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#1
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| Hallo zusammen, ich würde gerne eure Meinung zum Thema Freikampf im Kung-Fu erfahren, seitdem ich K.F. traniere ist mir aufgefallen, das jeder auch auf Meisterschaften kein richtiges K.F. anwendet, sondern der Kampfstil eher einem Tae Kwon Do oder Karate Fight ähnelt! Ich habe einen Trainingspartner gefunden mit dem ich sehr oft experimentiere, d.h. wir bauen sehr häufig die Tierformen im Kampf ein, das was ich merkwürdig finde ist, das wir von den anderen oft belächelt werden ![]() Jetzt erzählt mir bitte nicht die Formen seien nur dafür da, um auf Vorführungen eine gute Show abzuliefern! ![]() ~~~CYA~~~ |
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#2
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| Das würde mich auch mal näher intressieren. Ich habe mich jetzt für einen Shaolin Kung Fu Kurs ab September angemeldet und mache mir genau um diese Sachen Sorgen. Wenn ich im Netz bissi am googeln bin, findet man immer schöne Vids, aber da sind immer Bewegungen dabei, wo ich mir dann denke "wer macht sowas" oder "wer bewegt sich bitte heute noch so"? Also über andere Erfahrungen würde ich mich ebenfalls freuen. |
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#3
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| Hi Iron Monkey, also bei unserem Training trainieren wir immer so: 1. Ungefähr eine halbe Stunde aufwärmen, dehnen usw. 2. Machen wir 2 bis 3 Reihen, die erfahrensten stehen ganz vorne, die anfänger und etwas besseren hinter den! Dann macht der Meister ein paar Arm- und Fußtechniken, die wir Ihn dann nachmachen müssen und nachdem er uns ein paar Techniken schon gezeigt hat zählt er und wir machen sie dann alle vor, (so wie im Shaolin Tempel). 3. Der Meister sagt: "Partnerweise zusammen!" Und du suchst dir einen Partner oder hast schon einen, mit dem du immer trainierst (so wie bei dir), dann zeigt der Meister an einen Schüler eine Verteidigung (der Schüler greift an), bei uns macht der Meister immer verschiedene Verteidigungen, Griffe, Würfe, Schläge u. Tritte, oder auch Techniken von Tierformen! Wir machen Ihn das dann nach und der Meister geht rund und kontrolliert und korrigiert! 4. Wenn der Meister dann sagt: "So, jetzt locker kämpfen, erst nur mit den Armen, später auch mit den Beinen!" Dann suchst du dir wieder einen Partner (hier wird immer nach ungefähr 5 Minute der Partner gewechselt) und kämpfst und kannst dann natürlich alles benutzen, Griffe, z.B. Schläge aus der "Affenform" (bei uns haben die meisten diese Form schon hinter sich), aber keiner wird dich bei uns "auslachen" oder so, weil sie 1. mit ihren Partner beschäftigt sind und 2. ist das bei uns ganz normal! Das war ein "Ablauf" von unserem Training, aber unser Training ist immer verschieden, manchmla so, manchmal so! Wenn wir dann auf Turnieren sind kämpfen wir auch meistens so wie du's erklärt hast, aber man kann nicht so einfach eine Technik aus einer Tierform machen, weil beim Turnier muss man ja Handschuhe und vieles mehr tragen, man kann trotzdem schon ein paar Techniken machen, aber andere wollen es nicht reskieren, weil sie dann vermutlich getroffen werden, weil es nicht so einfach ist die Bewegungen einer Form mit z.B. Kopfschutz auszuführen!! ("Übrigens, der Meister beim Training ist mein Bruder!!") Hoffe, dass ich's dir etwas "klarer" gemacht hab'! mfg, Pao-Chan!! Geändert von Pao Chan (12-07-2005 um 12:29 Uhr). |
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#4
