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#1
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| Betrifft: Sendung aktuelle Stunde SF1 Leserbrief : Sehr geehrte Herren, Es ist mir als Oberstufenlehrer und ethisch denkender und handelnder Mensch unerklärlich, wieso man eine solche Sportart in unserem Lande fördern muss. Im Zuge des heutigen Paradigmawechsels unserer Gesellschaft sprich des Wertezerfalls,welcher schon bei den mangelnden Kentnissen und Umesetzungen einer "fruchtenden" Kleinkinderziehung ersichtlich ist, bin ich persönlich der Meinung, dass diese Sportart bei vielen Jugendlichen zu noch mehr Verrohung führen wird. Die Grenzen, dass nämlich dann, sobald das Opfer am Boden liegt, auch die Gewaltanwendungen eingestellt werden, haben eh schon in vielen Alltagssituationen - auch bei uns auf dem Pausenplatz - keine Gültigkeit mehr....... (aus juristischen Gründen gekürzt) Wie sollen wir hier antworten? Meine Ansatzpunkte, für eine Antwort: - ich habe Verständniss für seine Sorgen und Nöte - Sein Bild aufs MMA ist nur entstanden, weil die bösen Medien wieder alles so blöd zugeschnitten haben das wir also Brutalos rüberkommen - Gemeinsamkeiten mit dem Schreiber suchen - Distanzierung von (den 15 Jahre alten Videos/Regeln) selbstverständlich, mit gleichzeitigem Hinweis auf Regelwerk und vorhandenen Leistungsklassen usw Könnt ihr mir hier bei der Antwort helfen? CU
__________________ sobald wir mal nicht grausam sind denken wir gleich wir sind gut Geändert von Aaxx (20-02-2009 um 13:26 Uhr). |
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#2
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| Schreib ihm, dass die Jugendlichen im MMA Disziplin lernen, dass Disziplinlose im harten Training nicht lange dabeibleiben, dass sich die Kämpfer an strenge Regeln zu halten haben, dass "Gewalt" in einem genau abgesteckten Rahmen abläuft...also sozusagen eine Erziehung, um seine Kräfte kennenlernen zu können, besser einzuschätzen und kontrolliert zum Einsatz zu bringen ![]()
__________________ Kyokushinkai Karate Klub Wien |
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#3
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| Deinen Antwort-Ansatz finde ich auf jedenfall gut. Vielleicht solltest du noch den Budo-Gedanken einbringen! Es wird ja von vielen gerne mal übersehen, dass es sich bei MMA um eine faire SPORTart handelt, bei denen zwei Menschen nach dem Ertönen der Ringglocke zum Schluss, keine Animositäten gegeneinander hegen, sondern wahrscheinlich sich gegenseitig zur guten Leistung beglückwünschen... Vllt. ein paar nette Videolinks (vllt. nicht unbedingt von der UFC, sondern von kleinen privateren Events, vllt. selbst gefilmt) mit einer Anekdote hinzupacken - dann würden solche Menschen wie der Briefersteller wahrscheinlich auch eher dazu neigen MMA nicht als "Weg zur Verrohung" zu sehen, sondern als "respektbildende, für die eigene Entwicklung förderliche und freundschaftenfördernde Sportart" zu sehen.
