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#1
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| Hey, mich würde mal interessieren wie ihr das seht. Ist es schwieriger als No-Gi JJ Trainierender auf Gi umzusteigen oder umgekehrt? Ich mache gerade die Erfahrung, dass Leute, die nur mit Gi trainieren doch ernsthafte Probleme ohne Gi haben, bzw. ohne Gi um Längen schlechter sind als mit Gi. Was ist da dran? Ich selbst hatte nicht so krasse Probleme beim Wechsel von No-Gi zum Gi. Wohl alles etwas anders und seltsam am Anfang, legt sich aber mit der Zeit, sobald man nicht mehr auf die Cross-Lapell Chokes usw. reinfällt, jedenfalls. Gruß Sebastian |
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#2
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| Hi, ich glaube auch dass der Wechsel von Gi zu No-Gi schwieriger ist als umgekehrt. Beim No-Gi ist man gewöhnt mehr durch geeignete Gewichtsverlagerung bei schlechteren Griffen zu machen, mit Gi kann da viel durch Kraft ausgeglichen werden, z.B. was Kontrolle der Side-Mount etc. betrifft. Fast alles was ohne Gi funktioniert, klappt mit Gi erst recht, andersrum ist das nicht der Fall. gX, Chris |
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#3
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| Ich denke, dass beides seine Herausforderungen besitzt. Glaube nicht, dass eins schwieriger ist. Denn: Mit Gi kann man schrecklich verknotet werden, muss ständig drauf achten, dass dies nicht passiert. Im Gegenzug kann man seinen Gegner besser sichern. Außerdem gibts ne Fülle mehr Techniken mit Gi. Ohne Gi muss man genauestens auf seine Positionen achten. Der Gegner ist schwerer zu kontrollieren, die Griffe müssen besser sitzen (Dies heißt nicht, dass sie mit Gi grundsätzlich schlechter sitzen, es rächt sich nur nicht so schnell). Man kann aber auch nicht so leicht eingefangen werden, Befreiungen sind leichter, man muss nicht auf so viele Dinge achten, weil das Technikrepertoire kleiner ist. Letztlich kommt es darauf an, was einem mehr liegt. ![]() |
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#4
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| Zitat:
Das sehe ich genauso.
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#5
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| Hallo, wenn man mit Gi trainiert ist es leichter seinen Gegner zu kontrollieren und seine Kraft einzusetzen (wenn man es gelernt hat). Wenn man z.B. in der Guard (bottom) ist und der Gegner trägt einen Gi, kann man ihn viel leichter kontrollieren, als wenn der Gegner keinen Gi trägt. Das gleiche gilt auch wenn man sich in Mount oder Side Mount (top) befindet. Mit dem Gi kann man leichter kontrollieren und seine Kraft einsetzen. Dafür ist es schwieriger sich aus Positionen wie Mount, Side Mount (bottom) oder Guard (top) zu befreien. Ohne Gi sind auch die meisten Escapes leichter, weil man eher rutscht und sich so befreien kann. Ohne Gi muss man sehr enge Angriffe machen und benötigt weniger Griffkraft und mehr kinestätische Aufmerksamkeit, um sich dem Gegner anzupassen. Ich denke die Umstellung von Gi zu No-Gi oder umgekehrt ist immer schwierig und ich denke jemand der ohne Gi kämpfen will braucht nicht mit dem Gi zu trainieren und jemand der Gi kämpfen will, braucht kein No-Gi Training. Ich trainiere z.B. 99% ohne Gi und auch wenn die Prinzipien des BJJ mit Gi und ohne Gi gleich bleiben, ändert sich die technische Ausführung der einzelnen Bewegungen, abhängig von Gi oder No-Gi. Ich würde sagen der technische Unterschied zwischen No-Gi und Gi ist wie zwischen Griechisch-Römisch und Judo und kein Ringer trainiert mit dem Gi um besser zu ringen, genau wie kein Judoka ohne Gi trainiert um besser im Judowettkampf zu werden. Von daher ist der Wechsel von einem zum anderen gleich schwer würde ich sagen. Tschüß Björn Geändert von Björn Friedrich (23-12-2005 um 13:44 Uhr). |
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#6
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| Zitat:
Ich habe in der bis jetzt relativ kurzen Zeit mit Gi eigentlich eher den Eindruck, dass er mehr gegen mich als für mich arbeitet. Ich setze ihn sehr selten ein um meine Techniken zu unterstützen, andererseits wird er oft gegen mich eingesetzt (Halten, Würgen,...). Somit wäre das eine etwas negative Bilanz... Habt ihr auch das Gefühl, dass er häufiger gegen euch eingesetzt wird, als dass euer Gi für euch arbeitet? Mir wurde auch mal gesagt, dass durch Gi-Training die Techniken sauberer werden sollen. Vielleicht stimmt das ein bisschen, aber andererseits kann man mit Gi auch etwas schlampiger werden. Was meint ihr dazu? Wenn man ohne Gi mit einem (unserer) Judokas (mit Gi) kämpft, merkt man schon, dass er manches (weniger Kontrolle, keine Lapel-Chokes,...) vermisst, trotzdem ist er immer noch ziemlich gut. Das ist sowieso eine sehr angenehme Konstellation: ich ohne Gi gegen jemand mit Gi ![]() |
