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#1
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| Hallo Leute ![]() Bisher war es immer so, dass wenn ich kurz vor einer Schlägerei auf der Straße stand, ich immer so "Angstanzeichen" hatte (glaube zumindest dass es das war :/ ). Bisher blieb es aber zum Glück dann immer nur bei geschubse und Beleidigungen. Meist gingen dann andere dazwischen, oder ich bin weggegangen und habe gehofft das der Gegner nicht hinter mir her kommt. Aber immer wenn ich halt die Befürchtung hatte, dass ich mich gleich schlagen muss, dann hatte ich folgende Schwierigkeiten: - Weiche Knie (fühlte sich an als wenn ich auf Gummibeinen laufe) - Meine Knie haben dann auch immer angefangen zu zittern - "Schwächegefühl" in den Armen - Herz am rasen (konnte mein Herz dann immer in den Ohren hören) - Kloß im Hals (schlucken ging kaum noch, Atmung konnte ich nicht kontrollieren und somit kaum reden) Jetzt im Training hatte ich meine erste Prüfung. Im Laufe der Prüfung wurde uns gesagt, dass wir auch einen 3-5 min Kampf machen sollen. Ohne Schutzteile, dafür mit Regeln wie z.B. - Keine Schläge, Ellbogen, Knie ins Gesicht (Tritt war aber ok, wenn der Gegner steht oO) - Keine Schläge/Tritte in Rücken, Knie, Weichteile, Hals ... Ich habe das aber nicht so ernst genommen, denn das war meine allererste Prüfung und ich habe das ja noch nie trainiert. Aber als dann die Kämpfe losgingen, musste ich feststellen, dass auch andere Leute mit weißen Gürtel aufgerufen wurden oO Das war ein Schock für mich. Und sofort fingen die oben genannten Schwierigkeiten an. Zuerst gings wieder mit wildem Herschlagen los und Kloß im Hals....als ich dann augerufen wurde und aufgestanden bin, habe ich gemerkt das ich wieder Gummibeine habe und meine Arme ihre Kraft anscheinend verloren haben :-( Halt die gleichen Schwierigkeiten wie vor nem Straßenkampf! Als ich dann in die Mitte ging, ging mir nur durch den Kopf das ich mich gleich blamieren werde und der Kampf bestimmt nach 10 sec zum Gunsten meines Gegners endet :-( Aber jetzt kam das Gute! Es wurde nicht wie auf der Straße dumm rumm geredet! Habe mich vorm Meister und meinem Gegner verbeugt und es ging einfach los! Mein Gegner kam auch sofort auf mich zu und fing an zu kicken etc. Eigentlich weiß ich von dem Kampf nicht mehr viel nur das hier 1. Habe mich die ganzen 3-5 min wohl gut gehalten. Habe gut abgewehrt und war nicht als in der Defensive sondern habe auch angegriffen! 2. Sobald der erste Kick vom Gegner kam, waren alle "Schwierigkeiten" die ich hatte auf einmal KOMPLETT weg! Keine weichen Knie mehr, kein Kloß mehr..nichts! :-) 3. Kann mich nicht erinnern wärend des Kampfes auch nur einmal Schmerzen empfunden zu haben....erst am abend hatte ich schmerzen am Schienbein, Rippen und der rechten Faust. Das war ein absolut geiles Erlebnis! Ich dachte ich werde mich beim Kampf kaum bewegen können, aber dem war nicht so! Nun zu meiner Frage: Kann es sein, dass es auf der Straße genauso ist? Das ich also, sobald der Gegner wirklich angreift, meine ganze Angst und diese "Schwierigkeiten" vergesse? Was habt ihr da für Erfahrungen gemacht?! PS: Ein echt schickes Forum habt ihr hier :-) Zusatz: Neu und schon ne Bitte :-) Kann mal jemand den Fehler in der Überschrift weg machen? Ist ja peinlich. Geändert von Mulder (18-05-2007 um 12:27 Uhr). |
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#2
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| Geht mir auf Turnieren genauso! Vor dem Kampf bin ich immer verdammt aufgeregt, habe weiche Knie, so ein komisches Gefühl im Magen und fühle mich total müde und schlapp! Ist wohl die Aufregung! Sobald der Kampfrichter dann aber "Fight!" sagt, sind diese "Symptome" wie weggepustet und ich bin total agil und offensiv. Ist fast so als würde man die Aufregung in dem Moment in Aggressivität umwandeln oder so. Ob das auf der Straße auch so ist, kann ich nicht beurteilen, da ich noch nie in einer vergleichbaren Situation war.