__________________ "Auf ins Getümmel", sprach der Clown und ritt auf seinem Alligator gen Schlachtfeld |
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#4
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| Was ich wichtig fände, wäre dass man mal herausarbeitet, dass es beim MMA nicht zwei Arten von Trainierenden gibt. Es klingt nämlich immer so als hätten wir einmal die bösen Schläger und die Opfer, die nur aufs Maul kriegen - man sollte mal klarstellen, dass jeder, der MMA trainiert auch "bad positions" trainiert, und damit also auch in die "Opferrolle" kommt. Man scheint in der breiten Öffentlichkeit immer nur das "austeilen" der Gewalt wahrzunehmen, nicht aber die Tatsache, dass grad in den Vollkontakt-Sportarten auch jeder "Gewalt einstecken" muss, was mMn sogar förderlich für ein gesundes Verhältnis zu alltäglicher Gewalt ist |
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#5
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| Darf ich mal was böses sagen? Bitteeee! JA? Ja dann: Schreibt mir doch einfach was IHR dem sagen wollt und nicht so blablabla ![]() OK war böse - aber ihr habt es ja so gewollt ![]() Und jetzt nochmal lieb: Schreibt uns doch einfach auf was IHR antworten würdet. So können wir was gutes draus machen... CU
__________________ sobald wir mal nicht grausam sind denken wir gleich wir sind gut |
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#6
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| Das mit den Videolinks halte ich auch für eine gute Idee. Mir fällt zwar grad nichts passendes ein, aber es gibt doch sicher auch Videos wo Freefight in ein positives Licht gerückt wird. Dann halt was wie sich Kämpfer nach dem Kampf umarmen oder zusammen noch Fotos machen oder so, halt einfach wo man sieht, dass es sehr wohl Respekt gibt. Am besten wo ein Ausländer und ein Glatzkopf sich die Hand geben (Is ja nich allgemein bekannt, dass nicht jeder Glatzkopf ein Nazi ist )Achso dann natürlich, dass UFC Kämpfe doch eigentlich auch erst für volljährige gedacht sind und Kinder die garnicht gucken dürfen (wobei ich mir grad garnich sicher bin ob dem wirklich so ist) Wo ich mir nicht so sicher bin aber, was auch wenn es richtig formuliert wird nen gutes Argument sein könnte, dass sich die Jugendlichen beim Training "austoben" können und daher garnicht mehr so den Hang zur Gewalt haben im täglichen Leben.
__________________ Is was, Doc? |
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#7
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| Ich würde antworten das mMn, gerade in diesem Sport sowohl Disziplin und Fairness, als auch Respekt und Achtung seinem Gegenüber groß geschrieben wird, was zur folge hat das die Jugendlichen lernen Respektvoll miteinander umzugehen und sich gegenseitig zu Unterstützen.
__________________ Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht ist zu Recht ein Sklave! Si vis pacem, para bellum!!! Der Frieden, ist der Feind der Erinnerung! |
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#8
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| Moin, kurz ein par Punkte: - gute Schilderung des Sports und positive Argumente wie gesünder als Boxen z.B. Das ganze bietet schonmal ein etwas blumigeres Bild. - alternativer Ansatz zur Disziplin = Kontrolle/ Kontakt zu den jungen Menschen. Kompetente Leute wie du, helfen ihnen dabei, das ganze ernst zu betreiben, geben ihnen die notwendige Einstellung und haben Einfluss auf sie. Durch solche positiven ,,Idole" hat man gerade mehr Einfluss auf die Leute, als ein Lehrer. - Sicherung der Freizeit durch das intensive und ernsthafte Üben, gibt den Jungs eine Beschäftigung und hält sie davon ab Scheisse auf der Straße zu bauen. Durch das trainieren mit wechselenden Partnern und in der Gruppe, muss auf das Gegenüber eingegangen werden, was den sozialen Aspekt stärkt. - durch Sparring und Grappling wird