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#7
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| Dass man das Gefühl hat, dass der Gi gegen einen arbeitet, ist wohl immer so am Anfang. Ich habe hauptsächlich mit Gi trainiert und zu Anfang wurde ich wie gesagt immer verknotet. Auf einmal war ein Arm gesperrt und dann auch ziemlich schnell Ende. Man lernt erst wesentlich später, den Gi zu seinem Vorteil zu nutzen. Und das meint nicht nur Klammern und verzweifelt festhalten, sondern für submissions zu nutzen. |
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#8
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| also, no gi to gi ist immer schwerer als gi to no gi. aber woher sollen anfänger das schon wissen. ich glaube es bedarf schon einiger jahre der erfahrung um darüber zu urteilen. mir fällt auch gerade kein aktueller abudhabi champion ein, der seine wurzeln im pseudo jiu-jitsu ohne jacke hat. und mehr kraft braucht man ohne gi allemal, um seinen mangel an technischem repertoire, wett zu machen. wer hier im forum kann schon von gi erfahrung sprechen??? bitte mal melden!! Gruß Darius ![]() |
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#9
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| Ich bin erst gerade von No Gi zum Gi umgestigen und ich denke das ist schwerer als umgekehrt. Ich werde sehr häufig mit Techniken oder Stellungswechsel die auf das Gi aufbauen getappt. Zitat:
)Gruss Jerome |
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#10
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| wo haben sie es denn abgeguckt?? no jacket, no BJJ so einfach ist das!!! für mich sind eher leute wie ein marcello garcia, oder roger gracie echte BJJ ler und nicht jeder der aufm boden rumkriecht. klar, woher soll das einer, hier in europa überhaupt wissen, sind doch alle medien opfer. Ich habe schon 1987 mit rorion in seiner garage trainiert, mit gi natürlich. Da hat hier noch kein pups ne ahnung von BJJ gehabt und heute haben wir hier ein morts grämium von selbsternanten vertretern sämtlicher bodenkampfstile. jeder der schon mal ein wochenende in L.A. war oder gar in rio, hat die weisheit des bodenkampfes mit der suppenkelle gelöffelt und irgendwelche judo fuzzies wollen auch noch mit reden. Wo ist der respekt for der Familie die euch allen den weg gezeigt und geebnet haben??? ist eigentlich mal eher peinlich als cool. so genug mit den theoretikern geplänkelt, ich geh ins training. |
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#11
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| Ich denke der Grund warum viele BJJ Gi Leute in Abu Dhabi gewonnen haben, liegt nicht am Gi, sondern daran das Sie viele Jahre BJJ trainiert haben. Eddie Bravo hat mal ein schönes Beispiel gegeben: Angenommen es gebe noch kein Griechisch-Römisch Ringen und plötzlich würden ein paar Jungs es erfinden und Meisterschaften veranstalten an denen auch Judoleute teilnehmen. Die ersten Jahre würden immer die Judoleute gewinnen weil Sie einfach mehr Erfahrung haben, als die Jungs die ohne Gi trainieren. Aber mit den Jahren ändert sich das, weil die Leute die ohne Gi trainieren auch erfahrener werden. Von daher denke ich es gibt eben BJJ mit Gi, BJJ für die Selbstverteidigung, BJJ für Vale Tudo und No-Gi BJJ für Submission Wrestling. Ich meine ein Kleidungsstück ist kein Wundermittel. Und auch wenn Gi-BJJ immer eine große Anhängerschaft haben wird, so ist der Trend, auch in den USA zum No-Gi da. In 10 Jahren haben wir vielleicht genau wie beim Ringen zwei verschiedene Stile, aber das ist o.k. BJJ entwickelt sich weiter, wie alles im Leben. Gi oder No-Gi ist nicht besser oder schlechter, sondern einfach nur verschieden. Tschüß Björn Geändert von Björn Friedrich (23-12-2005 um 13:44 Uhr). |
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#12
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| Zitat:
Hauptsache Du bist der einzige in Europa der weiss was Sache ist... ![]() Du erhebst Dich selber auf einen sehr hohen Thron... Mag sein das Du extrem viel Erfahrung besitzt etc., aber berechtigt diese Tatsache das Du alle anderen Bodenkämpfer hier so schlecht redest...??? Zum Thema Respekt: Die "Judo Fuzzies" sind schon am Boden "herumgekrochen" bevor die "Familie" überhaupt in Planung war... Und vom Ringen wollen wir mal gar nicht reden... Du solltest Die Fakten in richtiger Anordnung darstellen... Es stimmt das die Gracies mit Ihrer Interpretation des Bodenkampfes das ganze Ding so richtig ans Laufen gebracht haben... Dafür sind wir auch alle Dankbar... Und das war es auch schon... Jeder trainiert sein Ding und gut ist... Sorry, aber dieses Verhalten finde ich für Deinen "Status" nicht angemessen...Und schon gar nicht wenn man der Represäntant einer so berühmten Schule ist...
