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  #61  
Alt 22-08-2011, 23:46
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: momentan gar nix
 
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Leute ich platze einfach so hinein aber da ich doch schon mal die eine oder andere Auseinandersetzung auf der Straße hatte, kann ich sagen, man kann das im Sparring nicht trainieren.

Im Sparring weißt du was der andere kann der dir gegenüber steht, wo, wann und mit welcher Technik er angreifen wird. Das ist auf der Straße ganz anders, du hast keine Ahnung wen du gegenüber hast. Ob der jetzt auf einer Droge drauf ist, damit er keine Schmerzen spürt oder was er trainiert hat, oder auch nicht. Gibt ja Leute die aufgeblasen rummlaufen und dann wenn sie dem Gegner in die Augen blicken und sie sehen, der Gegner ist entschlossen bis zum äußersten Ende zu gehen, dann geben sie sehr wohl nach. Aber das kann man ja vorher nicht wissen.

Genauso wenig kann man im Sparring Techniken trainieren mit denen man dem Gegner ein Bein oder ein Gelenk bricht.

Aber ich glaube wir ziehen hier am Thema vorbei. Hier geht es um die Selbstverteidigung in der U-Bahn und was man eben in so einer Situation machen kann. Also da müsst ihr Antworten drauf geben und nicht, ist jetzt Sparring sinnvoll oder nicht.

Ich denke man muss sich zuerst selbst entscheiden wie man sich verteidigen will und man muss sich eben Taktiken ausmachen. Was ich damit sagen will? Nun ja, es gibt Personen die sagen, warum soll ich mich denn mit dem schlagen wenn ich eh einen Pfefferspray hab und ihm einfach das Zeug ins Gesicht sprühen kann, und das ist okay.

Andere werden sagen, na dem gebe ich eins aufs Maul daß er nicht mehr aufstehen kann. Aber im Prinzip ist ja beides eine Lösung und zwar für das selbe Problem. Nur halt ein bißchen anders. Es gibt ja auch Leute die weglaufen, ist auch eine Lösung. Manche würden, wenn sie von mehreren angegriffen werden, oder sogar mit einer Waffe bedroht werden, schießen. Auch eine Möglichkeit. Man muss halt nur bedenken daß das nicht so einfach endet.

Wichtig ist daß man aus der Situation heil rauskommt, egal ob mit Pfefferspray oder rechtem Hacken. Nur man muss es eben in der Situation richtig anwenden.
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  #62  
Alt 23-08-2011, 00:13
Benutzerbild von unnamed84
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Kampfkunst: wingchun/wingtsun
 
Registrierungsdatum: 03.12.2008
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Zu Pfefferspray oder Elektroschocker (und sonstiges)...

sind letztendlich Gegenstände, die man erstmal in die Hand nehmen muss... für plötzliche Überfälle fast!!! unmöglich, besonders wenn die Dame noch in der Handtasche wühlen muss

Negativ beim E-Schocker, man muß in den Nahkampf, um ihn anwenden zu können und dringt nicht unbedingt durch dicke Kleidung durch. Positiv ist, das schon alleine das Geräusch der Überschläge Respekt schafft (ebenso das Ausfahren eines Teleskopschlagstocks) Und bestimmt auch ein teurer Spaß.

Pfefferspray als Wolke oder Punktsprüher... die Distanz ist selbstverständlich etwas größer. Mit Punktsprüher mußt du auch erstmal treffen...
An sich aber empfehlenswert. Man sollte sich durchaus vorher mal mit dem Gebrauch vertraut machen. Ist ja relativ günstig das Zeug.

Und zum Weglaufen...

