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#1
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| Leute die sich länger mit SV beschäftigen sind sich bald einig, dass es nicht auf das System oder den Stil ankommt, ob sich jemand wirksam verteidigen kann. Meist heißt es dann: „Es kommt auf den Kämpfer an“. Tja, das ist sicher richtig: Mike Tyson kann mir auch mit Tai Chi erfolgreich aufs Maul hauen. Problem ist nur die Leute die SV am notwendigsten brauchen sind kein Tyson, sondern Frauen mit 50 kg, unsportliche Jugendliche, alte Omas, gestresste Manager mit Kreuzweh etc. Just learn to hit fucking hard – das funktioniert da nicht! Was ist dann entscheidend wenn man lernen will sich wirksam körperlich zu verteidigen? Meiner Meinung nach: Die Trainingsmethode. Die soll nämlich genau auf das vorbereiten was mir am ehesten zustoßen kann und das so realistisch wie möglich. Dazu brauch ich vor allem nicht-kooperative Partner die mich wirklich fertigmachen wollen und realistische Energie und Geschwindigkeit. Also alles was in Vollkontaktsportarten ganz normal ist (Boxen, Ringen, MMA, Muay Thai, Rugby, Eishockey ...) Dann muss ich den Fokus auf Selbstverteidigung und Überleben richten, weg vom Siegen, weg von Punkten, Submissions, Ranglisten und Regeln. Da gibt’s eben keinen Handshake vor dem Kampf sondern z.B. ein verbales Abtesten, eine Provokation oder übelste Beschimpfungen; Waffen, mehrere Angreifer etc... Die Kunst ist nun die Übungen so zu gestalten, dass sich trotzdem niemand dabei verletzt. Da machen es sich die meisten zu leicht mit dem „Diese Technik ist zu tödlich um sie zu trainieren – Bullshit“ Meine Erfahrungen damit:
lg nito |
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#2
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| Sehr interessante Ansätze. Ich höre zum Beispiel immer wieder die Aussage dass man nach einem halben Jahr bzw. einem Jahr z.B. mit Krav Maga sich schon gut verteidigen kann. Wenn wir ehrlich sind, wenn es zu einer Auseinandersetzung kommt dann sind die Agressoren meistens geübte Schläger die jedes Wochenende oder zumindest fast jedes Wochenende in so eine Situation kommen. Ich schaue mir oft in meinem Umfeld die Personen an, vor welchen Typen hätte ich Respekt, oder nennen wir es doch gleich Angst. Diese Typen kann ich nach einem Jahr KM sicher nicht besiegen.Ich bin 1,81 groß, wiege 94 kilo und gehe regelmäßig ins Fitnessstudio, habe früher auch als Türsteher gearbeitet, trotzdem geht mir der ***** auf Grundeis wenn ich in so Situationen komme bzw. mir vorstelle es mit solchen Leuten zu tun bekomme. Als Sec hat man ja noch Rückendeckung, aber im real Life sieht das oft ganz anders aus. Geht das nur mir so ? |
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#3
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| gibt es leute die so trainieren eigentlich kaum leider |
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#4
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| Ja, es gibt natürlich so Leute. Das Video find ich schon recht gut. Das Szenario-Training unter Headinstructor Böttcher ist auch immer wieder ein besonderes Erlebnis. Der Mann braucht sich auch nichts auszudenken, der hat genug Erfahrung, um seine Schüler auf die Straße wirklich "vorzubereiten". Die Instructoren unter ihm versuchen natürlich auch Szenarien zu kreieren, die auf reale Ereignisse beruhen. Darüber hinaus wird auch beim normalen Techniktraining und insbesondere bei den Drills darauf geachtet, dass das ganze auch ordentlich - im Sinne von effektiv - trainiert wird. Das ist nicht immer schön anzusehen, aber das ist auch überhaupt kein Anspruch. Es muss halt funktionieren. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man bei KMG gut aufgehoben ist. Derzeit werden ja auch weitere Trainees ausgebildet. Ich bin gespannt, was da so an zukünftigen Instructoren nach kommt. ![]()
__________________ World Grappling League |
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#5
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| Stimme dir auch zu. Die Kampfsportart ist aufjedenfall zweitrangig. Wichtig ist die Trainingsmethodik. Wobei ich würde sagen, dass gerade der körperliche Aspekt in Sachen Selbstverteidigung oft außer Acht gelassen wird. Zum einen macht es einen selbstbewusster, wenn man einen durchtrainierten Körper hat und zum anderen teilt man damit auch besser aus ( bzw hat das Potential dazu). Das wichtigste ist aufjedenfall die Einstellung, aber wenn jemand mit besseren körperlichen Vorraussetzungen in einen Kampf geht, ist dies doch schon ein großer Vorteil. Sonst würd ich noch sagen Schlagkraft und Nehmerqualitäten überwiegen ganz klar Technik. @ Marty: glaube das Gefühl kennt jeder. Wobei du bist doch wohl nen ziemlicher Brocken so wies aussieht. Kann gut sein, dass deine Aggressoren vor dir einen ähnlichen Respekt empfinden, es aber nicht zeigen. Als ehemaliger Türsteher solltest du eine gewisse Erfahrung in Sachen Konflikten gesammelt haben, wobei das nartürlich auch auf den Laden ankommt. |
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#6
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| Zitat:
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#7
