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#1
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| Weiß Jemand (oder hat Jemand Erfahrungen gemacht) etwas über den Ablauf einer Meisterprüfung für Ausländer in China, was dort verlangt wird an Können und Wissen usw.? Sind solche Prüfungen sehr Unterschiedlich oder eher in der Struktur ähnlich? Was sind die Voraussetzungen, um eine solche Prüfung ablegen zu können? Entsprechen diese Prüfungen denen für Chinesen, oder gibt es Unterschiede? Bitte nur sachliche Antworten ! |
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#2
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| Willst Du das offizielle Duanwei-Programm der China Wushu Association durchlaufen, gibt es so genannte Standardformen für die Duan-Grade. Dies sind die offiziellen Formen zu diesem Programm: http://www.wushudirect.co.uk/acatalo...ons_Forms.html Die China Wushu Association führt einmal jährlich Prüfungen auch für Ausländer durch. Ein paar Jahre Training in diesen Formen ist aber als Vorlauf Bedingung. Zudem werden theoretische und ethische Kenntnisse in schriftlichen Tests geprüft. Die Duan-Grade sind wie folgt unterteilt: 1 - 4 sind Schüler-Grade, 5 und 6 Lehrer-Grade und ab dem 7. Duan sind es Meistergrade die ehrenhalber vergeben werden. Die European Wushu Federation baut zur Zeit ein ähnliches System auf. Dieses ist jedoch noch nicht eingeführt worden. In traditionellen Schulen in China wirst Du jedoch kaum ein strukturiertes Duan-System finden. Da gilt immer noch das traditionelle Lehrer/Schüler-Verhältnis das schliesslich in die Bai Si-Zeremonie mündet. (Siehe dazu auch den Thread zur Bai Si-Zeremonie) |
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#3
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| Dazu würde ich gerne noch etwas ergänzen: Das Duanwei-System mag zwar als Wushu-Graduierungssystem entwickelt worden sein, schließt aber traditionelle Stile mit ein. Das sieht man allein schon daran, daß viele ältere aber bekannte Meister einen Duan-Grad besitzen, obwohl sie nie modernes Wushu gemacht haben. Ich hatte mal Email-Kontakt mit einem Mitglied der Schweizer Wushu Föderation (glaube ich zumindest), der in Europa an einer solchen offiziellen Prüfung teilgenommen hat. Sein Stil war glaube ich Wing Chun und es waren andere Teilnehmer dort mit wieder anderen Stilen. Man kann sich also, vorausgesetzt es handelt sich um einen bekannten und nicht allzu kleinen Stil, durchaus auch in traditionellen Stilen prüfen lassen. Über den Inhalt dieser Prüfungen können dir vermutlich nur die Prüfer etwas sagen, aber ich könnte mir vorstellen, daß mit jedem Duan eine gewisse Anzahl an Techniken mit und ohne Waffe plus Hintergrundwissen, Anwendungen usw. geprüft werden, je nach Stil. Die jeweiligen Prüfer werden wohl Ahnung von den Stilen haben und wissen, ob jemand gut ist oder nicht. |
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#4
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| Danke für eure Antworten! Wie sieht es denn im Shaolin Kung Fu aus? Hallo Shaolin Quan und Shaolin NRW, Könnt ihr mir dazu Informationen geben? Würde mich sehr darüber freuen, Danke! |
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#5
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| Im Shaolin Quan ist es wie in jedem trad. Stil. Der Meister legt den Prüfungsrahmen fest. Hat man einen guten Meister, dann wird er sehr gewissenhaft prüfen... |
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#6
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| Zitat:
Ich persönlich finde es allerdings problematisch, dass die CWA einerseits ein an klar vorgeschriebenen Formen strukturiertes System eingeführt hat, und es andererseits selbst wieder aufweicht, indem sie auch Stile prüft, die sie selbst wahrscheinlich nur rudimentär kennt. Die EWuF wird sich bei ihrem System nur an die Standardformen halten, soviel hat sie bereits kommuniziert. |
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#7
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| Ich denke mal durch die vielen Organisationen, die in Europa bereits bestehen, würde die EWUF auch einigen Leuten mächtig auf den Schlips treten, wenn sie auf einmal ein Graduierungssystem für dessen Stile aufbauen würde. Insofern verstehe ich, daß sie sich auf Wushu konzentrieren. Was das Verständnis der Prüfer angeht, wäre ich da vorsichtig. Ich kann dein Mißtrauen zwar verstehen, aber es gibt in China ja schon noch recht fähige und anerkannte Meister auch von traditionellen Stilen und ich sehe keinen Grund, warum diese Meister bei entsprechenden Prüfungen - die ja auch nicht jede Woche stattfinden - zugegen sein sollten. Auf der anderen Seite ist es natürlich extrem ärgerlich, wenn man für viel Geld nach China fliegt und dort (abermals für viel Geld) an den Kursen und Prüfungen teilnimmt, nur um dann festzustellen, daß die Prüfer keine oder wenig Ahnung vom praktizierten Stil haben. |
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#8
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| Zitat:
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