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#61
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Die Minderheit, als Ausrede möchte ich auch nicht wirklich gelten lassen, denn als es um Demonstrationen gegen Israel ging, säumten tausende Araber und auch Türken (wohl auch ganz sicher gläubige Moslems) usw. Berlin's Strassen. Man muss eben nur wollen, oder eben ein vermeindlich "wichtiges Ziel" haben. Zitat:
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Ich glaube Dir, dass sich viele Leute Mühe geben, mit den Dingen, die Du oben beschrieben hast, doch sind es im Leben überwiegend die negativen Dinge, die unsere Aufmerksamkeit erwecken, denn was positiv läuft, sollte eh die Regel sein und ist daher nichts besonderes. Meiner Ansicht nach, läuft aber eben noch viel zu viel verkehrt. Zitat:
Somit komme ich natürlich öfter mal in Versuchung, div. Themen ein wenig pauschaler anzugehen...man möge es mir vielleicht auf die eine oder andere Art verzeihen....ich weiss, dass es im Groben und Ganzen nicht ganz richtig ist, aber in meiner näheren Umgebung gibt es schon Sinn. Zitat:
Hab' Dank für Deine Ausführung und verzeihe meine etwas einseitige Sicht...alles was ich zu meiner Entschuldigung sagen kann ist...ich habe schon zuviel gehört und gesehen (persönlich), als das ich noch so objektiv sein könnte, wie ich es gern wäre. Gruss C.C. |
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#62
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Nett, dass Du mich für so medienhypnotisiert hälst... ![]() |
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#63
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| Sind wir das letztlich nicht alle collision_course?
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#64
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| Oh mann, du kapierst echt null, oder ?! Der Satz war dazu da, dir zu sagen, was ich NICHT will, mithilfe von IRONIE!!!! IRONIE IRONIE IRONIE manchmal komm ich mir vor als würd ich chinesisch reden... |
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#65
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| Hallo collison_course, zunächst wüsste ich nicht warum du dich entschuldigen solltest. Du hast deine Erfahrungen und Schlussfolgerungen geschildert, die ich teilweise auch teile und als richitg ansehe. Was die Objektivität angeht kann sich wohl keiner erhobenen Hauptes erheben und behauptet er hätte sie gepachtet. Ich weiss auch das ich selbst nicht besonders objektiv bin und oft dazu neige in solchen Diskussionen automatisch eine voreingenommene kategorische Stellung (pro Muslime...) einzunehmen. Aber wenn wir alle alles objektiv betrachten würden, gäbe es dann überhaupt noch irgendwelche Diskussionen???????????????? Zu deinem letzes Post möchte doch ich einiges anmerken, weil ich glaube das wir teilweise aneinander vorbeireden, obwohl wir doch das selbe Ziel im Auge haben und anscheinend hast du einige Aussagen nicht so verstanden wie ich sie eigentlich ausdrücken wollte. Du sagtest: "...mir geht es darum aus Eigeninteresse seine Religion wieder ins richtige Licht zu rücken...daran scheint aber nur wenigen Leuten etwas zu liegen." und "...es liegt an den Millionen gläubigen Moslems, diesen Namen nicht den Terroristen zu überlassen...wer anders könnte die Welt von der Friedfertigkeit des Islam überzeugen, wenn nicht sie ?" Richtig. Hier scheint die Masse der Muslime in Europa (und ich versuche hier wirklich nur über Muslime in Europa und vorallem Deutschland zu sprechen, es wäre doch etwas überheblich die Probleme der ganzen Welt lösen zu wollen) noch nicht erkannt zu haben das sie selbst in der Öffentlichkeit und in ihren eigenen Reihen (obwohl es doch vermehrt geschieht) klare Positionen beziehen und Probleme aktiv angehen müssen. Und Probleme gibt es sehr wohl, wenn es möglich ist das "Islamistische" (ich kann mich mit dem Wort zwar nicht anfreuden, aber was solls) Gruppierungen es schaffen aus ihren Reihen (also den islamischen Gemeinden in Europa) Leute zu rekrutieren (noch schlimmeres Wort), auch wenn es noch so wenige sein mögen: wichtig ist hier nicht die Anzahl/das Verhältnis, sondern das dort gebildete Gewaltpotential. Achtung, ich sage nicht pauschal das alle Muslime dies nicht erkannt haben, aber für die Mehrzahl wird es wohl leider stimmen. Deine folgende Aussage bestärkt dies auch: "Die Minderheit, als Ausrede möchte ich auch nicht wirklich gelten lassen, denn als es um Demonstrationen gegen Israel ging, säumten tausende Araber und auch Türken (wohl auch ganz sicher gläubige Moslems) usw. Berlin's Strassen." Offensichtlich sind der Mehrheit der Muslime immer noch die Probleme der Herkunftsländer weit aus wichtiger als die Probleme in ihrer neuen Heimat. Dies wiederum schafft wieder neue Probleme und importiert auch welche. (das soll jetzt nocht heisen das man sich den globalen Problemen verschliesst, ist in Zeiten der Globalisierung ist das auch gar nicht möglich). Man darf hier auch nicht vergessen das Muslime auch durch Medien beinflusst werden; keiner ist Immun gegen die Flut der Bilder gegen die er sich täglich SELBST stellt. Meinen Verweis auf die oftmals sozial-schwache Schicht hast du anscheinend nicht ernst genommen, aber ich sehe genau hier ein wichtiges Problem. Wenn ich mit Leuten spreche, die noch nicht mal wissen bzw. sich nicht dafür interessieren in welche Klasse ihr Kind geht (nicht gelogen) oder noch nicht mal wissen das ihr Kind ein Studium begonnen hat (auch nicht gelogen), dann wirst du mir wohl zustimmen das es sehr sehr schwer ist diese Menschen für soziale Fragen zu begeistern. Dies ist jetzt aber kein Problem das aus dem Islam herrührt, sondern eine Frage des Bildungsgrades und der sozialen Kompotenz. Es ist nun mal der typische Lebenslauf den wir hier in Deutschland bei den Gastarbeitern leider sehr oft antreffen, in den USA verhält sich das zum Vergleich anders. Du hast mich gefragt: "Ist Menschlichkeit, Respekt und Toleranz schwer auszuführen ?" Ganz klar "Nein". Es ist aber schwer sie verständlich zu äußern, wenn man z.B. die Sprache nicht richtig beherrscht. Was ich aber eigentlich meinte war nicht auf diese Dinge bezogen. Ich wollte eigentlich darauf hinweisen, das viele Moscheen bereits an einfachen internen "bürokratischen" Verwaltungsarbeiten scheitern, die "Öffentlichkeitsarbeit" ist oftmals praktisch garnicht vorhanden. Du sagtest: "...ahso, Anteilnahme muss man einfordern, dachte immer sie sei ein natürliches Ergebnis." Nein, muss man natürlich nicht. Aber eine "öffentliche Anteilnahme und Kooperation" muss man für mein dafürempfinden schon einfordern, zumindest die Politik muss das. Die Anteilnahme muss man als natürliches Ergebnis voraussetzen. Du sagtest: "Meiner Ansicht nach, läuft