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#1
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| Hi Hilft Sparring gegen andere Stilvertreter seine Stilblindheit loszuwerden, Horizont zu erweitern oder ist es eher kontraproduktiv? Wie ist eure Meinung bzw. sind eure Erfahrungen. Geändert von Huangshan8 (26-09-2010 um 10:50 Uhr). |
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#2
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| ich finde sparring sollte überhaupt nicht stilgebunden sein...natürlich gibt es 'sparring' in den einzelnen stilen, trotzdem bin ich der meinung, dass sparring ja in gewisser hinsicht etwas auf den straßenkampf (hier wirklich nur sehr bedingt, weil straße noch ganz andere faktoren beinhaltet) vorbereiten sollte, daher waere ein stilgebundenes sparring nur einschränkend...meine meinung...
__________________ Kung Fu ist nicht kämpfen; Kung Fu ist nicht zu kämpfen;"It's a long way to go" www.chingwu-kampfkunst.de |
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#3
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| Kurz gesagt, ja. Man muss sich halt nur einschränken was man macht, es geht um Timing, Reaktion, Bewegung. "Echte" Aktionen gehen im Sparring nicht, Punkt. Ich glaube nicht dass ein Semy Schilt im Training seine Partner ständig mit dem Knie zum Kopf ausknockt, das macht man fünf Mal, und dann sind die sportinvalide.
__________________ "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes) |
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#4
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| Ich habe mit Gong Fu,Karate,Taekwondo,Kickboxern,Grapplern und natuerlich Sanda/Sanshou Kaempfern gesparrt und dadurch viel gelernt. Da Leute aus anderen Disziplinen andere Strategien,Techniken ..... benutzen,erweitert man dadurch seinen Horizont. Wie Klaus erwaehnt hat schult man auch Attribute wie Timing,Reflexe,Einstecken..... die auch in der SV nutzen. Ich kann es jedem empfehlen. Geändert von Huangshan8 (26-09-2010 um 16:15 Uhr). |
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#5
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| wenn SV dann aufjedenfall, wenn Wettkampf dann eher vernachlässigbar.
__________________ ALABAMA MAN !!!! AKTIV UND SCHNELL UND STÄRKER |
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#6
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| Sparring in dem Sinne, wie das ein Wettkampf-Karateka, Boxer oder Judoka machen muß, um überhaupt wettkampftauglich zu werden, ist für jemanden, der Kampfkunst aus SV-Zwecken betreibt, grundsätzlich nicht notwendig, denke ich. Weder mit Vertretern anderer Stile noch mit Leuten aus der gleichen Schule. Um noch ein Schritt weiter zu gehen: Freikampf-Sparring ist meiner Ansicht nach weder der schnellste noch der beste Weg um SV-Tauglichkeit zu erlangen. Ich mache regelmäßig Sanda- und Sanshou-Freikampftraining und dabei fällt mir immer wieder auf, wie sehr sich das von der Erfordernissen realer SV unterscheidet. Das sage ich auch meinen Schülern, damit sie nicht auf die Idee kommen, eine SV-Situation wäre eine Art Sparring mit härteren Regeln. Für SV und Real-Kampf-Fähigkeiten muß man anders trainieren, man muß dafür die traditionellen Methoden des Partnertrainings nutzen. Geändert von Thorre (28-09-2010 um 11:31 Uhr). |
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#7
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| Was meinst du denn genau damit? |
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#8
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| Damit meine ich Übungen, die reale Kampfsituationen simulieren. In einer SV-Situation will ich beispielsweise einen Tiefschlag ausführen, um meinen Gegner zu schocken und dann zu finishen. Das kann ich nicht im Sparring üben. Dazu benötige ich kampfnahe Übungen. |
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#9
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| geht aber doch auch darum, den sog. klassischen sportlern mal generell beizubringen, wie sich ein schlag mit handschuh überhaupt anfühlen kann, denn manche kennen das ja gar nicht, zuviel kata/hyong gelaufe, und seltenst freikampfsituation, klar, das hat nichts mit sv zu tun, aber mitunter ist crosssparring mit vielen vk vertretern überhaupt für viele mal ein einblick dessen was passieren kann, und wenn es nur "verdau den schmerz" ist. |
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#10
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| Hi Thorre Es ist klar, dass man fuer SV noch andere Bereiche ueben sollte. Doch im Sparring schult man viele Attribute,Faehigkeiten die auch in der SV nuetzlich sind. Geändert von Huangshan8 (28-09-2010 um 13:59 Uhr). |
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#11
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| sowas unwichtiges wie: nehmerfähigkeiten, bewegungschule, richtige schlagtechnik, krafteinteilung, taktisches verhalten, generelle kampffähigkeitsentwicklung... |
