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  #1  
Alt 04-12-2008, 15:06
Benutzerbild von exjuiceive
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Kampfkunst: bissl Boxen
 
Registrierungsdatum: 27.08.2007
Ort: Münster
Alter: 29
Beiträge: 3
Standard Probleme mit der Kriegsdienstverweigerung

Moin,

hatte vor einigen Tagen die Kriegsdienstverweigerung abgeschickt. Nun bekam ich heute die Antwort: "Unvollständig".
Naja, ich habe mich dieses Jahr für die Offizierslaufbahn dort beworben, aber während der Tests bzw. Vorstellungsgespräche festgestellt, dass das alles doch nicht so mein Ding ist.
Jetzt wollen die halt 'ne ausführliche Begründung für mein Verweigern.

Ist es irgendwem ähnlich ergangen und kann mir ein paar Tipps geben oder hat jemand anders Vorschläge wie ich das jetzt schnellstmöglich regeln kann?
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  #2  
Alt 04-12-2008, 15:19
Vamacara
Gast
Kampfkunst:
 
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Die Nachfrage kann ich verstehen. Wie wird man von jemandem, der eine Militärlaufbahn anstrebte, relativ kurzfristig zu jemandem, der keine Waffe in die Hand nehmen will ?

Ich denke, in die Richtung solltest Du dich erklären, warum aus Töten als Job nun ein Gewissensproblem wurde.
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  #3  
Alt 04-12-2008, 16:28
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Registrierungsdatum: 04.09.2008
Beiträge: 474
Standard

Ist mir damals genauso ergangen. Hab meine "ausführliche" Begründung leider nicht mehr, sonst würd ich dir die schicken.
Mein Tipp: wenn Dir nix einfällt erzähl zur Not irgendnen Scheiß, Dein Opa wär im Kessel gewesen oder was weiß ich. Nachprüfen tun sie es eh nicht und letztlich ists nur sinnlose Streiterei wenn Du beweisen willst dass die Gründe die Du für die Verweigerung hast eine KDV rechtfertigen. (Ist in meinen Augen nur Schikane).
Den Tipp von Vamacara solltest Du allerdings beherzigen.
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  #4  
Alt 04-12-2008, 16:29
Benutzerbild von exjuiceive
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Kampfkunst: bissl Boxen
 
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Zitat:
Zitat von Vamacara Beitrag anzeigen

Ich denke, in die Richtung solltest Du dich erklären, warum aus Töten als Job nun ein Gewissensproblem wurde.
Genau das ist ja mein Problem.
Die Offizierslaufbahn hat mich ja interessiert, längerfristig einen sicheren Job, man lernt verschiedene Menschen und Kulturen kennen usw. Der Verdienst ist auch gar nicht mal so übel, zu mindest während des Studiums.
Nur auf 9 Monate Grundwehrdienst hab' ich jetzt schlichtweg keinen Bock.
Das interessiert mich null. Für einen längeren Zeitraum wärs ganz fett gewesen, doch 9 Monate und danach was ganz anderes kommt für mich nicht in Frage, da verweiger ich lieber und geh' anderen beruflichen Interessen nach.

Nochmals die Bitte, kann mir jemand helfen, das obengenannte anständig zu formulieren oder mir ein paar Tipps geben. So wie ich es oben geschrieben habe kann ich es ja schlecht abschicken.


So, ich stell' mal meine Ansätze rein, vielleicht hat ja jemand mein paar Ergänzungen oder neue Anregungen parat:

"Vor geraumer Zeit bewarb ich mich bei der Bundeswehr für die Offizierslaufbahn mit der Chance auf einen sicheren und spannenden Arbeitsplatz . Es verstrich einige Zeit und ich wurde in das OPZ nach Köln zur Eignungsfeststellung bzw. zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Dies fand im April dieses Jahres statt. Nach diversen Vorträgen und Gesprächen stellte ich relativ schnell fest, dass der Beruf des Offiziers wohl doch nicht so passend für mich ist, infolgedessen zog ich meine Bewerbung zurück und trat am 2. Tag die Heimreise an. Allen voran die deutlich erhöhte Wahrscheinlichkeit an Auslandseinsätzen teilnehmen zu müssen, gab mit zu denken. Im Verlauf des letzten halben Jahres fanden vermehrt Selbstmordattentate bzw. Anschläge gegen Soldaten sämtlicher Nationen satt. Leidtragende waren sowohl Soldaten wie auch Zivilsten. Diesem erhöhten Risiko will ich mich auf gar keinen Fall aussetzen. Durch einen englischen Soldaten, der mir über einen Freund bekannt ist, habe ich quasi aus erster Hand erfahren wie es tatsächlich ist, hautnah alle Facetten des Krieges zu erleben und diese Erlebnisse physisch bzw. psychisch zu verarbeiten.