aber eben noch viel zu viel verkehrt." Offensichtlich, ist das so. Es läuft irgendetwas erheblich schief. New York, Istanbul, Madrid; das waren mit Sicherheit keine Vorboten einer glücklichen Zeit. Heute sieht man in den Nachrichten, wie sich Serben und Albaner ans Blut gehen und hat das mulmige Gefühl die Dinge würden sich rückwärts entwickeln statt vorwärts. Das schlimmste ist das man irgendwie aus keiner Richtung etwas wirklich sinnvolles und konstruktives hört. Wir müssen hier zusammenarbeiten, Muslime und Nicht-muslime an einem Tisch. Die Muslime müssen vermehrt Initiative zeigen, bereit sein sich an den Tisch zu setzen und dies auch zeigen. Entsprechende Strukturen bilden, rauskommen aus den Hinterhöfen und zu dem werden, was sie eigentlich seit langem sind, ein mitverantwortlicher Teil dieser Gesellschaft. Die Muslime müssen auch aufhören Schwarz-Weiss zu malen bzw. diese Weltsicht aus dem Ausland zu übernehmen, sie müssen sich von diesem Gut-Böse denken lösen. Die Nicht-Muslime, also vorangig die Politik und die Gesellschaft, muss bereit sein einen Stuhl mehr an diesen Tisch zu stellen und den neuen Partner ernst zu nehmen. Den Muslimen muss ein ehrliches Vertrauen entgegengebracht und das Recht auf ihre "Andersheit" und gleichezeitigen Zugehörigkeit bestätigt werden. Auch die Nicht-Muslime müssen sich vor den Gut-Böse-Gedankenspielen hüten. In einer Gesellschaft gibt es immer zwei Parteien, die zusammenarbeiten müssen. Es gibt bereits ernsthafte Bemühungen, diese verpuffen leider viel zu oft und viel zu schnell. Viele blumige Worte, geht aber nicht anders. Zu den Dinge, die dich stutzig machen kann ich jetzt nichts sagen. Es könnte sein das man dir wirklich Schwachsinn erzählt hat, vielleicht hat man es nur falsch vermittelt, vielleicht kannst du auch einge Dinge einfach nicht nachvollziehen, weil es Fremd ist, musst du auch nicht. Ich bin in Deutschland geboren und aufgewachsen und kann z.B. trotzdem etliche Dinge des Christenstums nicht nachvollziehen oder für mich akzeptieren. Das warst dann, muss noch ein bissel üben für die Prüfung "Algo auf Graphen", nun werde ich aber Off-Topic. Gruss EN |
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#66
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| Nach den Bombenanschlägen in Madrid mit 202 Toten fahndet die spanische Polizei nach vier weiteren Marokkanern. Sie sollen den dabei benutzten Sprengstoff in einem oder mehreren Bergwerken im Norden des Landes gestohlen haben. Den Tipp hätten sie von dem einzigen bislang festgenommenen Spanier erhalten, berichtet die spanische Presse unter Berufung auf die Ermittler. Bereits gestern war gegen den mutmaßlichen Drahtzieher, Jamal Zougam, seinen Halbbruder und einen dritten Marokkaner Haftbefehl erlassen worden.
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#67
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| Bei den Terroranschlägen vor zwölf Tagen in Madrid sind wahrscheinlich zwölf Menschen weniger getötet worden als bisher angenommen. Die spanische Polizei und Gerichtsmediziner gaben die Zahl der Toten jetzt mit 190 an. Bisher war man von 202 Opfern ausgegangen. Nach Angaben der Behörden wurden Überreste von Toten noch nicht definitiv analysiert. Dabei handle es sich wahrscheinlich um Gliedmaßen, die den bereits identifizierten Opfern durch die Explosion der Bomben abgerissen worden seien.
