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  #61  
Alt 07-09-2017, 11:13
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Zitat:
Zitat von Hogerus Beitrag anzeigen
... Will auch gar nicht wissen wie viele Kriegsverbrecher ich versorgt habe.

es reichen schon die ganzen unbelehrbaren:

https://www.youtube.com/watch?v=85dYQYNQxps

https://www.youtube.com/watch?v=5GjTv6rVr-c


grüsse
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  #62  
Alt 07-09-2017, 11:22
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Zitat:
Zitat von CeKaVau Beitrag anzeigen
Ich vermute, dass das große Schweigen nach dem 2. Weltkrieg, neben dem Wunsch, psychologisch abzuschließen, auch ganz praktische Gründe hatte.
Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, blieben alle Täter in Amt und Würden.

"Man schüttet kein dreckiges Wasser weg,
solange man kein sauberes hat.“
―Konrad Adenauer


Zitat:
Zitat von CeKaVau Beitrag anzeigen
Wer (außer komplette Psychopathen) würde zum Militär gehen, wenn er wüsste, wie Krieg wirklich ist.
Wahrscheinlich mehr als Du denkst:

der Indochinakrieg (Frankreich-Vietnam) begann 1946.
Auch mit deutscher Beteiligung:
Um die Personalstärke der Fremdenlegion von knapp 20.000 Soldaten, welche im CEFEO dienten, zu halten, griff die Legion auf vorwiegend deutsche Freiwillige zurück. Deren Anteil an den eingesetzten Legionären stieg von rund 35 % in den 1940er Jahren auf rund 55 % im Jahre 1954 an. In vielen in Indochina stehenden Einheiten der Legion wurde Deutsch zu einer Lingua franca der Legionäre. In den Jahren 1945 und 1946 schlossen sich bis zu 5.000 deutsche Kriegsgefangene der Legion an, die damals knapp ein Drittel der Rekruten der Legion stellten
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  #63  
Alt 07-09-2017, 12:21
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Kampfkunst: Shotokan Karate Do
 
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Zitat:
Zitat von zocker Beitrag anzeigen
wahrscheinlich können sie sich auch nicht mehr so gut erinnern, wenn sie bei kriegsende 4 und 2 jahre alt waren.

hast du schon mal versucht, genauer nachzufragen?
Ich kann mich nur mal ein ein zwangloses Gespräch erinnern, in dem es darum ging, warum mein Vater keinen Ketchup ist. In einem der dem Krieg folgenden Hungerperioden, gab es über einen langen Zeitraum nur Tomaten (wenn überhaupt etwas). Seitdem kommt er da nicht mehr ran.

Ansonsten höhere ich eher schwärmerische Sätze. Nicht vom Krieg oder der Nachkriegszeit, sondern vom Rittergut, auf dem man damals vor der Vertreibung gelebt hat.

Grüße
SVen
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  #64  
Alt 07-09-2017, 12:25
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Zitat:
Zitat von CeKaVau Beitrag anzeigen
... Ansonsten höhere ich eher schwärmerische Sätze. ... vom Rittergut, auf dem man damals vor der Vertreibung gelebt hat. ...

Nachvollziehbar, finde ich.


Grüsse
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  #65  
Alt 07-09-2017, 12:27
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Hallo Aruna,

Zitat:
Zitat von Aruna Beitrag anzeigen

"Man schüttet kein dreckiges Wasser weg,
solange man kein sauberes hat.“
―Konrad Adenauer
Man könnte aber "dreckiges Wasser" auch "dreckiges Wasser" nennen, oder? Und als man dann sauberes hatte, hat man die Dreckbrühe immer noch nicht weggeschüttet.

Zitat:
Zitat von Aruna Beitrag anzeigen

In den Jahren 1945 und 1946 schlossen sich bis zu 5.000 deutsche Kriegsgefangene der Legion an, die damals knapp ein Drittel der Rekruten der Legion stellten
Übel, oder? Wenn Soldaten nichts mehr kennen und kennen wollen, außer Krieg, Töten und Zerstören. Vielleicht sollte man das Konzept "Krieg" noch mal gründlich überdenken.

