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#1
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| Hallo zusammen, nach langem Hin und Her habe ich mich entschlossen, demnächst mit "traditionellem" Kung-Fu zu beginnen ![]() Ich bin schon über 30 und ich möchte Kung-Fu primär nicht zur Selbstverteidigung einsetzen sondern einfach nur für "mich". Also Fitness, Spass, Interesse an den Stilen, der Philosophie etc. Mir ist es wichtig, in Zukunft einige Techniken gut ausführen zu können und auch meine Fitness zu steigern. Einige Techniken lassen sich bestimmt nur durch den Freikampf erlernen/verbessern etc. aber zur "reinen SV" möchte ich Kung-Fu auch nicht erlernen. Ein wenig Körperkontakt ist ja OK aber mit Schutzausrüstung will ich nicht trainieren ![]() Sicherlich gibt es noch andere Kampfsportarten aber irgendwie finde ich das, was ich bisher gelesen habe (Foren,Wikipedia etc.) und gesehen habe doch sehr interessant. Ist es dennoch möglich, Kung-Fu zu lernen oder bin ich da etwas zu naiv? Danke für Kritik/Hinweise etc. |
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#2
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| schau dir den kung fu verein in deiner nähe an und finds raus. btw glaube ich nicht, dass kung fu überall kampflastig trainiert wird. ist zumindest bei uns mehr akrobatisches rumgehampel, von abhärtung mal abgesehn. aber das wird der trainer schon verstehen, wenn du ihm sagst, dass du nicht ewig lange mit deinen unterarmen gegen die deines partners krachen willst und deine motivation dir vor die beine treten zu lassen irgendwann auch mal den nullpunkt unterschritten hat. das größere problem wird wohl sein, einen verein zu finden, wo auch wirklich philosophie vermittelt wird die leute wollen halt meist lieber rumhampeln und effektvoll luft verdrängen, statt sich mit der kultur und geschichte + philosophie einer kampfkunst auseinander zu setzen... dementsprechend ist auch das training. märchenstunden gibts im selbststudium falls kein kung fu in deiner nähe angeboten wird, kannst du dich ja auch mal nach "viet vo dao" oder "vo dao vietnam" oder "vo vi nam" umschaun. ist praktisch das gleiche in vietnamesisch... wirst du beim training außer beim zählen und ansagen auf vietnamesisch kaum merken. die techniken sind identisch ich denke dennoch, dass du enttäuscht sein wirst, wie wenig philosophie letztendlich vermittelt wird. falls du im raum halle(saale) wohnst, könntest du glück mit vo dao vietnam haben, da du direkt beim großmeister trainieren kannst, wo auch mental was bei rum kommen dürfte ansonsten in berlin im shaolin-tempel falls du dich für thailändische kultur begeistern kannst, dann versuchs vielleicht mal mit pahuyuth oder muay boran aikido, tai chi oder iaido interessieren dich vielleicht auch mfg P.S.: das alter is kein problem, wenn deine knie noch heil sind xD |
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#3
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| Zitat:
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#4
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| ich würde da eher tai-chi vorschlagen. die bewegungen sind ähnlich lustig. fittnessfaktor ist auch vorhanden und es soll leute geben die dabei richtig spass haben. kampfkunst hat in meinen augen etwas mit kämpfen zu tun. wenn man das nicht möchte sollte man fußball spielen oder turnen. wer nicht will, behindert im zweifelsfall seine trainingspartner. |
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#5
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| Zitat:
Das ist ja eigentlich auch ein Grund, warum ich es mit Kung-Fu versuchen möchte, anstatt (Kick-)Boxen etc., wo man wirklich "Vollkontakt" kämpft. Da sehe ich Kung-Fu doch eher als "harmlosere" Kampfkunst, oder liege ich da falsch? |
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#6
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| Zitat:
Sorry, wer schwimmen geht, muß damit rechnen naß zu werden. Kung Fu ist zum Kämpfen konzipiert und das verdammt nochmal nicht schlecht. Bloß hat das Wischiwaschi-Training in vielen Kung Fu Schulen mit Leuts, die nur noch in der Luft rumfuchteln nichts mehr mit Kampfkunst zu tun, denn Kampfkunst ohne Kampf ist einfach inhaltsloses Blabla! Wobei der reine Gesundheitsaspekt natürlich nicht zu unterschätzen ist, aber dann sollte man es als Gesundheits- oder Wellneskunst bezeichnen, doch die Bezeichnung Kampfkunst ist sicherlich unverdient, irreführend, schlichtweg fehl am Platze. |
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#7
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| Und um auf den Threadtitel noch einzugehen: Gutes Kampftraining bei einem gut ausgebildeten Trainer/Lehrer ist eigentlich nie übertrieben hart, sondern immer Deinem Entwicklungsstand angemessen. Aber Kämpfen gehört zu "einer" Kampfkunst Kung Fu genauso dazu, wie das Salz in die Suppe gehört. |
