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  #1  
Alt 28-02-2002, 14:58
tigercrane
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Standard hohe kicks

hi

sind sie überhaupt notwendigt?

viele grüsse
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  #2  
Alt 28-02-2002, 15:32
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Red face hohe kicks

Hohe Kicks mögen im Kampfsport gut sein. Ist was für das Auge.
Aber in der Selbstverteidigung halte ich sie für überaus gefährlich.
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  #3  
Alt 28-02-2002, 18:29
Benutzerbild von Klaus
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Wenn es nicht gehen würde, gäbe niemand was darauf, hohe Tritte ins Kung-Fu aufzunehmen. Da es das seit Urzeiten gibt, sieht es wohl so aus, daß es funktioniert WENN man sich darauf spezialisiert. Dazu gehört natürlich auch, daß man es dann macht, wenn man den Gegner dafür gestellt hat. Wenn man nicht schlagen kann, funktioniert auch ein "Kross" nicht oder 'n "Jäb". Nur weil man sich über die Bezeichnungen aufgeilt, muß das nicht immer und überall wie geschnitten Brot funktionieren.
Die Leute die sowas können waren früher (und sind es heute auch noch) scheiße schnell mit den Beinen, das sind keine langatmigen Kickbox-Tritte die man fünf Minuten sieht bevor die irgendwo einkommen. Wenn man sowas aus einer Ausweichbewegung ansetzt, kann derjenige tot sein bevor er merkt was ihm passiert ist. Ich trete mit den Fußspitzen, also mit der Spitze/Sohle vom Schuh, nicht mit blödsinnigen Spann- oder Fußsohlentechniken, also passiert auch was wenn es einschlägt. Barfußtechniken sind Erfindungen von barfußgehenden Leuten und Sportlern, in alten Zeiten hatten üble Gesellen aber grundsätzlich (holzverstärkte) Schuhe an. Und manche nebenbei auch noch Dornen vorne im Schuh (das gab es nicht nur bei James Bond, sondern auch bei Bodyguards im Kaiserpalast, weil Blankwaffen nicht erlaubt waren, nebenbei auch Dornen in der Handfläche, vonwegen "Deathtouch gibs nich"). Wenn man damit einem gegen den Kopf tritt, dann war es das, es wird auch nicht diskutiert ob es ein gültiger Treffer war, sondern einfach nur gestorben bzw. ins Krankenhaus gefahren, liegend. Ich kann mich gut an "Boxer" erinnern die meinten, weil sie einen Anfänger zusammenschlagen konnten, der sich mit treten versucht hat zu wehren, geht es auch bei Experten. Das endete mit schweren Kopfverletzungen, und zwar beim Boxer, nicht bei diesem (ironischerweise) Taekwondoka. Um damit erfolgreich zu sein, braucht man einfach nur Timing und Auge für Position, was Anfänger nicht haben, Profis und langjährig trainierende Leute aber sehr wohl.
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  #4  
Alt 28-02-2002, 18:53
uksplinter
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Klaus :
Alles richtig, was du zu hohen Kicks schreibst, aber einiges hast du m.E. vergessen.

Wenn der andere ein genauso guter oder vielleicht noch besserer Kämpfer als du ist, wird er deinen hohen Kick abfangen und kontern. Wenn du auf einem Bein stehst, das andere hoch in der Luft, bekommst du echte Probleme, wenn dein Gegner blitzschnell und mit Wucht gerade vorwärtsstürmt. Er rennt dich einfach über den Haufen !
Was danach kommt, brauche ich dir bestimmt nicht zu schildern.

Im übrigen verbrauchen hohe Kicks mehr Energie im Verhältnis zur erzielten Trefferwirkung als low kicks. Und eine gebrochene Kniescheibe oder schwer getroffener Oberschenkel kann den Kampf auch entscheiden.

Bei den Schlachtfeldtechniken gibt es nicht umsonst nur low kicks.
Die hohen kicks sind für "martial arts"-Filme gedacht. Kleiner Tip : Sieh' dir den "Pakt der Wölfe" an, falls noch nicht geschehen. Da kommst du auf deine "high kick"-Kosten !

Geändert von uksplinter (28-02-2002 um 21:35 Uhr).
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  #5  
Alt 28-02-2002, 20:22
Benutzerbild von cdobe
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Hi Leute,
ich schließe mich Klaus vollkommen an.

Hinzufügen möchte ich, daß bei einem Forschungsprojekt mit Taekwondo beim männlichen Athleten mit dem rechten Bein bei manchen Tritten DURCHSCHNITTLICH eine Kraft von 586 Newton gemessen wurde (1 N ist der 9,8te Teil von 1 kg)!

Noch eine kleine Anmerkung: Taekwondo Kämpfer nennt man koreanisch Taekwondoin!

msg
cdobe
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  #6  
Alt 28-02-2002, 22:35
Benutzerbild von PAI LEE
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Hola cdobe


Mag ja sein das man einen Taekwondo Kämpfer nicht "Taekwondoka" auf koreanisch nennt!

