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  #1  
Alt 01-08-2005, 17:15
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Kampfkunst: Kung-fu
 
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Standard Kung-fu Training

Ich habe mal ne Frage an alle User in diesem Forum. Wie läuft eurer Training ab? Wie lange ist es? Wie seid ihr in den Sport "reingekommen"?

Ich habe nämlich folgende Situation bzw. Problem:

Ich mache bei Dacascos WHKD und das seit ein paar Monaten.

Folgende Trainingssituation.

Erstmal begrüßen (ist klar) dann aufwärmen was manchmal gut gemacht wird aber meistens eher schlecht. Man ist quasi nicht richtig warm, zwar aus der Puste jedoch hat man nicht merklich an Ausdauer gewonnen da man von 0 auf 100 oftmals geht. Hat man sich da durchgeschlagen und sich selbet gedehnt (ich geh oftmals beiseite und tue dies da ich früher Handball gespielt habe und weiss was sich gehört) geht es weiter mit dem Kampf training.

oftmals wird eine Sache kurz erklärt und dann praktiziert. Soweit so gut, nach 5 Minuten wird die Sache komplizierter... ich persöhnlich finde das man so nicht weiter kommt da man nichtmal eine Sache konsequent durch zieht bis man es auch wirklich kann. Wenn die Blau gurte etc. was anderes machen ist es mir ja egal, können sie ja ruhig. Die Basisstände die ersten 10. Ich kann sie nach ein paar Monaten immer noch nicht. Liegt das an mir? Sicherlich soll man zuhause auch mal trainieren, aber wer macht das schon wenn man im Beruf ist? Ich nicht! Ich jogge vielleicht mal mehr aber nicht.

Fazit für mich: Es wird jedes Training was anderes gemacht, lob bekommt man eher nicht, eher anschiess weil man immer noch auf Anfänger Status rum eiert und nicht mal die "leichten" Basistände kann.

Mein Respekt für den Meister wird dadurch nicht größer, da es mir scheint das er von richtigen Aufwärmtraining keine Ahnung hat, oft machen es Blau gurte die es dann noch ganz vernünftig machen.

Das Argument "ihr braucht erstmal Ausdauer" lass ich da mal nicht zählen. Ich habe früher an Wochenenden 5 Stunden Handball gespielt und das bringt Ausdauer oder man macht vernünftiges Training.

Da ich keine Ausdauer habe, bin ich quasi nicht fähig Techniken zu lernen, die Rechnung habe ich selber immer noch nicht verstanden.

Wenn ich die Basistände kann und die mal nen Monat übe bis die Dingfest sind dann habe ich eine Grundlage. Nebenbei kann man immer noch laufen.

Ich muss ehrlich sagen ich bin doch stark am überlegen den Vertrag zu kündigen, 43 Euro für ein Training das mich nicht merklich weiter bringt kann ich mir auch sparen und in ein Fitnessstudio investieren.

Daher möchte ich euch mal fragen wie euer Training aussieht, ähnlich wie meines?


Ich möchte damit auch die Schule nicht schlecht reden, möchte nur anmerken das ich persöhnlich mit diesem Unterrichtsstil nicht zurecht komme und möchte mir ein paar Meinungen einholen.

Geändert von Timae2005 (01-08-2005 um 17:18 Uhr).
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  #2  
Alt 02-08-2005, 18:38
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Kampfkunst: Kung-fu
 
