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  #46  
Alt 07-09-2017, 08:49
Benutzerbild von Dietrich von Bern
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Mit den heutigen Möglichkeiten an Informationen zu kommen, haben wir die große Chance es besser zu machen.
Als einzelner Mensch, als Wähler eines Volkes oder gar als Entscheider.
Siehe mein voriger Beitrag.
Wir dürfen einfach nicht die falschen Personen "hoch kommen lassen".
Es wird hoffentlich bald der letzte kampieren, dass man mit Freunden und / oder in partnerschaftlichen Gemeinschaften besser lebt...

Nicht so:
Predatory or Practical Violence: violence "deployed as a practical means to an end"[3]:613
Dominance: the "urge for authority, prestige, glory, and power." Pinker argues that dominance motivations can occur within individuals and coalitions of "racial, ethnic, religious, or national groups"[3]:631
Revenge: the "moralistic urge toward retribution, punishment, and justice"[3]:639
Sadism: the "deliberate infliction of pain for no purpose but to enjoy a person's suffering..."[3]:660
Ideology: a "shared belief system, usually involving a vision of utopia, that justifies unlimited violence in pursuit of unlimited good."

Sondern so:
Empathy: which "prompts us to feel the pain of others and to align their interests with our own."
Self-Control: which "allows us to anticipate the consequences of acting on our impulses and to inhibit them accordingly."
The Moral Sense: which "sanctifies a set of norms and taboos that govern the interactions among people in a culture." These sometimes decrease violence but can also increase it "when the norms are tribal, authoritarian, or puritanical."
Reason: which "allows us to extract ourselves from our parochial vantage points."

Im großen wie im kleinen.
Das gilt auch für das Verhalten gegenüber pubertierenden "Flegeln".
__________________
...gut ist der der gutes tut!

Geändert von Dietrich von Bern (07-09-2017 um 08:57 Uhr).
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  #47  
Alt 07-09-2017, 08:56
Benutzerbild von BUJUN
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Kampfkunst: Wut des Ares
 
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Zitat:
Zitat von Eskrima-Düsseldorf Beitrag anzeigen
Mir stellt sich die gleiche Frage die sich bei den Beschreibungen deines WT Lehrers (der ist ja auch ein Kind seiner Zeit) immer stellt.

Gibt es nicht bessere (?) Methoden etwas zu lernen und ist das gelernte wirklich "gut/richtig".

Einiges von dem was Du beschreibst, gab es auch noch in den 70ern und ich bin froh dass das deutlich weniger geworden ist.
Wenn du Herrn krk meinst - beim ersten Treffen ( SG-1-Prüfung ) stelle ich mich
( brav - sollte das ja machen ) mit Wu/Man hin - und er scheuert mir eine dass
ich in die Ecke fliege !

geschluckt - wieder hingestellt - geprüft - bestanden !

Habe mich später richtig gut mit ihm verstanden - klar hat er ein paar Macken -
aber sieh dir mal die Gestalten an mit denen er sich täglich rumärgern mußte -
und gar nicht wenige wollten ihm mal zeigen was sie so drauf haben

Und was heute "dort" so abläuft - deswegen bin ich ja in's kkb um einige
der fürchterlichen Verzerrungen offen zu legen - du müßtest es ja
auch noch kennen - die "alte" Art der "Abrichtung" und dass "WT" so auch
funktioniert hatte.

Zum ehemaligen Vorteil des Escrima - dass er sich dort raus hielt - wurde
Escrima von einem KÖNNER entwickelt und genau so weiter gegeben -
es steht und fällt eine KK ( leider ) mit der EINZIGEN FÜHRENDEN PERSON.
Heute wird säuberlich getrennt: Escrima = Waffenkampf, WT = waffenlos -
und beides schlechter wie zuvor.

So ich es heute verstehe ist es ( seltsamer Weise ) einfacher eine MASSE
abzurichten anstelle einer einzelnen Person.

Herdentrieb ?