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#8
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| Hy Zitat:
1. Es gibt nicht das Kung Fu, richtig als Quan Fa,Wushu bezeichnet. Es gibt hunderte von Stilen die verschiedene Schwerpunkte in ihrem System lehren. 2.Es gibt Stile mit Vollkontakt, Halbkontakt und ohne Kontakt. 3.Kampfkunst ohne Kämpfen ist eine leere Hülle und nur noch ein Tanz,Bewegungskunst. 4.Im Kickboxen gibt es nicht nur Vollkontakt Wettkämpfe sondern auch Leichtkontakt und Semikontakt. ............ ![]() Hier ist eine gute Seite , die einige Informationen über Quan Fa/Wushu hat. http://www.kungfuwebmag.de/ Artikel: http://www.kungfuwebmag.de/033ce298a20883702/index.html Gruß leopan8 Geändert von leopan8 (17-01-2007 um 10:43 Uhr). |
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#9
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| Zitat:
Ansonsten schliesse ich mich meinem Vorschreiber an: Es gibt kein Kung Fu, wenn Du das als KK Stil verstehst. Obwohl chinesische Stile sicher einige Gemeinsamkeiten haben, sind sie untereinander tw. so grundverschieden das der Sammelbegriff eigentlich grob irreführend ist. Beste Grüße
__________________ Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen. - Ludwig Wittgenstein |
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#10
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und jetzt mal so zum verständnis, was ist sportlicher als der wettkampf? |
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#11
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| Wasch mich, aber mach mich nicht nass! Wikkksen und kurz davor aufhören! Ein bißchen schwanger sein und KungFu ohne realistischen Anspruch - all das läuft nicht! Training mit ständigem Schmerz und Verletzungen ist kontraproduktiv - aber ohne den Aspekt im Hinterkopf, daß das Ganze funktionieren MUSS!!!!! solltest Du lieber zum Tanzen gehen! Sorry! |
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#12
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| Sehe ich nicht so. Niemand "muss" irgendwas. Man muß auch nicht Fussball mit Blutgrätsche spielen, nur weil international bei den Profis so gespielt wird. Man kann durchaus alle möglichen Arten von CMA so abgespeckt trainieren daß man harte oder besonders harte Arten von Kontakt eben ausklammert und nicht mittrainiert. Dann hat man halt 10 min Pause oder macht was anderes. Allerdings kommt auch eben nur die abgespeckte Art von Kompetenz heraus, wenn man damit leben kann, gut. Man darf sich halt nur nicht vormachen man wäre jetzt auf dem Niveau alter Krieger und Bodyguards. Von der Athletik und physischen Fitness macht es keinen Unterschied, wenn man alle Kraftelemente trainiert. |
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#13
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| Zitat:
Dadurch wird man zwar kein Maradonna (wer ist das schon?), aber man nähert sich dem Sinn des Spiels doch schon an. Nur schnell mit dem Ball rennen können, macht noch keinen halbwegs guten Kicker aus. Beste Grüße Chuckybabe ![]() Ps.: Klaro natürlich auch, dass "tödliche" Blutgrätschen nicht zu einem sinnvollen KK-Training dazu gehören! Geändert von chuckybabe (17-01-2007 um 12:49 Uhr). |
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#14
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| Es gibt einige Schulen, deren Schwerpunkt nicht in Kampf und Sparring liegt, sondern in exakter Technik, Körperbeherrschung, sauberem Formenlaufen etc. Gerade bei Kung Fu müßte es also möglich sein, eine Schule zu finden, die Deinem Schwerpunkt entspricht. Das mit der dazugehörigen Philosophie kommt leider oft zu kurz, aber wenn Du wirklich Interesse daran hast, stolperst Du auch über die passende Literatur bzw. begegnest mit etwas Geduld den richtigen Lehrern. Vielleicht magst Du uns verraten, aus welcher Gegend Du kommst, dann kann Dir sicher jemand eine Schule empfehlen. |
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#15
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| hy Wie gesagt eine Kampfkunst ohne Kämpfen(Kampfübungen,Anwendungen) ist eine leere Hülle und ist eine Bewegungskunst oder Pekingoper. Viele chinesische Wushu Meister,Lehrer bemängel z.B. das Sport Wushu Akrobaten oft nur Formen laufen und die Techiken,Prinzipien usw. die die Formen beinhalten nicht verstehen,anwenden können. Deshalb gehören alle Bereiche zu einer Kampfkunst dazu und ergänzen sich: Formen-Anwendungen-Freikampf Geändert von leopan8 (17-01-2007 um 13:02 Uhr). |
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