Meinem Bruder ist es mal auf dem Heimweg von der Arbeit passiert (so um 16 Uhr), dass er beim aussteigen aus dem Bus von einem 15 jährigen nach einer Kippe gefragt wurde. Als Nichtraucher hatte er natürlich keine und ging weiter.
Der Junge lief ihm nach, stellte sich ihm in den Weg, zog ein Messer und wollte jetzt sein Handy haben. Mein Bruder lief weg, der Typ hinterher. Im nächsten Supermarkt machte er die Angestellten auf seine Situation aufmerksam, welche dann die Polizei riefen. Der Junge wurde auch gekriegt, viel rumgekommen ist dabei aber glaube ich nicht, wegen dem geringen Alter.
Mein Bruder besorgte sich daraufhin Pfefferspray (bis dahin gehörte er noch nicht zu den sonderlich wehrhaften Personen). War recht nutzlos, denn immer wenn ich ihn besuchte, stand es zwischen seinen Deo´s und Parfum-Flaschen Aber das Laufen und andere Leute alarmieren hat es letztendlich wieder gebracht.
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  #63  
Alt 23-08-2011, 09:09
Benutzerbild von itto_ryu
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Kampfkunst: Broadsword Academy Germany
 
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Beiträge: 4.464
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Zitat:
Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
Das war eher kein Junkie, bei mir hat genau dieses Verhalten ein 16-17jähriger Südeuropäer nach der Schule gezeigt, beim Verlassen der S-Bahn. Alle angepöbelt, beim Aussteigen in der Tür stehen geblieben und die Bahn an der Weiterfahrt gehindert, und als wieder erwarten keine 78jährige Oma sondern ein Lederkuttenrocker ihm einen Tritt ins Kreuz gegeben hat und die Tür zuging, hat er sich noch schnell umgedreht und ist wie bekloppt gegen die Tür gespungen und hat gegen die Scheibe gekloppt. Irgendwas von "Deine Mutter" und "bringe euch alle um" war sicher auch noch bei.
Sorry, ich meinte damit lucy.

Aber deine Geschichte klingt auch nach einem Klassiker der Öffentlichen Brech... ähm Verkehrsmittel.
__________________
Cha togar m' fhearg gun dìoladh - Nemo me impune lacessit
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  #64  
Alt 23-08-2011, 09:40
Benutzerbild von Asahibier
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Kampfkunst: tatsu ryu
 
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Zitat:
Zitat von C-MO Beitrag anzeigen
wenn du mit einem (erfahrenem) mann sparring machst wird er sich natürlich zurückhalten jedoch wirst du auch immer mehr und mehr an erfahrung gewinnen und irgendwann merkst dann beispielsweise gegen anfänger (ja auch männer) wenn sie dann mit dir sparring machen dass du überlegen bist ....irgendwann nehmen dich auch die erfahrenen männer ernster jedoch ist es halt nun mal so dass wir von natur aus stärker sind und bei gleicher erfahrung ist der mann in der regel immer überlegen....wenn du beim sparring gegen einen kerl nix ausrichten kannst kannst du das in einer wie von dir beschriebenen situation erst recht nicht wenn wir jetzt vom kämpferischen ausgehen ....natürlich kannst du jetzt solche sachen lernen wie "dein getränk in sein gesicht schleudern und ihm in die nüsse kicken und abhauen" jedoch läufst du mit sowas auf dünnem boden und hast nicht wirklich attribute auf die du dich verlassen kannst ....was wenn solches zeugs dann nicht klappt ? was machst du dann ? wenns danach ginge könnte man auch so komische sachen nem kind zeigen und er würde damit erwachsene männer umknocken und abhauen

+1

Auf C_MOs Worte höre, weise er ist

Auch wenn Du einen erfahrenen trainer hast glaub mir, Du bist nie sicher ob er sich zurück hält oder nicht doch mal durchlangt. Du wirst unter solchen Druck im Sparring gesetzt das es für Dich fast wie real ist. Zumindest fordere ich auch meine Fortgeschrittenen Schülerinnen so.

Als Beispiel: wenn ich sie durch schieren Kraft- und Gewichtsvorteil plötzlich zu Boden reiße, sofort in die Mount gehe und sie mit Schlägen eindecke - sie aber sofort sich deckt, mich mit den Ellenbogen bearbeitet, sich unter weiteren Schlägen rauswurstelt und mich in einen Choke nimmt - dann glaube ich das sie auch gute Chancen mit Mister xy in ähnlicher Situation hat...