Scheint irgendwie angeboren zu sein sich in einer Gruppe deren Verhalten
( weitgehend kritiklos ) anzuschließen - und die Mehrheit hat wohl
beschlossen das Kriegselend weitgehend stillschweigend zu schlucken ...

Draus gelernt hat die Menschheit was ????

NIX !

Einfach Nachrichten angucken ...

MIST !

Grüße

BUJUN

( Für Knallharte: am gleichen Tag die Nachrichten aus F ( Arte ) und CH
und AUS und D ansehen - - - man kommt zu der Meinung es handele sich um
verschiedene Planeten !
Nichtmal in D bekommt man die gleichen Informationen bei verschiedenen
Sendern - Ausnahme die Sender die eine gemeinsame Chefetage haben
wie z.B. Pro7 und Kabel 1 )
__________________
Es wird dem gierigen Kaufmannsgeist nie verständlich was den Krieger antreibt
AYA HEYAYA ... GoT VI.10....
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  #48  
Alt 07-09-2017, 09:02
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Kampfkunst: Wut des Ares
 
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Zitat:
Zitat von zocker Beitrag anzeigen
wahrscheinlich können sie sich auch nicht mehr so gut erinnern, wenn sie bei kriegsende 4 und 2 jahre alt waren.

hast du schon mal versucht, genauer nachzufragen?


grüsse
Kriegsende war nicht von heute auf morgen - das Elend dauerte mindestens ( ! )
noch 10 Jahre an !

Eine Traumatisierung zu heilen - "damals" - ????

Kein Geld und keine Zeit dafür wenn man sich hart um's tägliche Brot ( wörtlich )
kümmern mußte.

Vieles deckt die Zeit zu.

Und jetzt da nachzufragen ???? Saoblöde Idee !

Grüße

BUJUN
__________________
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  #49  
Alt 07-09-2017, 09:08
Benutzerbild von BUJUN
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Kampfkunst: Wut des Ares
 
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Zitat:
Zitat von Dietrich von Bern Beitrag anzeigen
Das gilt auch für das Verhalten gegenüber pubertierenden "Flegeln".
Ich sehe täglich was dabei rauskommt wenn die zügellos "aufwachsen"

Nicht mal mehr Wehrdienst gibt es

Soldaten haben wir dennoch - und so ich sehe und erlebt habe - mehrheitlich
SCHLECHTE ! Und hierzulande von der Bevölkerung nicht geachtet.

Warum wird aktuell daran gearbeitet dass die Bomben ferngesteuert vom
wohltemperierten sicheren Bunker aus "gedrohnt" werden ???

Ich gehe jetzt aus dem Thema raus ( politisch ) aber zu Abschluß:

es geht immer um Macht für wenige und darum dass diese sinnlos noch
reicher werden
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  #50  
Alt 07-09-2017, 09:09
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Zitat:
Zitat von BUJUN Beitrag anzeigen
... Eine Traumatisierung zu heilen - "damals" - ????

Kein Geld und keine Zeit dafür wenn man sich hart um's tägliche Brot ( wörtlich )
kümmern mußte. ...
siehe post #8!


Zitat:
... Und jetzt da nachzufragen ???? Saoblöde Idee ! ...
mobbing-alarm!



grüsse
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  #51  
Alt 07-09-2017, 09:16
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Zurück zum Thema:

Eltern und Großeltern sind recht "jung", daher haben sie nicht aktiv im Krieg gekämpft. Erzählt haben sie aber sehr viel. Mein Opa von der Vertreibung aus dem Sudetenland, meine Oma gleiches aus Ungarn.

Gerade mein Opa hat glaube ich nie geschafft mit der Geschichte abzuschließen. Ich hatte mehrfach angeboten, ihn einmal in seine alte Heimat zu fahren, aber dazu war er psychisch leider nie in der Lage.

