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#1
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| Hallo, Wie seht ihr das, macht es Sinn gewisse Waffen/Gegenstände zur SV bei sich zu haben oder schraubt man damit die Gewaltspirale nur weiter nach oben und gefährdet sich damit im Endeffekt selber? Gemeint sind Gegenstände wie Pfefferspray, Elektroschocker, Elektrostäbe, Kubotan, Quarszsandhandschuhe usw. Also alles Gegenstände die zwar schaden anrichten aber nur SEHR unwahrscheinlich töten (also keine Messer o.Ä.). Habe schon beides gehört und daher würde mich eure Meinung Interessieren. Also 1-2 Situationen habe ich schon erlebt wo ein Elektroschocker oder Teleskopschlagstock vielleicht hilfreich geweswen wäre (Messerangreifer nicht gegen mich, sondern jemand anderes). Allerdings ist die Frage ob man dann nicht vielleicht auch in minder schweren Situationen dann eher dazu greift und es damit provoziert das andere auch Waffen ziehen und alles nur noch viel schlimmer wird.
__________________ "Kämpfen bis zum Ziel" ---> http://www.youtube.com/watch?v=8vJLm...eature=related |
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#2
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| Das hängt von der jeweiligen Situation ab. Es kann hilfreich sein aber auch die Gewaltspirale ankurbeln. Der Einsatz der Waffe sollte auf jeden Fall die letzte Wahl der Mittel sein. Wenn man eine Waffe mitführt, sollte man unbedingt mit ihr umgehen können.. ..sprich vorher üben! |
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#3
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| Auch wenn Einige das nicht gerne hören. Mit jedem "Tool" sollte ich auch umgehen können, bzw. um die "Übertragbarkeit" von Prinzipien wissen. Sonst kann es schnell zu einer Eigengefährdung kommen. Natürlich ist die Verwendung von "Tools" immer nur der allerletzte Ausweg. Man muss sich aber, bei der Verwendung, auch im Klaren darüber sein, was mit dem Gegenüber geschehen kann. Nehme ich dies in Kauf, ist es OK. Nur sollte ich nie "zögerlich" sein. Andersherum kann es auch sein, dass ich das "Tool" zu früh/falsch einsetze. Dann ist schnell Schaden angerichtet, den ich womöglich gar nicht wollte oder der überzogen ist. Dies ist bei einer "Bewaffnung" auch zu bedenken. Auch ist eine Paranoia meiner Meinung nach übertrieben. Daher halte ich SV-Tools für unnötig. Was aber nicht bedeutet, dass man nicht einen Kugelschreiber in der Hand haben kann, wenn man in einer "schlimmen" Gegend oder einer dunklen Straße schlendert. ![]() Die ist dann auch noch zu bedenken. Ein "Tools" -welches so zu Schau gestellt wird, dass es offensichtlich zu SV dienen soll- wird in den wenigsten Fällen zu einer Deeskalation führen. Sofern der Aggressor auch bewaffnet sein sollte und dies noch nicht gezeigt hat, dürfte er dies nun schnellstmöglich ändern wollen. ![]() Noch ein Punkt ist doch, dass der Verteidiger zwar gerettet ist, der Aggressor aber natürlich beim nächsten Mal hoch rüstet, damit ihm das nicht wieder passiert. ![]() Aber natürlich kommt es immer auf die Situation an. Eine Kneipenschlägerei ist anders als ein Straßenraub usw. |
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#4
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#5
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| Ich arbeite gelegentlich als Security. Quarzsandhandschuhe habe ich auch. Trage aber kein Pfefferspray o.ä mit mir herum, wie mein Kollegen. Halte da nicht wirklich viel von. |
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#6
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| Ich würde die Frage anders stellen. Nämlich: Für wen macht welches Tool überhaupt Sinn ? In den meisten Fällen von "privater Aufrüstung" soll das jeweilige Tool dem Träger den Eindruck von besserem Schutz vermitteln, nach der Devise "Ich hab nen Kubotan dabei, jetzt siehts schlecht aus für den Angreifer" (Natürlich grob vereinfacht ausgedrückt.) Das mitführen von Tools beobachte ich meistens bei Leuten die sich dadurch irgendwie versichern wollen aber eben allgemeine Handlungsprinzipien sowohl für die Deeskalation, den Vorkampf oder den direkten Kampf gar nicht genügend kennen und auch oft nicht in der Lage sind ein Tool entsprechend einzusetzen. Aber es gibt durchaus Situationen und Personengruppen denen man bestimmte Tools empfehlen könnte oder vlt. sogar