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  #16  
Alt 21-08-2003, 13:30
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Kampfkunst: Boxen, Kickboxen, Shidokan, Arnis
 
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ob das in Asien generell so ist, kann ich nicht beurteilen.
Aber das Argument, das habe er schon so gelernt, kann ich als modern denkender Mensch nicht gelten lassen, sonst würden wir Boxer z.B. heute noch mit Lederbandagen kämpfen.
Als Dienstleister - der wir Schulbesitzer, bzw. Trainer nun mal sind - steht unter anderem auch das Geldverdienen an vorderer Stelle, d.h. ich brauche zufriedene Athleten.

Heidi
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  #17  
Alt 21-08-2003, 13:43
tigercrane
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hi an alle

ich kenne ja keinen der beteiligten, deshalb erscheint meine antwort vielleicht ein wenig hart..

grundsätzlich hat der schüler sich seinem meister zu unterstellen und seine meinung zu akzeptieren.. wenn der schüler dies nicht will, fliegt er eben.. das ist und war in asien so.. allerdings sollte der meister dieses denken nicht ausnützen und die schüler zu willenlosen marionetten werden lassen..

ein meister ist nie gleichzustellen mit einer dienstleistung.. der schüler will etwas, er hat sich darum zu bemühen.. der meister ist nicht auf ihn angewiesen.. wer das nicht versteht, der begreift vieles andere nie im leben..

trotz dieser meinung empfinde ich die tat der angesprochen meisters als merkwürdig.. die gründe für einen ausschluss erscheinen mit zu gering..

viele grüsse
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  #18  
Alt 21-08-2003, 14:13
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Wie bei den Sachen mit den gemeinen Verbrechern die unschuldige Opfer überfallen ist es schwierig so etwas zu beurteilen ohne dabei gewesen zu sein bzw. wenigstens beide Seiten gehört zu haben.

Einen Lehrer als Dienstleister zu sehen halte ich persönlich für völlig fehlgeleitet, ist aber nur meine Meinung. Und ja in Asien ist das undenkbar. Submission Strikes hat es aber schon gesagt, der Respekt geht eigentlich in beide Richtungen. Wenn ein Lehrer keinen Respekt für seine fortgeschrittenen Schüler hat stimmt was nicht - wenn dass bei seinem Sifu genau so gewesen ist, was durchaus sein kann, denn Idioten gibt´s in China auch, dann hat da auch was nicht gestimmt.

Ich halte es übrigens auch nicht für falsch wenn ein Lehrer/Schulbesitzer sich herausnimmt, sich auszusuchen wer die Fortgeschrittenen unterrichtet und wer nicht. Wenn er meint nur er selbst könnte das, muss man ihm das zugestehen. Der Punkt ist doch der: Wenn man durchsetzen will dass einer der Fortgeschrittenen für die Fortgeschrittenen Training machen darf, dann können die Leute genauso gut auch freies Training machen. Das ist zumindest in den chin. KK sowieso extrem wichtig, man muss nämlich selbst schnallen welche Übungen wozu gut sind.

Wenn es nun so war dass überhaupt kein Unterricht durch den Lehrer mehr stattfindet sollte man natürlich schon darüber reden dürfen - wenn der aber aus privaten Gründen nicht kann, dann sollte man vielleicht auch hier wieder den Respekt erwähnen. Denn der darf ja wohl nicht nur von irgendeiner erbrachten "Dienstleistung" abhängen...
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  #19  
Alt 21-08-2003, 15:34
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Respekt dem Meister gegenüber muß natürlich sein. Aber wenn kein Unterricht mehr stattfindet durch den Meister, dann muß man ihn wenigstens fragen können warum das so ist. Er kann dann immernoch antworten, daß es halt grad nicht geht und wenn möglich ungefähr klarstellen wie lange der Zustand andauern wird.
Da es dem Meister aber eventuell schon so ziemlich gegen den Strich geht, daß er nicht so kann wie er vielleicht will, meinte ich eben, daß man es erstmal nett versuchen sollte und nicht gleich mit der ganzen Schule die dann wutentbrannt aufmarschiert weil sie (noch) nicht versteht warum ihr Meister sie im Stich läßt.
Es ist leichter hinterher zu gehen als nicht mehr hin zu dürfen weil man sich in etwas hineingesteigert hat, denk ich.

Kiddie
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  #20  
Alt 21-08-2003, 15:41
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Kampfkunst: bis vor kurzem Kung Fu
 
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Ich komme aus der gleichen Schule und hab von der Geschichte einiges mitbekommen.Mag sein das Xiaoshi recht hat, aber ich dachte bisher das ein Meister wissen sollte wie die Stimmung unter seinen Schülern ist. Das war einer der Gründe warum besagter Schüler um dieses Gespräch gebeten hat. Er verlangte sogar ausdrücklich ein Gespräch unter 4 Augen...Es kann nicht sein,daß immer mehr Leute abspringen und keiner den Mund aufmacht. Klar,hintenrum schon nur wenn es darauf ankommt, dann ist auf einmal alles gar nicht mehr so schlimm.
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  #21  
Alt 21-08-2003, 15:42
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Hallo,
mach doch einfach mal den Anfang ...

so long,
Alex
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  #22  
Alt 21-08-2003, 15:46
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In der jetzigen Situation relativ sinnlos. Wird den gleichen Effekt haben wie bei dem ersten Schüler.
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  #23  
Alt 21-08-2003, 15:49
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Da drängt sich mir die Frage auf was du da zu verlieren hast. Entweder alles wird gut... oder du fliegst. Und wenn du rausgeworfen werden solltest, was würde dich da noch halten? Ganz abgesehen davon, daß sich dein meister es wohl kaum leisten kann nach und nach alle Schüler rauszuwerfen.

