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#16
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| Interessant ist auch, was Dieter Bohlen vor ein paar Monaten einmal selbst sagte. "Ich müsste doch bekloppt sein, wenn die mir einen Ferrari anbieten, und ich den nicht annehmen würde" (sinngemäß) Worauf es mir dabei ankommt ist, dass Prominente/Stars oft Sachen geschenkt (oder wie sie es nennen würden: "gesponsort" ) kriegen, obwohl doch genau die es sind, die das Geld und die Mittel haben, sich solche "Luxusgüter" leisten zu können!Sei es nun Becker, Bohlen oder wer auch immer, diese Leute bekommen einfach zuviel geschenkt. Und was soll das? Die sinds doch mit dem Geld! Kein "Normaler" kann sich einen Ferrari leisten oder die teuersten Klamotten etc.! Aber nein! Anstatt den ganzen Promis dafür das Geld abzunehmen, wie sies bei jedem anderen tun würden, schenken/sponsort sie diese Leute! Irgendwie ist unsere Gesellschaft (ist ja nicht nur Deutschland) da ziemlich verfahren! |
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#17
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| @ani: vitamin b!!! wird schon im ortsverein so betrieben ("wähl mich und alle getränke gehn heut auf`s haus") |
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#18
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| ein Kreuzchen für Nils ![]() |
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#19
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| Zitat:
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#20
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| zurück zum thema. ich hoffe, dass ich jetzt nichts falsches sage. aber ich meine gehört zu haben, dass es sich im englischen recht anders verhält, als im deutschen. im deutschen recht ist es so, dass man ab einer gewissen promille-grenze, alkohol, thc, mdma, etc von einer teilweisen bis völligen unzurechnungsfähigkeit ausgeht, die sich strafmildernd auswirkt. in england bekommen vollrausch-straftäter ihre normale strafe und dazu noch ein pfund für den vollrausch. (keine gewähr) eine methode, die ich gar nicht so übel finde. ich bin kein freund der rot-grünen regierung. doch haben sie es endlich geschafft, dass sexualstrafrecht zu verschärfen. schade nur, dass nun ein sexualdelikt nicht mehr automatisch mit einer freiheitsstrafe belegt wird, sondern auch mit nur einer geldbuße. gruß rosi |
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#21
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| So wie Rosi es in England schildert finde ich es eigentlich gar nicht mal so übel! Denn immerhin hat die Person sich ja bewusst in Rausch versetzt... Das mit den Sexualstraftätern ist wirklich nur ein großer Witz. Geldbuße für jemanden der sowas macht?!?! Bei so einem unmenshlichen Verbrechen sollte man mindestens für ein paar Monate in den Knast! Das ist das Mindeste. |
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#22
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| Was?Geldstrafe für Vergewaltigung?Ist doch wohl lächerlich, das geht schon eher in die Richtung: Prostitution! Krass ausgedrückt: du beszahlst und dann kannst du sie haben!? ![]() |
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#23
