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Selbstverteidigung & Anwendung Ihr wollt wissen was "auf der Straße" funktioniert und wie Kampfkunst "gelebt" wird? Dann postet hier. Erfahrungsberichte willkommen



Umfrageergebnis anzeigen: Womit beschäftigt sich SV und was muss mindestens enthalten sein?
SV ist nur der kompromisslose Umgang mit extremen Bedrohungslagen 4 18,18%
Zur SV gehört auch schon Schutzwehr oder der Umgang mit körperlichen Alltagskonflikten 17 77,27%
SV darf nur drauf stehen, wenn komplette Lösungen gezeigt werden 3 13,64%
Auch kleine, isolierte Lösungen, wie Wegschubsen oder Grifflösen dürfen als SV bezeichnet werden 13 59,09%
Multiple-Choice-Umfrage. Teilnehmer: 22. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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  #1  
Alt 08-10-2017, 17:31
Gast
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Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Question SV (Selbstverteidigung): was versteht Ihr darunter?

Hallo, hier kam bezüglich eine Videos, das hier nicht zur Diskussion stehen soll, die Frage auf, was unter "SV" im Sinne von Selbstverteidigung zu verstehen ist, bzw. was von einem Video oder auch Kurs, das/der dieses Label trägt, drin sein muss.
Ich verstand unter "SV" im Wesentlichen Gewaltausübung ohne Einwilligung, gegenüber Kampfsport, bei der der Gegner ja in die Gewaltausübung eingewilligt hat.
(Natürlich sind wir die Guten und verteidigen uns nur)
Die Grenzen zur Kampfkunst, bei der ebenfalls Gewaltanwendung für Zwecke, bei denen der Gegner nicht eingewilligt hat, geübt wird, sind fließend, allerdings besteht das das Problem, dass die Kampfkünste teilweise aus anderem Kontext stammen bzw. auch nicht immer realistisch trainiert werden.
Dafür gibt es ja heutzutage spezialisierte SV-Angebote, die sich eben mit den optimalen Lösungen für moderne Bedrohungslagen auseinandersetzen und wie man die Verteidigungsfähigkeit optimal erhöht.

Nun meine Frage: Auf welche Bedrohungslagen sollte SV vorbereiten und was sollte mindestens drin sein?
Für mich ist es schon SV, wenn ich einen Pöbler wegschubse, andere sprechen davon, den Gegner schnell zu erledigen und nun fiel die Formulierung:
"eine wirklich problematische Verteidigungssituation, in der Verlieren keine Option ist"..
Also:
Wo fängt bei euch SV an?
Erst beim Kampf um's Leben, oder schon vorher?
Was fällt unter SV?
Nur komplette Lösungen, die mit dem Vorsondierung fremden Terrains beginnen der sicheren Kampfunfähigkeit des Gegners enden und in Szenarien psychologisch fundiert geübt werden, oder veilleicht auch schon einfache isolierte Dinge, wie einen Griff lösen, oder einem Rempler standzuhalten/auszuweichen?

Edit: die Umfrage besteht eigentlich aus zwei Fragen, daher ist eine Mehrfachauswahl möglich.
Antwort 1 und 2 bezieht sich auf die Art der Bedrohungslage, Anwort 3 und 4 auf den Umfang der Vermittlung.

Geändert von Gast (08-10-2017 um 18:23 Uhr).
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  #2  
Alt 08-10-2017, 18:44
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Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 08.09.2017
Beiträge: 92
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Zitat:
Zitat von Aruna Beitrag anzeigen
Ich verstand unter "SV" im Wesentlichen Gewaltausübung ohne Einwilligung, gegenüber Kampfsport, bei der der Gegner ja in die Gewaltausübung eingewilligt hat.
Und Training für SV?

Zitat:
Nun meine Frage: Auf welche Bedrohungslagen sollte SV vorbereiten und was sollte mindestens drin sein?
Für mich ist es schon SV, wenn ich einen Pöbler wegschubse, andere sprechen davon, den Gegner schnell zu erledigen und nun fiel die Formulierung:
"eine wirklich problematische Verteidigungssituation, in der Verlieren keine Option ist".. Also:
Wo fängt bei euch SV an?
Erst beim Kampf um's Leben, oder schon vorher?
a) die direkte (körperliche) Bedrohung

b) Was davor / danach kommt.

Ich für meinen Teil gehe in die eine oder andere Räuberhöhle gar nicht erst rein - schwub - erfolgreich verteidigt. Der an anderer Stelle angesprochene JS ist sicher fit im kämpferischen. Trotzdem hat er schon mehrfach seine Brieftasche herausgegeben. Einfach weil es ihm klüger erschien.

Geht das als "erfolgreich" durch?

M.E. ist es nicht nur eine Frage des Ziels. Wenn ich voll der krasse Fighter werden will, dann werd ich dafür was tun müssen, das ist klar. Anderseits hab ich vielleicht die eine oder andere Blessur und kann gar nicht (mehr) so krass trainieren...

.. und da kommt es eben auf das Level an, das ich mir erarbeitet habe. In manchen Situationen reicht das Taiji-Formtraining (Beispiele schon hier gelesen), in anderen Fällen kann ich noch so krass fit sein und kriege trotzdem ein Messer in die Rippen. M.a.W.: Es kann sich jedes Training als zu wenig herausstellen.

Zitat:
Edit: die Umfrage besteht eigentlich aus zwei Fragen, daher ist eine Mehrfachauswahl möglich.
Antwort 1 und 2 bezieht sich auf die Art der Bedrohungslage, Anwort 3 und 4 auf den Umfang der Vermittlung.
3 und 4 widersprechen sich.