Grüße
SVen
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  #66  
Alt 07-09-2017, 12:41
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Zitat:
Zitat von CeKaVau Beitrag anzeigen
... Man könnte aber "dreckiges Wasser" auch "dreckiges Wasser" nennen, oder? ...
hat der kanzler adenauer, da von ihm ja dieser ausspruch stammt, m.e. doch gerade getan.


Zitat:
... Und als man dann sauberes hatte, hat man die Dreckbrühe immer noch nicht weggeschüttet. ...
möglicherweise ging´s da um wählerstimmen in zusammenhang mit der allgemeinen volksstimmung.


i.ü. irgendwie tut man sich m.e. oft leicht, über das verhalten von menschen zu urteilen, ohne die situation, welche dieses verhalten hervorgerufen hat, selbst erlebt zu haben und damit wirklich zu kennen.



grüsse
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  #67  
Alt 07-09-2017, 12:46
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in dem zusammenhang noch eine anekdote hinsichtlich einer von altkanzler schmidt geäusserten ansicht zur Waffen-SS:

ZEITGESCHICHTE: Brauner Bluff - DER SPIEGEL 42/2011


entsprang wohl einer kombination aus wahlkampf und persönlichem erleben.


grüsse

Geändert von zocker (07-09-2017 um 12:53 Uhr). Grund: tipfehler
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  #68  
Alt 07-09-2017, 13:42
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@cekavau:

Zitat:
P.S.: Ehrlicherweise muss ich auch gestehen, dass mir PTSD-Sodaten herzlich egal sind. Denen geht es besser, als Ihren Opfern.
ich wiederum verstehe solche selbstgerechten äußerungen nicht.
man sollte schon unterscheiden zwischen denen, die aus freien stücken soldat wurden und denen, die sich das nicht aussuchen konnten.

ich bezweifle, daß es in der wehrmacht allzu viele freiwillige gegeben hat.
wer wehrpflichtig war, wurde gnadenlos eingezogen und an der front verheizt.
es ist immer sehr leicht und irgendwie auch ziemlich selbstgerecht, HEUTE als jemand, der NICHT davon betroffen ist, zu sagen: "aber die hätten DAMALS doch widerstand leisten oder desertieren können!"

was PTSB angeht ... es verbietet sich eigentlich von selbst, darüber abfällige bemerkungen zu machen.

ich bin immer wieder entsetzt darüber, wie leichtfertig jüngere menschen über dinge urteilen, die sie nicht selbst erleben mußten.
urteile sind schnell gefällt ... und das umso leichter, je weniger man selbst von dem betroffen ist, worüber man urteilt.
das gilt für wehrpflichtige der wehrmacht ebenso wie für wehrpflichtige des NVA.
und das gilt, mal ganz nebenbei, auch für ehemalige DDR-bürger, denen man ja auch gern pauschal vorwirft, sie hätten gegen dieses unrechtsregime aber ... und sie hätten gesollt und gemußt und gekonnt ...
schon schön, wenn man erklärt bekommt, wie man hätte leben SOLLEN.
noch dazu von leuten, die es selbst nicht miterlebt haben ...


für menschen, die den II. wk selbst durchleiden mußten, gilt das ebenso.

moralische entrüstung hat immer einen sehr schalen beigeschmack, wenn man HEUTIGE moralische maßstäbe an ereignisse anlegt, die 80 oder mehr jahre zurückliegen.
ich sage es nochmal: in der regel war KEINER der moralisch ach so entrüsteten und empörten damals dabei. es weiß also keiner, wie es damals wirklich war.
und meiner erfahrung nach ist die wahrscheinlichkeit ser hoch, daß viele der ach so moralisch dauerempörten damals wie alle anderen auch die schnauze gehalten und brav mitgemacht hätten.

was den II. wk angeht:
durchlittenes leid ist natürlich trotzdem keine entschuldigung dafür, daß man später anderen leid zufügt.
aber es ist eine nachvollziehbare erklärung dafür, warum derjenige so handelt.
__________________
www.judo-blog.de
Warnhinweis: Meine Beiträge können Ironie und Sarkamus enthalten! Für Allergiker ungeeignet!

