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  #1  
Alt 05-05-2006, 12:59
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Kampfkunst & -sport
 
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Standard Gi-Kompatibilität

Sind Judo-Anzüge eigentlich mit BJJ-Anzüge kompatibel? Oder gibt es da irgendwelche Besonderheiten? Wundert mich gerade, weil die Judo-Anzüge wesentlich weniger kosten.
__________________
"Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben."
~ André Gide
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  #2  
Alt 05-05-2006, 13:29
Benutzerbild von nukeone
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Kampfkunst: schlafen und fressen
 
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Standard

wo sollte da der unterschied sein ausser der preis, man die wollen doch nur kohle machen bab y
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  #3  
Alt 05-05-2006, 13:36
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Kampfkunst & -sport
 
Registrierungsdatum: 06.07.2004
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Ja, keine Ahnung. Zwischen schlagende und grapplende Sportarten, könnte ich ja schon verstehen, dass es verschiedene Anzüge sind. Aber bei reine Grapplingstile...vielleicht zerren die einen ja anders als die anderen.
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  #4  
Alt 05-05-2006, 13:40
Benutzerbild von Agi-Gum
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Kampfkunst: BJJ (ehemals TKD)
 
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Zitat:
Sind Judo-Anzüge eigentlich mit BJJ-Anzüge kompatibel? Oder gibt es da irgendwelche Besonderheiten? Wundert mich gerade, weil die Judo-Anzüge wesentlich weniger kosten.
BJJ-Anzüge sind vom Material her (Single-/Double-Weave etc.) mit Judo-Anzügen vergleichbar, allerdings sind sie normalerweise enger geschnitten (was für den Bodenkampf gewisse Vorteile bietet und schicker aussieht ), in mehr Farben (z.B. Schwarz, Rot) verfügbar und oftmals mit Unmengen von "Patches" ausgestattet. Der preisliche Unterscheid ist vermutlich darauf zurück zu führen, dass die BJJ-Anzüge praktisch immer importiert werden müssen, während es fürs Judo auch sehr gute einheimische Marken gibt. Aber im Judo gibt es ebenfalls sehr, sehr teure Anzüge.

Was meinst du genau mit kompatibel? Falls du mit einem BJJ-Anzug auf einen Judo-Wettkampf gehen möchtest, dann könntest du je nachdem, wie strikt die Wettkampfleitung das Reglement handhabt, ein Problem bekommen (z.B. wegen des fürs Judo zu engen Schnitts, der Farbe oder der Patches). Anders herum sollte das kein Problem darstellen, aber das muss man evtl. im Vorfeld abklären oder einen "sicheren" Reserveanzug mitnehmen.

Falls du mit einem Judo-Anzug ins BJJ-Training gehen möchtest (oder umgekehrt), dann solltest du das mit deinem/r Trainer/in absprechen, aber bei uns bspw. stellt das überhaupt kein Problem dar.

Persönlich habe ich sowohl einen Judo-Anzug als auch einen BJJ-Anzug (von Koral! Großartiger Anzug! Möchte ihn heiraten und Kinder mit ihm haben!) und ich würde mir fürs BJJ keinen Judo-Anzug mehr kaufen.

Geändert von Agi-Gum (05-05-2006 um 13:44 Uhr).
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  #5  
Alt 05-05-2006, 13:43
Benutzerbild von Schnueffler
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Kampfkunst: anderen aua tun ;)
 
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Der Schnitt, die Farbe, die Aufnäher und der Preis!
MfG
Markus
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Denke immer daran, dass es nur eine wichtige Zeit gibt: Heute. Hier. Jetzt.
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  #6  
Alt 05-05-2006, 13:59
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Kampfkunst: Kampfkunst & -sport
 
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@Agi-Gum
Sowas in der Richtung habe ich vermutet. Danke für die ausführliche Antwort, hat mir definitiv weitergeholfen und den einen oder anderen Interessenten vielleicht auch.
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  #7  
Alt 05-05-2006, 14:51
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Zitat:
Zitat von Agi-Gum
(von Koral! Großartiger Anzug! Möchte ihn heiraten und Kinder mit ihm haben!)
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  #8  
Alt 05-05-2006, 16:22
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Ich nutze meinen alten Ju-Jutsu-Gi für's BJJ (Danroh, Shogun) - sieht scheiße aus, tut aber seinen Dienst kommentarlos.