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Ihr dürft ruhig was schreiben
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  #3  
Alt 02-08-2005, 21:58
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wahrscheinlich liegt dir mehr eine traditionelle schule:
als ich noch hung gar bei meinem sifu alan baklayan machte, sah das training(einstündig) folgendermassen aus:
15 minuten aufwärmen incl. modratem krafttraining(liegestütz, situps etc.)und stretching, 10 minuten nur standtraining, dann 10-15 minuten eine grundtechnik (, die auch schon mal sechswochen lang ausschließlich geübt wurde),10 minuten anwendung, 15 minuten form...dann abgrüßen und noch ein bis zwei stunden allein üben...
würde dir sowas eher gefallen?
gruß
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  #4  
Alt 03-08-2005, 08:48
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Zitat:
Zitat von Timae2005
oftmals wird eine Sache kurz erklärt und dann praktiziert. Soweit so gut, nach 5 Minuten wird die Sache komplizierter
Techniken nur vorzumachen und nicht zu erklären ist eine traditionelle asiatische Trainingsmethode. Die Idee dabei ist, dass dadurch die Aufmerksamkeit und die visuelle Lernfähigkeit (Lernen durch zuschauen) geschult wird. Für einen Anfänger mag das schwierigsein, aber du weißt ja: "Nur im tiefen Wasser lernt man schwimmen". Ich merke bei mir inzwischen, dass ich durch dieses Training die Fähigkeit erlangt habe, Techniken, die ich z.B. bei einer Vorführung zu sehen bekomme merken, verstehen und nachmachen zu können.
Natürlich sollte der Trainer bei solchen "nicht erklärten Techniken" im Nachhinein die Schüler korrigieren.
Zitat:
Zitat von Timae2005
Die Basisstände die ersten 10. Ich kann sie nach ein paar Monaten immer noch nicht. Liegt das an mir? Sicherlich soll man zuhause auch mal trainieren, aber wer macht das schon wenn man im Beruf ist? Ich nicht!
Training zuhause ist im Kung Fu leider unerlässlich. Deshalb gibt ja hier auch den Thread "Hausaufgaben". Gerade Basisübungen wie Ständetraining solltest du schon mindestens jeden zweiten Tag machen. Das mit dem Beruf ist auch keine Ausrede, denn um 10 Basisstände durchzugehen, brauchst du maximal eine Viertelstunde.
Wo genau liegt denn dein Problem bei den Ständen? Kannst du sie muskulär nicht durchhalten oder begreifst du sie technisch nicht? Im Hung Gar haben wir 5 Basisstände und die kann ein Anfänger normalerweise einigermaßen nach ein bis zwei Wochen. Natürlich kann er sie dann nicht völlig korrekt und auch nicht so lang aber zum Mitmachen reichts.
Zitat:
Zitat von Timae2005
lob bekommt man eher nicht, eher anschiess weil man immer noch auf Anfänger Status rum eiert und nicht mal die "leichten" Basistände kann.
Es ist leider auch traditionelle asiatische Lehrmethode, dass der Schüler nicht gelobt, sondern nur kritisiert wird. Wo genau da der Sinn liegt, weiß ich zwar nicht, aber so ists halt. Bei mir in der Schule achten wir da auch auf die kleinen Gesten: Wenn der Lehrer bei der Kontrolle einer Technik nichts kritisiert sondern wortlos zum nächsten Schüler geht, ist das praktisch ein Lob, weil es bedeutet, dass er die Technik für akzeptabel ausgeführt befindet.

Zu meinem Traninigsablauf: siehe das Posting von scientist
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  #5  
Alt 03-08-2005, 09:09
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Das weicht jetzt zwar ein wenig von Timae2005s Frage ab, passt aber zur Überschrift dieses Threads (und ich wollte nicht extra einen neuen Thread aufmachen).

Frage zum Thema Dehnen (vielleicht v.a. an Dich, Jadetiger):

Beim KungFu-Training ist ja das Dehnen ein sehr wichtiger Bestandteil. Jetzt habe ich allerdings schon ein paar Mal gesehen, dass im Training die Schüler beim Dehnen "federn" bzw. "wippen", d.h. sie dehnen nicht und halten diese Stellung 10 Sekunden lang sondern sie "federn mehrfach nach".

Früher hat mir jeder Sportlehrer immer gesagt, dass ich beim Dehnen auf keinen Fall federn sollte, allerdings habe ich blöderweise nie nach dem "Warum" gefragt.

Tja, und jetzt frage ich mich: Kann/soll/darf/muss man denn nun nachfedern/wippen oder sollte man das lieber lassen, so wie ich bisher immer dachte?

Danke und Gruß
El Doe
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  #6  
Alt 03-08-2005, 09:45
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Ich hab von Dehnen leider keine Ahnung. Ich bin selber extrem ungelenkig und trainiere Hung Gar. Bei diesem Stil gibt es praktisch keine Tritte über Bauchhöhe und keinerlei akrobatische Einlagen.
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  #7  
Alt 03-08-2005, 09:59
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Oh, dann kam die Frage falsch rüber. Ich meinte gar nicht extremes dehnen, um "an die Decke treten zu können". Ich dachte nur an das (auch von scientist beschriebene) Stretching am Anfang eines Trainings, welches ja auch beim Training in der Münchner Schule Deines Sifus gemacht wird. (Übrigens waren fast alle Schüler dort beeindruckend 'flexibel', als ich mal zugeschaut habe).

Du 'stretchst' doch bestimmt auch während Deines Trainings? 'Federst' Du dabei?