Geändert von rambat (07-09-2017 um 13:47 Uhr).
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  #69  
Alt 07-09-2017, 14:22
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Zitat:
Zitat von rambat Beitrag anzeigen
... was PTSB angeht ...

Was bedeutet denn PTSB?


Grüsse
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  #70  
Alt 07-09-2017, 14:27
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https://www.ziff.de/ziff-lexikon/pos...stoerung-ptsb/

Wobei die Abkürzung eigentlich PTBS ist oder nicht?
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  #71  
Alt 07-09-2017, 14:38
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Zitat:
Zitat von CeKaVau Beitrag anzeigen
... mir PTSD-Sodaten herzlich egal sind. Denen geht es besser, als Ihren Opfern. ...

Wer sollen denn deren opfer sein, soweit es sich um reguläre kampfhandlungen handelt, die gegner im gefecht?

I.ü. sind diese Solaten wohl oft Opfer von hinterhältigen partisanenangriffen, wie etwa bombenanschlägen, wie ich neulich in einer dokumentation gesehen habe.


Grüsse
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  #72  
Alt 07-09-2017, 14:53
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Danke sehr!


Grüsse
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  #73  
Alt 07-09-2017, 15:57
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Zitat:
Zitat von rambat Beitrag anzeigen
ich sage es nochmal: in der regel war KEINER der moralisch ach so entrüsteten und empörten damals dabei. es weiß also keiner, wie es damals wirklich war.
und meiner erfahrung nach ist die wahrscheinlichkeit ser hoch, daß viele der ach so moralisch dauerempörten damals wie alle anderen auch die schnauze gehalten und brav mitgemacht hätten.
" 1/3 saß im KL, das 2/3 war ins Ausland geflüchtet und der Rest leistete wütend Widerstand "

... und genau so war es eben nicht. Wer sich heute hinstellt und sagt:" Ich hätte damals aber das und das gemacht " irrt sich gewaltig.

Ich hatte auch so einen Geschichtslehrer - ansonsten ein sehr guter und engagierter Lehrer - der diese Einstellung vertrat. Als ich ihn fragte, was er gegen die KZ´s in Bosnien machen würde ( 90er Jahre ), schwieg er immer und wußte keine Antwort.
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  #74  
Alt 07-09-2017, 16:55
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Zitat:
Zitat von Willi von der Heide Beitrag anzeigen
" 1/3 saß im KL, das 2/3 war ins Ausland geflüchtet und der Rest leistete wütend Widerstand "
Wenn man die Nachfolgenerationen reden hört könnte man diesen Eindruck aber gewinnen.
Wer kennt sie nicht aus dem persönlichen Umfeld, die Geschichten vom Krieg die anfangen mit "Uropa war in Russland, aber er war kein Nazi...". Die kumulative Heroisierung die hier oftmals betrieben wird ist erstaunlich.
__________________
WWCD - What Would Churchill Do?
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  #75  
Alt 07-09-2017, 17:01
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Niemand von uns haette die Courage gehabt.

Mein Opa hat zumindest nach dem Krieg abgelehnt in die Bundeswehr als Pilot einzutreten.
Allerdings vermuten wir, dass er bei den Versuchen in Spanien unter anderem dabei war.

Eine andere Geschichte die mir ein Bewohner erzählte, war dass weil er einen Befehl der glatter Selbstmord als Offizier nicht ausführen wollte erschossen werden sollte wegen Befehlsverweigerung.
Keiner der Kriege war vermutlich an Abartigkeit und Brutalität mit dem zweiten und ersten Weltkrieg vergleichbar, evtl. Vietnam.

Das Soldaten eben nicht per se nur Psychopathen sind kann man schön am letzten Sabaton Album rausfiltern. Haben sich Mühe gemacht echte und teils bewegende Storys zu vertonen.
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