Kampfkunst-Board



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  #1  
Alt 14-12-2002, 19:31
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Shaolin Gong Fu.
 
Registrierungsdatum: 17.11.2002
Ort: NRW
Beiträge: 69
Standard Kampfkunst als Schule für's Leben

Hi Kampfkünstler,

als erstes: Herzlichen Dank für den Thread "Hausaufgaben" an Bokuto und alle, die ihren Beitrag geleistet haben. Ich lese mit Vergnügen jeden neuen Eintrag.

Dann: Danke für die freundlichen Kommentare, die ich in meiner kurzen Zeit hier im Board erhalten habe. Na ja, von den meisten.

So habe ich nun einen Einblick, was Ihr im Alltag für Eure Kampfkunst leistet. Was aber leistet Eure Kampfkunst im Alltag für Euch? So oft müssen wir uns ja nun nicht mit marodierenden Banden auseinandersetzen, oder? Die alltäglichen Kämpfe gehen doch eher um die nettesten Mädels/Jungs, den besseren Job oder den freien Parkplatz in der City.

Gerade den asiatischen Kampfkünsten geht der Ruf voraus, außer dem Körper auch Charakter, Geist und Seele zu bilden. Gibt es dafür Beweise? Habt Ihr (oder Eure Freunde/Bekannten) positive Veränderungen festgestellt, seit Ihr Kampfkunst betreibt? Schult Kampfkunst für den alltäglichen Lebenskampf?

Herzliche Grüße.

Xing Zhong
webmaster@shaolin-tempel.de
www.shaolin-tempel.de
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  #2  
Alt 14-12-2002, 19:43
Benutzerbild von ChinNa
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Wing Tzun, Jeet Kune Do
 
Registrierungsdatum: 23.09.2002
Ort: Mönchengladbach-Rheydt
Beiträge: 68
Standard Kampfkunst als Schule für´s Leben

Ich denke, dass mir Kampfkünste Geduld (nicht immer ), Gelassenheit, Selbstsicherheit, Körpergefühl und -beherrschung und "Ausstrahlung" gegeben haben.
Mit Ausstrahlung meine ich die Fähigkeit Situationen mit Mimik und Ausdruck zu entschärfen, bzw. zu kontrollieren.

Die KK´s haben mich auch gelehrt Situationen besser und realistischer einzuschätzen.
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  #3  
Alt 14-12-2002, 20:41
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: Muay Thai und Boxen
 
Registrierungsdatum: 09.04.2002
Ort: Leipzig
Alter: 25
Beiträge: 524
Standard

ich kann mich da ChiNa nur anschliessen...man fühlt sich einfach viel besser durch das Praktizieren einer KK.
Und nicht nur das, es diszipliniert auch, wenn man es wirklich ehrgeizig betreibt.
Aber vor allem gibt es Erfolgsgefühle.
Wenn man eine neue Technik endlich beherrscht oder ein einhändiges Rad zu schlagen schafft, wovon man vor einiger Zeit nicht einmal geträumt hätte(nur als Beispiel). Es gibt kein besseres Gefühl.

Geändert von Lemartes (14-12-2002 um 20:58 Uhr).
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  #4  
Alt 14-12-2002, 20:42
Benutzerbild von Phoenix
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Kung Fu
 
Registrierungsdatum: 28.11.2002
Ort: Gelsenkirchen
Beiträge: 118
Standard

Kann mich nur anschliessen.
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  #5  
Alt 14-12-2002, 22:14
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Shaolin-kempo
 
Registrierungsdatum: 21.07.2002
Ort: Duisburg
Alter: 22
Beiträge: 112
Standard

Schliesse mich auch ChiNa an!

Eine Kampfkunst gibt einem Selbstsicherheit, Selbstvertrauen und vieles mehr!
Ausserdem lernt man Situationen besser einzuschätzen und lernt alltägliche Situationen besser zu kontrollieren oder zu beobachten.

Nebenbei bleibt man auch noch körperlich fit
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  #6  
Alt 15-12-2002, 08:42
Benutzerbild von Goshinsatori
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst: Karate, Kempo, Yong Chun Chuan
 
Registrierungsdatum: 21.11.2001
Ort: Freiburg
Beiträge: 756
Thumbs up ..

