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#1
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| Hallo, ich frage mich hier im Forum immer wieder: Warum reden alle von Selbstverteidigung? mir ist irgendwie unklar, ob wir hier im gleichen Land leben. Ich wohne in der Nähe einer Großstadt und bin somit auch oft in dieser unterwegs. SV Situationen kommen bei mir trotzdem nie vor. Ich bin mitlerweile 34 Jahre alt und hatte seit meiner Jugend keine SV Situation mehr. Das war früher Teenagerscheiß. Unter normal denkenden und friedlichen erwachsenen gibt es doch die wirkliche SV Situation kaum. mal ehrlich: wie viele Situationen hattet Ihr in eurem Leben (Teenageralter ausgeschlossen) in denen es auf eine gute SV ankam? also ich hatte keine und ich denke, dass ich auch so schnell nicht in eine gerate. Also wenn ich eine KK aussuchen will, die für mich geeignet ist, kommt es da wirklich so sehr auf die effektivität an? Ich finde es ist viel wichtiger, dass alles andere stimmt (Spass, Fittness, Stressabbau, usw.) wenn da noch etwas SV hinzu kommt ist das sicher nice to have. In der sooooo...seltenen SV Situation wird auch ein Capoeirista oder Taekwondoler sich zu verteidigen wissen. die körperliche fittness, beweglichkeit und die Tatsache, dass man sich gedanklich mit kampf beschäftigt, reicht gegen otto-normal-schläger, der keine KK beherscht doch aus, oder?` und die leute, die wirklich kämpfen können (z.B. ein Dan Träger) werden in der Regel nicht unbegründet über dich herfallen und dich umhauen, da KKler in der Regel kein zu hohes aggressionspotenzial haben. wie seht ihr das? ist doch eigentlich aus sv gedanken egal, welche KK man macht, oder? |
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#2
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| Es reden nicht "alle" von Selbstverteidigung, sondern nur die welche es interessiert Ich schätze die Leute die KK/KS aus einem der anderen von dir angeführten Motive betreiben sind immernoch in der Überzahl. Anosonsten: Capoeira oder TKDler gegen Otto-Normal-Schläger, Dan-Träger die kämpfen können, KKler haben kein Aggressionspotential... dein Post hat echt Potential ![]() P.S.: Im übrigen lebe ich in einem Freien Land und es ist immernoch meine Sache ob ich mich für SV, Messer, Zombie-Survival interessiere. Jegliche Wertung verbitte ich mir ![]() |
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#3
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Und dann gibt es eben auch Leute, die wollen sich selbst verteidigen können, auch wenn sie es in der Praxis nie tun müssen. |
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#4
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Das ist die Erfahrung meiner KK-Laufbahn. Die jenigen, die Jahrelang ernsthaft dabei sind, gehen meistens nicht auf der straße sinnlos leute umhauen. Ausnahmen wird es geben...vielleicht ist das auch nur bei BUDO so... 2. zweifle ich in keiner silbe an, dass du in einem freien land lebst. wenn man sich für SV interessiert, weil man das thema interessant findet (Zombie Survival Guides ist übrigends eins meiner lieblingsbücher, auch ich habe im Gedanken mein haus schon zombiesicher ) ist ja alles gut.die SV-KKs sind ja durchaus gut und machen auch spass. Gefragt war nur, ob man, wenn man eine KK sucht sein augenmerk um jeden preis auf die SV legen muss, wenn es "nur" darum geht wehrhaft zu sein, oder ob vielleicht andere aspekte wichtiger sind. wenn einem also eine Ästhetische KK mehr spass macht, diese aber weniger "effektiv" ist, kommt es doch, bei der minimalen anzahl an SV-Situationen mehr auf andere dinge an. |
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#5
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| so recht? Zitat:
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#6
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Letztlich ging es ja doch überall mal ums Kämpfen. Wenn dann bei modernen Interpretationen der "Künste" mal kritisch gefragt wird ob es da überhaupt noch ums Kämpfen geht, weil es mittlerweile mehr an Paartanz erinnert oder die hohen Danträger sonstwelche anderen Aspekte im Vordergrund sehen ist das doch auch irgendwie verständlich, oder? |