Szenarios sind ne gute Sache aber eine Basis und Kampfpraxis unerlässlich.
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  #65  
Alt 23-08-2011, 11:23
Benutzerbild von lucyinthesky
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@Tokyo-san: ich hab zwei SV-Kurse für und mit Frauen gemacht, die aber nicht wirklich gut waren. Zeit, den Pfefferspray aus der Tasche zu holen, hätte ich keine gehabt. Der Angreifer war zu nahe dran und optimal zielen wäre mir wahrscheinlich nicht gelungen. Mit dem Gegner möchte ich mich nicht körperlich einlassen, aber das kann gezwungenermaßen so sein, dass ich es muss.
Hm, danke

@Klaus: ja, stimmt.

@unnamed84: Ich war so auf das Abblocken und den Gegner konzentriert, dass ich es nicht geschafft hab, die anderen Leute miteinzubeziehen (ich bin als einzige gestanden). Ich denke, die Situation, die Klaus geschildert hat, wo mehrere Leute angegriffen werden, verbindet und fördert eher die Zivilcourage.

Toll wäre es auch gewesen, wenn nach dem Angriff jemand hergekommen und Hilfe angeboten hätte.

@Kibo84: genau, mir geht es darum, Handlungsmöglichkeiten im Kopf zu haben, falls ich dem Irren nochmal begegne, was wahrscheinlich gar nicht der Fall ist (hoffentlich ). Es geht also jetzt in erster Linie um Taktik. Die Deckung oben lassen zum Beispiel, hab ich schon im Kopf und sollte nächstes Mal gelingen.

@C-MO u Asahibier: keine Ahnung, ob das psychisch gesund wäre, wenn ich mir jetzt einen Verein suche und im Sparring hergenommen und bekämpft werde.
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  #66  
Alt 23-08-2011, 15:05
Benutzerbild von Asahibier
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Kampfkunst: tatsu ryu
 
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Nee, natürlich bekommst Du erst alle Grundlagen beigebracht. Dann wird man spielerisch in klaren Grenzen ans Sparring herangeführt. Je besser alles nach und nach klappt fallen auch nach und nach die Grenzen weg bis man weitestgehend frei kämpft.

Das dauert individuell länger oder kürzer. Das Mädel mit dem ich gekämpft habe trainiert seit 2 Jahren etwa viermal die Woche und ist mit ihren 1,8m und 80 kg auch für die Jungs ein verdammt harter gegner. Erst seit etwa einem halben Jahr trainiere ich mit ihr in der Härte. Keine Sorge, es wird niemand im kalten Wasser ertränkt
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  #67  
Alt 23-08-2011, 15:57
Benutzerbild von Cyankali
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Kampfkunst: 松濤館
 
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Beiträge: 947
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Zitat:
Zitat von Fabian. Beitrag anzeigen

....
lg Fabian.
uiuiui sowas darfst du doch nicht einem SV-Forum posten, wo es einige Leute gibt die Ute einreden wollen, dass man auch ohne Sparring nur durch Herumgefuchtel und lockere Rollübungen wirklich kämpfen kann. Sparring ist keine SV - aber Kampf ist ein Bestandteil von SV in ihrer letzten Instanz. Wer nicht sparrt, lernt nicht kämpfen. Wer was anderes behauptet, belügt seine Kunden, die es aber so haben wollen.