Nochmals Danke!
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  #8  
Alt 03-08-2005, 10:34
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Ja ich federe dabei ganz leicht. Ich habe allerdings keine Ahnung, ob das richtig oder falsch ist.
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  #9  
Alt 03-08-2005, 11:15
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hi,
dann übernehme ich einmal...
federn sollte man grundsätzlich vermeiden, da durch das ruckartige dehnen der muskulatur ein schutzreflex einsetzt, der den muskel nur noch weiter verspannt. ausserdem ist beim federnden dehnen serh schwer zu erkennen, wo ist noch mein dehnbereich und wo beginnt der bereich der zerrung...
also lieber statisch dehnen evtl.zusätzlich mit isometrischer anspannung während der dehnphase...
gruß
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  #10  
Alt 03-08-2005, 11:28
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Kampfkunst: Tae Kwon Do / Kung Fu
 
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Hallo Timae2005,

für ein 1 Stündiges Training finde ich es als optimal, wenn 15 Minuten für
intensive Aufwärmung genuzt wird, 15 Minuten für intensive Dehnung und die
restliche Zeit für Formen, Kampftraining usw. genuzt wird.

Wie lange trainierst du in der Woche und wie lang dauert eine Trainingseinheit?

Den das habe ich hier schon gesagt, ich finde drei Stunden Training in der Woche entschuldigt lächerlich um eine Kampfkunst zu erlernen, um fit zu bleiben reicht natürlich 1 -2 Stunden aus, aber wenn du richtig gut werden willst,
musst du alle Komponenten erlernen, sprich angefangen mit Kondition, Kraft, Schnelligkeit, Gleichgewicht, Formen und Reaktion!

Hasst du keine anderen Sportschulen die Kampfsport anbieten in deiner Umgebung?
Dann schau dich doch da mal um. Ansonsten meld dich denoch an,
denn du wirst was versäumen wenn du es nicht machst!

Ich sage immer und das ist mitlerweile mein Standardspruch:
Es gibt nicht die beste Kampfschule oder den besten Lehrer,
es gibt nur den besten Schüler!
Damit meine ich, wenn du nur halbherzig bei einem guten Lehrer / Schule lernst, dann wirst du auch nach 10 Jahren kein Meister werden!

~~~CYA~~~
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  #11  
Alt 03-08-2005, 12:46
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Kampfkunst: Tae Kwon Do; Kickboxen; Boxen
 
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Zitat:
Zitat von Jadetiger
Ja ich federe dabei ganz leicht. Ich habe allerdings keine Ahnung, ob das richtig oder falsch ist.
mein früher sportlehrer hat auch immer gesagt das "federn" nicht gut ist weil die bänder sonst wie ein gummiband irgendwann reisen können.
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  #12  
Alt 03-08-2005, 14:04
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Jadetiger, scientist, Twork: Vielen Dank schon mal für Eure Antworten. (P.S. an Timae2005: Ich wollte Dir nicht den Thread 'klauen' )

Hmm, bisher scheint es so, dass meine Sportlehrer also recht hatten...

Zitat:
Zitat von scientist
hi,
[...]lieber statisch dehnen evtl.zusätzlich mit isometrischer anspannung während der dehnphase...
Was genau kann ich mir unter isometrischer Anspannung vorstellen?

Danke!
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  #13  
Alt 03-08-2005, 18:11
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Kampfkunst: Kung-fu
 
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Training geht eine Stunde. Ich gehe da 2 mal hin, aber es hat sich jetzt eh erledigt ich habe gekündigt. Ich werde mich wohl erstmal im Fitnessstudio austoben und Kickboxen oder so anfangen. Diese blöden Stände gehen mir aufn Sack und wie gesagt, habe nicht das Gefühl da jemals vorran zu kommen.

Vielleicht sollte ich doch lieber wieder Handball spielen

Ich würde ja auch gerne Kung-fu erlernen nur ich glaube mit meinen 21 Jahren kann man das vergessen. Habe fast 10 Jahre Handball gespielt und das nächste wäre dann wohl Kickboxen. Muss mir da mal Informationen einholen.


Ich muss auch ganz ehrlich sagen das 15 Minuten intensives warm machen für mich nicht genug ist. Das ist einfach zu wenig.

Wie man bei 2 Stunden Training in der Woche eine Kampfkunst erlenen soll, ist mir sowieso schleierhaft.

Benutze ich halt die älteste Kampfkunsttechnik die es gibt in brenzlichen Situationen: weg laufen, einfach und meistens von Erfolg gekrönt. Da brauche ich keine 12 Stände zu und sowas braucht mir auch niemand bei bringen.
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  #14  
Alt 03-08-2005, 19:34
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Zitat:
Wie man bei 2 Stunden Training in der Woche eine Kampfkunst erlenen soll, ist mir sowieso schleierhaft.
Suche dir Trainingspartner und drille mit ihnen Grundtechniken und ergänzende Übungsmethoden.
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  #15  
Alt 03-08-2005, 20:34
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Zitat:
Zitat von Timae2005
Diese blöden Stände gehen mir aufn Sack und wie gesagt, habe nicht das Gefühl da jemals vorran zu kommen.
Dann ist Kung Fu definitiv das absolut Falsche für dich. Auf wiedersehen und viel Spaß beim Boxen!
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