Aber ich möchte ja nicht ausprobieren was passieren kann, wenn ich einen voll ausgewachsenen Kämpfer "Taekwondoin" nenne.

Hasta Luego


Pai Lee
__________________
Im Land der Blinden ist der Einäugige König!
www.pwka.ch www.maap.ch www.sanda-open.ch
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  #7  
Alt 01-03-2002, 02:11
Benutzerbild von cdobe
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Kampfkunst: Wu Taichi (Honkong u. Schanghai) und Elemente aus anderen KK
 
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Buenas noches senor PAI LEE,
como estad usted ?

Hört sich blöd an, heißt aber so auf koreanisch. Man sagt auch "Hapkidoin". Die Endung "-ka" ist japanisch.

Wenn der Japaner zu Dir sagt "Pendecho-San", dann würde der Koreaner "Pendecho-Nim" sagen

Adiós und Hasta Nichgesehn

cdobe
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  #8  
Alt 01-03-2002, 14:46
Benutzerbild von Klaus
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Ich kann mir nicht vorstellen, daß jemand vom Schlagen mit "Geht nicht" abrät, mit der Erklärung, wenn der andere zu gut ist wehrt der einen ab und schlägt nieder. Also sollte man das für hohe Tritte, Griffe, Würfe oder irgendwelche abgefahrenen Techniken interner Spezialstile auch nicht tun. Grundsätzlich geht alles nur dann, wenn man in der Position dafür ist, und der andere nicht in der, einen zu kontern. Sonst verliert man eben.
Hohe Tritte sind nichts für eine Eingangssituation, in der einer wartet. Tiefe auch nicht. Man muß sich positionieren und unvorsichtige Manöver und Schemata auskontern. Außerdem sehe ich in der SV eigentlich nicht, daß man wartende Leute anspringt, sondern die kommen auf mich zu, und wollen was machen. Hohe Angriffe sind Finalisierungen, davor erarbeitet man sich die Möglichkeit für nicht abzuwehrende Angriffe. Jeder Kämpfer muß auf jeden Fall Abtausch vermeiden, sonst gewinnt man durch größere Nehmerqualität und liegt im Bett gleich nebenan. Das Problem sehe ich nicht in "hohe Technik oder nicht", sondern in grundsätzlicher Gestaltung vom Ausweichen über Distanz finden und sich die Dominanz zu erarbeiten.
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  #9  
Alt 02-03-2002, 15:07
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Standard Psychologie

erstmal an Klaus:

sehr guter Beitrag! Das von Dir gesagte kann ich nur unterstützen!
Als weiteren Punkt kann man auch den psychologischen Aspekt ergänzen: wenn in einer Notwehrsituation ich meine (hoffentlich) kämpferische Überlegenheit mit einem hohen Tritt unterstreiche, ist in den meisten Fällen der Gegner eingeschüchtert und untläßt möglicherweise eine weitere Konfrontation! Und genau dieses ist doch vorangiges Ziel: eine ausufernde Auseinandersetzung zu vermeiden!
Ansonsten ist es natürlich immer eine Sache der Erfahrung und des richtigen Timings, zu erkennen wann ein hoher Tritt beim Gegner angebracht ist und wann nicht!
Doch dazu haben ja schon einige sehr ausführlich geantwortet!
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Grüsse Jochen
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  #10  
Alt 02-03-2002, 16:35
uksplinter
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mantis :
Wenn ein alter Mann wie ich deinen ersten hohen Kick abfangen sollte, bekommst du zu einem zweiten keine Gelegenheit mehr. Ihr jungen Leute solltet endlich lernen, Kino und Realität auseinanderzuhalten ! Und Wettkampfsport vom realen Nahkampf unterscheiden können. Leider werdet ihr es erst glauben, wenn ihr zusammengeschlagen im Krankenhaus liegt. Sagt dann bitte aber nicht, dass ihr nicht gewarnt worden seid !

Falls jetzt doch jemand das Gerade-Hineingehen in den hohen Seitwärtskick mit Trainingspartner ausprobieren sollte, noch eine Warnung : Der Treterich braucht eine gute Schutzausrüstung, oder er bricht sich beim Konter des Verteidigers sämtliche Knochen !


Wenn diese "high-kick"-Technik so gut ist, wieso ist sie dann für den militärischen Nahkampf vom Mittelalter bis heute praktisch verboten worden ?
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  #11  
Alt 02-03-2002, 17:36
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Zitat:
Original geschrieben von **********
mantis :
Wenn ein alter Mann wie ich deinen ersten hohen Kick abfangen sollte, bekommst du zu einem zweiten keine Gelegenheit mehr. Ihr jungen Leute solltet endlich lernen, Kino und Realität auseinanderzuhalten ! Und Wettkampfsport vom realen Nahkampf unterscheiden können. Leider werdet ihr es erst glauben, wenn ihr zusammengeschlagen im Krankenhaus liegt. Sagt dann bitte aber nicht, dass ihr nicht gewarnt worden seid !

