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  #1  
Alt 04-11-2001, 18:05
Benutzerbild von Sascha
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Ip Family Tai Chi Chuan (Snakestyle nach Bob Boyd/Ip Tai Tak)
 
Registrierungsdatum: 18.10.2001
Ort: Sankt Augustin / Troisdorf
Alter: 38
Beiträge: 291
Standard Gute Schüler ???

In meiner Schule kam vor kurzem die Frage auf: Was macht einen guten Schüler aus ??

Welche Schwerpunkte setzt ihr da? Gebt bitte auch mit an, ob ihr selber Lehrer oder Schüler seid.

Gruß,
Sascha
__________________
www.iptaichi.de
die TaiChi-Akademie Rhein-Sieg
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  #2  
Alt 04-11-2001, 19:20
Bokuto
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard

Bin selbst Lehrer UND natürlich Schüler (man lernt eben nie aus).

Für mich ist bei Schülern die Bereitschaft Neues aufzunehmen und kritisch an sich selbst zu arbeiten wichtig. So etwas wie "Talent" gibt es (meiner Meinung nach) nicht.

Zaijian
Dirk

P.S.: Ein wenig Respekt ist auch nicht schlecht
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  #3  
Alt 08-11-2001, 15:02
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 08.11.2001
Beiträge: 2
Smile Guter Schüler, und was ist mit dem Lehrer?

Hallo Sascha,

stellt sich nicht erst einmal die Frage nach dem Lehrer? Ein Schüler kann nur so gut sein wie sein Lehrer. Oder liege ich da falsch? Wenn der Lehrer, in seiner Vorbildfunktion, die Werte weiter gibt die er für richtig und wichtig hält, und diese auch vermitteln kann, kann es eigentlich keine schlechten Schüler geben.

Einen guten Lehrer erkennt man nicht an seinem Gürtel, sondern an seiner Freundlichkeit, Bescheidenheit und Hilfsbereitschaft.

Ein Beispiel wie ich einen guten Schüler sehe:
Du gehst in ein Kaufhaus, und im Moment wo du die Schwingtüre zufallen lassen willst, siehst du nochmal hinter dich. Eine ältere Peson mit Gehstock will auch ins Kaufhaus. Du hälst ihr die Türe auf.
Meist sind es die banalen Dinge im Leben, die die Freundlichkeit eines Menschen zeigen.

Wie du weisst bin ich Schüler... und werde auch immer Schüler bleiben, denn man lernt nicht nur von seinem Lehrer...
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  #4  
Alt 27-11-2001, 21:33
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 06.10.2001
Ort: Austria/NÖ
Alter: 27
Beiträge: 40
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Für mich ist mit der Definition "guter Schüler" unweigerlich die Tatsache verbunden, daß man seine(n) KK, KS lernt, damit man sich VERTEIDIGEN kann, nicht angreifen.
Man sollte sich bewußt sein, daß man etwas "einmaliges" lernt und dies nicht sinnlos verwendet, um bspsweise einen "Gratiskampf" zu bekommen oder damit seinen Freunden imponiert.

Ein guter Schüler muß also (u. a.) verantwortungsbewußt sein!

Meine restliche Meinung deckt sich mit Danny_XiangWang.
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  #5  
Alt 10-12-2001, 17:08
limubai
Gast
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Beiträge: n/a
Standard

Das waren ja alles sehr philosophische Antworten.
Die Antworten kann man besser auf die Menschen allgemein anwenden, als nur auf Kampfsportschüler.
Ich finde, -das- sollte nicht das primäre Ziel des Lehrers darstellen, seine Schüler zu "guten braven Menschen" zu erziehen. Der Trainer sollte sich eher die "guten braven Menschen" von vorneherein aussuchen.
Und jeder mit einem gesunden Menschenverstand ist das eh.
Da gerade im Kampfsportbereich viele "andersartige" rumlaufen versteht sich auch. Aber jeder hat die Wahl wen er unterrichtet.

So sehe ich das zumindest. Ihr könnt es sehen wie ihr wollt, mir egal :-)

Was einen guten Schüler ausmacht.. zweischneidiges Schwert.

Bei den Übungen sollte er sein Denken ausschalten können. Mit einem "leeren Glas" beginnen, nicht mit einem halbgefüllten wie man so in etwa sagt.
Denn wenn er bei den Übungen immer anderes (privates oder andere Stile) im Kopf hat, wird er die Bewegung nie richtig ausführen können. Das sind jedenfalls meine Beobachtungen.
Nehmt die Mädels, wissen nicht was die Bewegungen für eine Bedeutung haben, aber kriegen sie perfekt hin, so dass sie 1 A sitzt.
Und warum? Weil sie nicht (nach-)denken. Tut mir ja leid, ist aber meistens so :-)
Und -genau das- sollte man sich von ihnen abschauen. Trainer macht die Bewegung vor, sie machen sie einfach nach, ohne (wie viele Männer) zu denken "in welchem Winkel liegt jetzt der Arm, wieviel Kraft brauch ich in meinem Fuß. Mist, schon zweimal die Bewegung gemacht und sie stimmt immer noch nicht!"