HI,

dem kann ich mich eigentlich auch nur anschliessen.

Manche aber glauben, man könnte durch Kampfkunst einen Menschen von der Aggressivität wegbringen und den Menschen sagen wir mal "sozialisieren".
Dabei dürfen wir alle nicht vergessen, was wir da lernen.
Wir lernen zu kämpfen. Klar, die körperliche und geistige Schulung wirkt positiv, da man in den KK lernt, sich selbst zu kontrollieren, jedoch sollte man KK nicht esoterisch sehen, sondern nüchtern, wie KK ist. Der Weg ist hart und steinig, fordert viele Opfer von einem selbst und lehrt, sich zu behaupten und auch mal brutal zu sein.
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  #7  
Alt 20-12-2002, 12:07
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: shaolin Kung-fu
 
Registrierungsdatum: 30.08.2002
Ort: Basel
Alter: 23
Beiträge: 35
Standard Bedeutung + Erfahrung

Ich trainiere jetzt schon 2 Jahre Shaolin Kung-Fu, Qi-Gong und und bei mir zeigen sich sichtbare Verbesserungen z.B.:

Mein Rücken wird gerader, denn ich hatte früher einen Rundhohlrücken und mit den Dehnungsübungen und dem Qi-Gong verbessert sich mein Rücken von Monat zu Monat und ich habe jetzt auch keine Rückenschmerzen mehr.

In der Schule bin ich viel konzentrierter und erbringe excellente Schulische Leistungen.

Ich zeige mich gegenüber anderen Menschen auch vermehrt sozialer und kümmere mich auch mehr um die Probleme der anderen und probiere ihnen zu helfen.

Ich denke, dass ich dies vorallem meinem Sifu zu verdanken habe, der uns sehr einfühlsam trainiert und uns auf den richtigen Weg führt indem er uns gute Ratschläge gibt da er fast immer weis wie es uns geht und wie wir uns fühlen.

Viele Grüsse Linshao
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  #8  
Alt 20-12-2002, 14:47
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: Karate/Shotokan
 
Registrierungsdatum: 24.03.2002
Ort: Bodenseeregion
Beiträge: 727
Standard

meine Gelassenheit hat zu und meine Rückenschmerzen haben abgenommen.
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  #9  
Alt 29-08-2004, 14:58
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Hung Kuen Kung Fu, Judo, Karate
 
Registrierungsdatum: 13.03.2004
Ort: Wesel & Trier
Alter: 26
Beiträge: 11
Standard

Klar,
ich bin jetzt reich, sexy bald auch berühmt.
... ... ehrlich.

Jetzt mal im ernst.
Ich mache auch Shaolin Kung Fu, und ich muss sagen, dass es einige positve "Begleiterscheinungen" mit sich bring. Vor allem im Bereich der eigenen Disziplin, Menschenkenntnis & Besonnenheit.
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  #10  
Alt 29-08-2004, 15:40
Benutzerbild von godfellas123
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Shaolin Gong Fu
 
Registrierungsdatum: 04.08.2004
Ort: Berlin
Alter: 21
Beiträge: 335
Standard Seit...