Zitat:
Leute ich platze einfach so hinein aber da ich doch schon mal die eine oder andere Auseinandersetzung auf der Straße hatte, kann ich sagen, man kann das im Sparring nicht trainieren. ...
Genauso wenig kann man im Sparring Techniken trainieren mit denen man dem Gegner ein Bein oder ein Gelenk bricht. ...
Okay, verstehe. Nur in der SV-Schule wird der Umstand "Straße" und seine Unberechenbarkeit korrekt eingefangen. Ne, klar.
Das ist auch alles vertraut und auch das beste Szenariotraining ist von der Realität dann doch ein Stückchen weg. Wenn du anderer Ansicht bist, kann ich dir nicht helfen, aber dann bist du auch der richtige Kunde für.
__________________
Wer Bohnen sät, wird Wind ernten!
"And if you listen very hard, The The truth will come to you at last"
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  #68  
Alt 23-08-2011, 17:26
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Kampfkunst: Moo Duk Kwan Taekwondo
 
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Wer meint, dass Sparring ne schlechte Vorbereitung ist, der kann ja auch inne Kaschemme gehen und 2-3 Tische umwerfen; dann hat er seine gewünschte "Vorbereitung".

Allein schon die riesige Bandbreite die eine SV-Situation liefern kann, macht gezieltes Vorbereiten unmöglich.
Beim Sparring lernt man im Gegensatz zum Sandsack oder Pratzentraining das Angreifen eines realen Menschen, welcher auch noch zurück schlägt.
Kommt wegsen in die Nähe einer SV-Situation.

Ansonsten gut verdienen und sich nen paar Bodyguards besorgen, die sich die Hände schmutzig machen.

MfG
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  #69  
Alt 23-08-2011, 18:00
Benutzerbild von marthes
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Kampfkunst: Boxen, Escrima
 
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Es gibt anscheinend grob vereinfachend 2 Fraktionen:
1. Kampfsport mit Sparring schult kämpferische Attribute, die in einer SV-Situation hilfreich sind.
2. Wenn überhaupt was in Frage kommt für schmächtige junge Frauen oder 45jährige (wahrscheinlich weniger schmächtige) Fleischereifachverkäuferinnen, dann SV-Szenarientraining.

Vielleicht haben beide irgendwo recht. Wenn allerdings man/frau einen gute athletische Basis und vielleicht noch eine brauchbare Box-Grundschule mit Sparringserfahrung hat, wird er/sie wahrscheinlich im Krav Maga schneller profitieren als jemand, der vorher im Häkelkurs war...

Gabs's nicht mal bei der ELLO Seminare "rape prevention"-Seminare auf Luta Livre-Basis? Fand ich interessant, geht in die Richtung von Klaus' BJJ-Tip.

@lucyinthesky: Ich finde, Du hast das doch ganz gut gemacht. Sicher hast Du Glück gehabt, aber trotz Tagträumen wohl auch was abwehren können und kannst hinterher noch Deine "Fehler" reflektieren. Und Du willst weiter U-Bahn fahren
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  #70  
Alt 23-08-2011, 20:18
Benutzerbild von lucyinthesky
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Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 21.08.2011
Beiträge: 740
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Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass ich zwar sportlich (nur Ausdauersport), aber eher zierlich bin von der Körperstatur (164cm, 52 kg). Um an der Situation zu bleiben, müsste ich mit Leuten sparren, die größer sind und mehr Schlaggewicht mitbringen. Kann ich dabei in absehbarer Zeit etwas zur SV lernen? (ist keine ironische Frage, sondern eine ernstgemeinte)

@Asahibier: naaaja, da bin ich mir nicht so sicher...

@marthes: danke
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  #71  
Alt 23-08-2011, 20:28
inaktiv
Kampfkunst: Gleiskampf
 
Registrierungsdatum: 23.08.2011
Beiträge: 18
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Mußt halt immer mit einer Gruppe in die Ubahn Ghettos rein gehen.
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  #72  
Alt 23-08-2011, 22:04
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Kampfkunst: momentan gar nix
 
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Cyankali irgendwie hast du nicht verstanden was ich sagen wollte, aber das macht nix.

Sicher kann man ein Szenariotraining machen und das ist sinnvoll. Ich habe auch nicht gesagt daß Sparring nicht hilft, man muss halt den richtigen Partner haben. Also jemanden der dann auch im Training schon fest draufhaut und nicht immer das macht was voraussehbar ist, aber ist das im Kampfsport möglich?