die Niederlage im Training immer wieder ein Aspekt sein, und die Leute lernen sich damit auseinander zu setzen. Das Ego wird so deutlich zurückgestellt... - Fitness Aspekt wird ideal abgedeckt in Zeiten der Fastfood-Ernährung und des Übergewichts. Die diszipliniertesten Menschen, die ich bei sowas kenne sind Kampfsportler in der Wettkampfvorbereitung. Die Leute leben bewusster und Ziel orientierter. - Wer vermeintliche Gewalt kennen gelernt, weiß damit besser um zu gehen. Die Leute reagieren nicht über, wissen die Folgen des ganzen eher einzuschätzen und gehen so bewusster mit der ganzen Thematik um. Hoffe da ist was dabei.... |
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#9
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| -Körperliche und geistige Fitness -Erhöhung der Frusttoleranz, der Selbstdisziplin, des Verantwortungsgefühls -gewonnene Selbstsicherheit beugt "Angstbeissern" vor und macht es überflüssig, sich an Schwächeren vergreifen zu müssen -Ausleben der Aggressionen im Ring statt im Alltag -fördert positive Charaktereigenschaften uswusf Abgesehen davon soll der gute Mann sich mal aufgrund persönlicher Erfahrung ein Bild machen, Medienberichte sind immer eingefärbt. Grundvoraussetzung ist aber wohl, aufzuzeigen, dass Gewalt nicht per se abzulehnen ist. Darin aber einen Konsens zu finden, daran wird es wohl scheitern. Geändert von Psycho-Hase (19-02-2009 um 12:35 Uhr). |
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#10
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| Zitat:
Sehr geehrter Herr XXXX, in der Ausführung Ihrer Meinung im Rahmen Ihrer Fragestellung, sprechen sie eigentlich indirekt das größte Problem an, die fehlerhafte/fehlgeleitete Assoziation von Werteverfall/steigender Gewalt/Verrohung der Jugend mit Kampfsport, die teilweise leider in der Öffentlichkeit aus Unverständnis vorherrscht. Wie sie bereits treffend formuliert haben handelt es sich um eine Sportart, und damit einer reglementierten körperlichen Ertüchtigung die in Ihrer logischen Konsequenz im Bereich Wettkampf in einem sportlichen Zweikampf miteinander gemessen wird. Gerade das moralische Bewustsein des Einzelnen gehört zur Ausbildung und zu einer Grundvoraussetzung diesen Sport zu betreiben. Auch wir nehmen mit erschrecken das steigende Aggressionspotential in der Gesellschaft und insbesondere bei der Jugend war, jedoch sind wir stolz darauf diesem von den Medien geschaffenen Grauen mit Sportlichkeit und Respekt voreinander entgegenzuwirken. Von dem mittelalterlichen "Recht des Stärkeren" distanziere ich mich ausdrücklich, in einem Wettkampf gewinnt der bessere Kämpfer. Sicherlich ist es schwer alle genannten Punkte aus der Ferne anzunehmen und richtig zu bewerten, aus diesem Grunde lade ich sie recht herzlich zu einem Tee und oder Kaffee ein, bei dem dann im Detail über die Thematik diskutiert werden kann. Die Ethik um die Empirie zu erweitern und sie ggf. darüber zu prüfen halte ich als Realist für Vernünftig. "Das Sein bestimmt das Bewustsein" In diesem Sinne, freue ich mich auf ihre Antwort bzw. einen Terminvorschlag ---------nur mal so um evtl. einen Rahmen zu schaffen---------------------- würde nicht zu sehr ins detail gehen, wenn die vermutung besteht dass das gegenüber dies gar nicht oder falsch versteht. Stütz Dich lieber auf die minimalistische Sicht der Öffentlichkeit und darauf diese zu entschärfen!!!! Geändert von ShantiX (19-02-2009 um 11:57 Uhr). |
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#11
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| Zitat:
__________________ Was für eine triste Welt, in der es einfacher ist, ein Atom zu zerschmettern, als ein Vorurteil (Einstein) |
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#12