Seitdem ich Shaolin Gong Fu betreibe,
fühle ich mich beweglicher, leichter und voller Energie.
Ich war früher nicht gerade ein sehr leichter Umgang, ich meine ich war eigentlich immer höflich und nett zu Menschen aber ich habe gemerkt, dass wenn mich etwas sauer macht das ich schon mal sehr stark ausrasten kann.
Durch das Tai Chi und das Gong Fu habe ich schon in kürtzester Zeit gelernt meine Gefühle so wie meinen Körper besser zu kontrollieren.
Mir wurde gelernt das Agression bzw. Wut in bestimmten Situationen vorteilhaft ist, nur sollte man sie kontrollieren.
Wenn einem das gelingt hat man einen rießigen Schrit für sich selbst getan.
Z.B. passiert es sehr oft das wenn ich nachts mit Kumpels von einer Party die weiter weg ist einen langen Weg nach hause habe.
Da begegnen einen schon mal komische Menschen, gerade auch noch in Berlin.
Wir geriehten in einen kleinen Streit die Typen waren 5. wir 4. was nicht das Problem sein sollte den früher hatten wir schon mießere Dinge erlebt und sind heil rausgekommen.
Jedenfalls beleidigte der Typ meine Mutter wie es auch anders nicht sein konnte.
Früher währ ich auf Ihn losgegangen wie ein Stier aber ich habe mit reden die Sache geklährt so das diese Jungs sogar uns noch mit auf eine Party nehmen wollten, womit ich natürlich dankend absagte.
Ich hab mir ein kleines Motto gemacht es lauted "Er darf alles sagen, meine Mutter eine Hure nennen wenns Ihm gefällt aber wenn er mich anfäßt oder einen meiner Freunde, mach ich ihn mit allen Mitteln platt".
Und das ist etwas was wir nie vergessen dürfen egal ob KK oder KS es geht immer in aller forderster Front um die Selbst/verteidigung, natürlich benötogt man z.B. Bei Gong Fu gewisses Tai chi training, weill man sich nunmal einfach besser fühlt und unter Kontrolle hat.
Das wollte ich nur mal sagen, danke für die Aufmerksamkeit
Bis dann Freunde
Hoffe Ihr wählt immer den richtigen Weg.
Godfella
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  #11  
Alt 29-08-2004, 18:27
Benutzerbild von mariana
KKB-Userstatus: Advanced
Kampfkunst: ... dangerous by nature
 
Registrierungsdatum: 12.03.2004
Ort: Aachen
Alter: 37
Beiträge: 507
Standard

Hi,

ich stelle fest, dass viele Angaben, was sozial-sein, ruhiger-sein, "weiser", entspannt sein und sogar die Verbesserung der körperlichen Haltung etwas ist, was theoretisch auch nicht-Kampfsportgruppen, Vereine und ähnliches für sich beanspruchen können.
Weil man schlicht und ergreifend im Umgang mit anderen Menschen einfach Sozialkompetenz erwirbt.

Aber, ich glaube auch, dass man durch das Training im Kampfsport doch noch mehr soziale Kompetenz erlangen kann, weil du dich immer mit deinem Partner (einem Menschen!) auseinandersetzt und nicht nur im Team gegen ein anderes Team spielst. Der Respekt zu deinem Gegenüber ist ein anderer, als wie es von Nicht-Kampfsportlern immer behauptet wird.
Wir schlagen uns nicht einfach, weil uns jemand gegenüber steht, den wir vermöbeln, womöglich noch wehtun wollen, sondern wir messen uns mit einem hoffentlich ebenbürtigen Partner, weil wir dann auch noch was lernen können.

So eine ähnliche Frage gab's übrigens aber auch schon in einem anderen thread. Siehe da

Kampfkunst und Lebensweise

Und dass man durch Bewegung ausgeglichener wird ist auch schon lange bekannt. Aber immer wieder erfreulich zu hören, dass es auch, und auch bei anderen, stimmt.
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  #12  
Alt 03-09-2004, 12:28
Benutzerbild von shenzhou
KKB-Userstatus: Intermediate
Kampfkunst: Xi Qing Tang Lang
 
Registrierungsdatum: 20.11.2003
Ort: Bergisches Land
Alter: 22
Beiträge: 487
Standard

hallo, die beitragseröffnung find ich erstmal sehr gut.

