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Umfrageergebnis anzeigen: Ist "Mixed Martial Arts" ein eigenes System?
Ja 30 57,69%
Nein 22 42,31%
Teilnehmer: 52. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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  #1  
Alt 18-12-2004, 11:48
Benutzerbild von jkdberlin
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Kampfkunst: IMAG e.V. + J.A.B.
 
Registrierungsdatum: 26.08.2001
Ort: Berlin
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Beiträge: 29.017
Blog-Einträge: 9
Standard Ist "MMA" ein selbstständiges System?

Die Diskussion zu "Crosstraining" hat ja eigentlich schon in die Richtung geführt, dass es halt nicht unbedingt Sinn macht, Muay Thai und BJJ o.ä. zu lernen und daraus dann einen MMA Kämpfer zu formen, sondern es wurde von einigen festgestellt, dass viele Techniken, Prinzipien und Methoden der bestehenden Systeme für MMA modifiziert werden müssen. Wie weit geht eurer Meinung nach diese Modifikation? Definiert das schon eine neues System? Ist "MMA" ein eigenständiger Stil oder ein eigenständiges System?

Grüsse
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Frank Burczynski
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  #2  
Alt 18-12-2004, 12:05
Benutzerbild von DieKlette
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Kampfkunst: Kickboxen
 
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Ort: Münster
Alter: 28
Beiträge: 6.213
Standard

Sehr gute Frage...
Ich will es mal so ausdrücken. Da im MMA alle Distanzen relevant sind ist sicherlich ein Problem eine Stand Up KK mit einer Grappling KK zu kombinieren, da es dann z.B. technische Schlampereien beim Übergang zum Boden und umgekehrt geben kann. Es kann auch sein, dass sich taktische Konzepte wiedersprechen und sich somit ein "Mischmasch" mit Fehlern ergibt. Was bringt z.B. die Haltung eines Boxers, der nebenbei noch ringt ? Die Kampfhaltungen unterscheiden sich erheblich. Das heißt, man wird einen Kompromiss eingehen müssen.
Was jedoch vielleicht noch wichtiger ist : Wenn man die Entwicklungen von der ersten UFC bis heute sieht, dann erkennt man, dass sich viele Kämpfer technisch immer mehr ähneln. In den ersten UFCs hat sich gezeigt welche Techniken für MMA effektiv sind. Andere haben das kopiert oder ähnliches entwickelt ( siehe BJJ ). Während zuvor wirklich noch ganz unterschiedliche Stile begegneten hat sich jetzt eine bestimmte Art zu kämpfen herauskristallisiert.
Ich denke schon, dass MMA mittlerweile als Stil betrachtet werden kann, wo es natürlich Unterschiede gibt, aber im großen und ganz zeigt es sich, dass sobald ein Reglement lange genug erprobt wurde, sich die Kämpfer und damit die Systeme anpassen.
Es mag zwar gewisse Präferenzen geben. z.B. ob man lieber Striker oder Grappler ist. Dennoch kommt man nicht umhin beides zu trainieren. Ein Striker, der nicht den Bodenkampf beherrscht kann ihn auch nicht verhindern. Im Prinzip absolvieren viele ein ähnliches Training nur mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Aber mich braucht da keiner Fragen, ihr seit die Profis.

Gruss

Julian
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  #3  
Alt 18-12-2004, 12:07
Benutzerbild von Trinculo
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Alter: 41
Beiträge: 18.755
Smile

Da ich von diesem Thema Null Ahnung habe, kommt von mir statt einer
Antwort gleich eine Zusatzfrage:

Inwiefern ist MMA überhaupt einheitlich? Meint jeder das gleiche, wenn er
von MMA spricht? Unterschiedliche "Implementierungen" sprechen natürlich
nicht dagegen, trotzdem von einem Stil zu sprechen, sonst gäbe es
überhaupt keine "Stile" ...
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But if they tell you that I've lost my mind
Baby it's not gone just a little hard to find
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  #4  
Alt 18-12-2004, 12:27
Benutzerbild von jkdberlin
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Kampfkunst: IMAG e.V. + J.A.B.
 