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| wer weiß wie paranoid und geprägt das gegenüber ist und dann evtl. vermutet dresche zu bekommen...?!?!? Also wenn ich an meine Oberstufenlehrer erinnere waren das zu 90% Leute die gerne Diskutieren, bzw. dies definitiv lieber tun als Sachen direkt zu erfahren ![]() |
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#13
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| Finde den Brief klasse ![]() Und dann noch zum Probetraining einladen.... super. Stell mir gerade meine alten Lehrer vor. |
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#14
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| Die Aufgabenstellung zu begreifen, ist aber auch nicht jedermanns Sache, hm? ![]() Sehr geehrter Herr (Lehrer), danke, dass sie sich mit ihrem Leserbrief an uns gewendet haben, sie sprechen da nämlich eine Sache an, die sicherlich viele beschäftigt, die das erste Mal von MMA hören oder etwas im Fernsehen zu Gesicht bekommen. Aus meiner Erfahrung als Trainer kann ich Ihnen berichten, dass Heranwachsende, die bei uns und auch anderswo ins Training kommen, keineswegs zu verrohten Schlägern werden bzw. dazu ausgebildet werden. Das MMA Training ist sehr anspruchsvoll und häufig viel härter als normales Training in einer beliebigen Kampfsportart. Die Trainierenden müssen ein sehr hohes Maß an Disziplin mitbringen. Junge Leute, die gern "etwas prügeln" lernen wollen, würden bei den meisten Trainingsstätten nicht nur rausfliegen, sondern kommen auch von ganz alleine nach dem ersten Training nicht wieder. Auch wenn es auf den ersten Blick sehr brutal und regellos im Ring aussieht, müssen sich die Kämpfer an strenge Regeln halten. Hierzu zählen z.B.: keine Schläge ins Genick, keine Tritte am Boden, keine Hebel, die die Gelenke verdrehen etc.! Ausserdem wird der Kampf abgebrochen, wenn der Ringrichter erkennt, dass ein Kontrahent zu stark unterlegen ist. D.h. es wird am Boden nicht weitergeschlagen, bis jmd. bewusstlos ist, sondern nur solange man annehmen kann, dass der Betroffene sich noch aus dieser Lage befreien kann. Der Bodenkampf ist im MMA eine sehr wichtige Komponente, die viele Jahre hartes Training braucht, um den Gegner mit technischer Raffinesse, dazu zu bringen, durch einen angesetzten Würge- oder Hebeögriff aufzugeben. Dazu kommt das Training im Stand und das Training, wie ich einen Gegner zu Fall bekomme und mich gegen solche Angriffe verteidige. Sie sehen also, dass MMA vom Anspruch mehr beinhaltet als blosse Brutalität und sich von mancher durchschnittlichen Kampfsportart technisch und taktisch abhebt, und es so auch nötig ist eine gewisse Intelligenz zu besitzen, die über blosse rohe Gewaltanwendung im Ring hinausgeht. Wo ich Ihnen allerdings rechtgeben muss, ist die Tatsache, dass der junge Zuschauer - der nicht weiss, was es bedeutet so hart zu trainieren - sich in einer nach Gewalt lechzenden Konsumhaltung gegenüber dem Gezeigten befinden kann, die abstumpfend und gewaltverheerlichend wirkt. Diesen Effekt haben sie allerdings schon beim Showwrestling und bei den Millionen von Videos auf youtube, die Schlägereien auf der Strasse zeigen. Hier spielt die Erziehung, Aufklärung und Verantwortung jedes Einzelnen eine grosse Rolle. Wir sehen uns in der Verantwortung aufzuklären. Allerdings sind wir nicht der Meinung, dass unser Sport die jungen Menschen von heute zu mehr Gewaltbereitschaft bringt, genausowenig, wie Killerspiele einen jungen Menschen Amok laufen lassen. MfG OberfreefightbossvormHerrn usw. ![]() Vllt kann Aaxx damit ja was anfangen. Darf auch nach Belieben zerstückelt und verändert werden. ![]() EDIT: Oh Shantix hat in der Zwischenzeit ja auch wat geschrieben. Gefällt mir sehr gut! ![]()
__________________ Everything can be proven, even if it`s the truth. Geändert von kinkon (19-02-2009 um 12:13 Uhr). |
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#15
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![]() ![]() ![]() ![]() |
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