In der Kampfkunst ist es sicher möglich, aber im Kampfsport, na ich weiß nicht. Was aber im Kampfsport gut ist, man kann an Wettbewerben teilnehmen und dann muss man natürlich hart trainieren.

Es ist sicher besser man macht irgendetwas von dem was ich aufgezählt habe, als man macht gar nix.

Nur gibt es auf der Straße eben immer Typen die unberechenbar sind, und das ist dann im Szenariotraining oder Sparring schwer nachzuvollziehen. Und wie gesagt, einige Sachen kann man nicht im Sparring machen weil es viel zu gefährlich für den Gegner wäre. Ich denke da sind wir uns alle einig oder?

Was mich persönlich angeht, ich habe vor wieder mein Jeet Kune Do Training aufzunehmen. Ob ich es dann mit Inosanto Kali mische, das weiß ich nicht. Obwohl in der Schule jetzt auch Silat angeboten wird, aber das ist für mich noch ein Fremdwort.

Ehrlich gesagt, am liebsten würde ich die Sachen von Carl Cestari und Fairbairn und Sykes trainieren, aber das gibt es eben nicht in Wien. Tja, Pech gehabt.

Nur, ich muss ehrlich sagen, ich habe diese ganzen Situationen auf der Straße und im Beruf auch ohne Kampfkunst gemeistert also werde ich trainieren einfach weil es mich interessiert und weil ich mir das einfach gefällt.

Noch etwas, man sollte solche Sachen, wie eben so ein Überfall in der U-Bahn, nicht überbewerten, oder besser gesagt, solche Sachen passieren eben aber man darf nicht dadurch paranoid werden.

Das passiert wahrscheinlich ein mal und nie wieder.

Wenn man aber dann so einen Beruf hat, z. B. in der Gastronomie, dann wird es schwierig aber auch mit dem muss man leben.
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  #73  
Alt 24-08-2011, 13:57
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Zitat:
Zitat von Darkness342 Beitrag anzeigen
Ich habe hier die ersten paar antworten gelesen und ich frage mich wieso viele Denken das Kampfsport/kunst nichts in der SV hilft totaler Müll !
Mit einem KS Trainierst du kicks,schläge und technicken und die sind nicht nur im Ring Hilfreich !Ihr müsst ja mal nachdenken wofür waren KKS oder KS ursprünglich gedacht, meistens für den Krieg !
Wenn man eine KK oder KS macht hatt man schonmal ein ganz anderes auftreten auf der Strasse weil man weiss,man kann hart zu schlagen kann einstecken und kann technicken die der betrunkene oder der aggresive typ höchstwahrscheinlich nicht kann.
Ich mein ich mache seit fast 8 monaten Muay Thai und ich denke wenn ich jemanden mit meinem Ellbogen die nase zertrümmere dann ist das egal wer vor mir steht

LG rick
Jaja, "wenn"- das hat bei uns auch jeder Superheldinstruktor im WT damals gesagt. Und natürlich war WT auch für den Krieg, weil es ja so unmenschlich gefährlich ist/war. Waffenloser Kampf ist immer < bewaffneter Kampf, und das war früher nicht anders. Siehe den ersten Indiana Jones Film

Und zudem denkt der menschliche Körper da in 99% der Fälle GANZ anders. Der denkt in einer Stressitution nämlich seltenst an ausgefeilte Techniken sondern gibt dir erstmal einen munderen Hormoncocktail mit auf den Weg und spult einfach mal das bewährte 08/15 Programm "Kampf/Schockstarre/Rennen" ab, was er so seit ein paar Tagen in seinen Genen mit rumträgt. Mag sein, dass es abgebrühte Leute da draussen gibt bei denen das nicht so ist, aber die sind meist auch ohne Kampfsport äußerst gefährlich. Ansonsten einer der vielen Gründe warum auch schon hochdekorierte Kampfsportler mächtig von einem Schläger die Fresse poliert bekommen haben. Ich bezweifel, dass die TE zu der letzteren Gruppe gehört.

