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  #1  
Alt 04-09-2010, 19:50
IMA-Fan
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Standard Entwicklung des Kampfstils

Hi Leute,

ich habe in letzter Zeit öfters mal über die aktuelle Entwicklung des Kampfstils im MMA nachgedacht und kam zu ein par Überlegungen

In den letzten Jahren konnte man vermehrt den Aufstieg des Ringens beobachten, während das BJJ so meine Meinung, im Vergleich zu seiner Blütezeit, etwas in den Hintergund geriet. Es ist natürlich immer noch fester Bestandteil, aber Takedown/Sub Runde 1 ist heute einfach nicht mehr so locker drin, weil die Leute durchs Ringen eine grandiose TD Defense haben und durchs intensive Grappling auch eine sehr gute Sub-Defense. Bei guten Leuten sind es oft regelrechte Positions Schlachten. Natürlich haben Submissions immer noch ihren festen Anteil, aber das Spiel davor gehört einfach primär dem Ringen so meine Meinung. Letztendlich passiert dann sowas wie Fedor vs Werdum , aber ich denke an der breiten Masse gesehen, lässt sich die These schon begründen. (Lesnar/Gsp/Maynard)

Der aktuellste Trend im Stand Up ist die Verschiebung zum Boxen. Ich hatte erst überlegt, ob ich den Thread ,,Verschwinden des Muay Thai" nennen sollte, aber fand es dann doch etwas überspitzt. Jedoch sieht man immer weniger MT im MMA so meine Meinung. Hinzukommt, dass sich immer mehr Profis gezielt Box Coaches suchen. Führt zur Frage warum:

Dinge wie Flying Knee Aktionen sind einfach sehr riskant ( Fedor vs Arlovski) und der klassische MT Clinch schwieriger anzubringen aufgrund des starken Ringens im Stand. Für den Ellenbogen muss man näher ran, ebenfalls größere Gefahr die Erde zu küssen. Ein Wissen um das Blocken von Lowkicks ist absolut überlebenswichtig, aber auch deren Einsatz birgt ein größeres Risiko für einen Treffer am Kinn. Denke jedoch, dass sich diese Tritte noch am längsten halten werden. Klassische Kicks zu Kopf und Körper, werden immer seltener und lassen die Kämpfer zu exponiert stehen. Boxen in guter Balance ist einfach weniger Risiko und dahin geht für mich der aktuelle Trend im MMA. Reduzieren des Risikos!

Interessanterweise waren die Hauptbestandteile des alten Pankrations Ringen und Boxen. Geht die Entwicklung dahin zurück?

Meine These: Bei den Top Leuten wird sich auf kurz oder lang, ein Stil durchsetzen, der primär aus diesen Elementen (Boxen/Ringen/Submissions) besteht, während der Rest des Technik Pools arge Einbußen erleben wird. Beim BJJ sehe ich den Bedarf es noch explosiver/überraschender zu gestalten.

Soweit meine Gedanken zum Kampfstil MMA in der Zukunft!

Grüße Ima-Fan

Geändert von IMA-Fan (04-09-2010 um 19:52 Uhr).
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  #2  
Alt 04-09-2010, 20:18
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Kann man so unterschreiben.
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  #3  
Alt 04-09-2010, 20:27
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Zitat:
Zitat von IMA-Fan Beitrag anzeigen
Interessanterweise waren die Hauptbestandteile des alten Pankrations Ringen und Boxen. Geht die Entwicklung dahin zurück?

Meine These: Bei den Top Leuten wird sich auf kurz oder lang, ein Stil durchsetzen, der primär aus diesen Elementen (Boxen/Ringen/Submissions) besteht, während der Rest des Technik Pools arge Einbußen erleben wird. Beim BJJ sehe ich den Bedarf es noch explosiver/überraschender zu gestalten.
toll, noch mehr kämpfer wie maynard, edgar, griffin, fitch, gsp, koscheck, munoz, evans, couture und lesnar.

das wird bald kein kampfsport, sondern punktesport.
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"The man who is at the peak of his success, and the man who has just failed are in exactly the same position. Each must decide what he will do next." - Jigoro Kano
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  #4  
Alt 04-09-2010, 20:28
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ja das ringen ist immer noch recht dominant. siehe sonnen silva...aber bedenke das resultat :P

lesnar carwin, werdum fedor, silva sonnen alles submissions gewesen.

der bjj einfluss geht zurück. ich denke ringerischer mma clich mach heute 50% aus, bjj 30 und boxen mit bissel kicks 20.

am ende der entwicklung wird es eine einzelme sportart sein. aber der przess ist noch am laufen
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My Year 2011 http://www.youtube.com/watch?v=JYIrJ78Fpik&noredirect=1 in Jungle BJJ Praha
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  #5  
Alt 04-09-2010, 20:30
IMA-Fan
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Zitat:
Zitat von Teashi Beitrag anzeigen
toll, noch mehr kämpfer wie maynard, edgar, griffin, fitch, gsp, koscheck, munoz, evans, couture und lesnar. *gähn*

das wird bald kein kampfsport, sondern punktesport.
Inwiefern das mit dem Ringen auf Position positiv ist, ist natürlich nochmal ne andere Geschichte. Ich sehe jediglich den Trend dahin. Kämpfe wie Rashad vs Jackson fand ich auch grausam

Im Pankration waren halt noch ein par Extras erlaubt, mit denen könnte man den Bodenkampf natürlich auch aufpeppen

Grüße Ima-Fan
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  #6  
Alt 04-09-2010, 20:34
Benutzerbild von Teashi
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Kampfkunst: Judo, Ju-Jutsu
 
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Zitat:
Zitat von IMA-Fan Beitrag anzeigen
Inwiefern das mit dem Ringen auf Position positiv ist, ist natürlich nochmal ne andere Geschichte. Ich sehe jediglich den Trend dahin.