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| Zum Thema Rauschgiftkriminalität http://www.bka.de/pks/pks2001/index2.html Würdige oder fragwürdige Wege? Zur ständigen Diskussion über Konsumräume, Substitutionsprogramme, staatliche Heroinabgabe, Legalisierung von Drogen u.a. bei der Bekämpfung der Drogenproblematik Autor Rolf Liedgens Leiter des RG.-Dezernats PD Tuttlingen Erschienen im http://www.die-kriminalpolizei.de/ausgaben/kp0001.htm Einleitung Der Jurist Dr. Harald Hans Körner, Kommentator und zweifelsfrei ein anerkannter Fachmann in Sachen Betäubungsmittelrecht, schrieb in seiner Widmung zur 3. Auflage seiner Erläuterungen zum Betäubungsmittelgesetz (BTMG), dass Drogensucht eine Krankheit und ein Symptom für eine dahinter liegende Persönlichkeitsstörung ist, dass sie keine Kriminalität darstellt, aber zur Kriminalität führt. Ich denke, dass dieser Satz heute mehr denn je an Bedeutung gewinnt, da wieder ständige Diskussionen über Liberalisierung, Legalisierung, Methadon- und Heroinabgabeprogramme sowie Einrichtung sog. Fixerstuben oder Konsumräume öffentlich geführt werden. Forderungen nach neuen Strategien werden laut, die bisherigen drei "klassischen" Bekämpfungsansätze Prävention, Repression und Therapie, werden für nicht ausreichend erklärt. Viele Länder sind in den letzten Jahren unterschiedliche Wege in der Frage der Bewältigung der Drogenproblematik gegangen, manche "Versuche" laufen noch, andere "Experimente" sind fehlgeschlagen oder brachten nicht den gewünschten Erfolg. Aber über eines sind sich diejenigen, die in dieser Materie arbeiten, einig: Es kann und es muss noch sehr viel getan werden! So wie das Drogenproblem selbst ein gesamtgesellschaftliches Problem ist, kann deren Lösung nicht in einige wenige Hände gelegt werden. Jeder kann auf seine Art und Weise seinen eigenen Beitrag leisten, und wir dürfen die Diskussionen letztendlich nicht nur an den sog. illegalen Drogen festmachen, denn für den Abhängigen, den Kranken, spielt es in letzter Konsequenz keine Rolle, welchen Namen seine Sucht hat, ob es um Heroin, Kokain, Alkohol, Medikamente oder sonstige Suchtmittel geht. Die "klassischen" Ansätze Die Prävention Es ist eine vielschichtige, weitverzweigte Aufgabe, durch objektive Aufklärung, Beratung und Restriktion möglichst viele Menschen davon abzuhalten, zu legalen oder illegalen Drogen zu greifen. Die Sucht beginnt im Alltag - und die Prävention muss dies auch! Diese "Vorfeldarbeit" ist also mit der wichtigste Ansatz überhaupt. Unter anderem müssen wir durch ehrliche und sachliche - nicht abschreckende - präventive Maßnahmen versuchen, dem Drogenmarkt die Kunden zu entziehen, es erreichen, die Nachfrage, das Interesse an Drogen zu minimieren, insbesondere unserer Jugend aufzuzeigen, dass ein drogenfreies Leben lebenswerter ist und der Drogenkonsum immer - zumindest gesundheitliche - Schäden nach sich ziehen wird. Prävention fängt in der kleinsten sozialen Einheit, der Familie an, und sie muss sich im Kindergarten, in der Schule, am Ausbildungs- und Arbeitsplatz, in Vereinen und überall dort, wo viele Jugendliche zusammen kommen, fortsetzen. Denn gerade unsere Jugend ist gefährdet, sie ist das vorrangige Opfer skrupelloser Dealer und "Anmacher". Sicherlich, unsere Kinder haben es in der heutigen Zeit nicht leicht, sie stehen unter enormem Leistungsdruck, ihre Zukunftsperspektiven sind nicht immer rosig, oft mangelt es ihnen an Orientierungshilfen für das Leben, aber gerade darum müssen wir alles daransetzen, ihnen die Stärke, das Selbstbewusstsein mit auf den Weg zu geben, ein deutliches, klares NEIN zur Droge sagen zu können. Und das geht eben nur, wenn unsere Jugend - richtig - informiert ist, von kompetenter Seite, und nicht durch den Dealer. Die Repression Dass das Drogenproblem nicht alleine nur die Strafverfolgungsbehörden - also Polizei und Justiz - angeht, versteht sich von selbst. Es reicht bei weitem nicht aus, nur mit den Mitteln des Strafrechts gegen Dealer vorzugehen, das Drogenproblem ist, wie bereits angedeutet, wesentlich vielschichtiger. Vor allem kann nur eine konsequente Verfolgung aller Händlerebenen dazu beitragen, das Angebot an illegalen