Kiddie
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  #24  
Alt 21-08-2003, 16:05
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Was soll das???

Wir leben in Deutschland und nicht in Asien.......

Außerdem sind die Lehrer in Asien wohl auch pflichtbewußter.... und leiten das Training wie von den Schülern gewollt..

Hier geht es nicht um das Training an sich, sondern darum, dass es überhaupt stattfindet, so wie ich es mitbekommen habe.....
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  #25  
Alt 21-08-2003, 16:07
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Hallo,
ich verstehe den übermäßigen Respekt bei der Geschichte nicht. Es ist schon klar das man Respekt vor seinem Lehrer haben sollte, da man ja von seinem Wissen profitieren möchte. Aber ich würde kein Geld für mangelnden Unterricht bezahlen, dass passt irgendwie nicht so ganz ...

so long,
Alex
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  #26  
Alt 21-08-2003, 16:14
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meine rede

nach dem Motto

ich bitte untertänig um Unterricht
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  #27  
Alt 21-08-2003, 17:18
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Zitat:
Original geschrieben von marq
Außerdem sind die Lehrer in Asien wohl auch pflichtbewußter.... und leiten das Training wie von den Schülern gewollt..
Pflichtbewusst ja, wenn du einen guten Lehrer hast. So wie Schüler wollen wohl kaum, wenn du einen guten Lehrer hast. Es geht eigentlich nur darum sicher zu stellen dass du jemanden erwischt hast der Ahnung von seinem Fach hat und der unterrichten MÖCHTE. Sobald du anfängst dem Lehrer vorzuschreiben wie er den Unterricht doch bitte halten möge kannst du auch gleich gehen, egal ob der Lehrer was kann oder nicht...

Und das mit dem Geld - wenn die Bezahlung die einzige Bindung an deinen Lehrer ist, dann würde ich auch nicht mehr bezahlen als der Unterricht wert ist.
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  #28  
Alt 21-08-2003, 17:26
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Zitat:
Einen Lehrer als Dienstleister zu sehen halte ich persönlich für völlig fehlgeleitet, ist aber nur meine Meinung.
Na ja, findet sich eine Gruppe gleichgesinnter und gündet einen eigenen Verein oder wird privat trainiert und die Schüler unterstützen den Meister nach eigenem ermessen, ja!

Nur wird das in der Regel nicht der Fall sein.
Will der Lehrer sich absicheren, was völlig legitim ist und schließt zu diesem Zweck mit seinen Schülern einen "Dienstvertrag" in dem Rechte und Pflichten beider Vertragsparteien festgeschrieben werden, was konkret meist heißt -Er Unterrricht und die Schüler das Geld- Dann bedeutet das ja er erbringt seine Leistung nur wegen der Gegenleistung, dem Geld, der Schüler.
Seine Leistung ist eine Dienstleistung!
Wenn ein Lehrer sich die Vorteile eines Vertrages zu eigen machen will (Sicherheit, Kontinuität etc.) erachte ich es für legitim im auch die Pflichten aus dem Vertag aufzubürden.
Eine professionelle Existenz ist anders ja auch kaum möglich.

Für mich ist die Rolle eines Lehrers zweigleisig, natürlich ist er Dienstleister auf Vertragsebene und dennoch kann er auch Sensei sein mit den Jahren und dem Vertrauen wird die vertragliche Basis immer mehr in den Hintergrund treten, das muß aber dann auch beidseitig geschehen (Kurzfristiger Zeitmangel beim Lehrer wird ebenso toleriert wie evtl. finanzielle Engpässe beim Schüler auch wenn beides den vertraglichen Leistungen entgegensteht).
Auch Ehepaare mit Ehevertrag können sich lieben...
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Freundliche Grüße
Jibaku
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  #29  
Alt 21-08-2003, 17:49
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Ich habe auch nie gesagt dass es nicht legitim wäre einen Lehrer als Dienstleister zu betrachten, aber es dient der Sache (also dem Lernen) in keinster Weise.
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  #30  
Alt 21-08-2003, 18:23
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Wie man seinen Lehrer sieht ist ja nicht nur von der eigenen Entscheidung abhängig, sondern vom Verhalten des Lehrers.
Bringt dieser seine Leistung nur wegen der Gegenleistung (Dem Geld) des Schülers ist er Dienstleister!
Gerade bei extrem kommmerziellen Organisationen die dann versuchen den Wert der eigenen Leistung als unbezahlbar hinzustellen und den Schüler als reinen Bittsteller in einem möglichst Traditionellen Verhältnis gesehen haben möchten, gleichzeitig aber jede "Leistung" in Geld auspreisen könnnen, wirkt dies fast schon grotesk!
Du sprachst von völlig fehlgeleitet (Ist von "nicht legitim" ja nicht so weit weg) und sagst es diene dem Lernen nicht, das glaube ich noch nicht einmal eine gute Dienstleistung kann sehr wohl ansehnliche Lernerfolge nach sich ziehen.
Ob es dem traditionellen Erkenntnisweg des Budo oder vergleichbaren Schulen/Wegen dienlich ist wäre noch eine andere Frage nur denke ich, daß Diensteister nicht immer im Sinne von Vorturner und lediglich konsumierendem Schüler missverstanden werden muß.
Der "Dienstvertrag" kann in meinen Augen völlig in den Hintergrund rücken, denn eigentlich sind die "moralischen" Verpflichtungen in einem traditionellen Budoverständnis viel weitreichender, aber auch diese Verpflichtungen laufen in beide Richtungen...!
__________________
Freundliche Grüße
Jibaku
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