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  #16  
Alt 29-03-2006, 00:38
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Beiträge: 4.036
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Also ich hab das jetzt ein paarmal geschaft da folgendermaßen rauszukommen.

Allerdings waren meine Gegner Anfänger ( nen 90 KG Jiu Jitsu blaugurt der keien Ahnung von Bodenkampf hat und glaubt mit seinen ANgriff fauststoßabwehrmethoden kann er kämpfen )

zuerst versuche ich mit meinen Beinen mich der Hüfte des Gegners anzunähern (einzuhaken)--> der gegner läuft wie panisch umher um den Abstand groß genug zuhalten. ---> nun schwinge ich mich ruckartig in die entgegengesetzte richtung und gehe in die Brücke --> versuche über linke schulter zu rollen.

Nun gab es 2 versionen :
1. der Gegner hält weiterhin fest an mir ---> er wird "umgerollt" und nun lieg ich oben der unten.

2. der Gegner stütz sich ab um nicht umgerollt zu werden ---> es entsteht eine kleine Lücke durch die ich mich durchzwängen kann und dann frei bin.

Ob das auf hohem technischen Niveau auch geht weiss ich allerdings nicht.
__________________
What do u know about fighting if u have never been in a ring/cage ?
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  #17  
Alt 29-03-2006, 11:34
tom herold
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Standard escape from kesa-gatame

Zitat:
Zitat von vstm
du liegst auf der seite...? soweit klar
aber wenn ich meine hüfte von ihm wegdrehe ist mein hals doch deswegen immer noch in seiner beuge eingeklemmt...?
er kann sich auch genauso schnell wie ich bewegen um den abstand wiederherzustellen?

gibts da vielleicht noch einen knackpunkt?

lg
nee, nee, du mußt schon auf der seite liegen bleiben, die du dem gegner zuwendest (das ist eben die schwierigkeit, sich auf die seite zu legen!). dann krümmst du dich zusammen, soweit du kannst, und dann folgt die bewegung des elbow escape (bei uns heißt das ding wie gesagt "krebs", von wegen rückwärts weg). also preßt du einen fuß (geht nur einer, wirst du sehen) auf die matte zur unterstützung und hebst deine hüfte an. dann weg mit der hüfte vom gegner - so weit du nur kannst, und immer wieder immer weiter. dein kopf rutsch aus der armbeuge raus, garantiert. wie gesagt, wir machen das seit vielen jahren so, und es funktioniert. ich freue mich immer über die verdutzten gesichter anderer judoka etc., die es zuerst nicht glauben wollten ("das ist so einfach, das kann gar nicht funtionieren!")
mfg
tom
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  #18  
Alt 29-03-2006, 12:13
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Hallo Tom.
Du gehst ja davon aus, das der Angreifer noch im "Aufbau" seiner Halteposition ist. Oder irre mich da?
Denn wenn ich den Kesa Gatame halte, versuche ich mich auf den kurzen Rippen des Gegners schwer zu machen, ihm so die Luft zu nehmen und ihn in seiner Beweglichkeit einzuschränken, sowie durch den Arm, der um seinem Kopf ist, seine Schultern von der Matte zu heben. Somit schwäche ich ihn. Wenn ich es schaffe in die Position so zu kommen, denke ich mal, das es sehr schwer wird, Wettkampfregelkonform zu entkommen. So lange wie der Haltende noch im Eingang ist, kenne ich auch deine Art der Befreiung.
Mein Trainer sagt immer, wenn ich einmal richtig drin bin und das Prinziep verstanden habe, wird es sehr schwer raus zu kommen, aber bis ich einmal da bin!
MfG
Markus
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  #19  
Alt 03-04-2006, 13:06
tom herold
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Standard escape kesa-gatame

@markus: nö, der kann ruhig schon die endposition erreicht haben - das ist ja das schöne an dieser befreiung! man darf natürlich einen gravierenden fehler nicht machen: man darf nicht still auf dem rücken liegen bleiben. wenn der gegner die kurzen rippen belastet, muß man das eben erst mal wegstecken (außer wenn bob zapp oder akebono draufliegen ;-)
kann man sich nicht wegdrehen, muß man den gegner (und das schafft man!) mit beiden armen umklammern, etwas unterhalb seiner kurzen rippen, und ihn zusammenpressen, wobei man ihn in richtung des eigenen kopfes zieht (den kindern und jugendlichen erkläre ich immer, sie sollen sich so bewegen, als ob sie einen pullover ausziehen, dann verstehen sie genau, was sie tun müssen)
durch diese bewegung wird die eigene hüfte frei, die kurzen rippen werden etwas entlastet und weiter gehts wie ich vorab beschrieben habe. viel spaß beim üben!
mfg
tom
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  #20  
Alt 03-04-2006, 15:15
Benutzerbild von Schnueffler
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Kampfkunst: anderen aua tun ;)
 