Aber zurück zum Thema:

1. möchte ich jedem das Buch "Meditations of Violence" ans Herz legen, das Buch ist wirklich klasse und erklärt auch m. E. detailiert, was der grundlegende Fehler bei der SV meist ist

2. Meine Erfahrungen (ich hatte schon diverse Schlägerreinen, auch teilweise gegen bis zu drei Gegner gleichzeitig) sind folgende:

- Adrenalinschub kann fast jede noch so ausgefeilte Technik völlig zunichte machen. Ich für meinen Teil trainiere nur noch drei Grundtechniken von denen ich weiß, dass ich da enorm Schlagwirkung habe. Ich hatte bei meiner ersten richtigen Prügelei eine ganz tolle Karatekicktechnik (jahrelanges Training). Übrig blieb hilfloses Rumgeruder und die "Affe haut mit Stein auf Kokusnuss" Technik
- in Vorkampfsitutionen hab ich noch heute das Problem, dass meine Hormoncocktail meine Feinmotorik außer Kraft setzt und ich immer noch nicht sofort "cool" bleiben kann im Sinne von "denken und handeln"
- wenn dich jemand wirklich platt machen will, hast du in der Regel schon mehrere Schläge im Gesicht sitzen bevor dir bewusst ist was eigentlich Sache ist- selbst untrainiert können da schonmal 10+ Hammerschläge auf einem Kopf platzieren. Die meisten Kämpfe in der SV sind entweder Monkey Dance (ey Alter, was guckst du...), Group Monkey Dance (mit viel Pech- das sind dann die schönen Videos in der UBahnstation) oder auch der klassische Überfall. Alles schon gehabt, wobei der letztere recht glimpflich ausging- die Narbe habe ich aber heute noch im Gesicht von dem Suckerpunch, der mich unerwartet traf

Daraus folgt: da jeder Mensch anders ist kann ich nicht sagen, was für die TE am besten wäre. Aber generell würde ich sagen, dass die Gute in jedem Kampfsport und auch in einem Wohlfühl-WT Kurs völlig fehl am Platz wäre, da hier nichts von dem trainiert wird, was sie braucht. Es gibt wohl mittlerweile ein paar ganz brauchbare Systeme, die einem vor allem mit einem sehr eingeschränkten Technikpool und training der enscheidenten Komponenten (Vorkampfphase bzw. Reaktion bei Überfall) einschärfen.

Ist nur meine Erfahrung, aber wenn man sich mal auf Youtube diverse Videos anschaut sieht man nur selten irgenwas, was wirklich wie Kampfsport aussieht. Es hat schon seine Gründe...

Geändert von SifuKingKong (24-08-2011 um 14:11 Uhr).
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  #74  
Alt 24-08-2011, 14:24
Benutzerbild von Mr.Fister
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Zitat:
Zitat von SifuKingKong Beitrag anzeigen
1. möchte ich jedem das Buch "Meditations of Violence" ans Herz legen, das Buch ist wirklich klasse
ja, das ist wirklich ein guter rat, dem ich mich - immer wieder - gerne anschließe.

wobei das buch allerdings meditaions on violence heisst ...
__________________
"I DON'T CARE about "style", "system", or any of that CRAP. WHY? Because ALL I AM INTERESTED IN is what will SAVE ME in the real world, when it's for all the marbles." by Carl Cestari
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  #75  
Alt 24-08-2011, 15:26
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Kampfkunst: FDH
 
Registrierungsdatum: 14.09.2006
Ort: Im Shaolintempel neben Butzenberg
Alter: 38
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Zitat:
Zitat von Mr.Fister Beitrag anzeigen
ja, das ist wirklich ein guter rat, dem ich mich - immer wieder - gerne anschließe.

wobei das buch allerdings meditaions on violence heisst ...
Thanks . Im Büro ist es gerade so warm, da passiert sowas schonmal
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