige- und Mittelfinger. Interessanterweise schreibt dagegen Jack Dempsey (Weltmeister mit Handschuhen, aber angeblich auch ziemlich keilereierfahren, was bei jemandem, der Anfang des 20. Jh. lange in Mienen etc gearbeitet hat nicht groß verwunderlich wäre), dass man damit einen Handgelenksbruch riskiere. Er befürwortete das Treffen mit den unteren drei Fingerflächen (Mittelfinger bis kleiner Finger), da hier die "Kraftlinie" im biomechanischen Sinne durchginge. Um zu verhindern, dass irgendwelche Mittelhandknochen - insbesondere der kleine Finger - brächen, müsse man mit dem Ringfinger zielen. Wenn man sich Dempsey vs. Willard so ansieht, dann wusste Dempsey durchaus was er da macht...

Period.
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  #12  
Alt 09-08-2016, 12:04
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Die Kapseln sind schon ordentlich formiert... aber ein Handbuch hatte ich noch nicht. Bei harten Widerstand kann es auch schnell zum umknicken der Faust kommen. Daher ist es ratsam immer mal wieder stabilitätsübungen für das Handgelenk zu machen. z.B. Liegestütz auf den Fäusten oder Boxen !ohne Bandagen und Handschuhen! am Sandsack.
__________________
Für klassisches Kickboxen führt kein Weg an der Wako vorbei: http://www.wako-deutschland.de/Die-W.../Portrait.html

Geändert von clkblack (09-08-2016 um 13:53 Uhr).
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  #13  
Alt 09-08-2016, 12:11
Benutzerbild von 3L9O
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Zitat:
Zitat von hand-werker Beitrag anzeigen
Wieso meinst Du das? Halte ich für ein Gerücht.
In boxhandschuhen kann man die faust nicht richtig schließen. Bei mir selbst hab ich dann gemerkt dass beim schlagen ohne handschuh der daumen automatisch eher seitlich sitzt und die faust nicht richtig zu ist. Vorallem bemerke ich das an der linken hand, da ich rechtshänder bin und die linke hand somit weniger gefühl hat
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  #14  
Alt 09-08-2016, 12:11
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Kampfkunst: noch nichts
 
Registrierungsdatum: 23.08.2011
Alter: 23
Beiträge: 13
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Hi,

ich habe vor ein paar Tagen zufällig das folgende Buch gelesen: ,,The Bare-Knuckle Boxer's Companion: Learning How to Hit Hard and Train Tough from the Early Boxing Masters" dort wird unter anderem beschrieben wie man am besten mit der blanken Faust schlagen sollte ohne sich Brüche zuzuziehen, sowie auch verschiedene Abhärtungstechniken der Faust, also z.B. Liegestütze auf der Faust usw. Zudem stellt er klar das es zwischen dem klassischen Bare Knuckle Boxen und dem heutigen Boxen natürlich unterschiede gibt, wie z.B. hinsichtlich der Schlagtechnik, des Blockens usw.

Liebe Grüße
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  #15  
Alt 09-08-2016, 12:54
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Kampfkunst: FMA, Karate (früher Judo, Wing Chun, Kickboxen, Taekwon Do)
 
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Zitat:
Zitat von clkblack Beitrag anzeigen
Die Kapseln sind schon ordentlich formiert... aber ein Handbuch hatte ich noch nicht. Bei harten Widerstand kann es auch schnell zum umknicken der Faust kommen. Daher ist es ratsam immer mal wieder stabilitätsübungen für das Handgelenk zu machen. z.B. Liegestütz auf den Fäusten oder Boxen am Sandsack.
Das ist in der Tat ein sehr häufiges Problem
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