Über -den Sinn- der Bewegung nachzudenken sollte man nicht versäumen. Aber sich nicht mit 20tausend GEdanken beschäftigen wie sie nun richtig geht. So wird es einfach nie was.

Respekt vor dem Lehrer - Einen ehrenvollen Trainer vorausgesetzt.

Hilfsbereiter Umgang mit Schülern die noch nicht so lange dabei sind.

Den Stil -leben-, und ihn nicht im Dojo/Verein lassen.
Wer 24 Stunden am Tag den Stil in sich hat - dann hast Du meistens Deinen guten Schüler.
Wenn der Schüler 1-2 Stunden im Dojo ist, und auch dort daran denkt, was er sich nachher zu essen macht, wie die Arbeit war, dann nach Hause geht und sein Karate/Kung Fu/etc. vollkommen vergisst.. für den mag das in Ordnung sein, und vielleicht stellt er auch keine höheren Ansprüche.

Aber es gibt auch viele die sich fragen, warum sie jetzt schon so lange machen und schlechter sind als derjenige der 2 Jahre nach ihnen angefangen hat.
Derjenige ist mit ganzem Einsatz dabei. Das heisst nicht, dass er durchpowern muss im Training bis zum Kreislaufschock, für mich heisst dass, das er sich im Training NUR MIT dem Training beschäftigt, mit den Übungen, den Theorien, den Angriffen.. auf dem nach Hause weg denkt er ans essen und daran wie man diesen und jenen Angriff abwehren kann. Spurwechsel, blinken, gedachter Kick in die Hüfte.
:-)

Psychos. Aber aus meinen gesammelten Erfahrungen der letzten Jahre waren das immer die besten Schüler.
Andere waren vielleicht öfters da, aber spazierten mehr im Dojo rum und hielten ein Schwätzchen.

limubai
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  #6  
Alt 11-12-2001, 23:43
SQ SQ ist offline
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Beiträge: 1.865
Standard was macht einen guten schüler aus?

...ein guter Schüler vertraut seinem Lehrer, allerdings nicht blind. Er hat eine eigene Meinung, die er vertritt, ist aber stets offen für Neues. Er respektiert die Fortgeschritteneren und unterstützt die weniger Fortgeschrittenen und fügt sich somit in die Schule/Gruppe ein. Er übt mit Fleiss und Ausdauer, Verständnis und Achtung vor der Kunst. Ist es nicht das, was uns die alten Meister seit Generationen mit auf den Weg gegeben haben?
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  #7  
Alt 12-12-2001, 08:35
Bokuto
Gast
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... gut formuliert. Ganz meiner Meinung!

Gruß
Dirk
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  #8  
Alt 12-12-2001, 10:24
Benutzerbild von Panther
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Beiträge: 2.527
Standard

Shaolin Quan,

besser hätte man es nicht sagen können.


Viele Grüße

Panther


PS: Ein wahrer Meister zieht keine Schüler, sondern eben wiederum Meister.
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  #9  
Alt 12-12-2001, 13:39
SQ SQ ist offline
gesperrt/gebannt
Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 02.12.2001
Beiträge: 1.865
Standard danke,...

aber die worte stammen nicht von mir, sondern von den meistern in china, bei denen ich lerne....


und es stimmt: ein meister zieht keine schüler, sein ziel ist es andere meister zu ziehen.
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  #10  
Alt 16-12-2001, 19:22
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Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 18.09.2001
Alter: 36
Beiträge: 14
Standard ein guter schüler....

will immer besser werden als sein Meister.... in allen Belangen.
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  #11  
Alt 18-12-2001, 19:21
Deckard
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
Standard ZZ

Ein guter Schüler versucht die Stärken seines Lehrers zu kopieren nicht seine schlechten Seiten.

Wenn ein guter Schüler einen Meister sieht sagt er nicht er könnte diese Stufe niemals erreichen sondern legt sein ganzes Vermögen auf die Meisterschaft aus!
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  #12  
Alt 23-12-2001, 14:46
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Shaolin Kung Fu
 
Registrierungsdatum: 23.12.2001
Ort: München
Alter: 31
Beiträge: 15
Standard

Ni hao!

Ein guter Schüler sollte das "Wu De" verinnerlichen:

"Wu" ist die chinesische Silbe die für das Kämpferische steht, so also für die Kampfkünste verwendet wird.

"De" steht für die Tugend.

Wichtig ist es also die Kampfkünste als eine Tugend zu betrachten. Kampfkunst leben und nicht nur einmal die Woche 90 Minuten Kampfkünstler spielen. Die eigentliche Stärke eines guten Schülers ist also seine persönliche, innere Einstellung zu sich, seinem Lehrer und dem Wissen was ihm vermittelt werden soll!

Zaijian..

Shi-wei
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