Drogen zu reduzieren und die öffentliche Sicherheit und Ordnung aufrechtzuerhalten/wiederherzustellen. Der Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität muss deshalb auch zukünftig höchste Priorität zukommen, denn die Selbstschädigung des Drogenkonsumenten bedeutet für ihn letztendlich Verelendung, soziales Abseits, hoher Geldbedarf und damit einhergehend Beschaffungs-, Begleit- und Folgekriminalität, was wiederum eine erhebliche Beeinträchtigung des Sicherheitsgefühls der Bevölkerung und einen enormen volkswirtschaftlichen Schaden bedeutet. Die polizeiliche Arbeit, die Repression, zielt primär auf die Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität und die damit meist verbundenen Bereiche Beschaffungs-, Begleit- und Folgekriminalität ab. Die Therapie Ebenso wichtig wie die Präventionsarbeit und die Repression sind sicherlich auch umfassende, weitgefächerte und niederschwellige Hilfsangebote. Es gibt zwischenzeitlich ein ganzes Bündel von Maßnahmen und auch geeignete, auf verschiedene Suchtsymptome und -stoffe abgestimmte Therapieeinrichtungen. Die Drogenabstinenz, die gesundheitliche Stabilisierung eines Drogenabhängigen und seine Wiedereingliederung in die Gesellschaft ist aber nur zu erreichen, wenn er frühzeitig einer adäquaten Behandlung zugeführt werden kann. Dies macht es erforderlich, dass das Hilfesystem nicht nur auf den Süchtigen wartet, sondern ihn sucht, kontaktiert, aufbaut und stärkt. Die Verzahnung, die Vernetzung zwischen den Bereichen Prävention, Repression und Therapie ist deshalb zu intensivieren. Die therapeutische Behandlung eines Abhängigen ist immer ein Kampf aller Beteiligten gegen die Sucht, und wer kämpft, kann zwar auch verlieren, aber wer nicht kämpft, hat schon verloren! Nicht nur zu den therapeutischen Maßnahmen - die Abstinenz steht immer als das Ziel im Mittelpunkt - zählen die Maßnahmen der "Überlebenshilfe", also Konsumräume und die Heroinabgabe. Definitionsfragen Die persönliche und gesellschaftliche Meinung zu einer sinnvollen Drogenpolitik aber ist immer auch davon abhängig, wie man das Problem definiert: Der Drogengebrauch und seine Folgen lassen sich als Krankheit, Straftat, abweichendes Verhalten oder auch als Ausdruck der Selbstbestimmung verstehen und daher gesundheits-, sozial-, ordnungs- und kriminalpolitisch angehen. Die Liberalisierung ist ein Sammelbegriff für vielfältige Reformvorhaben. "Das Prinzip der straflosen Selbstgefährdung des Drogenkonsumenten als Ausfluss des grundrechtlich garantierten Selbstbestimmungsrechts ist Grundgedanke und verbietet eine strafrechtliche Kontrolle", das bisherige Bekämpfungskonzept wird als erfolglos oder gar kontraproduktiv dargestellt, Legalisierung einzelner oder aller Drogen, "Entkriminalisierung" bestimmter Drogenkontakte und schließlich die staatliche oder staatlich kontrollierte Abgabe von Betäubungsmitteln und/oder Ersatzstoffen werden gefordert. Dieser anti-prohibitive Ansatz ist also eine Pauschalforderung, die auch die nachfolgenden Begriffe Legalisierung, Substitutionsprogramm und Heroinabgabe umfasst, natürlich aber auch die Therapie einbindet. Die Legalisierung Die Befürworter wollen bestimmte Verhaltensweisen im Umgang mit einzelnen Drogen durch Änderungen in betäubungsmittelrechtlichen, strafrechtlichen und strafprozessualen Bereichen "entkriminalisieren" und gehen mit ihren Forderung teilweise so weit, dass sie verlangen, das Strafrecht solle sich sofort oder in einem Stufenplan von Betäubungsmittelkriminalität in diesen Bereichen verabschieden und anderen gesellschaftlichen Gruppen die Lösung des Problems überlassen. Sie begründen dies u.a. damit, dass die bestehenden Verbote das Problem nur verschärfen. Substitutionsprogramme/-behandlungen