__________________ Sportschule Mülheim - Fitness & Kampfsport im Ruhrgebiet. Gladiators Workouts, Gladiators MMA Fitness, MMA, Luta Livre, Muay Thai, Boxen, BJJ & Capoeira Geändert von Jaycee (22-12-2005 um 21:13 Uhr). |
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#13
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| Hi! Manch einer ist ja schon etwas unlocker im Umgang mit diesem Thema, muss ich feststellen... Meine Erfahrungen bezüglich dieses Themas haben ihren Ursprung 1999 in Rio de Janeiro: Beim Luta Livre Training am Zuckerhut lernte ich Pequeno kennen. Er war schon damals Shooto Champion. Er schleppte mich mit zu jedem Training, das er am Tag so für angebracht hielt. Er, Daniel und Ricky hielten es auch für absolut notwendig, dass wir Gringos so ziemlich alle Schulen von deren Freunden und Bekannten kennenlernten, unabhängig ob BJJ oder Luta Livre Akademie. -Ein WE-Besuch war das übrigens nicht! Als Pequeno uns mal zum BJJ begleitete, zog er einfach einen viel zu grossen Gi mit viel zu langem Weißgurt an und fegte wie immer als Wirbelwind über die Matte und tappte alle erfahrenen BJJ Schwarzgurte. Ich selber kämpfte mit Gi und konnte durch aktives Kämpfen den gleichgraduierten BJJlern stets das Wasser reichen. Meines Erachtens spielt diese Mit Gi - Ohne Gi Story eine eher untergeordnete Rolle. Die paar Tricks und Kniffe mit Schlingen legen oder so oder anders in den Gi fassen ist nice, aber kann durchaus vernachlässigt werden, wenn es rein um den Sieg durch Tap geht. Umgekehrt, wird sich jedoch ein Gi Kämpfer etwas schwerer tun, wenn er eher passiver Gi-Spieler ist. Denn ohne die dicke Jacke kann der Gegner nicht so einfach durch pure Kraft blockiert werden. Das haben wir auch getestet! Die Brasis sind nämlich gar nicht so steif und eingefahren auf Ihren jeweiligen Stil. Die gehen cool und locker damit um und sind sich für kein Experiment zu schade! -Zumindest die Jungs die ich kenne! Letztenendes sollte man trainieren wozu man Lust hat... Ich habe halt immer mehr Lust auf die coole Surfwearnummer gehabt, obwohl ich einen echt coolen Gi besitze! (Demnächst übrigens auf Ebay zu ersteigern! )Gruß Andy ELLO - ENTDECKE DIE MÖGLICHKEITEN!
__________________ ANDYCONDA Luta Livre ----- Teutonic LIFTING-CLUB ![]() Andreas Schmidt Dipl.-Sportwiss., ELLO Headcoach Mail: info@sportschule-koeln.de HP-GYM: www.sportschule-koeln.de HP: www.andyconda.de Luta Livre im TV/1 Luta Livre im TV/2 Geändert von andyconda (22-12-2005 um 22:11 Uhr). |
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#14
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| Zitat:
Gut durchdachte Aussage!! Sehe ich auch so.Zitat:
Gruss Jerome Geändert von MORTIS (23-12-2005 um 13:00 Uhr). |
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#15
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| nochwas von eddie bravo dazu: "On the topic of Gi versus no-Gi; what are the big differences in both training for each and application on the mat? EB: The biggest difference between gi and no gi is the speed of the game. The gi game is slowed down by collar and sleeve control, while the no gi game is based on head and arm control. In the gi game, submissions are often set up with the collar, faking a choke attempt to take an arm or a triangle. Controlling your opponent can be a lot easier with the gi. In the no gi game, submissions can be a lot more difficult to set up especially with the sweat factor and controlling your opponent without the gi can be more difficult because the handles that the gi provides are not there. Less handles can equal less control which can lead to more scrambling which increases the speed of the game. BUT, you'll only have more control running on pavement as opposed to running on ice until you learn to ice skate." mfg |
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