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Selbstverteidigung & Anwendung Ihr wollt wissen was "auf der Straße" funktioniert und wie Kampfkunst "gelebt" wird? Dann postet hier. Erfahrungsberichte willkommen



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  #1  
Alt 17-03-2002, 21:53
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Jiu-Jitsu
 
Registrierungsdatum: 17.03.2002
Alter: 68
Beiträge: 12
Thumbs up Selbstverteidigung knallhart!

Verteidigung mit einer freien Schußwaffe

Selbstverteidigung ist das letzte Mittel, wenn wirklich alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Wenn man nicht mehr davon kann, sonst - ab durch die Mitte. Wer weder ins Gefängnis noch ins Krankenhaus will ( wie Ihr schon so treffend gesagt habt) der zieht einfach Leine. Von Schadensansprüchen habt ihr tunlichst noch gar nicht gesprochen, wohl noch zu jung dazu?

Nachdem einige bereit sind ein Messer in berechtigter Notwehr zu benutzen und nur davon spreche ich, darfs doch ein sechsschüssiger Colt Kaliber 9mmm (Gaspatronen besonders stark) doch wohl auch sein.

Für "normale" Angriffe reicht die waffenlose SV, egal welche Stilrichtung. Gefährliche Angriffe sind aber eine andere Sache. Wer da denkt, er kann mit leerer Hand antreten ist sehr schnell voll angeschissen. Da bei uns scharfe Schusswaffen legal für den Normalsterblichen nicht erhältlich sind, kann man nur auf Schreckschuß- und Gaspistole ausweichen. In kundiger Hand und mit entsprechenden Training, bläst Dir das Ding ein 9mm Kaliber entgegen. daß es nur so pfeift. Die Reichweite beträgt ca. 2 - 4 m je nach Modell und ich muß nicht so nah heran wie mit dem Messer - immer nur in absoluter Notwehr!

Zum anderen, kannst Du wenns etwas humaner sein darf prima damit zuschlagen.
Nicht vergessen- es muß unbedingt entsprechend trainiert werden - es ist nicht damit getan sich irgendein Ding zu kaufen und es mal einzustecken und das war es dann schon.

Warte gerne auf Euere objektive Kritik.
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  #2  
Alt 17-03-2002, 22:52
uksplinter
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard

Na, ich weiß nicht so recht ! Wenn du deinen Gasrevolver ziehst, kann man den nicht von einer scharfen Schusswaffe unterscheiden. Was ich mit meinem Messer mache, wenn mein Gegenüber eine Pistole zückt, kannst du auf meiner homepage unter "Messerkampftechniken - Einsatz und Taktik" nachlesen. An deiner Stelle würde mir das zu denken geben.
Wenn die Cops dazukommen, fühlen die sich von deiner mutmaßlich scharfen Schusswaffe bedroht, auch wenn sie auf Abstand bleiben. Und dann hagelt es unter Umständen 9 mm Parabellum oder Schlimmeres !

Mein Rat : Entweder eine scharfe Schusswaffe, die allerdings Gottseidank für die meisten Bewohner der BRD illegal ist, oder etwas Scharfes bzw. Stumpfes. Über die Trefferwirkung irgendwelcher Gaswaffen streiten sich die Experten ebenfalls.
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  #3  
Alt 18-03-2002, 06:53
Benutzerbild von Goshinsatori
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: WingChun, Goshinryu-Kempo
 
Registrierungsdatum: 21.11.2001
Ort: Freiburg
Alter: 39
Beiträge: 756
Thumbs up lieber das Messer

HI,

ich bevorzug hier auch auf jedenfalls das Messer.
Das hat keinen Streuwinkel.
Andere unbeteiligte werden nicht in Mitleidenschaft gezogen usw.
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  #4  
Alt 18-03-2002, 12:40
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Free-Style-Karate
 
Registrierungsdatum: 23.12.2001
Ort: Jever
Alter: 29
Beiträge: 132
Standard

Moin,
ich finde eine Schußwaffe zur Selbstverteidigung etwas stillos. Es zeugt nicht von großer Kampferfahrung, wenn man eine Pistole nimmt und jemanden aus Notwehr erschießt.
Und da wir doch alle (denk ich jedenfalls) Ahnung von Kampfkünsten haben, müsste man das doch anders regeln können. Das artet meiner Meinung nach in ein Wettrüsten aus. Einer hat Pistole und bedroht dich, du fühlst dich angegriffen und knallst ihn ab. Da ich sowieso kein Fan von Schußwaffen auf der Straße bin, meine ich, dass das keinen Sinn macht.
Messer ist auch nicht gut, aber vor Gericht macht sich das auf jeden Fall besser, als eine Schußwaffe, selbst, wenn es nur eine Gaspistole ist.
Außerdem ist es bestimmt kein schönes Gefühl, jemanden umzubringen, und die Gefahr, dass so etwas aus Versehen passiert ist mit einer Schußwaffe viel höher als mit einem Messer.
Ich würde eher zum Messer tendieren. Im Moment hab ich nur Tonfa und Kobutan, aber ich wohn ja auch in einer kleinen Stadt.