Als Kind habe ich die Geschichten über die Flucht verschlungen und unzählige Male gehört. Je älter ich wurde, desto mehr Details kamen dann zu den Geschichten dazu. Das ganze Ausmaß an Brutalität, mit der dort vorgegangen wurde, habe ich aber erst recht spät begriffen.

Ich glaube, Erzählungen aus erster Hand sind deutlich besser, um sich solche Szenarien vorstellen zu können, als wenn man es nur in der Schule lernt. Insofern bin ich dankbar, dass bei uns immer sehr viel darüber gesprochen wurde.

Hätten sie aktiv für das deutsche Reich gekämpft, wäre vermutlich nicht so viel davon erzählt worden. Das ist auch klar.

Meine Oma mütterlicherseits kam von hier und hat vom Krieg selbst nur sehr wenig mitbekommen. Abgesehen davon, dass Ihr Vater in Russland erschossen wurde. Von ihm weiß ich aber so gut wie nichts.
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  #52  
Alt 07-09-2017, 09:31
Benutzerbild von BUJUN
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Kampfkunst: Wut des Ares
 
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Ort: Mannheim
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Zitat:
Zitat von zocker Beitrag anzeigen
siehe post #8!




mobbing-alarm!



grüsse
Es ist ja mittlerweile wieder so das D-Soldaten in fernen Ländern an Kriegen
teilnehmen.

Berichte ? Wenn sich ein Politiker mit Truppenbesuch wichtig tut !

Und die Zahl der Selbstmorden die durch absolute Überforderung und kaum
Rückhalt duch die Bevölkerung erfolgten - wird peinlichst verschwiegen.

Und "damals" gab es kein "Recht auf Kriegsdienstverweigerung" - dafür
sofortige Hinrichtung bei Desertion / Feigheit vor dem Feind !

Ich bin recht sicher - von uns im kkb war keiner selbst dabei - eine
realistische Bewertung ist somit kaum machbar.

Jetzt aber Ende.

Obwohl: zu meiner Zeit bei der Bundeswehr erklärte mir der "Spies"
nett aber glaubhaft, dass er im Kriesenfalle jeden Verweigerer sofort
erschießen darf.

Da kommt doch Freude auf !

https://de.wikipedia.org/wiki/Fahnenflucht
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  #53  
Alt 07-09-2017, 09:32
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Ich interessiere mich sehr für Geschichte und da ist es nicht ungewöhnlich sich auch mit der eigenen Familiengeschichte zu beschäftigen.

Ich bin Jahrgang 77 und habe 94 die Realschule absolviert. Leider bestand der Geschichtsunterricht ( genauso wie Politik, Religion usw. ) nur aus der Zeit 33 - 45. Ich gehöre noch zu der Generation die die Erlebnisgeneration kennen gelernt hat. Wir hatten in unserer Familie die volle Bandbreite: Überzeugte Demokraten die abtauchten und sich im System einrichteten um keinen Ärger zu bekommen, bis hin zum 150 % ... Verwandschaft und Familie kann man sich halt nicht aussuchen.

Als mein Großvater ( väterlicherseits, er starb 2001 und das schmerzt heute noch sehr ) für sich begriffen hatte, daß ich nicht mehr der kleine Junge war der auf seinen Knien gesessen hat, fing er an die unschönen Dinge aus dem Krieg zu erzählen. Meine Großmutter ( mütterlicherseits ) stammte aus Pommern und hat das Kriegsende und die Besetzung hautnah miterlebt. Erst 1958 sind sie als " Spätaussiedler " in den Westen gekommen. Ihr Bruder hat Vilgelow/Pommern besuchen können - meine Großmutter war emotional dazu nicht in der Lage ... Beide leben heute nicht mehr.

Ich hege heute keinen Groll gegen Polen, Tschechen oder Russen. Ich würde mir nur wünschen, daß sie sich auch mit diesem Punkt ihrer Geschichte beschäftigen. Viele von ihnen wurden zu Opfern aber eben manche auch zu Tätern. Schwierig !