Kämpfe wie Rashad vs Jackson fand ich auch grausam

Grüße Ima-Fan
die kämpfe werden dann meistens so ablaufen:

boxen, clinch, takedown, g'n'p, aufstehen, boxen...

gelegentlich submissionversuche oder zufalls-knockouts.
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  #7  
Alt 04-09-2010, 20:36
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viele amerikanische kaempfer haben einfach durch die schule den ringerbackground, egal ob lesnar velasquez, sonnen oder kosheck. dass dies dann elementar in deren kampfstil ist, ist klar. dagegen hast du trotzdem immer das gegenteil: shogun ist der muay thai kaempfer, anderson silva mact inzwischen zwar einen auf roy jones jr, trotzdem hat er noch sicke kicks und knees, lyoto machida hat dann noch einen ganz anderen kampfstil, alistair overeem ist ein top 5 k1-fighter mit knien des todes, fedor hat seinen ganz eigenen standup stil aus dem sambo, jose aldos letzter kampf hat die macht von lowkicks auch nochmal demonstriert. deswegen ist es eben auch mma.

ich denke es wird sich immer verändern und weiterentwickeln.
ist genau wie im fussball: zurzeit ist 4-3-3 das nonplusultra das fast alle spielen, vor 5 jahren wars 4-4-2 # und davor hatten wir sogar noch nen libero.

grüße
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  #8  
Alt 04-09-2010, 20:43
Benutzerbild von Teashi
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Zitat:
Zitat von IMA-Fan Beitrag anzeigen
Ich sehe jediglich den Trend dahin. Kämpfe wie Rashad vs Jackson fand ich auch grausam
sakuraba's kämpfe sind oft auch über die länge gegangen. es gab viel bodenkampf mit längeren pausen und dennoch war es schön anzusehen. seine kämpfe waren wie schachpartien, intilligent und spannend. vorallem saku hat immer die entscheidung gesucht und sich nie auf punkte verlassen.

wenn man sich fitch, gsp oder maynard ansieht, die klammern verzweifelt an den gegner, nur um ihn nicht entwischen zu lassen und punkte zu sammeln. sakuraba ist auch ein ringer, aber wenn er auf dem boden ist, arbeitet er auf submissions hin oder g'n'p.
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  #9  
Alt 04-09-2010, 21:16
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ich denke, prinzipiell hat der kollege recht
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  #10  
Alt 04-09-2010, 21:20
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Ja, so sieht's aus

Das Ringen verdrängt das BJJ immer mehr, das ist klar.

Auch das Grappling und BJJ wird immer mehr und mehr ringerisch.. eine eindeutige Tendenz zeichnet sich da ab.

Position before Submission

Wird anscheinend endlich verstanden, und umgesetzt!!!!

Schade, dass das manche als langweilig ansehen
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  #11  
Alt 04-09-2010, 21:23
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Zitat:
Zitat von Kraken Beitrag anzeigen
Position before Submission
ich habe diesen spruch nie verstanden. jede aufgabetechnik braucht eine bestimmte position bevor sie ausgeführt wird, sei es sankaku jime, gyaku-ude-garami oder hadake-jime.
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  #12  
Alt 04-09-2010, 21:25
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Zitat:
Zitat von Teashi Beitrag anzeigen
ich habe diesen spruch nie verstanden. jede aufgabetechnik braucht eine bestimmte position bevor sie ausgeführt wird, sei es sankaku jime, gyaku-ude-garami oder hadake-jime.
Manche jagen nunmal viel lieber den Submissions nach, anstatt sich um eine vernünftige Positionierung zu kümmern. Und erstmal die Dominanz zu erreichen.
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  #13  
Alt 04-09-2010, 21:29
Benutzerbild von Teashi
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Zitat:
Zitat von Kraken Beitrag anzeigen
Manche jagen nunmal viel lieber den Submissions nach, anstatt sich um eine vernünftige Positionierung zu kümmern. Und erstmal die Dominanz zu erreichen.
ein guter ringer muss aus jeder position die vorteile ziehen. wenn er unten in einer schlechten position liegt und die position umdrehen kann, dann soll er das machen. kann er aber von unten einen aufgabegriff ausführen, wieso den kampf nicht vorzeitzig beenden?

position dem aufgabegriff immer vorzuziehen halte ich für falsch. man muss halt schnell das risiko abschätzen können und dann entscheiden.
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Geändert von Teashi (04-09-2010 um 21:31 Uhr).
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  #14  
Alt 04-09-2010, 21:37
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Eben... und Risiko ist ne ziemlich doofe Sache, wenn der andere gleich gut ist

Oder was meinst du, wieso man im modernen Sportjudo so wenige Aufgabegriffe sieht?
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  #15  
Alt 04-09-2010, 21:42
Benutzerbild von Teashi
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Zitat:
Zitat von Kraken Beitrag anzeigen
Eben... und Risiko ist ne ziemlich doofe Sache, wenn der andere gleich gut ist
dann soll man mehr trainieren oder mehr in sich vertrauen und auf risiko gehen. niemand langweilige kämpfe sehen. mma lebt von den zuschauern.

Zitat:
Zitat von Kraken Beitrag anzeigen
Oder was meinst du, wieso man im modernen Sportjudo so wenige Aufgabegriffe sieht?
sportjudo hat damit nichts zu tun. die wurde wegen "gefährlichkeit" gebahnt.
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