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#68
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| Der verhinderte Bombenanschlag auf die Bahnstrecke zwischen Madrid und Sevilla geht möglicherweise auf das Konto der selben islamischen Terrorgruppe, die für das Blutbad des 11. März verantwortlich gemacht wird. Der benutzte Plastiksprengstoff sei in beiden Fällen der gleiche gewesen, teilte der spanische Innenminister Angel Acebes am Samstag in Madrid mit. Es sei auch nicht auszuschließen, dass der vermutlich ebenfalls baugleiche Zünder im Besitz der Terroristen gewesen sei, gegen die nach den Attentaten mit 191 Toten und 1500 Verletzten ermittelt wird. Der Sprengstoff (Goma-2) sei zwar ein starkes Indiz, Schlussfolgerungen auf die Urheber seien dennoch verfrüht, sagte Acebes weiter. Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren. «Die terroristische Bedrohung ist in jedem Fall ernst und real», betonte er. Wie erst jetzt bekannt wurde, waren bereits am Mittwoch mehrere Verdächtige ertappt worden, als sie sich nahe Madrid an der Bahnstrecke nach Sevilla zu schaffen machten. Sie hätten Löcher an den Gleisen gegraben, um darin Sprengstoff zu deponieren, berichtete die Presse. Die Männer seien jedoch von einem Bahnarbeiter überrascht worden und geflohen. Nach einer 20-stündigen Unterbrechung konnte der Zugverkehr auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Madrid und dem südspanischen Sevilla am Morgen wieder aufgenommen werden. Hunderte Polizisten und Soldaten hatten die 470 Kilometer lange Trasse die ganze Nacht über nach möglichen weiteren Bomben abgesucht. Entdeckt wurde nichts. Nach dem Fund eines Zwölf-Kilo-Sprengsatzes am Freitag werden diese und andere Bahnlinien nun auch vom Militär bewacht. Es ist das erste Mal, dass die spanische Armee derart massiv in den Kampf gegen den Terror einbezogen wird. Auch Bahnhöfe, Flughäfen, Atomwerke oder Erdöl- Raffinerien werden jetzt stärker abgesichert. Die spanische Botschaft in Kairo hat Presseberichten zufolge am 28. März ein Schreiben erhalten, in dem eine zu El Kaida gerechnete Gruppe mit Anschlägen auf diplomatische und andere Vertretungen Spaniens im Norden Afrikas und in Nahost droht. Um neuen Terror zu verhindern, müsse Madrid binnen eines Monats seine Truppen aus dem Irak und Afghanistan abziehen, heiße es in der Botschaft. Die Echtheit des Briefes werde zwar noch überprüft, die Drohungen würden aber ernst genommen. Es werde bereits überlegt, spanische Auslandsschulen sowie Kulturinstitute etwa in Marokko einstweilen zu schließen. Unterzeichnet wurde das Schreiben von den «Abu-Hafs-El-Masri- Brigaden», die sich in einem Brief an die in London erscheinende arabische Zeitung «Al-Quds Al-Arabi» auch zu den Attentaten des 11. März in Madrid bekannt hatten. Tage später hatte El Kaida in einem Video sich selbst zu dem Massaker bekannt. «Abu Hafs» sei ein in Afghanistan getöteter Handlanger von Osama bin Laden, hieß es. Der erste AVE-Hochgeschwindigkeitszug fuhr am Samstag um 7.30 Uhr vom Atocha-Bahnhof in Richtung Sevilla ab. Um die Reisenden zu beruhigen, fuhr RENFE-Präsident Miguel Corsini in dem Zug mit. Von der Unterbrechung zu Beginn der Osterferien in Spanien waren rund 15.000 Reisende betroffen gewesen. RENFE setzte am Samstag auf der Strecke elf zusätzliche Züge ein.