Ach ... mir fallen soviele Anekdoten ein, die man jetzt bringen könnte ... auch die eigene innere Zerißenheit in manchen Dingen.
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  #54  
Alt 07-09-2017, 09:34
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Zitat:
Zitat von BUJUN Beitrag anzeigen
... Obwohl: zu meiner Zeit bei der Bundeswehr erklärte mir der "Spies"
nett aber glaubhaft, dass er im Kriesenfalle jeden Verweigerer sofort
erschießen darf.

Da kommt doch Freude auf ! ...

vor allem der spiess hatte sich darauf wahrscheinlich gefreut.

du warst offizier?


grüsse
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  #55  
Alt 07-09-2017, 09:39
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Zitat:
Zitat von Willi von der Heide Beitrag anzeigen
... Ich hege heute keinen Groll gegen Polen, Tschechen oder Russen. Ich würde mir nur wünschen, daß sie sich auch mit diesem Punkt ihrer Geschichte beschäftigen. ...

könnte mir vorstellen, dass bei diesen völkern kein gesteigertes interesse an derartiger beschäftigung besteht - wahrscheinlich ebensowenig wie bei engländern und amerikanern oder irgendwelchen anderen teilnehmern an irgendwelchen kriegen - ausser den Deutschen natürlich.

grüsse
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  #56  
Alt 07-09-2017, 09:50
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Zitat:
Zitat von zocker Beitrag anzeigen
könnte mir vorstellen, dass bei diesen völkern kein gesteigertes interesse an derartiger beschäftigung besteht - wahrscheinlich ebensowenig wie bei engländern und amerikanern oder irgendwelchen anderen teilnehmern an irgendwelchen kriegen - ausser den Deutschen natürlich.

grüsse
Auch da hat sich etwas geändert. Es gibt durchaus junge Menschen, die ihre eigene Geschichte erforschen und auch offen über unschöne Dinge sprechen.

Mein Großvater hat folgendes immer wieder widerholt:" Fahrt in andere Länder, lernt die Menschen kennen. Und vor allem muß das Feindbild abgebaut werden. " Immer wieder sprach er vom abbauen des Feindbildes ... daß war ihm ganz wichtig.
Und heute gibt es ja Städtepartnerschaften und Austauschprogramme, wo z.Bsp. Vertriebene und ihre Nachkommen in die alte Heimat reisen und sehr gastfreundlich empfangen werden. Da entstehen Freundschaften und Partnerschaften - daß ist der richtige Weg. Und der Frieden in Europa ist leicht zerbrechlich und nicht auf ewig garantiert. Im Gegenteil, daß wir solange Frieden und hohen Wohlstand haben und hatten ist eher ungewöhnlich.
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  #57  
Alt 07-09-2017, 09:52
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Zitat:
Zitat von Willi von der Heide Beitrag anzeigen
Auch da hat sich etwas geändert. Es gibt durchaus junge Menschen, die ihre eigene Geschichte erforschen und auch offen über unschöne Dinge sprechen. ...




grüsse
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  #58  
Alt 07-09-2017, 10:08
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Beiträge: 492
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Ich bin zwar Jahrgang 78 aber meine Großeltern waren beide Jahrgang 1914 mein ich.

Erzählt haben die eher wenig bis gar nichts. Weis nur durch meine Mutter, dass mein Opa immer schon Pilot werden wollte und Mitglied der eigentlich nicht vorhandenen Luftwaffe war. Also sich bewusst entschieden hatte Berufssoldat zu werden.

Geschichten kenne ich allerdings, von Bewohnern in Altenheimen, da ich von 2000 bis 2013 hauptberuflich als Altenpfleger tätig war.

Ist schon gruselig wenn ein Bewohner einen für Dr. Mengele hält.
Waren lauter fiese Storys bei die ich erlebt habe.