Geändert von Wong F. (08-10-2017 um 22:49 Uhr).
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  #3  
Alt 08-10-2017, 18:52
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Zitat:
Zitat von Wong F. Beitrag anzeigen
3 und 4 widersprechen sich.
ja und 1 und 2 widersprechen sich auch.
Also gibt es IMO folgende sinnvollen Antwortmöglichkeiten:

1 und 3
1 und 4
2 und 3
2 und 4

Geändert von Gast (08-10-2017 um 18:55 Uhr).
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  #4  
Alt 08-10-2017, 19:00
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Zitat:
Zitat von Wong F. Beitrag anzeigen
Und Training für SV?
Das war dann halt das Training für die Gewaltausübung außerhalb des sportlichen Rahmens:
Beispiel (Sport-)Judo:
In der "SV" wurden auch Handgelenkshebel, Schläge etc. geübt, die im Wettkampf verboten waren.
Beispiel TKD:
In der "SV" wurden auch Würfe, Hebel, Griffe ..etc. geübt, die im Wettkampf verboten waren.
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  #5  
Alt 08-10-2017, 19:55
Benutzerbild von Schnueffler
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Ich habe mich für 2 und 4 entschieden.

SV bedeutet für mich den Schutz und die Sicherheit für mich und meine Güter zu bewahren. Da kann ein rausdrehen, wegdrehen, wegschieben, etc ausreichend sein. Es fängt für mich z.B. beim angetatscht werden an und geht bis zum letzten.
Von daher kann es eine einfache Grifflösung sein, ein rausdrehen, darf sich aber nicht nur da drauf beschränken.
Je nach Intensität des Angriffs muss ich mich auch verteidigen können.
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  #6  
Alt 09-10-2017, 07:41
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Kampfkunst: Karate, Ju-Jutsu, Judo
 
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In meinen Augen 2 und 4.

Habe es (auch selbst früher) öfters erlebt, dass Kampfsportler/-Künstler in Situationen gerieten, die unangenehm waren, aber nicht massiv-bedrohlich. Interessanterweise war man damit mehr überfordert als wenn man richtig angegangen worden wäre....

Was ich damit meine ist eben genau das Genannte: Festhalten, Gepose, aufdringlich-nerviger Betrunkener, Arm um die Schulter legen (Bist doch mein Kumpel, Komm wir trinken noch einen), am Kragen packen, etc. Also Situationen in denen sich das oft kritisierte Herauswinden, Grifflösen, kurz Anhebeln etc. bewährt hat. Die Verhältnismäßigkeit wird gewahrt und man hat ein Statement gesetzt und ist vor allem mal ein Stückchen weg.

"SV" ist das was man darunter versteht. Im Kontext kann es das viel gescholtene "Grifflösen" sein oder auch das kompromisslose Wegmachen das Gegenüber. Es kommt auch auf die Zielgruppe an.
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  #7  
Alt 09-10-2017, 13:35
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Für mich fängt die SV bereits mit dem Situationsbewusstsein an.
Wenn ich es schaffe, möglichen Konflikten aus dem Weg zu gehen, erspare ich mir unter Umständen eine möglicherweise gefährliche körperliche Auseinandersetzung mit einem wie auch immer gearteten Angreifer.

Die körperliche Gewalt als solche stellt natürlich einen zentralen Teil der SV dar, schließlich wollen wir uns genau davor schützen. Wenn ich meine Fähigkeiten allerdings darauf beschränke, komme ich womöglich gar nicht dazu, mich zu verteidigen, weil ich es einen Angreifer durch unterlassene Vorsicht bzw. Umsicht leicht mache. (Scheuklappen-Syndrom )

Klar können einfache, isolierte Lösungen hilfreich sein, sie ersetzen jedoch kein SV-Training.

Ich finde es übrigens auch wichtig, einen Notruf absetzen zu können und dafür auch immer zu wissen, in welcher Straße ich mich gerade befinde. Auch das ist SV-relevant.

Also kurz: SV sollte nicht nur durch die Ausübung von Gewalt definiert werden.
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  #8  
Alt 09-10-2017, 16:28
Benutzerbild von Keva
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Die Auswahlmöglichkeiten in der Umfrage sind mir zu sehr auf entweder - oder Antworten ausgesucht. Für mich beginnt SV schon bei der Vermeidung von gefährlichen Situationen, eigenes Auftreten, Deeskalation usw.
Wenn die Auseinandersetzung physisch wird , erwarte ich einfache Lösungen und Techniken , die man in einer Streßsituation auch erfolgreich anwenden könnte. Situationsabhängig von Handbefreiungs-Techniken bis zu kompletten Lösungen, die einen Angreifer ausschalten können - denn je nach Situation ist der Angreifer wahrscheinlich größer, stärker, bewaffnet, in der Überzahl ... dann bitte auch kompromisslos den Gegner erledigen. Also könnte ich in deiner Umfrage jeden Punkt ankreuzen @ Aruna

Ein Kurs oder ein Video mit dem allgemeinen Label SV sollte meiner Meinung nach all das beinhalten, bei Teilinhalten würde das Video z.B. " Handbefreiungs-Techniken / direktes Eingehen in der SV im System xy " heißen.
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  #9  
Alt 09-10-2017, 18:25
Benutzerbild von Esse quam videri
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Kampfkunst: loving my 2 oz. gloves & mit dem Stock kloppen
 
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Beiträge: 1.046
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-Wo fängt bei euch SV an?

sobald ich mich körperlich gegen ein oder mehrere Gegner regellos wehren muss, bin ich in einer SV Situation.
Awareness etc. zähle ich nicht zur SV.
SV=regelloser Kampf

gruss
__________________
ich messere, du messerst, wir messern

Geändert von Esse quam videri (09-10-2017 um 18:27 Uhr). Grund: regellos angeführt
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