Ziel einer Substitution ist es, opiatabhängigen Personen (Heroinkonsumenten) medikamentös schrittweise gesundheitlich zu stabilisieren und durch psychiatrische und psychotherapeutische Begleitung zur Drogenabstinenz zu führen. Hierzu sollen Methadon oder andere geeignete Substitutionsstoffe nach medizinischer Notwendigkeit und therapeutischen Erfordernissen im Rahmen einer gemeinsamen Zielvereinbarung zwischen Arzt, Therapeut und Patient verschrieben bzw. verabreicht werden. Konsumräume, Gesundheits- oder Druckräume, auch Fixerstuben und Gassenzimmer bezeichnet, sind durch freie Träger und/oder Kommunen finanzierte Einrichtungen, in denen Heroinabhängige mitgebrachtes, illegal erworbenes Heroin konsumieren können und in denen sie Therapieangebote, Beratung, evtl. Substitution, Entzugs- und Ausstiegshilfen, medizinisch-hygienische und praktische Überlebenshilfen erfahren (sollen). Einige dieser Einrichtungen bieten darüber hinaus z.T. Übernachtungsmöglichkeiten, Wasch- und Duschgelegenheiten sowie kostengünstige Verpflegung. Die rechtliche Situation bezüglich der Einrichtung und des Betriebs solcher Konsumräume ist derzeit noch nicht geklärt und umstritten. Die Heroinabgabe oder Verabreichung anderer Betäubungsmittel durch (staatliche) Institutionen soll an Schwerstabhängige, die bislang anders nicht erreicht werden konnten, nach medizinischen Vorgaben unter bestimmten Voraussetzungen (Alter / Dauer der Abhängigkeit / bisherige Vorbehandlung / Gesundheitszustand u.a.) erfolgen und diese letztendlich in die Therapie führen. Solche "Versuchs-Programme" gibt es in der Bundesrepublik Deutschland bislang noch nicht, obwohl diesbezüglich verschiedene Erlaubnisanträge vorliegen und sie vermehrt in den Mittelpunkt der Alternativen-Diskussion geraten. Die Diskussion Nachfolgend möchte ich schwerpunktmäßig auf die drei Hauptbereiche Substitutionsprogramme, Einrichtung von Konsumräumen und kontrollierte Heroinabgabe eingehen, die derzeit in den Mittelpunkt der Drogen-Diskussionen in Politik, Wissenschaft, Sozialbereichen und Öffentlichkeit getreten sind, mit denen aber auch jeder Sachbearbeiter des Rauschgiftdezernates bei Kontakten mit abhängigen und in vielen Präventionsveranstaltungen ständig konfrontiert wird. Liberalisierung und Legalisierung Es werden immer wieder Stimmen laut, die, getragen vom Liberalisierungsgedanken, die Freigabe bestimmter Drogen fordern. Gerade die Cannabisprodukte Haschisch und Marihuana sind es, die als "harmlose Naturprodukte" dargestellt und ständig mit der "Volksdroge" Alkohol verglichen werden. Die Freigabegedanken werden gefördert durch Publikationen in einschlägiger Literatur, in denen Cannabiskonsum teilweise heroisiert und als alternatives Heilmittel dargestellt wird. Solche Veröffentlichungen und aber auch politische Diskussionen oder Pläne zur Freigabe von Haschisch unter bestimmten Voraussetzungen - ob sie rechtlich durchsetzbar sind oder nicht - bewirken auf jeden Fall eines: Die Präventionsarbeit wird dadurch erheblich erschwert, was im Übrigen natürlich auch für die Forderungen nach Konsumräumen und Heroinabgabe gilt. Niedrige Hemmschwellen, mangelndes Unrechtsbewusstsein und Rechtsunkenntnis fördern die Bereitschaft Jugendlicher, zu illegalen Drogen zu greifen. Und gerade hier wiederum ist die richtige Aufklärung über die möglichen gesundheitlichen und sozialen Schäden besonders des Cannabiskonsums, aber auch des Ecstasymissbrauchs und die Rechtsfolgen des Umgangs mit diesen Stoffen wichtiger denn je. Substitutionsprogramme Wie bereits bei der Begriffsdefinition angesprochen, hat die Novellierung des BTMG in Verbindung mit § 5 BTMVV in der Bundesrepublik Deutschland die rechtlichen