ich habe bei mir selber gemerkt, was mir freunde auch bestätigten, dass mein auftreten selbstsicherer wurde und ich einfach mher persöhnlichegeschlossenheit ausstrahle. ich bin auch der festen überzeugung, dass ich ohne kung fu, nie mit meiner jetztige freundin zusammen wäre, da ich mir das nicht zu getraut hätte ( sie sieht gut aus und ist über ein jahr älter, im meinem alter ist das schon was. bin 18). ich lass mich nicht mehr so leicht unterbuttern und biete nun einem "feind" das bild eines gegners, und nicht das eines opfers.
das war früher anders...
darüber hinaus lese ich auch viel über die samurai, über den dalai lama oder befasse mich auch mit der lehre des daoismus. das hat nicht unbedingt zwingend mit dem kung fu zu tun, aber es geht alles in die asiatische richtung. so nehme ich mir verhaltensregeln zum vorbild (dalai lama) oder überdenke einfach mal verschiedene standpunkte.
ich identifizier mich auch mit der kampfkunst ( ob das gut ist, weiss ich nicht...), sie ist einfach sehr wichtig für mich, da ich mich nach vielen dingen umschaue und mich selbst als person, und meine rolle in der gesellschaft noch finden muss. so habe ich einfach ein paar, ich nenne sie mal " fixpunkte" an die man sich hält. ich hatte nie phasen, wo ich einmal der punker war, und rebellieren musste und danach eine kertwende machte und alles wieder änderte, oder hiesigen trends nachlief.
dazu kommt natürlich jegliche verbesserung meines körperlichen zustandes, den regelmäßige sportliche aktivität mitsichbringt.

ist persöhnlich geworden, aber dennoch einen schönen tag und sportliche grüße, gregor
__________________
"Ein Spartaner fragt nicht wie viele, sondern wo." -Ägis von Sparta
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  #13  
Alt 21-04-2005, 17:08
Benutzerbild von Shinguuji
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Karate
 
Registrierungsdatum: 21.04.2005
Alter: 28
Beiträge: 179
Standard

ich weiß, was passiert, wenn ich nicht regelmäßig trainieren kann: ich werde unausgeglichen, launisch, geradezu aggressiv und schnauze jeden an, der mir grad irgendwie ungelegen kommt. Außerdem werde ich depressiv und hänge rum wie ein Sack. Ich mache zwar auch Sport, gehe sehr viel Inline-Fahren, jogge oder spiele mit anderen Frisbee oder ähnliches, aber das hat alles nicht den gleichen Effekt wie Karate-Training.
Es hält irgendwie mein Leben zusammen und egal, was gerade so passiert oder wie ich sonst mit meinem Leben zurecht komme, Karate gibt allem eine gewisse Beständigkeit. Und wenn ich mal keine Lust auf Training habe, oder etwas nicht so gut klappt oder so schnell vorwärts geht, wie ich es gern hätte, ist das meistens ein Spiegel dessen, was mir gerade im "realen" Leben Schwierigkeiten bereitet. Die Zeit im Dojo ist für mich irgendwie ein Freiraum, indem ich mich mit mir selber auseinandersetzen kann. Bei harten Training kann man endlich mal das Grübeln und Denken verlernen und sich auf den Moment konzentrieren. Und wenn mal alles wehtut, dann merkt man, daß man noch lebt
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  #14  
Alt 21-04-2005, 17:31
Benutzerbild von DieKlette
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: MMA - Sprawl&Brawl
 
Registrierungsdatum: 16.10.2001
Ort: Münster
Alter: 24
Beiträge: 4.186
Standard

Ich denke Schmerz ist auch eine wichtige Erfahrung, wenn man lernt mit physischen Schmerz umzugehen wird man mit Seelenschmerz viel leichter fertig. Das liegt an dem gewissen Stolz .
__________________
- pain is temporary, pride is forever -
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  #15  
Alt 21-04-2005, 23:29
Benutzerbild von Lau Kar Bo
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Hung Gar Kuen
 
Registrierungsdatum: 22.11.2004
Ort: Manila / Philippines
Alter: 38
Beiträge: 201
Standard

um Kung Fu zu erlernen brauch man vor allem Geduld..wenn man diesen Prozess übersteht wird man den persönlichen Erfolg an sich feststellen...

Jemand der schnell lernen will zu kämpfen wird meistens bei Kung Fu kein erfolg haben..denn es braucht seine Zeit.

Kung Fu ist nichts für die schnelle,wer Kung Fu wirklich versteht oder verstehen will wird sein leben damit verbringen.

So ergeht es mir zumindestens..und so bekomme ich auch den eindruck von den Leuten die ich kenne die Kung fu betreiben....

Ich habe auch solch ein Gefühl bei den einzelnden Beiträgen hier von den Leuten...

Respect!!!
__________________
www.martial-club.com
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