@ Scarface & Drunken Master
Ihr habt beide Recht, aber aufgrund der fehlenden Bereitschaft der Öffentlichkeit (aka Medien, Politik, Sportverbände etc.), sich unvoreingenommen mit
MMA auseinander zu setzen, könnt Ihr Eure Argumente auch einer Wand erzählen

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Ritualisierte bzw. kontrollierte Gewaltanwendung ist nun mal in der Offenheit, in der sie beim
MMA praktiziert wird, hier in D nicht akzeptiert. Auch weil
MMA keine "Sport-Historie" hier in Deutschland hat, auch weil es keinen deutschen (oder quasi-deutschen) Sympathieträger gibt wie Henry Maske im Boxen, auch weil zuwenig gegen das "Proll-Image" von
MMA getan wird, auch weil es bei kommerziell verwertbaren Sportarten (TV-Rechte, Werbeträger etc.) einen sehr harten Wettbewerb gibt, bei dem erstmal jeder "Neuankömmling" weggebissen wird.
Da kann man noch viele weitere Ursachen ergänzen. Letztlich läuft es aber darauf hinaus, dass Kampfsport generell ein Akzeptanzproblem in Deutschland hat und die
MMA aufgrund ihrer "unverblümten" Direktheit ganz besonders.
Ob sich das mal ändert? Halte ich aktuell für sehr unwahrscheinlich (und ich arbeite in der Medienbranche, kenne mich also ein bisschen aus). Das ändert sich frühestens, wenn mal ein Deutscher im Schwergewicht eine Erfolgsgeschichte hinlegt. In anderen Sportarten, die vorher im fußballverrückten Deutschland kaum oder eher wenig Beachtung gefunden haben, hat's jedenfalls funktioniert (S. Graf, B. Becker im Tennis; M. Schumacher in der Formel1, M. Kaymer im Golf).
Das ganz grundsätzliche Imageproblem bleibt aber bestehen. Da kann man höchstens versuchen, sich zumindest als stabile Randsportart zu etablieren. Und selbst dafür braucht man 'nen langen Atem!