Will auch gar nicht wissen wie viele Kriegsverbrecher ich versorgt habe.
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  #59  
Alt 07-09-2017, 10:24
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: -
 
Registrierungsdatum: 27.02.2014
Beiträge: 2.762
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Zitat:
Zitat von Hogerus Beitrag anzeigen
Geschichten kenne ich allerdings, von Bewohnern in Altenheimen, da ich von 2000 bis 2013 hauptberuflich als Altenpfleger tätig war.
Auch so ein Problem ... die vielen unbehandelten psychischen Erkrankungen bei Kriegsteilnehmern, ob nun Soldat oder Zivilist. In der Nachkriegszeit ging es um den Wiederaufbau, da hatte man für soetwas " keine Zeit ". Erst im Alter bricht das dann wieder durch.
Liegt auch daran, daß man über psychische Erkrankungen lange nicht gesprochen hat, daß war ein Tabuthema. Hat sich auch in den letzten Jahren erst geändert. Leider kommt es für manche zu spät.
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  #60  
Alt 07-09-2017, 10:39
Benutzerbild von Aruna
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Kampfkunst: Luft anhalten
 
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Zitat:
Zitat von Alfons Heck Beitrag anzeigen
Abend,
ich denke es geht weniger um konkrete Berichte über Tot und Gewalt. Viel mehr sind von Überlebenden Gespräche, über deren innere Konflikte und wie sie ihr Verhalten im Nachhinein empfinden, eine Hilfe für uns Kinder und Enkel um ihr Verhalten, ihre Erziehung uns gegenüber zu verstehen. Das kann uns helfen nicht in ein ähnliches Schema zu verfallen und auch wieder unsere Probleme, Ängste sowie unterbewussten Erfahrungen aus unserer Erziehung unreflektiert an unsere Kinder weiter zu geben.
was ist eigentlich mit "Kriegsenkel" gemeint?
Alle, bei denen mindestens ein Großelternteil den Krieg erlebt hat?
Oder die Kinder von sog. Kriegskindern?
"Als Kriegskinder gelten dabei ungefähr die Geburtsjahrgänge 1930 bis 1940, deren Angehörige den Krieg als Kinder und Jugendliche erlebten. Wurden sie dabei traumatisiert, reagierten sie, so die Hypothese, auf die verdrängten Traumata als Erwachsene stets in ähnlicher Weise: als charakteristisch gelten insbesondere Verlustangst, Schuldgefühle, depressive Verstimmungen und emotionale Verschlossenheit. Dies schuf wiederum ein Umfeld, das unbeabsichtigt vielfach auch die emotionale Entwicklung der Kriegsenkel nachhaltig gestört haben könnte. So gilt es als typisch, dass sich die Kinder traumatisierter Kriegskinder für das unverstandene Leid ihrer Eltern unbewusst verantwortlich fühlen und zugleich einen gestörten Zugang zu den eigenen Wünschen und Emotionen haben."

https://de.wikipedia.org/wiki/Kriegsenkel#Ph.C3.A4nomen
die Kinder von solchen Kriegskindern werden eventuell eine andere Kindheit erlebt haben, als die Nachkriegsgeneration, die Eltern hatten, die die Nazidiktatur als Erwachsene erlebten und vielleicht sogar mitgestalteten oder die Kinder dieser Nachkriegsgeneration (bei denen eben z.B. der Großvater als Erwachsener im Krieg war).
Der Autor der im Eingangsbeitrag verlinkten Werke ist ein Kriegsenkel im Sinne von "Kind eines Kriegskindes" und beschreibt ein ähnliches Kindheitsumfeld, wie in obigen Zitat:

Seine Eltern waren Jahrgang 1931 und 1937. Matthias Lohre selbst, Jahrgang 1976 und somit ein Kind alter Eltern, will nach ihrem Tod herausfinden, warum er seine Kindheit wie hinter einem nebeligen Schleier wahrgenommen hat; in einem Haus, in dem Lärm und Gäste unterwünscht waren, das Schweigen Normalität war und jede Regung von Freude fremd schien.

Matthias Lohre: "Das Erbe der Kriegsenkel" - Wenn die Eltern schweigen (Archiv)
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