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| Okay, das Video zeigt vielleicht eine "gute Trainingsmethode" - aber eben nur für durchtrainierte junge Männer. Wo sind denn nun die im ersten Post erwähnten Jugendlichen, 50 kg- Frauen, Omas und ältere Männer mit Rückenleiden ? In dem Training ist jedenfalls kein(e) einzige. |
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#8
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| Zitat:
hast Du nicht verstanden was SV bedeutet! ![]() Sobald der Angreifer im Infight ist hat man als Verteidiger was falsch gemacht. Grundsätzlich heisst es in der SV den Gegner(Angreifer) immer auf Distanz zu halten und niemals den Infight zu suchen, da Aktionen immer schwer zu kontrollieren sind und die Abwehr gegen das Messer ist ja ein Witz. ![]() @ Nito Manches was Du schreibst ist brauchbar, aber wenn man im Training bei VK-KS (Boxen,Karate und MT) auf K.O. trainiert reicht das vollkommen aus. Was ich bei Leuten die SV machen immer beobachte ist, dass Ihnen die Kraft fehlt kräftig zuzuschlagen |
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#9
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Zitat:
Es ist ein Witz immer eine "durchschnittlich magersüchtige" 50 kg Frau zu nehmen, die wohlmöglich noch von einem "geilen" 100 kg Mann angefallen wird. Zitat:
Nur liegt der Erfolg einer Trainingsmethode oder eines Szenariotraining, unter anderen bei der Ausführung von Techniken. Glaubt er echt, er könnte mit dieser Art den Gürtel zu benutzen, einen Messermann aufhalten ? Zitat:
Zitat:
) Auseinandersetzungen enden aber früher oder später im Infight.Sicher gibt es Situationen wo man den Gegner auf Distanz "besiegt", dennoch ist es eigentlich kein großes Problem in den Infight zu kommen. Zitat:
![]() Gruß Markus |
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#10
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| das video selber und die art und weise zu trainieren finde ich ok! ich denke aber jeder der glaubt den ernstfall "trainieren" zu können täuscht sich gewaltig! von daher finde ich selbstverteidigungsstile bei denen lehrer ihren schülern selbstvertrauen eintrichtern eher bedenklich! wird letztendlich wohl eher dazu führen das diese schüler sich im ernstfall extrem überschätzen und vielleicht situationen heraufbeschwören denen man eigentlich aus dem weg hätte gehen können! angst, weiche knie, adrenalinausstoss und die angst vor dem was vielleicht danach passieren könnte lassen sich nicht trainieren, auch nicht im ring! messerabwehr ist bestimmt ein schönes training, ich kann aber jedem nur raten im ernstfall einem messer aus dem weg zu gehen, notfalls mit "schnellen füssen" :-) es gibt fehler die macht man nur einmal, im ring oder beim training werden die nicht bestraft! grüsse |
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#11
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| Den von Marcus angesprochenen Teil des Trainings finde ich auch - sagen wir mal: Nicht gelungen. Bis auf die Abwehr mit dem Stuhl wurde hier immer ein völlig falsches Bild über Messer geliefert - das ist fahrlässig. Ansonsten fand ich das auch nicht schlecht. @Hosens.... "Manches was Du schreibst ist brauchbar, aber wenn man im Training bei VK-KS (Boxen,Karate und MT) auf K.O. trainiert reicht das vollkommen aus." Ich finde, dass Du dir hier ein bisschen wiedersprichst - gerade vorher hattest Du gesagt, dass vieles falsch gelaufen ist, wenn man erst einmal im infight ist - und jetzt reicht es fest zu schlafen? |
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#12
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| Wieso sollte man nicht in den Infight gehen ? Im WT geht man sofort rein und generell sollte man, wenn sich die Chance bietet, schon reingehen. |
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#13
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| Die Frage, die sich mir stellt ist: wie lange machen die schon KK/KS/SV. Mir scheint es als ob die schon eine Weile in dem Bereich irgendetwas machen und deshalb schon die gewisse Agressivität haben, die man alleine als "simulierender Angreifer" haben muss um diese Art des Trainings halbwegs realistisch zu gestalten. Vielen Leuten fehlt diese Aggressivität auf Abruf einfach und sie muss antrainiert werden. Sobald man ein gewisses technisches und psychisches Level hat, kann man auch sehr spaßige Sachen machen. @MartyP Wenn es sich vermeiden läßt, dann ist es in meinen Augen ratsamer jemanden auf Abstand zu halten, als reinzugehen. Und wenn reingegangen wird, sollte man die Sache auch schnell beenden. Aber da gibt es persönliche Präferenzen. J.F. |
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#14
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| Hmmm, ich find grad im Infight hat man bessere Kontrolle, als auf Distanz. Bzw viele Leute haben mitm Infight Probleme und sind net in der Lage aus kurzer Distanz harte Treffer anzubringen. Aber naja da gehen die Meinungen auseinander. Denke man sollte einfach immer die Distanz nehmen, in der man sich am wohlsten fühlt, falls man überhaupt wählen kann.... |
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#15
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