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Ort: Berlin
Alter: 47
Beiträge: 29.017
Blog-Einträge: 9
Standard

Hehe, ich fragte auch nach einem System, nicht nach Stilen. Nehmen wir also mal an, ich sehe MMA als eigenständiges System, dann währen die verschiedenen Interpretationen die Stile des Systems. Dazu bedarf es einer eindeutigen Unterscheidung des MMAs gegenüber anderen etablierten Systemen wie z.B. Kung Fu, Karate, Filipino MA usw. und dann innerhalb des MMAs ein sichtbarer Unterschied zwischen den Trainingsstilen.

Grüsse
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Frank Burczynski
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  #5  
Alt 18-12-2004, 12:44
Benutzerbild von JetLag
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Kampfkunst: RIBOSY
 
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Ort: Potse
Beiträge: 1.245
Standard

Muss man dann nicht nach dem Zweck von MMA fragen? Oder bezieht ihr euch rein auf den Wettkampfsport?
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  #6  
Alt 18-12-2004, 12:44
Benutzerbild von DieKlette
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Kampfkunst: Kickboxen
 
Registrierungsdatum: 16.10.2001
Ort: Münster
Alter: 28
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@Frank
hehe, Thema verfehlt, 6, setzen . Dann Frage ich Dich mal aus Neugier, wo Du den Unterschied zwischen einem Stil und einem System machst. Sowie ich das verstehe ist ein System etwas, was nach gewissen Prinzipien und Regeln arbeitet in denen man sich individuell bewegt und ein Stil ist eine feste Bewegungsform, die alle in diesem Stil imitieren. So gesehen ist MMA ganz klar ein System, aber ich halte jetzt lieber die Klappe, bevor ich das Thema nochmal verfehle .

Gruss

Julian
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  #7  
Alt 18-12-2004, 13:04
Benutzerbild von SaschaB
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Kampfkunst: ...
 
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Da wir bei Kickboxen (was ja auch mehr oder weniger "nur" ein Mischmasch aus Boxen, Taekwondo, Karate.. ist) von einen System für den Wettkampfsport reden, können wir das bei MMA langsam auch schon. Noch nicht soweit ausgereift, aber langsam (siehe dazu angebotetende Lehrgänge als MMA-Trainer) wird das was .
Die Stile im System unterscheiden sich , wie im Kickboxen, von Verband zu Verband, oder (was eher bei MMA zutrifft) von Schule zu Schule.
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  #8  
Alt 18-12-2004, 13:09
Benutzerbild von marq
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... und durch die persönlichen vorlieben des sportlers.
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  #9  
Alt 18-12-2004, 17:47
Benutzerbild von bobi
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als system könnt man da ja mma
mit jkd vergleichen.....

nur das mma da sehr wahrscheinlich fokussierter
oder auch (von der anderen seite) eingeschränkter ist
als jkd..... logischerweise den es ist ja ein "sport".
-die zwei aussagen kann man natürlich auch umkehren....

ist vielleicht wie sport muay thai und muay boran???

ist mma ein eigenständiges system? gute frage.....
gabs den vorher schon mal sowas wie ground and pound?
(ausser auf dem schulhofplatz :-))
schwere kost für weihnachten
was meinen den die spezialisten?
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  #10  
Alt 18-12-2004, 19:33
Benutzerbild von Toe_Choke
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Kampfkunst: Stink-Fui
 
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Imo ja, auch wenn das System Facettenreich ist.
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:D hXXp://www.youtube.com/watch?v=V1R50LpFh_M :D
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  #11  
Alt 18-12-2004, 20:41
Benutzerbild von Björn Friedrich
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Ich würde sagen es ist kein System sondern ein eigener Microkosmos der auf bestimmten Prinzipien beruht.

Es geht weniger um ein System, als um den Mensch selber und darum ob dieser fähig ist sich der Situation eines MMA Kampfes anzupassen.

Mirko Cro Cop, Minotauro und Kevin Randleman z.B. sind technisch, physisch, strategisch und mental völlig verschiedene Personen die bestimmt nicht das gleiche System betreiben, aber trotzdem alle im MMA involviert sind.

Die erfolgreichsten unter Ihnen sind die, die es geschafft haben, Ihre Technik und Strategie auf ihren Körper und ihre emotionale Mentalität anzupassen.

Von daher geht es da um viel mehr als "nur" um ein technisches System.

