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Der Elf 19-04-2017 19:43

Erfahrungen mit Turnieren bei MMA Berlin?
 
Hallo, ich möchte mal mit dem Thema MMA beginnen und suche ein Ziel zum vorbereiten. Bin auf MMA Berlin Turniere gestossen und wenn jemand dazu etwas sagen kann. Meinung, Erfahrungen, etc.. würde mich das freuen.

Beste Grüße

Lynx38195 20-04-2017 12:40

Kenne einige Leute aus meinem Gym, die dort gekämpft haben.
Veranstaltungen sind meines Wissens seriös und finden regelmäßig statt.

Gekämpft wird ohne Shinguards, ohne Knie und Ellebogen.
Ich selbst habe ein paar "Sparringskämpfe" bzw. Smoker gemacht, und zwar in kleinen Gyms auf dem Lande. Würde ich nicht nochmal machen, weil eigentlich Kämpfe stattfinden, und nur als Sparring getarnt werden. Bzgl. Organisation und medizinischer Versorgung sah es teilweise sehr düster aus.

Allgemein kann man m.E. durchaus seine Erfahrungen bei MMA-Berlin sammeln, konkret Negatives habe ich nicht gehört. Mein alter MMA Trainer hatte uns regelmäßig auf die MMA-Berlin Turniere hingewiesen, wobei man vllt. nicht seinen ersten Kampf dort machen sollte.
Ich finde ein Kampf in Muay Thai (D Klasse) und vielleicht ein Paar BJJ Turniere eine ganz gute Vorbereitung bevor man MMA kämpft.
Muss natürlich jeder selbst entscheiden.

Viel Erfolg !

Der Elf 20-04-2017 18:21

Hey danke für deinen Beitrag!

Ist der Ref den immer von denen aus dem Haus ?

Hm ohne Knie nervt... Ohne Shinguards kein Ding, ohne EB hab ich mir schon gedacht.

Wie ist denn so das allgemeine Niveau der Fighter, es sind ja immer noch ama turniere oder tummeln sich da auch ein paar Pro´s?

Gebe zu ich bin ama. was groundfight angeht aber pro im Stand. Gibt jedoch viele gute MMA´ler die schlecht im gf sind. Natürlich trainiere ich die effektiven Basics, habe auch schonmal Judo gemacht, BJJ aber extra anfangen möchte ich nicht.

Für MMA ist es super aber ich habe ein bisschen Probleme damit. Es wird mir einfach zu hoch gelobt und gerade "nicht Kämpfer" die MMA gucken denken oft "das ist es", "dagegen hat keiner ne Chance". Ja im MMA nicht schlecht, weil die Amis das Regelwerk für Ihr Wrestling angepasst haben...

...aber ein bisschen scheinheilig ist es durch das ganze schon. z.B das ein Takedownversuch mehr Punkte bringt, als diesen zu blocken.. oder auch der 12/6er EB welcher, gezielt auf die Wirbelsäule, die meisten groundfights schnell beenden würde..

Auf der Straße ist man am ***** wenn man am Boden kämpft... da kommen die 12/6er, head stomps, augenstechen,... da wirkt dann auch BJJ nicht mehr so dolle, gerade bei 1+ Gegnern... aber dies ist ein anderes Thema.

Lynx38195 20-04-2017 19:18

Sie haben eine Menge Videos auf ihrem Youtube Channel: https://www.youtube.com/user/MMABerlin/videos

So kannst du dir einfach selber ein Bild machen, wie das Niveau ist.

Was Niveau grds. angeht, besonders bei Amateuren, weiß man nie was man kriegt. Manche Jungs geben an 0 Kämpfe zu haben, aber schon 10 Boxkämpfe haben. Nach dem Motto war ja kein MMA.
Oftmals kommt der Gegner einfach nicht, und du kriegst denjenigen der halbwegs passt vom Gewicht. Immer wieder spannend :D Schlimmstenfalls gibts keinen und die Enttäuschung ist groß.

Ansonsten mach doch erstmal ein Paar Einheiten MMA, dann kannst du unmittelbar beurteilen ob der Sport dir gefällt.

Keine Ahnung wie es "auf der Straße" läuft, da kann alles passieren, aber auch als reine Fintness und Freizeit macht es riesen Spass.

period 20-04-2017 21:24

Zitat:

Zitat von Der Elf (Beitrag 3575608)
Gebe zu ich bin ama. was groundfight angeht aber pro im Stand. Gibt jedoch viele gute MMA´ler die schlecht im gf sind. Natürlich trainiere ich die effektiven Basics, habe auch schonmal Judo gemacht, BJJ aber extra anfangen möchte ich nicht.

Ich weiß nicht, wie Du "pro" oder "ama." definierst - das Amateurniveau ist teilweise sehr, sehr hoch, während da wo ich herkomme "pro" nur bedeutet, dass man nur bezahlt auf Kämpfen antritt (als ich Thaiboxen trainiert habe, hat man mir innerhalb von einem halben Jahr angeboten, "pro" zu werden, und ich war damals deutlich unter dem allgemeinen Leistungsschnitt in dem Verein, wenn auch im oberen Leistungsschnitt bei den Einsteigern).

Ok, aber genug davon. Wenn man sich auf sein Game im Stand verlassen will (ich gehe jetzt mal davon aus, dass die Einschätzung stimmt und Du Dein Stand-up wirklich schon im Vollkontakt an hochkarätigen Gegnern diverser Stilarten ausprobiert hast), sollte man vor allem eins haben - einen Sprawl, der mit den besten in der Leistungsklasse mithalten kann, ansonsten ist sehr schnell Sense mit Stand. Und ob der Sprawl so gut ist, lässt sich eben nur herausfinden, wenn man mit erfahrenen Grapplern - idealerweise Freistilringern - trainiert. Wenn das nicht gegeben sein sollte - weiter am Sprawl arbeiten und zumindest die Grundlagen des Bodenkampfes - Guard, Guard Pass, Fußhebel, Arm Bar, Kimura, Guilottine und Rear Naked - so lange einschleifen, bis sie im Schlaf sitzen.

Wenn das Judo in der Vergangenheit dafür ausreicht - prima. Ansonsten würde ich es als Trainer bis auf weiteres unverantwortlich finden, Dich im MMA starten zu lassen, auch wenn es "nur" ein Amateurturnier ist.

PS: Noch was - MMA ist ein Regelwerk in einem reglementierten Sport, das ist alles. Ein Vergleich mit "der Straße" ist daher nicht angebracht, grade weil MMA in Deutschland nach wie vor um ein positives Image kämpfen muss. Man kann Regeln und Punktemodi gut finden oder auch nicht, aber wenn man in dem Regelwerk starten will, wird man sich diesem unterwerfen müssen. Ansonsten ist das Alternativangebot groß genug.

Beste Grüße
Period.


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