Möglichkeiten de flächendeckenden Substitution mit dem Ziel der schrittweisen Wiederherstellung der Drogenabstinenz einschließlich der Besserung und Stabilisierung des Gesundheitszustandes geschaffen. Es muss zwischen nieder- und höherschwelligen Programmen unterschieden werden und zwischen Methadon-Detoxification-Programm (kurzfristig mit ständiger Reduzierung der Dosis bis auf Null), Maintenance to Abstinenc-Programm (langfristig mit dem Ziel der Abstinenz nach gesundheitlicher Stabilisierung, sozialer Reintegration und beruflicher Rehabilitation) und Methadon-Maintenance-Programm (langfristiges, reines Suchterhaltungsprogramm mit Umstellung von Heroin auf Methadon). Bisherige Erfahrungen zur Substitution Vorliegende Ergebnisse sind zum Teil - was Drogen- und Begleitkriminalität anbelangt - recht widersprüchlich. Festgestellt konnte jedoch werden, dass zumindest bei schlecht geführten Methadonprogrammen der Substitutionsstoff auf den Schwarzmarkt umgeleitet und dort verkauft oder gegen Heroin eingetauscht wird. Weiter wurde die Erfahrung gemacht, dass viele der Methadonsubstituierten zusätzlich andere Drogen nehmen, etwaige Wechselwirkungen zwischen Methadon und anderen Drogen (auch Alkohol), die Folgen dieser sog. Polytoxikomanie, sind nicht berechenbar und gefährlich. Allerdings zeigte sich auch, je länger ein Patient substituiert wird, desto geringer wird der Nebengebrauch anderer Drogen. Insbesondere Wegen einer mangelnden Koordination zwischen den Arztpraxen, die die medizinischen Maßnahmen einschließlich der Substitution durchführten, und den psychosozialen Beratungsstellen, die für die begleitenden therapeutischen Maßnahmen zuständig waren, aber auch wegen zwischen den kassenärztlichen Vereinigungen unterschiedlichen und unzureichenden Qualitätsanforderungen an Ärzte für die erforderliche Substitutionsberechtigung entsprach die Substitution in Deutschland bislang nicht den Qualitätsanforderungen des internationalen Kenntnisstandes. Dies bedeutet letztendlich, dass oftmals keine vernünftige Kooperation zwischen behandelndem Arzt, Patient und Drogenberatung stattfindet, dass somit das eigentliche Ziel der Substitution, die Drogenabstinenz, nur schwerlich zu erreichen ist und damit das gesamte Programm ad absurdum geführt wird, ganz zu schweigen davon, dass die Intentionen des Gesetzgebers nicht erfüllt werden. Fazit Substitutionsbehandlungen Zumindest im ländlichen Bereich scheint die Zusammenarbeit zwischen den substituierenden Ärzten und den therapeutischen Einrichtungen noch nicht zur Zufriedenheit zu funktionieren, es scheint keine ausreichende Verzahnung von medikamentöser und therapeutischer Hilfe zu geben. Anders sieht es in den sog. Schwerpunktpraxen und speziellen Behandlungszentren aus, in denen über Drogenscreening möglicher Beikonsum festgestellt werden kann und in denen viel für die soziale Reintegration der Betroffenen unternommen wird. Konsumräume/"Fixerstuben" Wie eingangs erwähnt, existieren Konsumräume auch in Deutschland, und Frankfurt am Main hat wohl die längste Erfahrung zu dieser Thematik. Im Jahre 1992 wurde in Frankfurt die offene Drogenszene polizeilich aufgelöst. Dass sie sich nicht wieder neu formierte, lag an den Hilfsprogrammen die flankierend angeboten wurden: Aufenthaltsplätze, Methadon als Ersatzdroge, Spritzentausch, Übernachtungsplätze. Befürworter der Konsumräume argumentieren u.a. damit, dass durch diese Einrichtungen der Drogenkonsum in der Öffentlichkeit minimiert werden könne. Es gibt sehr viele ähnlich große Städte wie Frankfurt oder z.B. Zürich, die keine Konsumräume, aber auch keine offenen Konsumszenen haben. Diese Städte haben offensichtlich die Problematik erkannt und das Entstehen