Tschüß
Björn
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  #12  
Alt 19-12-2004, 09:26
Benutzerbild von jkdberlin
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Hi Björn

Ich denke nicht, dass man ein System nur auf Techniken reduzieren sollte. Dies ist einer der häufigsten "Fehler" bei der Betrachtung von Kampfkünsten. Die von dir genannten Fighter mögen im Ring andere Strategien anwenden, ich denke aber, dass sie durchaus alle ziemlich ähnlich trainieren und im Ring einfach nur eine andere, individuelle, Strategie umsetzen. Sie versuchen, den Gegner durch ihre Stärke zu dominieren (Schlagen + Treten, Takedowns oder Submission). Dies alles aber durchaus im Rahmen des gleichen offenen Systems. Ein Schlag ist ein Schlag, und ist sicherlich in jedem System und in jedem Stil der Kampfkünste zu finden, aber sind sie deswegen eher alle gleich oder alle verschieden?

Grüsse
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Frank Burczynski
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  #13  
Alt 19-12-2004, 10:10
Benutzerbild von sumbrada
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Zitat:
Zitat von bobi
als system könnt man da ja mma
mit jkd vergleichen.....

nur das mma da sehr wahrscheinlich fokussierter
oder auch (von der anderen seite) eingeschränkter ist
als jkd..... logischerweise den es ist ja ein "sport".
-die zwei aussagen kann man natürlich auch umkehren....
Ich würde es eher umgekehrt sehen.
JKD ist zwar individuell, basiert aber trotzdem auf gewissen Prinzipien, die von BL kommen. Man kann also nicht alles machen und dann sagen, ich mache JKD. Beim MMA sehe ich das anders. Wenn heute jemand sagt, er macht MMA heisst das zwar meistens, er trainiert die üblichen Systeme (MT, BJJ, Shooto usw.....), aber eigentlich gibt es, abgesehen von gewissen Regeln oder Grenzen, die uns die Anwendbarkeit gibt, keine Beschränkungen.
MMA ist für mich das, was die meisten unter JKD verstehen.
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  #14  
Alt 19-12-2004, 10:55
Benutzerbild von SaschaB
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Kampfkunst: ...
 
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Zitat:
Zitat von sumbrada
.
MMA ist für mich das, was die meisten unter JKD verstehen.

Dann sehen sie aber den großen Unterschied zwischen den "Systemen" nicht. Auf der einen Seite haben wir ein SV-"System" und auf der anderen Seite ein Wettkampfsystem.

Wenn jemand sagt er "trainiert" MMA als System, dann zählt das für mich in dem Moment, wenn er (min.) eine Trainingeinheit alle Distanzen verknüpft.

Es gibt auch genug Leute (besonders im Amateurbereich) im Kickboxen, die nur Taekwondo und Boxen trainieren, aber nie an einen richtigen Kickboxtraining teilnehmen und auch kleine Erfolge erzielen können. Ähnliches sieht man auch im Freefight, doch geht die Tendenz immer mehr in die Richtung alle Distanzen zu trainieren und die auch miteinander zu verknüpfen. Ab hier kann man von einen "System MMA" reden.
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  #15  
Alt 19-12-2004, 11:12
Benutzerbild von sumbrada
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Kampfkunst: Conceptler
 
Registrierungsdatum: 26.11.2003
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Zitat:
Zitat von SaschaB
Dann sehen sie aber den großen Unterschied zwischen den "Systemen" nicht. Auf der einen Seite haben wir ein SV-"System" und auf der anderen Seite ein Wettkampfsystem.

Wenn jemand sagt er "trainiert" MMA als System, dann zählt das für mich in dem Moment, wenn er (min.) eine Trainingeinheit alle Distanzen verknüpft.

Es gibt auch genug Leute (besonders im Amateurbereich) im Kickboxen, die nur Taekwondo und Boxen trainieren, aber nie an einen richtigen Kickboxtraining teilnehmen und auch kleine Erfolge erzielen können. Ähnliches sieht man auch im Freefight, doch geht die Tendenz immer mehr in die Richtung alle Distanzen zu trainieren und die auch miteinander zu verknüpfen. Ab hier kann man von einen "System MMA" reden.

Wenn man jetzt sagt, dass MMA mehr als nur ein Wettkampfsystem ist und wirklich schon ein Stil oder ein System, dann muss man sich fragen, was sind denn dessen Techniken, Prinzipien und Konzepte.
Wenn man darauf eine Antwort erhält, ist es ein System.
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