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| Ein bischen problematisch ist dabei daß man wissen muß was denn nun wirklich die "Anwendungen" sind, oder wo sich das einer nur ausgedacht hat um die Form zu "erklären". Im Nachhinein bekommt man das nur heraus, wenn das was man probiert dann auch WIRKLICH funktioniert. Und einen echten Vorteil ergibt, oder etwas reisst. Tatsächlich sind aber viele Sachen durchaus praktikabel, und einem stupiden Hin und Her mit TKD-Leadkicks weit überlegen. Man muß nur mal das Timing entwickeln. Mit richtiger Körperkraft gibt das allerdings böse Verletzungen, ein bischen vorsichtig muß man da schon sein. Ein bischen ein Problem ist auch, daß viele Dinge als KONTERTECHNIKEN gedacht sind. Solange also keiner angreift, kann man nicht kontern, und als Angriff ist es eben nicht unbedingt möglich. Für den Anfang hilft es, wenn sich einer auf die "K1-Manöver" beschränkt, also das was man normalerweise auch immer als Anfang bekommt. Und nur einer versucht mit den anderen Mitteln zu kontern. Das erfordert auch reichlich Gefühl und Erfahrung, denn eine weiterleitende Umlenkaktion gegen einen mit Schmackes geschlagenen Haken erfordert schon daß das sitzt, sonst wird man eher getroffen. Was man auch üben muß ist das Nachsetzen, das heisst, wenn der Angreifer mal taumelt und sich abfängt, dann muß man dran sein und weiter an ihm rumziehen und agieren bevor er sich sortiert hat. Sonst geht der ganze Vorteil verloren. |
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#5
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| wir machen im training auch freien technikkampf (also locker, frei, alles). dabei ist alles erlaubt, aber eben locker und respektvoll. in der kampfvariante kann man die in formen gelernten techniken anwenden und üben. das geht natürlich nicht ohne längere vorbereitungen, z.b. partnertechniken auf der stelle undundund... beim lockeren freikampf merkt man das die überlieferten techniken sehr gut einzusetzen und durchaus wirksam sind. im wettkampf kann das aber nicht funktionieren. es müssen bestimmte regeln aufgestellt werden, damit die sportler mehr als einen kampf in ihren leben machen können . deshalb nimmt man techniken wie schläge zu gelenken, weichteilen, genitalien usw. aus dem programm raus. der kampf ist dann weniger realistisch, dafür aber sportlich gesehen interessanter und nicht so endgültig.auf kung fu tournieren einen technik-freikampf zu machen ist auch ehr gefährlich. im gegensatz zum training mit leuten die man kennt und von denen man weiß wie sie drauf sind, was sie vertragen und so, träfe man im wettkampf auf absolut unbekannte leute. im training geht es auch nicht um gewinnen oder verlieren. im bewerteten kampf führt der gedanke ans gewinnen aber nur zu schnell zu unkontrollierten techniken. der kampf wird härter und gefährlicher. dann kommt noch die anspannung oder übermäßiger ehrgeiz der teilnehmer dazu. es gibt immer welche die um jeden preis gewinnen wollen. wenn alle techniken erlaubt sind kann das dann zu echt bösen verletzungen führen, auch wenn der kampf als lockerer freikampf angesetzt war. ich denke deshalb ist wettkampfmäßig so sachen wie sanda, die k1 sache oder ultimate schon eher interessant und deshalb auch verbreitet. ach ja: beim freikampf im training ist bei uns noch nie was schlimmeres passiert als mal hier und da ein kleiner blauer fleck! (toi toi toi)
__________________ Der Dude wollte nur seinen Teppich zurück... Geändert von Der Dude (12-07-2005 um 15:16 Uhr). |
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#6
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| Hi!! Shaolin Kung Fu ist zunächst mal viel mehr innere Kampfkunst als die meisten glauben. Ich mach das auch seit April, und das meiste dreht sich um die Bildung von Chi. Was mich überraschte. Wir lernen natürlich auch etwas SV, die typischen Beginner Sachen, wie Grifflösen etc. Diese Sachen sind bis jetzt zumindest relativ schnörkellos und bestimmt auch anwendbar. Wenn man WT und JKD betreibt, denkt man zwangsläufig, "so würde ich aber jetzt nicht reagieren", o. ä. Aber ich vertrau dem Sifu vollkommen, er ist auch JKD Full Instructor und sagt, dass man durchaus prima mit Shaolin Kung Fu Techniken kämpfen kann. Und wie gesagt. Der Aspekt der inneren Kampfkunst und die Bildung und Lenkung des Chi ist glaub ich ein ganz wichtiger Faktor und für mich das faszinierendste daran. Mann muss bei Kung Fu glaube ich mehr Geduld haben, dafür bietet es einem bestimmt langfristig wesentlich mehr als andere Kampfkünste. @alarabiata: Auch Shaolin Wahnam? Grüße |