sollte. Dabei kommt es mMn. aber sehr auf die empfundene und noch mehr auf die reale Gefährdungslage der jeweiligen Person an. Bsp.: Eine Frau die täglich nach der Arbeit durch ein Parkstück muss um an ihr Wohnhaus zu kommen. In diesem Park tummeln sich Abends mehrere männliche Jugendliche die sie schon einmal belästigt haben. Die Frau beschließt daraufhin etwas für die SV zu tun und kommt in einen SV Club. Wenn man dann feststellt dass es vlt. wirklich eine Situation ist in der in nächster Zeit mit einem schwereren Übergriff zu rechnen ist, könnte man der Frau ganz gezielt Tools empfehlen. Bspw. eine kleine Reizgaspistole. Zum einen ist die Handhabung unter Stress oft einfacher als bei einer Reizgasdose und zum anderen kommt der Abschreckungseffekt durch das Schusswaffenimitat hinzu. Man kann einer Person also je nach Gefährdungslage durchaus zuerst eine Hilfe für den schlimmsten Fall mit an die Hand geben weil der schlimmste Fall je nach Situation vlt. schneller eintreten kann als man denkt. Das muss natürlich nicht so sein, aber es schafft einen Rettungsanker und läßt trotzdem die Möglichkeit offen regulär SV zu trainieren. Das Beispiel mit der Gaswaffe läßt sich dann auch anwenden auf den Umgang mit Alltagsgegenständen wie Kugelschreibern, Taschen, etc. Aber wie gesagt eher für spezielle Situationen. Ansonsten halte ich Tools in den meisten Fällen für relativ Unnütz und würde davon abraten weil solche Sachen jemanden schnell in falscher Sicherheit wiegen können und man sich auch schnell auf den mitgeführten Gegenstand und seinen möglichen Einsatz fixiert. Geändert von Paul_Kersey (06-01-2011 um 16:47 Uhr). |
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#7
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![]() Nein, +1 Spaß beiseite. Ähnlich wie Sven beschrieb. (Ich kann es nicht so gut erklären), kommt es auf die Situation und die Person bzw. den Aggressor an. Ein Pfefferspray ist in anderen Situation ratsam, als zB. ein Kubotan oder Sandhandschuhe... Ein Messer kann natürlich auch zur SV dienen. das größte Problem hierbei wäre aber, dass man, wenn man vor dem Falschen steht, die Aggressivität des Aggressors nur steigert.. in Verbindung mit gewissen hemmungen der benutzung der Waffe ist solche Art von "Tool" häufig eigengefährdend.
__________________ Pride FC - As realer as it gets |
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#8
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| Aus meiner Sicht ist haben und nicht brauchen gut. Brauchen und nicht haben hingegen ist schlecht. ![]() |
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#9
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| Bei uns haben ein paar Leute so schöne Lederpeitschen, die Russen stellen die her. Wenn man damit einen ordentlichen Schlag auf die Hand bekommt, lässt man auch mal gerne ein Messer fallen. Ist natürlich etwas zu groß, um sie in der Hosentasche mit sich zu führen. ![]()
__________________ ~ Take your time and learn to breathe. ~ |
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#10
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| also in meinem Falle bräuchte ich wohl ein Tool um eher Zivilcourage-mäßig anderen zu helfen anstatt mir selber. In den letzten Jahren gabs keine einzige Situation wo jemand mich schlagen wollte (scheine wohl nicht ins allgemeine Beuteschema zu passen und bin recht friedlich), aber es gab einige Situationen wo die Menschen in meiner Umgebung (Bektannte, Fremde) was abbekommen haben. Und gerade bei Fremden habe ich mich eben aus einigen Situationen rausgehalten, da einige davon doch etwas brenzlig waren (Angreifer die größer/aggressiver waren als ich oder einfach in der Überzahl) und man erst recht nicht unbewaffnet eventuell auf Bierflaschen, Schlagringe oder Messer treffen will. Solche Späße durfte ich mir auch schon live ansehen (zum Glück nie als direkt Beteiligter). Muss man nur mit manchen Tools wie etwa Kubotan oder Teleskop üben/Seminare besuchen oder mit allen (also auch sowas wie Pfefferspray oder Elektroschocker) ? PS: Ich hab jetzt nicht vor Superman zu spielen und bei jeder noch so idiotischen Situation mein eigenes Leben zu gefährden (Massenschlägerei o.Ä), aber die ein oder andere Situation hätte vermieden werden können, bzw dem Opfer wäre einiges an Leid erspart geblieben wenn ich etwas effektives zum eingreifen gehabt hätte.