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Womit wir mal wieder beim Thema wären:
für die Zeit, für den Judo-Wettkampf, sollte ich es schaffen, mich so schwer zu machen, das ich den Griff halten kann.
MfG
Markus
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  #21  
Alt 04-04-2006, 11:51
tom herold
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Zitat:
Zitat von Schnüffler
Womit wir mal wieder beim Thema wären:
für die Zeit, für den Judo-Wettkampf, sollte ich es schaffen, mich so schwer zu machen, das ich den Griff halten kann.
MfG
Markus
das kann schon sein. diese befreiung ist eben, wie alles, eine frage der immerwährenden übung. irgendwann schafft man es (unsere judokids haben das bewiesen), sich nach spätestens zehn sekunden rausgewunden zu haben (ich war selbst überrascht, daß kinder! das hinbekommen - es kann also nicht so furchtbar schwer sein). für mich ergibt sich durch die von dir angesprochene regel aber die frage, wie man glauben kann, einen kampf gewonnen zu haben, wenn man den gegner dreißig sekunden (oder wie lange auch immer) einfach nur festhält. da gerät doch völlig aus dem blick, daß die festhaltegriffe nur dazu da sind, den ansatz eines hebels oder einer würge zu ermöglichen ... aber das nur nebenbei.
mfg
tom
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  #22  
Alt 07-04-2006, 09:32
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Standard judo vs. grappling

Das, mit dem untenhalten und keinen Hebel ansetzen, hat mich bei meinen ersten paar Judostunden auch sehr irritiert. Man wird festgehalten, aber es geht nichtmehr weiter. Im Grappling ist da doch noch irgendwie mehr Bewegung drin.
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  #23  
Alt 08-04-2006, 19:12
tom herold
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Zitat:
Zitat von ankekay
Das, mit dem untenhalten und keinen Hebel ansetzen, hat mich bei meinen ersten paar Judostunden auch sehr irritiert. Man wird festgehalten, aber es geht nichtmehr weiter. Im Grappling ist da doch noch irgendwie mehr Bewegung drin.
wenn (ja eben: wenn!) judo richtig trainiert wird, dann ist eigentlich jedem klar, daß festhaltegriffe nur übergänge zu den entscheidenden bodentechniken (oft auch unterstützt durch atemi) sein können. da hat das versportlichte wettkampf-jacken-ringen viel kaputtgemacht ...
schade. aber es ist ja nie zu spät, wieder zurück zu den ursprüngen zu gehen ...
mfg
tom
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  #24  
Alt 10-04-2006, 09:48
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Judo
 
Registrierungsdatum: 03.06.2005
Beiträge: 112
Standard

Zitat:
Zitat von tom herold
wenn (ja eben: wenn!) judo richtig trainiert wird, dann ist eigentlich jedem klar, daß festhaltegriffe nur übergänge zu den entscheidenden bodentechniken (oft auch unterstützt durch atemi) sein können. da hat das versportlichte wettkampf-jacken-ringen viel kaputtgemacht ...
schade. aber es ist ja nie zu spät, wieder zurück zu den ursprüngen zu gehen ...
mfg
tom
ich kenne das Bodenrandori auch nur so bevor ich mit dem Grappling angefangen habe

zum Thema:

Was überraschenderweise auch funktionieren kann: Zuerst zu versuchen seine Beine zu klammern => er versucht wegzukommen... dann den körper in die andere Richtung bringen, so dass ihr möglichst weit auseinander liegt. jetzt ruckartig in seine richtung drehen, auf den Bauch, dadurch wird er auf den Rücken gebracht... wie gesagt, muss überraschend kommen, aber viele lassen sich damit überrumpeln
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  #25  
Alt 10-04-2006, 11:33
tom herold
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Standard escape

@uchimata: wenn du dabei noch die hüfte anhebst (schnellere bewegungen möglich, da geringere reibung mit der matte), hast du im prinzip die grundbewegung des elbow-escape ... ist eben immer wieder das gleiche, egal wie es heißt. macht aber viel spaß, aus diversen festhaltegriffen, die vielen als "absolut sicher" gelten, relativ einfach herauszurutschen. ich amüsiere mich immer köstlich (aber ohne häme) über die verdutzten gesichter ... ja, ja, das gute alte kosen-judo ...
in diesem sinne - jiko no kansei!
tom
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