Ich würde sagen, die abgeschwächte Version von Free Fight, wie man sie aus den
MMA-Kämpfen im Fernsehen kennt, ist weniger brutal als Profi-Boxen. Bei letzterem haut man sich 12 Runden lang gewollt in die Fresse, bis der Kopf geschwollen ist, während die meisten Siege in Freefight-Matchen rasch erfolgen, entweder per k.o., aber viel häufiger doch durch Submissiontechniken, die zu schmerzhaft sind, um nicht aufzugeben und sich Arm oder Bein brechen zu lassen. Okay, wenn man Kämpfe sieht wie in Brasilien bei der Doku "Smashing Machine", wo ohne Faustschützer schnell das Blut spritzt und Kopfstöße und Stampftritte erlaubt sind etc. ist das schon wieder eine andere Sache. Aber seit der Abschwächung fü
rs Pay- und Kabel-TV ist Free Fight reglementierter und dadurch weniger brutal geworden.
Sicherlich ist Freefight rau und sieht sicherlich gerade für völlige Kamfpsport-Muffel nach Schlägerei aus. Aber diese Leute finden dann auch Muay Thai oder K 1 superbrutal und sind daher kein Maßstab. Würde ber mal sagen viel brutaler als andere Vollkontakt-Kampfkünste ist Free Fighting doch auch nicht. Die Leute haben ein verzerrtes Bild, Schläge auf einen am Boden liegenden Menschen, kahlraiserte Muskelprotze in knappen Höschen, die im Käfig mit allen Mitteln und ohne großen Schutz kämpfen, wirkt sehr brutal im ersten Moment. Aber letztendlich ist diese Disziplin für jeden Kamfpsportler doch eigentlich die faszinierenste Möglichkeit im sportlichen Rahmen alle Kampftechniken auszunutzen, die nicht extrem gefährlich sind.