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#7
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| Ich hab auch ne Krankenversicherung und bin nie krank. Hab n Feuerlöscher und es brennt nie. Jeder mit Führerschein kann Erste Hilfe und braucht es so gut wie nie. Ich bin Rettungsschwimmer und musste noch keinen retten. Bin beim ADAC Mitglied und musste erst einmal abgeschleppt werden. Rechtsschutzversicherung und bisher ist noch nicht viel passiert. Berufs- und Dienstunfähigkeitsversicherung... ich hoffe mal das beste... Haftpflicht, aber ich mache selten Sachen oder Menschen kaputt. Die Idee: einfach gerüstet sein für den Notfall, der hoffentlich nie eintritt. Darüber hinaus kann sich ein offenerer Mensch aus gesunder Selbstsicherheit ergeben. Definitiv ist ein Selbstschutztraining NICHT der Ort, wo ich mir dreimal die Woche blaue Klöten, Augen und Ohren holen will, trotzdem möchte ich der Lage sein in einem unerwarteten Zwischenfall für mich, meine Freundin & Familie eintreten zu können. Dass ich deswegen keine Sturmgewehrdisarms mehr trainieren muss, ergibt sich ja genauso. (Gestern Abend, leider was ich im Training) war bei uns einer im Garten und hat allerart gruseliges Zeug geschrien, definitiv auf Drogen. Außer meiner Freundin hat aus unserer kleinen Beamtensiedlung - ca. 8 Häuser - NIEMAND den Mumm gehabt, den Herren anzusprechen, er solle sich wegen der Kinder bitte ein wenig zusammenreißen und abdampfen). |
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#8
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| Zitat:
also prinzipiell sind alle KK / KS für den kampf geeignet. eine KK / KS muss nur "richtig" unterrichtet werden. als vergleich.: "erz" shotokan VS "VK- Karate" , zwei verschiedene welten.... die einen machen es zur gesunderhaltung & die anderen trommeln sich auf den knochen rum...^^ (wobei auch erz shotokan kampffähig wäre, wenn es richtig unterrichtet werden würde...^^) zu.2. ohne vorurteile schüren zu wollen, doch ja die gibt es.... ![]()
__________________ "Die Zahl der Feinde ist um ein lächerliches Dreifaches größer." |
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#9
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| @ domo77 Die Frage ist wohl biete ich ein System an was sich wirklich SV auf die Fahnen geschrieben hat oder werbe ich mit SV weils halt gerade in ist. Ich halte z.B. Wing Chun oder Hapkido durchaus (wenn richtig trainiert) für die SV brauchbar, es sind aber net unbedingt SV Systeme weil sie einfach viel mehr beinhalten. Wenn einer so schnell wie möglich SVfähig werden möchte würd ich in eher zum KM, Alpha, Keysi, ... schicken einfach weil die sich nur damit befassen. Im Endeffekt wird dir alles "irgendwie" weiterhelfen wenns dich schneller, stärker, fitter macht. Wenn du noch dabei richtig zuschlagen lernst um so besser. Was mMn. aber gegeben sein sollte ist das doch noch das Augenmerk auf Kampf liegt. In welcher Form mindestens ist wieder ne andere Frage. Zu den Diskussionen, dort greifen halt immer bestimmte Mechanismen. Da werden dann Erfahrungen vorgekramt und plötzlich werden 90% der SVsituationen mit den Fäusten entschieden, 78% landen am Boden, in 70% wird ein Messer gezogen ect. Straßenschläger, Rapisten ... werden dann zu Überfightern hochstilisiert, und seltene Fälle von echten Kämpfern die austicken als Totschlagargument verwendet Stil XY trainieren zu müssen weil man sonst net auf der Street überlebt obwohl ein Großteil wohl nie auf so jemanden treffen wird. MMn. ist das halt alles im Kontext zu sehen und man muss Milieu, Bekanntenkreis, Wohnort, ... mit einbeziehen. Dann kommt man vl. drauf warum Typ X jedesmal ärger hat und Typ Y nie. Im Endeffekt gehts aber auch darum für das bisl Werbung zu machen von dem man halt selber überzeugt ist. ![]()
__________________ Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hats gemacht. Geändert von Maddin.G (03-02-2012 um 12:56 Uhr). |
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#10