Falls jetzt doch jemand das Gerade-Hineingehen in den hohen Seitwärtskick mit Trainingspartner ausprobieren sollte, noch eine Warnung : Der Treterich braucht eine gute Schutzausrüstung, oder er bricht sich beim Konter des Verteidigers sämtliche Knochen !


Wenn diese "high-kick"-Technik so gut ist, wieso ist sie dann für den militärischen Nahkampf vom Mittelalter bis heute praktisch verboten worden ?
Also ersteinmal: Danke, dass Du mich als junger Leut bezeichnest...aber das trifft es nicht so wirklich!
Und: aufmerksamer lesen! Ich schrieb: "kämpferische Überlegenheit"! Diese sollte schon eindeutig bestehen, ansonsten wendet jeder "Erfahrene" Kämpfer logischerweise Techniken an, bei denen ein hohes Mass an Effektivität (diese gibt es übrigens in so ziemlich jedem Stil!) einem minimum an Risiko gegenüber steht: sprich niedrige bis mittelhohe Kicks mit dem vorderen Bein zum Beispiel!

WEiterhin: militärischen Nahkampf....verboten worden? <- das hört sich fast so gut an, wie das Argument: das haben wir immer schon so gemacht! Deshalb ist es auch gut! Basta! Man kann sich aber doch wohl weiterentwickeln, oder?

Achso: ich habe übrigens mal in Karlsruhe einen Vollkontaktkampf beobachtet, bei dem ein *ing *un Kämpfer von reichlich beeindruckendem Muskulären Ausmass von einem (ich glaube es war Choi Lay Fat) anderm Kung Fu Stylisten mit hohen Kicks und tiefen Fegern so ziemlich deklassiert wurde! Dabei haben natürlich beide auch reichlich Infight Techniken ausgetauscht!
Und wie gesagt: der mit den hohen Kicks hat eindeutig dominiert!
__________________
Grüsse Jochen
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Geändert von Mantis (02-03-2002 um 17:41 Uhr).
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  #12  
Alt 02-03-2002, 20:35
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Zwar kein KungFu aber ich hab hier grad Videos von der Sabaki-Challenge liegen (Vollkontakt-Karate stiloffen)... da gibts erstaunlich viele K.O.s durch Kicks zum Kopf... so schlecht können die nich sein
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  #13  
Alt 03-03-2002, 15:33
Deckard
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Lustig!

Nur was hat das mit einem richtigen Kampf zu tun?

Alles was höher als Mae-Giri kann man in einem frontalen Straßenkampf vergeßen.

Genau wie 360 Grad Kicks oder ähnlicher Schwachsinn!

Bei 180 hat dein Gegenüber (mit Erfahrung) dein Genick im Würgegriff!

Ich mache auch Vollkontakt Karate aber ein Video von einem Wettkampf und ein Straßenkampf sind lichtjahre voneinander entfernt!

Ein Straßenkampf in Jeans und schwerer Lederjacke bremst solche Techniken aus und versaut durch die ganz andere "Einstellung" die komplette Wirkung!


Ich kann Uksplitter nur zustimmen!

Geändert von Deckard (03-03-2002 um 15:43 Uhr).
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  #14  
Alt 09-03-2002, 15:15
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Standard Kick and Rush

Hi Leute,
hohe Kicks in der SV ist, wenn er nicht gut gesetzt werden kann eher ein Nachteil. Macht Leuten ohne Kampfkunsterfahrung einen Heidenrespekt, mehr aber auch nicht.
Denn einzigen guten Kick und hohen Kick sah ich bei einem Brasilianer der in der relativen Nahdistanz von oben auf den Hals, Brust oder Kopf schlug. Der sah wirklich gut seine Gegner eher weniger.
Ein low kick unter das Knie bringt doch viel mehr Effektivität und kann auch von guten Kampfsportlern umgesetzt werden. Bei den high kicks solltest du dich im Superlevel bewegen. Und das können wenige von sich behaupten.

peter j.
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  #15  
Alt 10-03-2002, 15:00
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Hi Leute, ihr habt eigentlich alle Recht, wenn man das beurteilen möchte. Im Shandong Chuan Fa ( nördliches Kung-Fu) werden sehr viele hohe Tritte geübt, und diese werden dann auch noch aus einer sehr tiefen Stellung getreten. Sinn und Zweck dieser Übung ist; wer aus einer tiefen Stellung einen schnellen und harten Tritt nach oben ausführen kann, der ist noch viel schneller und erfolgreicher bei den Tritten im unteren bis mittleren Bereich. Ich bin überzeugt davon, das diese Tritte ein wichtiger Bestandteil der Kampfkünste sind, aber so hat halt jeder seine Meinung.
Viel Spaß noch beim treten.
Jörg
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