Gruß
BigBen1
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  #5  
Alt 18-03-2002, 13:44
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Kampfkunst: Karate, etwas Luta Livre
 
Registrierungsdatum: 09.10.2001
Ort: Deutschland, NRW, Raum Köln
Beiträge: 2.487
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Ich bin nicht grundsätzlich gegen Gaspistolen/revolver, einige der oben genannten Punkte (Wirksamkeit vs Messer, Verwechslungsgefahr mit scharfen Waffen,..) und das Problem das man nicht überall solche Waffen mitführen kann schränken den Nutzen jedoch ein (gleiches gilt für Messer, Schlagstöcke...).

Es gibt einfach Situationen in denen mitgeführte Bewaffnung unangenehm auffällt (Schwimmen, Joggen, Sommerklamotten,...) oder einfach verboten ist (Konzerte, Fussball, öffentliche Verkehrsmittel, Demos,..). Hinzu kommt das Gasrevolver (diese sind den Pistolen vorzuziehen da sie zuverlässiger Arbeiten, in der Regel sollten die Schusszahl ausreichend sein) nicht ganz leicht sind und wenn sie nicht an geeigneter Stelle getragen werden ( Schulterholster) dauert das ziehen zu lange. Auch hinter Bergen von geschlossenen Reisverschlüssen oder Knöpfen werden sie zunehmend Nutzlos, und offen Tragen ist in Deutschland verboten.


Evt. mehr etwas für Leute die aufgrund körperlicher vorraussetzungen jede direkte konfrontation meiden sollten oder auch gegen mehrere Angreifer die man damit einschüchtern kann. Ohne Training wird aber vermutlich oft falsche Sicherheit vermittelt.
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  #6  
Alt 18-03-2002, 13:46
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Kampfkunst:
 
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Beiträge: 7
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hi all,

der einsatz von gaspistolen in geschlossenen raeumen faellt ja auch wohl flach.
im uebrigen glaube ich nicht, dass rasputin eben diesen einsatz als nonplusultra sah, sondern etwas ganz anderes kritisieren wollte

gruesse, efx.
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  #7  
Alt 18-03-2002, 17:14
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Kampfkunst: Jiu-Jitsu
 
Registrierungsdatum: 17.03.2002
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Beiträge: 12
Standard Pistole / Colt

Gut und richtig erkannt.
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  #8  
Alt 18-03-2002, 17:21
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Jiu-Jitsu
 
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Alter: 68
Beiträge: 12
Standard Hallo **********!

Zuerst - Deine Seite *********** sind sehr sehr gut. Ich wünschte jemand würde annähernd sowas für die waffenlose SV bringen.
Du hast mich vermutlich falsch verstanden. Nur in einer absoluten Notwehrsituation z.B. jemand will zum Messer greifen, etc. dann staubt es.
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  #9  
Alt 18-03-2002, 17:30
Benutzerbild von DieKlette
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Kampfkunst: Kickboxen & Grappling
 
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Beiträge: 6.598
Standard REICHWEITE 2-4 METER, NA DANN GUTE NACHT....

Wenn Du einem Messerstecher begegnest, bist Du auf einer Distanz von 2-4 m Hackfleisch. Ein Mad Rush kann einem extrem schnell ein Ende bereiten. Ohne richtige Knarre mit mannstoppender Munition kann man einpacken...

Also bleibt beim guten alten Messer, wenn überhaupt....

Mit Respekt

Oss

DieKlette
__________________
- pain is temporary, pride is forever -

Geändert von DieKlette (18-03-2002 um 17:39 Uhr).
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  #10  
Alt 18-03-2002, 20:34
uksplinter
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Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
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Michael1 :

Ein ganz normales Klappmesser kannst du als Taschenmesser außer bei einer politischen Veranstaltung überall hinnehmen.
(Anmerkung am Rande : Auf einer Demo in Berlin stand ein baden-württembergischer Cop neben mir und fummelte mit seinem respektablen Klappmesser an seiner Protest-Trillerpfeife herum. Meinen Hinweis auf das Messerverbot quittierte er mit der Bemerkung : "Das ist doch nur ein Vespermesser !" )

Du sollst es auch nur so verwenden. Lediglich im extremen Notfall gegen erheblich überlegene Gegner dient es dann als SV-Waffe.
Und das Messer sollte kein militärisches Aussehen ("tactical folder") haben. Und gezogen wird es nur, wenn es auch tatsächlich eingesetzt werden muß !
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  #11  
Alt 19-03-2002, 00:27
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Jiu-Jitsu
 
Registrierungsdatum: 17.03.2002
Alter: 68
Beiträge: 12
Standard DieKlette

Hallo!