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#7
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| @grille Ich sehe es so wie Du, ich denke sogar, dass es keine andere Kampsport gibt die dem Shaolin kung Fu das Wasser reichen kann. Das Chi hilft extrem um Kräfte zu entfalten, die bisher für die meisten Kampfsportlern unbekannt waren... Es gibt keine Fetzenshaolins Die sind alle so ziemlich mager und haben trotzdem gewaltige Kräfte.Auch bei den Samurais ist es ähnlich (nach dem Motto, handeln in Furcht, Hirn abschalten und einfach "funktionieren"), wer Hagakure gelesen hat, weiss worauf es im Samurai ankommt um diese Kräfte zu entfalten - Dort heisst es einfach anders als Chi. Patric |
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#8
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| es gibt das chin. lei tei (weiss nicht wie mans genau schreibt), wie freefight. |
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#9
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| Mönche die das komplette Programm mit Qigong hinter sich haben sind NICHT mager. Passive Kraft (Schutzfähigkeiten) geht auch mit wenig Masse, weil es reicht wenn die Knochen gefüllt sind und schmerzunempfindlich. Bei aktiver ist Masse nötig, weil die Kraft nicht aus der Einbildung kommt, sondern aus physischen Kräften. Ein dürrer mit viel innerer Kraft (chemisch und durch Muskelstruktur) ist stärker als ein dürrer, oder auch nicht so dürrer ohne. Aber ein massiger Mann mit dem gleichen Aufbau ist unvergleichbar viel stärker. Auch die "dünnen" Meister hatten an die 80-100 Kilo, die Brocken bis 150. |
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#10
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| zwischen kung fu und freikampf (sanda) gibt es eine strikte trennung. das kung fu wurde so umfunktioniert, damit sich mehrere kung fu stile gegeneinander messen können. das sanda ähnelt dem kick oder thaiboxen. schlag, tritt und wurftechniken sind erlaubt. das reine kung fu ist für den wettkampf nicht geeignet, da einige schlagtechniken den gegner eher ins jenseits befördern würden als ausknocken. es wäre im eigenen stil schon zu unsicher. jetzt gibt es da noch n paar stile mehr . und zwei stile gegeneinander gibt ein fiasko. fdaher musste ein system her das alle gleich anwenden dürfen. also freikampf (sanda) ist gut für die kondition, reaktion und den wettkampf. kung fu für die körper, geist und seine eigene haut schnell und effektiv zu schützen. |
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#11
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| @ Coffee75: yepp, das finde ich mal gut auf den punkt gebracht...
__________________ Der Dude wollte nur seinen Teppich zurück... |
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#12
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| @ Grille Ja, schau mal in Deine Mails. Habe da jede Menge Fragen noch. Vorallem wohne ich Karben, was ja direkt um die Eck´ ist... |
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#13
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| Zitat:
__________________ Basic Knife Defense Start der Ausbildungs- und Seminarreihe am 31.01.2009 |
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#14
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| ...spüre ich eine gewisse Ironie, Christian?!? |
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#15
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| ein bißchen ![]()
__________________ Basic Knife Defense Start der Ausbildungs- und Seminarreihe am 31.01.2009 |
![]() |
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