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#11
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| Zitat:
Ob du nun dich selbst oder eine andere Person verteidigen willst ist erst einmal nebensächlich; das hängt nicht von einem Tool ab. Du wirst weder dich noch eine andere Person durch ein Tool besser verteidigen können wenn du es nicht auch ohne Tool kannst. Da greift genau das was ich vorher beschrieben habe: "Die "Bewaffnung" vermittelt dem Träger mehr Sicherheit und Selbstbewußtsein. Jetzt fühlt er sich in die Lage versetzt sich und / oder andere zu schützen." Das ist aber völliger Blödsinn. Wenn du helfen willst, hilf. Wenns hart auf hart kommt, wirste ja durchs Muay Thai wissen wie man ne Faust nach vorn bringt. Wenn du dich mit Waffenbedrohungen und Waffenabwehr beschäftigen willst, geh zum Krav Maga. Aber lass das Pfefferspray, den Kubotan, den Teleskopstock und dieses Zeug zu Hause. |
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#12
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| Zitat:
Kubotan: Kannst du damit arbeiten wie im Training? Oder müsstest Du dafür Deine Art zu Kämpfen (Schlagart, Distanzen, etc.) komplett umstellen? Schlagstock: Kannst Du mit dem Arbeiten? also nicht nur einmal Bumm und drauf sondern was machst du wenn du auf einmal jemanden dicht an dir dran hast? Fallenlassen und boxen ist dann sicher nicht das Ziel... Reizgas: Zur Hilfe von dritten eher ungeeignet, finde ich - im Notfall sprühst du unschuldige an, in Räumen auch nur eingeschränkt nutzbar. Elektroschocker: Legalität (soweit ich weiss nur auf Grund einer Ausnahme legal, die jedes Jahr bisher verlängert wird...)? Was ist im Winter, wenn der andere ne dicke Jacke anhat? Wie Sven K. schon geschrieben hat - jedes "Werkzeug" ist nur so gut, wie derjenige der es handhabt. Im schlimmsten Fall gefährdest Du nur Dich selbst oder andere oder bringst die Situation zum eskalieren. Du musst für keinen der oben genannten Gegenstände ein Seminar besuchen - anzuraten ist es aber auf jeden Fall. Wobei die Frage ist, wie viel ein Seminar da bringt... |
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#13
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| Zitat:
![]() Aber vor allem bei sich wiederholenden Abläufen mit "Gefahrpotential" (bsp Arbeitsweg durch Park), kannst du dich vielleicht einmal mit einem Tool gut verteidigen. Nächstes mal wirst von ner Gruppe mit Tools gejumpt ---> und Tschüss... Deshalb, bin ich der Meinung falls es wirklich nicht anders geht (und sprinten ist fast immer eine bessere Wahl), und du dich verteidigen musst. Mach es so dass der andere dich nie, aber auch gar nie mehr nur schräg anschauen will. Ein bisschen Reizgas ins Gesicht reicht da nicht.... Zitat:
Das Problem bei Waffen ist sicher, du musst auch ohne gut kämpfen können sowie wissen was du tust und was das für Folgen hat. Das man die Basics wie deeskalieren, etc kennt halte ich für selbstverständlich. Heutzutage hast zudem noch das Problem, das viele (nicht KKler) die Folgen ihrer Taten nicht abschätzen können (vor allem wenns unbewaffnet zur Sache geht). |
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#14
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| Zitat:
1. Ein sehr aggressiver Assi der einen Kopf größer und gut 20-30kg schwerer als ich und wohl auch auch noch total zugekokst war, verprügelt Karneval einen alten Mann an der Bahn und tritt sogar noch nen paar Mal drauf als dieser am Boden liegt. 2. Ein jugendlicher Ex-Knacki (19) holt während einer "normalen" Schlägerei sein Messer raus und fuchtelt mit vor einem Bekannten rum und sticht ihm mehrmals in den Arm. Muay Thai hin oder her, ich bin nicht klein und auch recht sportlich gebaut, aber bei sowas hätte wohl nur nen Teleskop oder Elektroschocker von hinten geholfen um mit Sicherheit helfen zu können ohne das ich mich schwer selber gefährde. Aber auf der anderen Seite sind solche Situationen doch zu selten um permanent mit sowas durch die Gegend zu laufen ![]() Habe schon öfter gehört das man durch den Gegenstand in der Hand dann eine stabilere/härtere Faust hat. Schon öfter mit Feuerzeugen gesehen aber ich bin Nicht-Raucher. Zitat:
![]()
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#15
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| Schlagstock ist das beste non-lethal und kann imer griffbereit sein |
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