Des Weitern haben sich im Laufe des Jahres meine beruflichen Interessen in eine andere Richtung entwickelt, daher halte ich es für sinnvoller diesen nachzugehen. Denn ich halte es für weniger erstrebenswert einem Beruf nachzugehen der mich längerfristig bindet und den ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren kann. "

Geändert von exjuiceive (04-12-2008 um 16:33 Uhr).
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  #5  
Alt 04-12-2008, 16:39
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ich würde die thematik des tötens vermehrt mit einbringen,nicht nur andeuten.
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"You don't hurt 'em if you don't hit 'em."
Lieutenant General Lewis B. Puller, USMC, 1962.
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  #6  
Alt 04-12-2008, 16:40
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mein erstes Schreiben an die wurde auch abgelehnt ^^
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  #7  
Alt 04-12-2008, 16:48
Vamacara
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Ich mach mal ein paar Äußerungen zu Formulierungen, die ich für Dein Ziel problematisch finde..

"Vor geraumer Zeit bewarb ich mich bei der Bundeswehr für die Offizierslaufbahn mit der Chance auf einen sicheren und spannenden Arbeitsplatz ."

Du findest den Arbeitsplatz spannend? Spannend ist positiv besetzt. Du solltest klarer herausstellen, dass Du der Ansicht warst, dass so eine Laufbahn sicher und spannend wäre, und dass Du erkannt hast, wie naiv diese Ansicht war und dass sie in keiner Relation zu dem Leid, das mit der Tötung und Schädigung menschlichen Lebens verbunden ist, stand.

"Es verstrich einige Zeit und ich wurde in das OPZ nach Köln zur Eignungsfeststellung bzw. zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Dies fand im April dieses Jahres statt. Nach diversen Vorträgen und Gesprächen stellte ich relativ schnell fest, dass der Beruf des Offiziers wohl doch nicht so passend für mich ist, infolgedessen zog ich meine Bewerbung zurück und trat am 2. Tag die Heimreise an."

Nicht passend?
Wir müssen alle mal unpassendes machen.
Selbstverständlich ist Dir erst während der Vorträge bewusst geworden, welch menschliches Leid mit so einem Beruf verbunden ist. In der Zwischenzeit hast Du auch sicher einige traumatische Erfahrungen gemacht, die Dir klar gemacht haben, dass ein solcher Beruf für Dich nicht zu verkraften wäre - ebensolches im Bezug auf die Grundausbildung.

"Allen voran die deutlich erhöhte Wahrscheinlichkeit an Auslandseinsätzen teilnehmen zu müssen, gab mit zu denken. Im Verlauf des letzten halben Jahres fanden vermehrt Selbstmordattentate bzw. Anschläge gegen Soldaten sämtlicher Nationen satt. Leidtragende waren sowohl Soldaten wie auch Zivilsten. Diesem erhöhten Risiko will ich mich auf gar keinen Fall aussetzen. "

Du wirst ja nicht gefragt, ob Du willst

"Durch einen englischen Soldaten, der mir über einen Freund bekannt ist, habe ich quasi aus erster Hand erfahren wie es tatsächlich ist, hautnah alle Facetten des Krieges zu erleben und diese Erlebnisse physisch bzw. psychisch zu verarbeiten."

Ju, guter Punkt. An diesem Punkt solltest Du arbeiten und ihn massiv ausschmücken.