solcher Szenen frühzeitig durch entsprechende repressive Maßnahmen verhindert. Bisherige Erfahrungen mit Konsumräumen In Frankfurt wurden nach Einrichtung der Konsumräume keine gravierenden Auswirkungen auf die Drogen- und Beschaffungskriminalität festgestellt, da die Abhängigen weiterhin auf die Beschaffung ihrer illegalen Drogen und die hierfür erforderlichen finanziellen Mitteln angewiesen sind. Die Polizei Zürich machte ähnliche Erfahrungen: Zwar konnte der Konsum der intravenös-injizierbaren Drogen aus der Öffentlichkeit teilweise in die Konsumräume verlagert werden, jedoch entstanden und entstehen im Umfeld dieser Einrichtungen immer wieder Ansammlungen von Drogengebrauchern und Dealern, die eine stete "Umgebungskontrolle" erforderlich machen, ein Rückgang der begleitenden Kriminalität ist nicht spürbar. Rechtliche Aspekte Konsumräume Die rechtliche Zulässigkeit von Gesundheitsräumen ist weiterhin umstritten. Dr. Körner kommt in seinem Gutachten zu dieser Frage zwar zu dem Schluss, dass die Einrichtung von Konsumräumen nicht den Tatbestand des § 29 Abs. 1 Nr. 10 BTMG (Verschaffen einer Gelegenheit zum unbefugten Gebrauch von Betäubungsmitteln) erfüllt, weist aber auch darauf hin, dass diese Straflosigkeit nicht bedeute, dass das Betreiben von Gesundheitsräumen gesundheitspolitisch notwendig sei und ordnungspolitisch geduldet werden könne. Das Bundesjustizministerium dagegen kam ebenso wie der Beauftragte der Bundesregierung für Drogenfragen zu dem Ergebnis, dass der Tatbestand des § 29 (1) Nr. 10 BTMG durch den Betrieb von Konsumräumen sehr wohl erfüllt wird. Fazit Konsumräume Auf Grund der bisherigen Erfahrungen in Frankfurt als auch in der Schweiz lässt sich sagen, dass solche Einrichtungen dem Drogenabhängigen einen stressfreien Konsum erlauben und durch die Bereitstellung steriler Injektionsgeräte und -zubehör auch den Gesundheitszustand des Betroffenen verbessern können. Kein positiver Einfluss konnte auf die Betäubungsmittel- und Beschaffungskriminalität festgestellt werden, es gibt auch keinerlei "Qualitätskontrolle" des mitzubringenden Heroins. Selbst in großstädtischen Verhältnissen mit einer stark in die Öffentlichkeit strahlenden Szene stehen Konsumräume als begleitende Maßnahme zur Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung nicht in Relation zu den "negativen" Auswirkungen, schon gar nicht in ländlichen Bereichen, in denen der Heroin-/Kokainkonsument in aller Regel einen festen Wohnsitz hat, sozial noch mehr integriert ist und Drogenkonsum überwiegend im privaten Bereich erfolgt: - Fixerstuben haben keinen positiven Einfluss auf Betäubungsmittel-, Begleit- oder Beschaffungskriminalität. Die Gefahr, dass sich im Umfeld eine Händlerszene etabliert, ist als weitaus größer einzuschätzen, der Dealer weiß jederzeit, wo er potenzielle Kunden antreffen kann, der Probierer oder "Neueinsteiger" hat hier problemlos Zugang zur Droge. - Die Selbstschädigung bleibt erhalten, die Gefahr des "Drogentourismus" wird gefördert, Konsumräume können sich auch negativ auf das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung auswirken, das Ziel der Drogenfreiheit wird in Frage gestellt. - Nicht vergessen werden darf, dass sich die Belastung der Bevölkerung zumindest im näheren Umfeld solcher Einrichtungen sicherlich erhöhen wird. Kontrollierte Heroinabgabe Von November 1993 bis Dezember 1996 wurde in der Schweiz das Projekt Diversifizierte Drogenverschreibung und Drogenabgabe an drogenabhängige Frauen in Zürich unter der Leitung von Dr. André Seidenberg durchgeführt. Das hierbei über 13 Monate hinweg erhobene statistische Material zeigte positive Ansätze, wobei aber auch hier wegen einiger Besonderheiten des Versuchs (u.a. hohes therapeutisches Strukturniveau, umfassende Betreuung) keine globalen Aussagen gemacht werden können. Um festzustellen, inwieweit durch ein Heroinabgabeprogramm mehr Drogenabhängige angesprochen werden können und ob evtl. eine Heroinverschreibung einer Methadonsubstitution überlegen ist, wurde in der Schweiz mit einer Verordnung des Bundesrates und im Rahmen eines Gesamtversuchsplanes vom 01.11.93 ein wissenschaftlicher Versuch mit insgesamt maximal 800 Personen in Zürich und 14 anderen Schweizer Städten durchgeführt. Festgestellt werden konnte bis Ende des Berichtzeitraums zum 31.12.1996 z.B.: - Verbesserungen der körperlichen Gesundheit waren stabil - Depressive Zustände, wahnhafte Beschwerden gingen zurück - Der illegale Beikonsum ließ nach - Der regelmäßige Beikonsum von Kokain bei mehreren Patienten war therapeutisch schwer zu handhaben - Die Wohnsituation der Teilnehmer hat sich verbessert, ebenso die Arbeitsfähigkeit - Kontakte zur Drogenszene nahmen massiv ab - Rückgang der Begleitkriminalität dieser Personen um 60 % - Hohe "Haltequote" in der Behandlung Externe Untersuchungen haben dagegen ergeben, dass die Zielgruppe der "Schwerstabhängigen" z.T. verfehlt wurde, es wurden z.B. auch Personen in gesundheitlich gutem Zustand in den Versuch aufgenommen, nachlassende Kontakte zur Szene könnten auch die Schließung offener Szenen zurückzuführen sein. Auch fehlt ein Vergleich mit anderen bewährten Therapieformen. Deutlich herausgestellt wurde auch der hohe Aufwand des Projekts, der sich in hohen Kosten für einen nur sehr kleinen Nutzerkreis niederschlägt. Schlussbemerkung Tatsache ist, dass es viele Abhängige aus eigener Kraft nicht schaffen, von ihrer Sucht loszukommen. Sie sind ohne Zweifel schwerkranke Personen, die unsere besondere Hilfe brauchen. Aber diese Hilfe kann nicht die Verabreichung eines Suchtmittels sein. Diese Hilfe muss sich vor allen Dingen in einer stabilisierenden Begleitung, physisch wie psychisch, zeigen, und je stärker die Sucht, um so intensiver muss diese Betreuung sein. Eine drogenfreie Gesellschaft ist Utopie, aber Ziel aller Bemühungen muss es bleiben, den Umgang mit legalen und illegalen Suchtstoffen und den Missbrauch so gering wie möglich zu halten. Auch wenn oft gesagt wird, die bisherige Drogenpolitik habe sich als Fehlschlag erwiesen, so müssen wir dennoch an der Prävention, Repression und der therapeutischen Hilfe festhalten und alle drei Bereiche intensivieren und ausbauen. Wer Suchtmittel abgibt, gibt auf!
__________________ www.nikolaus-budo-lehrgang.de www.warriors.de www.psds.de NBL 2012 am 08. und 09. Dezember |
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#24
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| mir is was genau in der richtung passiert und wollte euch mal nach rat fragen also ich war daheim hab ein kasten bier angefangen zu trinken nach ungefair ein dreiviertel kasten weiss ich nichts mehr ich bin nur frühs in der stadt aufgewacht , nun habe ich gehört von einem bekannten das ich leute geschlagen habe und sogar noch leute die mit mir waren (wo ich ncihtmal weiss wer das war) angelbich mit reingeschlagen haben , so nun wurde ich angeblich angezeigt was soll ich nun tun ausser in nächter zeit den alk sein zu lassen bzw aussagen das ich einfach ein blackout hatte ? |
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#25
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| In Norwegen ( war das glaub ich ) werden sexuelle Triebtäter nach ihrer Entlassung ausm Knast kastriert !
__________________ Peace begins with a smile... :) I want to be free, to fly away, please let me, before I'm old and grey. |
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