Wenn ein KK Sportler einem Messerstecher begegnet ist er vermutlich sowieso Hackfleisch wie Du so schön sagst. Ich kenne viele Kampfsportler verschiedener Stilrichtungen die alle toll drauf sind. Nur - bisher hat noch keiner von ihnen den Beweis in der Realität angetreten d.h. ich weiß nichts davon und gesehen habe ich es auch nicht.

Im diesem Fall - Notwehr! - würde eine entsprechende erlaubte Waffe oder auch ein Hilfsmittel die einzige Rettung sein. Und nur darum geht es.
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  #12  
Alt 19-03-2002, 00:33
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Jiu-Jitsu
 
Registrierungsdatum: 17.03.2002
Alter: 68
Beiträge: 12
Standard Michael1

Gegen Einsatz von erlaubten Waffen

Waffenlose SV gegen "normale" Angriffe ist OK. Erlaubte Waffen und Hilfsmittel sind zusätzlich dann gefragt, wenn es sich um gefährliche Angriffe handelt. In die Disco o.ä. sind Waffen ohnehin nicht mitzunehmen.
Im Notfall lässt sich durchaus auch in geschlossenen Räumen schiessen, ja sogar im Auto, aber man muß halt wissen wie es geht.
Das bedeutet trainieren, denn ohne Training läuft nichts.
Was ist gegen ein Training einzuwenden?
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  #13  
Alt 19-03-2002, 00:42
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Jiu-Jitsu
 
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Standard Stillos

Hallo BigBen1

Besser stillos als aufgeschlitzt. Messerabwehr d.h. der Stecher braucht nur etwas schneller sein, sonst muß er ausser zustechen nichts können und so gut wie jeder ist erledigt. Waffenabwehr ist eine heikle Sache, die man auf keinen Fall so nebenbei in irgendeinem Sportverein lernen kann.
Mancher mag sich einbilden daß er einen Stecher (einer der was davon versteht!) mit leerer Hand abwehren kann. Eine Illusion - das funktioniert doch nur auf der Matte.
Bei den meisten die meinen sie berteiben SV fehlen doch ohnehin die wichtigsten Voraussetzungen. Die Techniken sind nur ein Teil davon und die allein nützen leider fast nichts.
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  #14  
Alt 19-03-2002, 15:25
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Free-Style-Karate
 
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Beiträge: 132
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Moin,
Ich meinte ja nicht, dass man dem Gegner ohne Irgendetwas gegenüber stehn sollte. Nimm doch auch ein Messer. Aber ich finde es nicht in Ordnung mit einer Pistole auf den Angreifer zuschießen. Es darf nie soweit kommen. Außerdem kann ich Klette nur Recht damit geben, dass nicht jede Pistole den Messerstecher stoppen kann. Wenn er getroffen ist, will er dich aufjedem Fall noch mit nehmen.
Das ist ein Kreislauf ohne Ende, und wenn du eine Waffe hast, hat der Nächste bald auch eine und so weiter und so weiter. Ich bin absolut gegen ein solches Wettrüsten. Mit einem Messer kannst du wenigstens noch entscheiden, ob du ihn wirklich umbringen willst oder du ihn nur so verwundet, dass er nicht mehr weiter kämpfen kann. Mit einer Pistole schießt du und dein Gegner ist am Boden (wenn du Glück hast). Er stirbt und du wirst dir Vorwürfe machen. Außerdem ist bei ei´ner Schußwaffe die Gefahr zugroß, dass du andere triffst (wurde auch schon erwähnt).

Gruß
BigBen1
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  #15  
Alt 19-03-2002, 18:47
uksplinter
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Kampfkunst:
 
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Nach meiner leider unmaßgeblichen Meinung sollten nur Militär und Vollzugsbeamte scharfe Schusswaffen besitzen, während die Zivilbevölkerung unterhalb dieser Schwelle ausgerüstet sein sollte. Und auch diese Waffen (Schlagstöcke, Messer etc.) gehören nicht an bestimmte Orte wie Diskotheken, Konzerte etc. Aber das ist wohl nur ein frommer Wunsch !
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