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  #16  
Alt 14-09-2017, 11:55
Benutzerbild von Klaus
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 31.08.2001
Ort: NRW
Beiträge: 17.913
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Ich würde mich da mit der IHK in Verbindung setzen und da Existenzgründerkurse belegen, da wird vieles schon durchgekaut. Zusätzlich würde ich noch einen guten Steuerberater hinzuziehen der Ahnung aus der Praxis mitbringt, die dürfen aber juristisch nicht beraten und werden das offiziell deshalb auch nicht tun. Inoffiziell aber schon, und die Praxistipps sind bei guten Leuten Gold wert.

Das juristische muss dir dann ein Fachanwalt erklären, den würde ich auch hinzuziehen, weil der dir z.B. keinen verbrämten Senf wie oben erzählt. Natürlich kannst du auch "ohne Risiko" (ausser dem des Scheiterns :/) Geld verdienen, entweder als Gesellschafter über eine Einlage oder eben einen wasserdichten Gesellschaftervertrag mit individueller Gewinnaufteilungsabsprache. NICHTS MÜNDLICH !!!!

Was stimmt ist, dass du als Geschäftsführer arm dran bist wenn du Mist baust, der haftet gesetzlich per Geschäftsführerhaftung, also VORSICHT!
https://de.wikipedia.org/wiki/GmbH-G...BChrer-Haftung
https://www.hensche.de/Rechtsanwalt_...r_Haftung.html
usw.

Ich habe mir das auch lange überlegt, und mich dagegen entschieden Geschäftsführer zu werden, schlicht weil ich zu stark auf meine Partner angewiesen war. Dagegen hilft auch letzten Endes keine Spezialversicherung, z.B. wenn man eine Insolvenzverschleppung begeht weil man sich täuschen lässt und es nicht merkt, oder "Angestellte" rumturnen die weder angestellt noch sozialversichert sind.

Der richtige Weg ist tatsächlich entweder die UG, was den Vorteil hat dass du da eine Einlage in gleicher Höhe tätigen kannst, und der Löwenanteil des Eigenkapitals als Darlehen von deinem Partner kommt ohne dass das als Gesellschafteranteil zählt. Oder eben eine GmbH mit Minderheitsbeteiligung und per Gesellschaftervertrag geregeltem Gewinnanteil, was allerdings gravierende Nachteile bei Gesellschaftsentscheidungen hat.

Ich würde mich da vom Anwalt auch gezielt in Sachen "beherrschender Gesellschafter" beraten lassen, und wie man damit umgehen könnte.
__________________
"Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes)
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  #17  
Alt 14-09-2017, 15:02
Benutzerbild von Doc Norris
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Blinden den Stock wegnehmen
 
Registrierungsdatum: 25.07.2011
Ort: "Fast" am "Weißwurstäquator"
Beiträge: 3.589
Standard

Zitat:
Zitat von Kannix Beitrag anzeigen
Die stille Gesellschaft hat den Vorteil, dass du nirgends erwähnt wirst. Und der eigentliche Inhaber des Handelsgewerbes - also nicht der stille Gesellschafter - im Außenverhältnis haftet (vgl. § 230 II HGB).

Im Bezug auf die Gewinn- und Verlustverteilung gilt:

Grundsätzlich haftet der stille Gesellschafter nur mit seiner Einlage (§ 232 II S. 1 HGB).

Allerdings kann deine Beteiligung am Verlust per Gesellschaftsvertrag ausgeschlossen werden (§ 231 II Hs. 1 HGB).

Die Gewinnbeteiligung hingegen kann nicht in Abrede gestellt werden (§ 231 II Hs. 2 HGB). Wobei die Höhe der Gewinnbeteiligung im Gesellschaftsvertrag festgelegt werden kann (§ 231 I HGB e. contrario).

Der Nachteil der stillen Gesellschaft ist, dass du einem Mann oder einer Frau deines geringsten Vertrauens Geld in die Hand geben und zusehen musst, wie er oder sie es "anlegt" (§ 230 I HGB). Denn letztendlich darf der stille Gesellschafter nur die Bücher und Papiere prüfen (§ 233 HGB).

Schlussendlich ließe sich bestimmt ein Mitspracherecht im Gesellschaftsvertrag vereinbaren - doch ob sich der andere Teil darauf einlässt, wer weiß.

Ps: Lass dich auf alle Fälle noch mal anwaltlich beraten, bevor es los geht. Denn vielleicht gibt es ja noch ganz andere Optionen, die für dich interessengerechter sind.
__________________
Zitat.: ciws
"Ja, weil gegen MMAler niemand eine Chance hat. Die vergiften unser Trinkwasser und fressen Nachts unsere Kinder."
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