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#12
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| Ich versuche grundsätzlich mit jedem zu sparren und von jedem was zu lernen. Dafür muss man natürlich sein Ego zurückschrauben können... Für mich ist das optimale (wenn auch utopische) Ziel, dass ich in jeder Situation unter egal welchen Bedingungen zumindest bestehen kann. Daher muss ich auch mit jedem Kampfkünstler unter egal welchen Regeln klarkommen...was allein an der Vielfalt von guten Kampfsportlern in Deutschland fast unmöglich ist...Aber der Weg ist ja das Ziel...und die Lernkurve somit unbegrenzt...=) Natürlich braucht man dabei ne solide Basis und muss wissen was man will und wie das im Verhältnis zu anderen Zielen steht. Mich interessiert SV und ich denke dass Vollkontakt Sparring jeder Art die beste Vorbereitung dafür ist. Quasi als "Transportsystem". Wenn ich noch nichtmal mit nem knackicken Jab klarkomme brauche ich auch nicht über fancy fingerjabs oder ableittechnicken nachdenken...Wenn ich im Groundgame Positionen beherrschen kann und mich im Sparring behaupten kann, fallen mir später fiese tricks wie eierquetschen o.ä. sicherlich nicht schwerer... Vieles in der Welt der "ach so tödlichen" SV Systeme oder der traditionellen asiatischen styles ist in der Praxis wenig anwendbar...manches sicher hervorragend. Gilt sicher auch umgekehrt (Boxen auf der Straße ohne Handschuhe, erfordert evtl. auch anpassungen im Deckungsverhalten, ok,ok, ist gering aber ihr versteht was ich meine). Was geht und was nicht geht, lässt sich wohl am besten durch Training herausfinden was so realistisch ist wie möglich. Vollkontakt bietet den besten Kompromiss aus Realität und Verletzungsrisiko... Man muss halt nur sehen, dass das Sparring und das crosstraining organisierbar ist und eben nicht zu verletzungsintensiv ist... Für mich waren alle Bücher von Geoff Thompson "eye opener", falls ihr es von jemandem hören wollt der wirklich Erfahrung mit professioneller Gewalt hat. (Ich hab da zum Glück keinen Plan von=). |
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#13
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| Ich glaube, daß man alle Fähigkeiten, die für reales Kämpfen benötigt werden auch ohne Sparring entwickeln kann. Die dazu notwendigen Partnerübungen fasse ich unter dem Begriff Kampfnahe Übungen zusammen. Bei dieser Methode können im Gegensatz zum Sparring alle relevanten Fähigkeiten gezielt geübt werden, weil der Trainingspartner mit Hilfe genauer Vorgaben spezielle Manöver schulen und überprüfen kann, was in einem Sparring im Sanda-Stil ganz einfach unmöglich ist. Es geht dabei nicht nur um die Auswahl der Techniken, die in realen Kampfsituationen grundsätzlich anders sind. Es geht um die komplette Strategie und Taktik. Sanda-Sparring kann man nicht ohne weiteres auf regelloses Kämpfen übertragen. Was den Blick auf diese Wahrheit trübt, ist die Beobachtung, daß ein geübter Sanda-Kämpfer sich meist auch gut verteidigen kann. Das will ich nicht bestreiten. Das gilt auch für Boxer und viele andere Leute, die Erfahrung mit Halb- oder Vollkontaktdisziplinen haben. Das alles sagt aber nicht, daß Sparring der beste/ schnellste Weg ist, sondern nur, daß man auch mithilfe von Sparring gewisse SV-Fähigkeiten erlangen kann. |
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#14
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| Zitat:
Meiner Meinung nach sind ein paar Jahre Vollkontakt aber die beste Grundlage um ein sehr hohes Niveau zu erreichen. Jemand der z.B. 5 Jahre Thaiboxen und Grappling lernt und danach dirty boxing/miese Tricks/ und SV Strategie aufsattelt um ein vielfaches gefährlicher als jemand der nie Vollkontakt erlebt hat. Alleine der Punkt Nehmerqualitäten reicht schon. Hat man diese nicht, so kann der erste low kick, ein wenig Blut oder einfach nur Adrenalin schon erheblich auf den Kampfgeist einwirken. Eine SV die davon ausgeht nicht mit "collateralschäden" rechnen zu müssen ist m.E. unrealistisch... |
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#15
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| Zitat:
Eine SV-Situation ist aber von ganz anderer Art. Ich verstehe darunter kein Hin- und Her von Schlägen, Blöcken, Kontern wie man das aus Kungfu-Filmen kennt. Li Shu Wen, der wahrscheinlich berühmteste Baji-Meister, der etliche Gegner ausgeschaltet und wohl auch einige getötet haben soll, hat angeblich gesagt: "Ich weiß nicht, wie es sich anfühlt, einen Gegner zweimal zu schlagen." Ich kann bei einem Kickboxsparring meinen Gegner nicht greifen, zu Boden oder gegen eine Wand stoßen, ich kann ihn nicht mit der Schulter rammen oder innen gegen seine Knie stampfen. Ich kann lediglich Schläge austauschen. Darauf würde ich mich in einer SV-Situation aber nicht einlassen. |
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