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#1
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| Hallo ! Ich hatte kürzlich eine Diskussion mit einem Bekannten. Es ging darum, ob es für junge Menschen Sinn macht, zum Bund zu gehen, oder ob eine zivile Laufbahn immer vorzuziehen wäre. Mich würde jetzt mal interessieren: Würdet ihr, wenn ihr heute ungefährt 20 Jahre alt seid/wäret, zur Bundeswehr/zum Bundesheer/zur Schweizer Armee gehen? Was sind eure Pro-und Kontraargumente?
__________________ Wer eine Not erblickt und wartet, bis er um Hilfe gebeten wird, ist ebenso schlecht, als ob er sie verweigert hätte. Dante Alighieri |
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#2
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| Ich habe es mir mehrere male durch den Kopf gehen lassen,war auch bereit dafür dort hinzu gehen bin es aber nicht und wurde glücklicherweise nicht angenommen! Man muss es im Blut haben,kämpfen etc. und all der Heldenscheiss... wenn man es will,viele wollen einfach nur Call of Duty und Battlefield nach empfinden und das ist eh falsch! Pro: - Geld - Absicherung (Auszahlung,Rente) - Arbeit - Beim Staat angestellt - Versorgung - Urlaub - Aufstiegsmöglichkeiten bei Grundvorraussetzungen. Contra: - Wenn was passiert bist du raus - Weit weg von zu Hause - Vielleicht nicht deine Vorstellungen - Schwer rauszukommen bei nicht gefallen - ***** vom Dient bei demotivation - Unpersönlich Für mich ist es im Endeffekt klar das ich nicht glücklich geworden wäre beim Bund,wirklich nicht. Denn es ist nicht mein Kampf den ich da austragen würde,sondern für jemand anderes den ich vielleicht nie wirklich kennenlernen werde..und das ist für mich NICHTS. Mein Leben,mein Schlachtfeld,ich bin kein Sklave oder Werkzeug für irgendjemand anderes.
__________________ "Fange niemals einen Tiger mit bloßen Händen..." |
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#3
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| Ich würde niemals mein Leben für Deutschland un seine Bürger riskieren, lol. |
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#4
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| Wenn, dann als Offizier... Pro: - Bezahltes Studium - Sicherer Job für die Zeit der Verpflichtung - Vermittlung von Führungsqualitäten und praktische Anwendung Contra: - Festlegung auf 12 Jahre in einem Alter, wo die wenigsten so lange planen wollen/können - Job, bei dem du im Ernstfall dein Leben riskierst - Ortswahl nicht 100% sicher/frei - Auch nach 12 Jahren bist du in gewissem Grad Befehlsempfänger und in Deinen Möglichkeiten eingeschränkt Mein Ding wär es nicht, aber wer sich damit arrangieren kann, wieso nicht - gibt schlimmeres. PS: Es gibt aber so viele unterschiedliche Richtungen vom Stabsarzt bis zum Panzerkommandant, dass man das schlecht verallgemeinern kann. PPS: Mannschafts- oder Unteroffizierslaufbahn...hat für mich nach meiner Wehrdienstzeit (ja, ist ne Weile her) absolut keinen Reiz, aber wer nen relativ sicheren Beruf mag, wo klar gesagt wird, was man zu tun hat und wenn man kein Problem hat im schlimmsten Fall dabei draufzugehen - für den mag das interessant sein. |
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#5
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| Zitat:
im nachhinein war´s die reinste zeitverschwendung - konnte aber einiges dort "abgreifen" zb. den lkw führerschein sowie einige zusatzqualis über den berufsförderungsdienst. Zitat:
Zitat:
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#6
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| Ne, sicher nicht. Ich hab den Grundwehrdienst im österreichischen Bundesheer abgeleistet und das war mir echt zu sinnlos. Während der Grundausbildung waren zwar ein paar coole Momente, aber danach merkt man einfach, dass es da eigentlich nichts zu tun gibt. |
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#7
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| Meistens ist man eh ein Sklave seiner selbst. Dennoch kann ich die Rahmenbedingungen für mich und mein Gewissen nicht unterschreiben,das schränkt mich so ein das ich mich als Sklave fühle. Meine Meinung.
__________________ "Fange niemals einen Tiger mit bloßen Händen..." |
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#8
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| Ich würde zur Bundeswehr gehen, spiele schon mit dem Gedanken mich nach dem Abitur zu melden, als Offizier dann. Wie bereits erwähnt, bezahltes Studium, die Leute vom Bund haben (wie ich gehört habe) ein gutes Ansehen bei Arbeitgebern, sichere Stelle, gutes Geld. Einziges Problem ist die lange Verpflichtungszeit..
__________________ Mind is everything. |
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#9
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| Zitat:
dieses Ansehen wie vor Jahren gibt es nicht mehr aber es wird immernoch so verkauft. Du hast auch keine Vorteile. Du sitzt deine Zeit da ab,machst dein Studium oder deine Ausbildung gegen Ende des Wehrdienstes und du weißt nicht ob du psychisch oder körperlich das ganze durchhälst!