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die frage ist nur, ob nicht die weniger effektive KKs dafür ausreichen. Ich bin ja selbst KKler und mir ist die Idee, dass ich mich verteidigen kann, wenn ich muss ja auch ganz sympatisch. aber: wenn mir z.B. Capoeira oder TKD mehr spass gemacht hätte als JJ, dann hätte die Frage: "Was ist effektiver" keine Rolle gespielt. Ich will ja hiermit nur darauf hinaus: die vielen, vielen Threads : "Welche KK für mich?" in denen die TEs bei SV Hauptsache schreiben, sollten vielleicht kritisch hinterfragt werden. denn: wenn einer KK nur(!) wergen der SV macht, wird er dauerhaft wahrscheinlich nicht dabei bleiben, wenn er alle anderen interessen auf der strecke bleiben lässt... Und: 10 Jahre TKD machen sicher wehrhafter als 0,5 Jahre JJ oder Krav Maga. Somit steht für mich fest: wähle die KK, die dir am meisten spass macht. nicht, die die am effektivsten ist. (Es sei denn die macht dir am meisten spass) |
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#11
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| Dann ist TKd und Capoeira ja sehr effektiv. ![]()
__________________ Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hats gemacht. |
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#12
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| und genau das ist der anspruch, den ich an das habe, was ich trainiere. es hat vor allem in irgendwelchen chaotischen oh-shit-situationen zu funktionieren und das ggf. in sekundenbruchteilen. daraus ziehe ich ganz persönlich meinen spass am training. deshalb trainiere ich, was ich trainiere. und jetzt kommen wir zu dem punkt, der mich persönlich an so fragestellungen wie im ausganspost so entsetzlich annervt: jeder trainiert für etwas anders. jeder zieht seinen spass am training aus verschiedenen faktoren. warum zum teufel soll man sich hier ca. einmal pro quartal dafür rechtfertigen, dass einem sv-training spass macht? ich habe mir das, was ich so in diesem bereich trainiere, gezielt ausgesucht. ich mach das freiwillig. ich zahl da sogar geld für. weil ich da bock drauf hab. weil ich da spass dran habe. sonst würde ich es nicht machen. und von meiner sorte gibts einige...
__________________ "I DON'T CARE about "style", "system", or any of that CRAP. WHY? Because ALL I AM INTERESTED IN is what will SAVE ME in the real world, when it's for all the marbles." by Carl Cestari |
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#13
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| Zitat:
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#14
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| Der Hauptgrund beim Erlernen der SV ist, dass es Spaß und Unterhaltung bringt, in einem abgesicherten Modus mit Gewalt in Berührung zu kommen. Das ist wie beim Schauen eines Actionfilms. Man sitzt im gemütlichen Kinosessel und schaut den übelsten Prügeleien zu. In der Trainingsstunde kann man sich unter Aufsicht und bei kleinem Risiko Szenarien vorstellen und ausprobieren. Ebenso wie man sich im Kino immer mit dem Guten identifiziert, sieht man sich selber in den SV-Szenarien natürlich auf der guten Seite. Gewalt fasziniert einfach. Dessenungeachtet gibt es auch Leute, die aufgrund ihres Sozialverhaltens / Berufs / Milieus tatsächlich oft in SV-Situationen kommen und für die entsprechendes Training vernünftig ist. Und manche Leute sind einfach sehr ängstlich und schauen zu viel Privatfernsehen. |
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#15
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| Auch ne hervorragende Analogie, vor allem hinsichtlich Funktionalität. Ne bunte Schlaufe, die schon meinen russischen Uronkel im Ural vorm Erfrierungstod gerettet hat oder der nato-olivgrüne Gewehrriemen um die Hüfte gebunden und an der Rig festgemacht sieht krass aus und wird auch woanders gebraucht - aber no es funzionale für diesen Kontext ![]() Ich würde sagen, man kann nach 10 Jahren besser zurückschlagender ist generell tougher geworden. Aber die oben angesprochenen Punkte (und noch einige wesentliche mehr) fehlen in einem regulären Kampftraining leider. |
![]() |
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