Sollte ich die Kohle haben kommt mir sofort ein Koral oder Keiko Raca in's Haus... obgleich "sofort" in Anbetracht der Lieferzeiten etwas unangebracht ist

BJJ ist immer noch bei weitem nicht so verbreitet, wie Judo es ist: Geringere Nachfrage <-> höherer Preis.

Grüße,
Luggage
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  #9  
Alt 05-05-2006, 17:10
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Beim Judo Wettkampf dürfen die Ärmel etc. nicht zu kurz werden... kann beim BJJ Gi Probleme machen.
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  #10  
Alt 05-05-2006, 17:56
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Zitat:
Zitat von Luggage
Ich nutze meinen alten Ju-Jutsu-Gi für's BJJ (Danroh, Shogun) - sieht scheiße aus, tut aber seinen Dienst kommentarlos.
Den hab ich auch... kann man aber ratz fast einen BJJ-Gi draus machen.
Wie? Naja, ein paar AC/DC und Motörhead Patches draufgenäht und schon...
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  #11  
Alt 05-05-2006, 18:28
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Ich benutz ein Judo-gi der Firma Ju-sports für das BJJ training und hatte bis jetzt keine Probleme gehabt

Gruß

Vitali
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Es ist leichter, einmal im Jahr ein Kind zu bekommen, als sich jeden Tag rasieren zu müssen. /ein russisches Sprichwort/
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  #12  
Alt 05-05-2006, 18:37
Benutzerbild von Luggage
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Zitat:
Zitat von Lars´n Roll
Den hab ich auch... kann man aber ratz fast einen BJJ-Gi draus machen.
Wie? Naja, ein paar AC/DC und Motörhead Patches draufgenäht und schon...
Ja schon, ich finde nur den Schnitt ziemlich bescheiden - hinzu kommt, dass so ein Goldweave-Jäckchen schon angenehmer zu tragen ist.

Grüße,
Luggage
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  #13  
Alt 06-05-2006, 01:09
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Kampfkunst: Judo
 
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BJJ auf Judo-Turniere wird schwierig, da, wie oben erwähnt, die reglementierung im Judo sehr streng ist, und auch wirklich kontrolliert wird. Zudem ist bei den "besseren" turnieren ein lizensierter Anzug Pflicht, womit es hier auch probleme gibt....

es gibt allerdings auch schön eng geschnittene judo anzüge

kann nur die firma dax empfehlen....
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  #14  
Alt 06-05-2006, 12:50
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Zitat:
Zitat von Luggage
BJJ ist immer noch bei weitem nicht so verbreitet, wie Judo es ist: Geringere Nachfrage <-> höherer Preis
War's nicht umgekehrt?

Das ist wohl eher keine Erklärung. Besser wäre schon: Geringere Stückzahlen höherer Preis. Wobei in Brazil ja günstig produziert werden kann. Bleibt also: Die Brasis sind geldgeil und wissen sehrwohl, dass ihr Zeug Kult ist. Das schlägt sich dann im Preis nieder...doof sind se ja auch nicht
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  #15  
Alt 06-05-2006, 17:23
Benutzerbild von Luggage
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Zitat:
Zitat von Dudeplanet
War's nicht umgekehrt?
Der Doppelpfeil weißt auf die Wechselseitigkeit des Verhältnises hin, vllt. wäre aber "<=>" noch etwas offensichtlicher gewesen.
Zitat:
Das ist wohl eher keine Erklärung. Besser wäre schon: Geringere Stückzahlen höherer Preis. Wobei in Brazil ja günstig produziert werden kann. Bleibt also: Die Brasis sind geldgeil und wissen sehrwohl, dass ihr Zeug Kult ist. Das schlägt sich dann im Preis nieder...doof sind se ja auch nicht
Tatsächlich ist es eine Frage der Nachfrage, denn was brächten höhere Stückzahlen (die dir zu folge den Preis mindern würden), wenn diese nicht nachgefragt würden? Ich möchte hier jetzt sicher nicht die ganze mikroökonomische Gleichgewichtstheorie herunter beten, zumal die der Realität auch nicht immer entspricht. Nur mal in Kürze:

Hier ist erstmal das standart Marktgleichgewicht abgebildet:
Schematisiert führt hier der Preis zu einer bestimmten nachgefragten Menge. Befindet sich das System im Gleichgewicht, wie auf dem Bild, so besteht für niemanden Anlass sein Verhalten zu ändern.
Das ist jetzt ganz grob, aber wenn man mal an der Nachfragekurve hochwandert, also zu einem Punkt sehr geringer Nachfrage, kann man links den Preis ablesen, zu dem eine Einheit des Gutes bei dieser Menge angeboten wird - er ist sehr hoch. Zu dem hohen Preis währen die Produzenten übrigens bereit sehr viel zu produzieren, was aber keinen Absatz fände, das nennt man "excess Supply".

Natürlich variieren Sachen wie irrationale Nutzeneinschätzungen (i) oder künstliche Komplementsituationen (ii) die mikroökonomischen Modelle, und solche sprichst du an. Die Leute glauben einen fancy BJJ-Gi zu brauchen (i) und es wird ihnen auch nahegelegt, wenn sie BJJ trainieren (ii). Dadurch wird die Nachfrageelastizität verändert, sie wird sehr klein sein, bei jenen, die BJJ trainieren, soll heißen, Preisveränderungen (Erhöhungen) schlagen sich nur geringfügig auf die Nachfrage nieder, wodurch unnatürliche Preise den Markt stören können. Für einen perfekten Markt gibt es bestimmte Postulate, eins davon ist die perfekte Information der Konsumenten, und die liegt hier (siehe Fragestellung) nicht unbedingt vor. Ein anderes ist die Möglichkeit von Substitution, die aber durch (i) und (ii) unnatürlich eingeschränkt wird. Der hohe Preis, bedingt durch eine oligopolische Situation der Supplier und eben besagte künstlich niedrige Nachfrageelastizität sicher a) eine gewisse Menge an Einkommen, bewirkt allerdings auch b) eine gewisse Abgeschlossenheit des Marktes, weswegen auch die Nachfrage erstmal recht gering bleiben wird. Aber durch größere Verbreitung der Komplemente (BJJ-Training) und eine Aufweichung der eingeschränkten Substituierbarkeit (i und ii) wird sich der Marktpreis auf einem niedrigerem Level einpendeln.

Tatsächlich erklärt dein "geringere Stückzahlen höherer Preis" nur eine Seite des Marktes, das wäre dann Produktionstheorie. Der Markt ist aber anders gesteuert, wie gesagt, die geringen Stückzahlen beruhen auf geringer Nachfrage.

Grüße,
Luggage

p.s.: Es ist übrigens keines Wegs so, dass eine höhere Stückzahl auch sofort (linear) die Grenzkosten der Produktion mindern (also die Kosten einer weiteren produzierten Einheit). Sowas gilt eigentlich nur für "economies of the scale", zu Deutsch Bereichen, die von Größenvorteilen profitieren, also zunehmende Erträge bei steigender Produktion verbuchen. Ein Beispiel: Hundert Arbeiter an 10 Maschinen können pro Woche 10.000 Baumstämme zerlegen. Davon ausgehend, dass es keine besseren Maschinen gibt, können auch 1000 Arbeiter an 100 Maschinen nicht effizienter Produzieren, der Quotiont aus Arbeitern und Baumstämmen bleibt derselbe. Sie Produzieren in absoluten Zahlen mehr, aber eben nicht billiger! Tatsächlich spricht man im Normalfall von steigenden Grenzkosten bei steigender Produktion! Nur gewinnt man eben in der Realität eine gewisse Marktmacht, ab einer gewissen Produktionsstärke, die den Markt stören kann.

Geändert von Luggage (06-05-2006 um 17:37 Uhr).
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