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#1
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| Ich mache seit etwa einem Jahr Ba-Zung-Chuan-Fa (Acht Wege der Faust), ein Kung Fu System, das sich aus Tai Chi, Ba Gua, Xing-I, Shaolin: Wu Dang, Wing Chun, Shuai-Chiao und Nan-Tang-Lang zusammensetzt. Ist es überhaupt möglich so viele Techniken aus so unterschiedlichen Stilen in einer Notwehrsituation sinnvoll anzuwenden. Mal rein hypotetisch: Ich behersche alle 169 Formen meines Systemes "perfekt". Sind das nicht so viele Techniken die in meinem kopf herumspuken? Und sind nicht allein schon die Kampfphilosophien von z.B. Shaolin Kung Fu und Tai Chi so unterschiedlich? Was meint ihr? Viele Grüße, feng-huang |
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#2
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| Also meiner Meinung nach brauchst du bezüglich SV nicht möglichst viele Techniken sondern wenige, die du aber möglichst gut beherrschen sollst. Bei sovielen Bewegungen hätte ich viel zu wenig Zeit die richtig zu üben. Gruss Skyguide |
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#3
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| Du hast im Prinzip schon recht, doch genau das ist die lehre von Wing Chun. So wenig Techniken wie Möglich, am besten nur einen Schlag und eine Abwehr. Aber ich will eine KampfKUNST machen und NICHT eine "Wissenschaft" wie Wing Chun. Was wäre denn sinnvoll an Techniken? Im Shaolin Kung Fu gibt es ja auch sehr viele Techniken, ist das auch schon zu viel? Vielleicht wäre es ja einfach das beste aus dem eigenen System die besten Techniken stärker zu üben als die "schlechteren"? Mfg, feng-huang |
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#4
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| Hm, jetzt wirds fast philosophisch. Was ist denn ne Kampfkunst, wenn sie nicht zum kämpfen taugt ? Ist aber egal, mir ist klar was du meinst. Ich bin der Meinung, dass sich fast jeder Kampfstil auch für einen echten Kampf eignet, stellt sich bloss die Frage, wie lange man dafür üben muss um die nötige technische Überlegenheit zu erlangen. Ich denke die Auswahl der Kampftechniken innerhalb des eingenen Stils kann auch insbesondere anhand der möglichst universellen Einsetzbarkeit erfolgen. Sich ein enges Sortiment an Bewegungen aus dem eigenen Stil zurecht zu legen und diese intensivst im Hinblick auf eine Kampfsituation zu üben und zu erproben ist m.E. ein durchaus gangbarer und empfehlenswerter Weg. Wobei dieses Repertoire natürlich geeignet sein muss mit den möglichen Angriffen des Gegners klar zu kommen. Gruss Skyguide |
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#5
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| @ feng-huang es muss sich nicht beissen, wenn ein system viele formen hat. für die sv nimmt man so oder so nur ein paar techniken daraus. gruss Le Lôi |
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#6
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| Le Lôi hat da schon Recht. Ausserdem wird in solchen Stilen wie auch Feng-Huang trainiert, sehr oft nicht die Ganzheit dessen "Substile" gelehrt, sondern nur ein Teil davon. Ich war bei so einem Stil fuer drei Jahre dabei, und das was wir wirklich von Wing Chun gelernt haben war recht wenig. |
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#7
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| Zitat:
um dich zu verteidigen reicht irgendein frauen-sv-kurs an der vhs, ohne philo und geschichte, einfach nur "soundso den arm umdrehen, in die glocken treten und das pfefferspray inhalieren lassen". und wenn du wirklich schon so viele techniken draufhast, müßte es doch ein leichtes sein, einen sv kurs abzuschließen. und isses nicht die kunst des kampfkünstlers die kunst nich zu kämpfen? ![]() |
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#8
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| Da bin ich aber komplett anderer Meinung. Was du ansprichst bezüglich Kampf innerhalb des gleichen Stils wäre Kampfsport. Was mir aber viel wichtiger ist, ich habe noch nie im leben jemanden gesehen, der sich nach einem SV Kurs verteidigen konnte ..... Gruss Skyguide |
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#9
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| vielleicht hab ich mich da etwas mißverständlich ausgedrückt. bzgl kk: das ist nicht meine definition einer kk! nur denke ich, sagen wir, ich mach jetzt ne "standart kung-fu technik", damit kann ich so einfach auf der strasse nix anfangen. ich müßte mich hinsetzen und alles sv-technische raussuchen, verarbeiten und -quasi-was neues entwickeln. oder dein meister hat das schon gemacht, oder ihm wurd`s beigebracht! klar, wenn du treten kannst, kannste n 08/15 angreifer evtl. kampfunfähig machen, aber ob du weißt, was du tust is ne andere frage! bzgl sv-kurs: wenn du abends über die strasse gehst und dich ein besoffener nicht-kk`ler angreift, da reicht ein sv-kurs. sicherlich sollte man einen wirklichen sv-sti l (*ing *un/krav maga...) erlernen um in fast jeder situation kontern zu können. werde ich wahrscheinl. genauso handhaben! |
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#10
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| hi feng huang, jeder stil hat milliarden von techniken, das geheimnis ist, sie in wenige konzepte und prinzipien zu packen... ...auch shaolin kung fu hat wenige konzepte, die man lernen muss... christian PS: ein stil mit 169 formen kommt mir äußerst spanisch vor...... |
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#11
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| Meiner Meinung nach reicht ein SV-Kurs für überhaupt nix. Nicht dass die gezeigten Techniken alle schlecht wären aber wieviele Bewegungen kann man in sagen wir mal 10 Stunden umsetzen ? Sagen wir mal keine einzige und dafür bekommt man vermutlich so 20 oder mehr "Techniken" gezeigt. Was dann auf der Strasse bleibt ist oft nicht mehr als die Erinnerung, da war doch mal was..... Gruss Skyugide |
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#12
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| es gibz´t ja so`ne kurse und so`ne kurse. aber ich betone hier ausdrücklich KEIN freund von solchen kursen zu sein!!! |
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#13
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| hi an alle @shaolin quan choy lee fut hat rund 100 formen.. viele grüsse |
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#14
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| @ feng-huang was verstehst du unter nan tang lang? chow gar, juk lam, chu gar...? @ shaolin quan ist schon möglich, das es so viele formen sind. sind ja diverse stile drin enthalten. er hat auch rein theoretisch gesagt, beim beherrschen aller 169 formen. also so spanisch kommt mir das nicht vor. gruss Le Lôi |
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#15
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| hi tigercrane, hi le loi, also ich mach jetzt seit über 8 jahren intensiv kung fu und ich habe in dieser zeit so ca. 80 kung fu bewegungsformen (inklusive qigong, taiji,...) gelernt. von diesen 80 hab ich sicherlich wieder 10-15 ganz vergessen und an 20 - 30 übe ich noch, so dass ich nach 8 Jahren sagen kann, ich "beherrsche" 40-50 Formen... Wenn ich das auf die 169 Formen umlege, dann sind das rein rechnerisch: 40x4=160, also brauche ich alleine um die Formen zu können 24 Jahre... Ich möchte nicht sagen, dass es schlecht ist, viele Formen in einem Stil zu haben... ...aber wenn der Unterricht zu "formenlastig" wird, ist es kein Kung fu mehr... ...und bei 169 Formen muss der Unterricht seehhhrrrr formenlastig sein, oder? |
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