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#69
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| ...um nochmal bei dem Thema "normale/gemässigte Muslime" einzuhaken... ...lese ich diesen Artikel... http://www.spiegel.de/politik/debatt...294271,00.html ...komme ich mir irgendwie nicht so vor, als ob ich eine besonders verquere Einstellung zum Islam hätte, sondern eher, dass meine Erfahrungen Tatsachen wiederspiegeln. ...und wenn ein Moslem, wie Herr M. Walid Nakschbandi folgendes feststellt, dann kann ich nur sagen..."Blöd' nur, dass es niemand sonst wahrhaben möchte"...: "Wir alle dachten früher, dies seien verwirrte Gedanken einiger Analphabeten. Wie naiv! Begreift endlich, dass sie uns und unsere Ideale vernichten wollen! Auch hier - in Deutschland." ![]() |
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#70
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| DEBATTE ÜBER ISLAMISTISCHEN TERROR "Ich schäme mich, ein Muslim zu sein" Von M. Walid Nakschbandi Drücken sich die Muslime in Europa vor einer klaren Verurteilung des islamistischen Terrorismus? Der Deutsch-Afghane M. Walid Nakschbandi wirft seinen Glaubensgenossen vor, sich nicht klar genug zur Gewissens- und Religionsfreiheit zu bekennen. Ein politischer Weckruf. Als am 11. September 2001 zwei Flugzeuge die beiden Türme des World Trade Centers in New York wegrasierten, hat eine weltweit kleine Minderheit der Muslime inständig gehofft und gebetet, dass dies kein Terroranschlag sein möge. Eine spürbar große Menge der Muslime allerdings hat sich gefreut. Mit dem Massaker fanatischer Muslime in Madrid hat nun der Terror Europa ins Herz getroffen. Und wieder herrscht klammheimliche Freude bei vielen der Muslime. Freude darüber, dass man den Ungläubigen eine Lektion erteilt hat. Die Freudentänze der fanatisierten Muslime auf den Straßen in Beirut und die Predigten in den deutschen Moscheen - damals nach dem 11. September - wurden hier zu Lande nicht ernst genommen und von Politikern als ein irrationaler Akt der Dumpfen empfunden. Was die britische "Times" im Jahre 1860 über die Politik der Deutschen schrieb, klingt heute noch aktuell: "Die Launen der deutschen Politik sind solcher Art, dass wir ihnen nicht zu folgen vermögen. Es ist nutzlos, nach Tiefgründigkeit Ausschau zu halten, wo nach aller Wahrscheinlichkeit nur Pedanterie herrscht, oder nach einer greifbaren Absicht, wo vielleicht nur der Wunsch besteht, irgendeine im Traum geborene historische Idee zu verwirklichen. Wäre die Art der Deutschen wie die unsrige, würden sie von praktisch denkenden Staatsmännern regiert - anstatt von Zuchtmeistern. Erst dann könnten wir uns vorstellen, sie hätten ein fernes Ziel ins Visier genommen..." Die Muslime in Deutschland sind nicht radikal, fanatisch, sondern einfache gläubige Menschen, die Frieden und Ruhe wollen. So lautete das Glaubensbekenntnis vieler Politiker. Ich sage: Sie irren. Nicht wenige Muslime, auch in Deutschland, haben sich als militant erwiesen, pfeifen auf die Demokratie und treiben Missbrauch mit den Werten der Freiheit, Toleranz und Menschenwürde. "Wir haben die völlig paradoxe Situation, dass Kindern in Hamburg oder in Kalifornien eine fanatischere und intolerante Version des Islam gelehrt wird als irgendwo sonst in der islamischen Welt - außer in Saudi-Arabien", so der amerikanische Islamwissenschafter Bernard Lewis kürzlich in der "Zeit". Sie wollen unsere Ideale vernichten Wir meinen es gut mit ihnen, weil wir einen unbändigen Gefallen daran finden, uns vor aller Welt als politisch korrekt aufzuspielen. Wir sympathisieren mit Parade-Muslimen, die wir in Schriftstellern wie Nagib Machfus oder Rafik Schami erblicken. Wenn wir aber das Leben unserer Bürger schützen und die Grundwerte einer liberalen Gesellschaft verteidigen und die eher kleine Zahl aufgeklärter Muslime in Deutschland und andernorts stärken wollen, dann müssen wir mit den militanten Muslimen und deren Sympathisanten anders verfahren. Dann