__________________ "Fange niemals einen Tiger mit bloßen Händen..." |
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#10
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| und evtl. die auslandseinsätze, die dein leben kosten können. klar kann man sagen, das muss man vorher wissen, aber für mich wird deutschlands freiheit eben nicht "am hindukusch verteidigt" und wenn es solche "jobs" damals bei mir gegeben hätte, bin ich ehrlich, dann hätte ich mich nie verpflichtet.. |
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#11
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| ich war zwar nicht beim Bund, aber wär ich 20, Arbeitslos und ohne Perspektive --> ich würde sofort hingehen.
__________________ I Love Schiuschitsu |
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#12
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| Wenn du zum Bund gehst schwingen da zwangsläufig ein paar Faktoren mit die du schlecht beeinflussen kannst. Mal alleine bezogen auf die Grundausbildung: Bei Glück landest du in einem tollen Zug, bist in einer super Stube mit netten Kameraden und guten Ausbildern. Bei Pech darfst du mit Drogen vertickenden Rechtsradikalen quasi in der Gemeinschaftszelle schlafen, wenn du denn zum schlafen kommst, und deine Ausbilder sind desillusionierte Machtfreaks auf dem Abstellgleis. Darüber ob du nun Glück hast oder nicht kann schon entscheiden ob du deinen Dienst ein paar Monate früher oder später beginnst. Jenseits der Grundausbildung spielst du imho auch Lotto. Kann alles wunderbar sein, kann aber auch schief gehen. Drüber hinaus ist's auch noch ein Unterschied in welcher Truppen- /Waffengattung du dich überhaupt befindest. Als SAZ im Mannschaftsdienst bist du meiner Meinung nach generell angeschissen.. Ich glaub mittlerweile, dass da viele Leute die den Bund so toll finden, im Nachhinein wohl gemerkt, entweder total bekloppt sind, oder an irgendeiner netten Variante des Stockholmsyndroms leiden. |
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#13
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| Zur Bundeswehr zu gehen macht Sinn, wenn man Soldat werden möchte. Eine Maurerausbildung macht Sinn, wenn man Mauern bauen will ... Zum Bund zu gehen, ohne Soldat werden zu wollen, macht in aller Regel keinen Sinn. Die Frage, die jeder für sich selbst entscheiden sollte, ist, ob man Soldat sein möchte. Das klingt vielleicht trivial, ist aber die notwendige Denkweise für eine Berufsentscheidung. In meinem Grundwehrdienst hatte ich Schwierigkeiten, die Einschränkungen meiner Freiheit zu akzeptieren. Das soldatische Leben ist nichts für mich. Langfristige Auslandseinsätze, fern meiner Familie, erst recht nicht. Andererseits hat mir mein Grundwehrdienst wichtige Vorteile gebracht (in nie vorher geplanter Weise, aber das ist persönlich). |
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#14
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| ma ein kleiner rückblick auf meine zeit als wehrpflichtiger...(bundeswehr) pro.: +lernst nette leute kennen / manche bleiben erhalten auch nach der zeit.. +gaudi bei der ausbildung +sicheres geld kontra.: -bist nur eine nummer / sehr unpersönlich (außer in der gruppe) -teilweise sehr fragwürdige vorgesetzte (alle dienstgradgruppen) -wenig geld.: 380€ wehrsold!! /auch die SAZ ler.. einstieg c.a bei 1500€ netto...steigerung nur min. -auslandseinsätze (tod / verwundung) -weit weg -umstrukturierung (viele versetzungen möglich) -verpflichtungszeit teils sehr lange -deine dienstzeit wird dir in keinem zivilen bereich angerechnet -manche ausbildungen haben keine zivile anerkennung, sind nichtig (piloten etc. / Ärzte-) -BW hat kein geld, kann passieren, dass z.b nach der pilotenausbildung truppendienst folgt...weil kein geld für flugstunden da is. scheinerhalt damals 15h flugzeit im jahr... u.s.w bis xy mein fazit.: nur für idealisten.... ps.: sprech einfach mal mit ehemaligen.... nachtrag.: die meisten kontra infos sind von teils noch aktiven....die nach dem wehrdienst noch länger geblieben sind...^^
__________________ "Die Zahl der Feinde ist um ein lächerliches Dreifaches größer." Geändert von Doc Norris (02-11-2011 um 15:10 Uhr). |
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#15
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| würde zum Bund gehen, wenn ich mich neu entscheiden könnte. Alle die ich kenne, die nach dem Abitur zum Bund gegangen sind haben Ihre Zeit mitlerweile abgeleistet und in der Zeit viel Geld verdient ohne viel zu leisten. Nach den 12 Jahren bekommen die eine sichere Beamtenstelle und können bis zur Rente Eierschaukeln bei gutem Einkommen und guter Pension. Ich verdiene zwar auch nicht schlechter, muss aber mehr dafür tun. Zum Einsatz kommt es bei den wenigsten, somit ist auch die Gefahr mit ner Kugel im Kopf zu enden relativ gering. Je nachdem, welche Interessen du hast,kannst du die Bundizeit nutzen um diese auf deren kosten zu studieren...ein schulfreund von mir hat sogar nen Helikopterführerschein gemacht und verdient damit jetzt kohle ohne ende.... Fazit eines ehemaligen Zivildienstleistenden mit Freunden beim Bund: leichter kann man nicht durchs berufsleben kommen...(sagenzumindest meine Kumpels beim Bund) |
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