"Des Weitern haben sich im Laufe des Jahres meine beruflichen Interessen in eine andere Richtung entwickelt, daher halte ich es für sinnvoller diesen nachzugehen. "

Die zwingen Dich ja auch nicht, nach der Grundausbildung dort zu bleiben

"und den ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren kann. "

Das ist der Punkt, der wichtig ist und den Du zum zentralen Thema machen musst.
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  #8  
Alt 04-12-2008, 16:50
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Vamacara, danke für die guten Anregungen.

Geändert von exjuiceive (04-12-2008 um 16:52 Uhr).
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  #9  
Alt 04-12-2008, 16:52
Vamacara
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Zitat:
Zitat von exjuiceive Beitrag anzeigen
Falls du die allgemeine Verweigerung meinst, da habe ich's mehr eingebrach.
Jetzt geht's nurnoch darum, denen zu klarzumachen, warum ich mich erst dort beworben habe und jetzt verweigern will!
Eben!

Du musst ihnen klar machen, dass die Seminare, die Erfahrung mit Deinem Bekannten und Besuche in z.b. Heimen, wo Kinder ohne Eltern leben, zu einer Reiferung Deines Gewissens geführt haben und dass für Dich jegliches Töten oder Verletzen eines Menschen schwere psychische Probleme mit sich bringen unf für Dich nicht zu verkraften wäre.
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  #10  
Alt 04-12-2008, 16:59
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Zitat:
Zitat von exjuiceive Beitrag anzeigen
Ist es irgendwem ähnlich ergangen und kann mir ein paar Tipps geben oder hat jemand anders Vorschläge wie ich das jetzt schnellstmöglich regeln kann?
Die erste Begründung waren bei mir ca. 4 Sätze. Das haben die nicht akzeptiert. Dann habe ich eine ca. 15 seitige Begründung abgeliefert und damit waren sie dann zufrieden. Beim zweiten Mal würde ich mir aber etwas mehr Mühe machen. Ideen und Vorlagen findest Du im Netz ausreichend viele. Abschreiben würde ich nicht, aber für Ideen sammeln ganz nett. Ich habe übrigens mit meiner Entwicklung im Kindergarten angefangen, dass ich beim Fasching immer Clown war und ich Angst vor den Cowboys und Indianern mit ihren furchteinflößenden Waffen hatte
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  #11  
Alt 04-12-2008, 17:10
Vamacara
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Zitat:
Zitat von Kudos Beitrag anzeigen
Ich habe übrigens mit meiner Entwicklung im Kindergarten angefangen, dass ich beim Fasching immer Clown war und ich Angst vor den Cowboys und Indianern mit ihren furchteinflößenden Waffen hatte
Ich habe geschrieben, dass ich Außenseiter war und immer verprügelt wurde, und mir das gezeigt hat, dass Gewalt nicht der richtige Weg ist, anderen Menschen zu begegnen.

Ich habe dann noch geschrieben, dass ich in einer AG war, wo ich mich über den Sinn und Zweck einer Armee informiert habe und dort meine pazifistische Grundhaltung gefestigt wurde - praktisch war das zwar wehrvorbereitender Unterricht mit Mannöver, Schießen und Sturmbahn jagen, aber da die DDR eh nicht mehr existierte, konnten die eh nix nachprüfen
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  #12  
Alt 04-12-2008, 17:13
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  #13  
Alt 04-12-2008, 17:18
Vamacara
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Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär
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  #14  
Alt 04-12-2008, 17:39
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Kampfkunst: WirHauenKrassDrauf
 
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Hab vor kurzem verweigert, wenn du willst kannst du mir deine E-Mail Adresse per PN schicken, dann schick ich dir mein Schreiben
Sind n paar persönliche Sachen drin (Opa etc.), bissl Übertreibungen (Christentum etc.), aber halt die nötigen pazifistischen Ansätze etc.
Vielleicht hilft's dir ja als Inspiration
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  #15  
Alt 04-12-2008, 18:21
Benutzerbild von Kraken
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Kampfkunst: Kämpfen
 
Registrierungsdatum: 21.02.2008
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du solltest die diskrepanz zwischen deiner vorstellung und dem hervorheben, was der diensg tatsächlihc mit sich bringt

und schrieb auf dich bezogen, und direkt
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