müssen wir den Artikel 2, Absatz 2 Satz 3 des Grundgesetzes ("In diese Rechte darf nur aufgrund eines Gesetzes eingegriffen werden") endlich ernst nehmen und ihn womöglich revidieren. Jedenfalls müssen wir im Westen den Irrweg der Verständigung um jeden Preis meiden, und der Duldung auch nur eines Ansatzes von Gewalt und der scheinheiligen Anpassung an die fanatischen Muslime eine Absage erteilen. Unsere Werte werden nicht nur am Hindukusch verteidigt, sondern auch vor unserer Haustür, im Bahnhof Zoo oder am Frankfurter Flughafen. Kostenlos radikale Schulbücher Ein Blick in eine Moschee in Köln-Mülheim, Berlin Neukölln oder Hamburg-Altona beim Freitagsgebet reicht aus, um zu sehen, dass der Hass dieser Gruppe tief sitzt und ihm mit Argumenten nicht beizukommen ist. Dort werden die nicht gerade friedfertigen Schriften der Maulawis, der so genannten Islamgelehrten, der Gemeinde aufgezwungen. Dort werden Schulbücher radikalen Inhalts kostenlos verteilt. Wir alle dachten früher, dies seien verwirrte Gedanken einiger Analphabeten. Wie naiv! Begreift endlich, dass sie uns und unsere Ideale vernichten wollen! Auch hier - in Deutschland. "Im Bereich der inneren Sicherheit gibt es eigentlich nichts, was es nicht gibt", schreibt Heribert Prantl in der "Süddeutschen Zeitung" und kommt zu dem Schluss, dass "man" in Deutschland mit einer Diskussion über neue Gesetze, als Replik auf Gewalttaten, nicht mehr innere Sicherheit, "sondern innere Unsicherheit" produziere. Ist etwa die Politik der freien Demokratien für die Gewaltzustände verantwortlich? Wir müssen uns die Frage stellen, was uns in dieser Ausnahmesituation wichtiger ist: mit vorübergehend eingeschränkten Rechten dem Überleben unserer Gesellschaft eine Bresche zu schlagen oder im Vollbesitz der Grundrechte ein Opfer des Terrors zu werden! Die Muslime in Deutschland müssen begreifen, dass es den Missbrauch der Glaubens-, Gewissens- und der Bekenntnisfreiheit für Fanatiker und deren Zöglinge nicht länger geben kann. Muslimische Fanatiker und deren Sympathisanten haben es geschafft, dass die Vernunft gesteuerten, aufgeklärten Muslime sich mittlerweile schämen, dieser Religionsgemeinschaft anzugehören. Wie ich. Der in Afghanistan geborene Autor ist deutscher Staatsbürger muslimischen Glaubens und Geschäftsführer der Berliner AVE Gesellschaft für Fernsehproduktion, die unter anderem "Zeit-TV" herstellt. Der Beitrag ist in der Berliner Tageszeitung "Der Tagesspiegel" erschienen Der besagte Artikel!
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#71
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| Die zwei wichtigsten Komplizen der Urheber der Anschläge auf die Pendlerzüge von Madrid am 11. März waren Polizeispitzel. Das enthüllte die spanische Tageszeitung El Mundo. Demnach arbeitete der Marokkaner Rafa Zuher mit der Guardia Civil zusammen und Eduardo Suarez Trashorras mit der Nationalpolizei. Die beiden sitzen seit Ende März in U-Haft. Zuher, der als Kleindealer der Guardia Civil immer wieder Tipps gab, soll den Kontakt der Attentäter mit José Emilio Suarez Trashorras hergestellt haben. Der ehemalige Bergarbeiter und Kriminelle Suarez, der mit der Nationalpolizei in ständigem Kontakt stand, soll den Sprengstoff für die 14 Bomben besorgt haben. Suarez, der im nordspanischen Asturien verhaftet wurde, war wiederholt verdächtigt worden, mit Waffen und Sprengstoff zu handeln. Die Richter mussten ihn aber immer wieder mangels Beweisen laufen lassen. Zuher und Suarez hatten sich im Gefängnis kennen gelernt. Zuher kannte Jamal Ahmidan alias „El Chino“ durch seine Drogengeschäfte. Auch Ahmidan, der die rechte Hand des Kopfes der Bande, des Tunesiers Serhane Ben Abdelmajid Farkhet, war, dealte mit Haschisch, bevor er sich den radikalen Islamisten anschloss. Ahmidan und Abdelmajid waren unter den sieben Gesuchten, die sich am 3. April in Leganés in die Luft sprengten, um der Verhaftung zu entgehen.
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