__________________ Life is what happens while you're busy making other plans |
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#3
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| Zitat:
Eigentlich frage ich mich, was sich die Natur gedacht hat, einem (oder zumindst mir) vor nem Kampf solche Symptome anzutun. Es wäre doch viel besser wenn man sich in so nem Moment eher "stärker" fühlt...aber naja wer versteht schon die Natur? Würde mich jedenfalls mal interessieren, ob das jemandem bei nem richtig ernsten Kampf auch so geht. Also erst "Angstzustände", dann wenn der Kampf losgeht alle Probleme weg? |
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#4
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| Das kann so sein, muss es aber nicht - wie bei Duschvorhängen; die können zwar verschimmeln, müssen sie aber nicht ![]()
__________________ www.fit-fight-club.de |
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#5
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| mir gehts ganz genauso, nur das es bei mir bis jetzt noch nicht zu einem ernsten kampf kam. aber wenn das wirklich so ist wie du das beschrieben hast, das man dann die angst vergisst kann ich ja aufatmen^^ |
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#6
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| naja straße und training"wettkampf sind wohl nicht das gleiche... leider.. ![]() |
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#7
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| Zitat:
Jedoch war mein Kopf vor dem Prüfungskampf wohl anderer Meinung. Denn wie gesagt hatte ich vorher die gleiche Symptome, wie vor einem ernsten Kampf auf der Straße. |
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#8
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| Ein ähnliches Phänomen stellt sich auch vor dem Beginn einer Klausur oder Prüfung ein. Dein Herz beginnt zu rasen, den Pulsschlag kannst du förmlich in der Halsschlagader spüren und im Hals bildet sich ein Kloß. Sobald du dich aber in der Klausur/Prüfung befindest, verfliegt dieses Gefühl. Wahrscheinlich liegt das daran, dass alle Sinne damit beschäftigt sind, mit der "aktuelle Situation" fertig zu werden. |
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#9
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| Der Körper schüttet bei Streß Adrenalin und Endorphine aus, welche einerseits den Kreislauf hochjagen, andererseits das Schmerzempfinden herabsenken. Ist ein Relikt aus unserer Neandertalerzeit, als der Höhlenmensch bei Gefahr kämpfen oder flüchten musste. Der Körper macht sich also in Sekundenschnelle warm. Das ist sehr anstrengend für den Körper. Und so fühlt es sich auch an. Schöner Leitsatz: "die Hälfte der Kondition geht für Angst und Stress drauf" ![]() |
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#10
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| Gute Erklärung. Aber löst das Adrenalin auch diese "Gummibeine" und das "Schwächegefühl" in den Armen aus? Das macht mir nicht so recht Sinn. Eigentlich soll es einen doch Leistungsfähiger machen. Aber das mit der Klausur ist ein gutes Beispiel, habe ich noch garnicht dran gedacht. Auch wenn die Symptome vor ner Klasur nicht annähernd so stark sind wie vor nem Kampf (bei mir zumindest). Naja zumindest bin ich nun guter Hoffnung. Denn bei dem Prüfungskampf wusste ich ja nicht so recht was auf mich zukommt, habe noch nie gegen den Gegner gekämpft und war sau aufgeregt. Ist natürlich immernoch nicht so wie ein echter Kampf, aber zumindest ansatzweise :/ |
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#11
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| ich habe das gefühl auch aber erst seitdem ich von 2 deppen mit nem tele schlagstock zusammengeschlagen wurde! seitdem (wenn es stress gibt weiche ich immer aus und gelte als weichei kann man das net wegtrainieren !
__________________ I AM THE WORLDEST GREATE!! |
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#12
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| Hast du vorher mit Waffen trainiert? Man braucht Zeit. Seit dem ich zwei mal auf hinterkopf geschlagen wurde gebe ich jetzt nicht 100 % sondern 180%. leider muss ich mit risikul jeden Sa. rechnen. Das ist mein job. Gebe nie auf |
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#13
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| Zitat:
Hast du vor nem Kampf auch diese Symptome die dann verschwinden? |
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#14
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| Nur nebenbei: Die Erklärungen von Pai Mei und Tom Cat haben mein Interesse erweckt und habe mal ein bisschen gegoogelt: Dabei habe ich gelesen, dass es wohl verschiedene Arten von Adrenalin gibt. Das eine für den Kampf, dass andere Für die Flucht. Wusstet ihr das? Zitat:
Leider konnte ich bisher noch nicht rausfinden, was passieren muss, damit der Körper entweder das eine oder das andere "benutzt". Vieleicht kann man das ja irgendwie steuern.... Finde das interessant, werde mich mal weiter drüber informieren ![]() Ende von "Off-Topic" Geändert von Mulder (18-05-2007 um 14:55 Uhr). |
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#15
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| Schau mal hier rein, da ist es ganz gut erklärt: Stressreaktion - Wikipedia Im Zusammenhang mit dem Noaradrenalin muss man eigentlich das Serotonin erwähnen. Noradrenalin ist ein anregender Stoff, der Hirnbereiche stimuliert. Serotonin bewirkt das Gegenteil, er dämpft Hirntätigkeit. In Stressphasen wird das Großhirn durch den Ausstoß von Serotonin gedämpft, das Kleinhirn (wo unsere Basisprogramme gespeichert sind) wird durch Ausstoß von Noradrenalin angeregt. Dadurch verschiebt sich die Reaktion von der langsamen, bewussten Einschätzung des Großhirns zur schnelleren, aber unbewussteren Reaktion, die über das Kleinhirn gesteuert wird. Das erklärt, warum Menschen in Panik manchmal völlig unsinnige Dinge tun ... Für dabei den KKler interessant ist: Je höher der Ausstoß von Adrenalin/Noradrenalin/Serotonin ist, desto stärker wird meine Reaktion vom Unterbewussten gesteuert, man handelt "instinktiv". Das bewusste Denken und Agieren wird stark eingeschränkt. Und dann klappt nur noch das, was fest im Körper verankert ist. Also Reaktionen und Abläufe üben, üben, üben, bis sie bombenfest und instinktartig im Körper verankert sind ![]() |
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