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#1
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| moin leute wie sieht bei euch das training aus? wie läuft es bei euch ab? hat es sich seit dem anfang bis jetzt verändert oder läuft es immer noch gleich/ähnlich ab? worauf konzentriert ihr euch so am meisten, kampf, formen, selbstverteidigung (chin na)......? gruß nice-guy |
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#2
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| Bei mir hat es sich schon sehr stark gewandelt. Zu Beginn habe ich als Quereinsteiger in ein äußerst tritt- und kampflastiges Kung Fu (@Dr.Lee) besonderen Wert auf Dehnung und Motorik/Tritttechniken gelegt. Nun da sich ein baldiges Ende meiner Laufbahn bei Lee abzeichnet und ich weiß, welche Richtung ich einschlagen möchte, übe ich mich hauptsächlich in Bewegungsformen, Dehnung und Meditation. Darüber hinaus übe ich mich in Geduld, Durchhaltevermögen und Selbstdisziplin. So stelle ich mir selbst an Wochenenden den Wecker und achte darauf nie mehr als ca. 7 Stunden Schlaf zu bekommen oder tue ganz gezielt das, was ich eigentlich nicht machen möchte. ![]() Früher habe ich bevorzugt abends trainiert. Dann auch äußerst lange. Mittlerweile mache ich meine Bewegungsformen morgens kurz nach dem Aufstehen und Abends. Je nach Zeitplan auch noch meine Anfängerübungen in Qui-Gong bzw. Meditation. |
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#3
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| Hallo besnick, was genau soll das heißen und aus welchen Gründen tust du dies?
__________________ Liebe Grüße Dao |
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#4
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| Frei nach dem Motto: was man ohnehin gerne tut, brauch man nicht regelmäßig trainieren sondern, dass was man nicht gern tut! Wer schlecht mit den Tritten ist und sie ungern trainiert, ist gut damit beraten, genau dieses immer wieder zu trainieren! |
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#5
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| Ja, Mantis, das stimmt. Jedoch bezog ich mich primär auf den normalen Alltag, fernab vom Trainingsplatz. Ich erhoffe mir dadurch eine bessere Kontrolle über meine Bedürfnisse und dadurch über meine ganze Person. Nach: Wer keine Bedürfnisse hat, der hat keinen Grund unglücklich zu sein. Für mich gehören auf jeden Fall die zwei Lehren Buddhismus und Daoismus als philosophisches Gerüst zu den Kampfkünsten dazu und da ich viele Parallelen zu meinem Weltbild finden konnte, beschreite ich auch diesen Weg. Ich stecke da noch in den Kinderschuhen und es auf den Punkt genau auszudrücken fällt schwer. Ich beschreibe es daher einfach mal ungenau als: Entwicklung von Körper und Geist Ansonsten ist Wikipedia eine gute erste Anlaufstelle. ![]() |
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#6
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| hmm kann mir eigentlich einmal jemand genaueres über diese Training hier: PHP-Code: |
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#7
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| Hallo Julian, würde sagen das es zum Teil richtig heftiges Training war. Leider auch immer wieder über die Grenzen hinaus. Die muss aber jeder selber ziehen. Weiß nicht, ob so etwas nachahmenswert ist, da JC sicher einen Lehrer, Mentor oder Begleiter hatte, der ihm die richtigen Kniffe zeigte. Was man in solchen Filmchen nicht sieht oder erkennen kann ist, dass die Boys ala Jackie Chan nicht mit diesen Übungen begonnen haben, sondern mit aufbauenden Übungen herangeführt wurden. Wenn das Untrainierte sehen beginnen sie dann gleich mit den spektakulären Übungen und genau das ist grundfalsch, und daraus erwachsen Verletzungen und Frustration. Schau dir den Body von JC bei der Baumschwingübung an und du wirst sehen, dass er dort extrem gut austrainiert ist. Also Finger weg von solchen Übungen, wenn die Fitness fehlt!
__________________ Liebe Grüße Dao |
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#8
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| Diese Übungen sind AUSGEDACHT. Kein Mensch hat sich als "Kung-Fu-Training" an einen Baum gehangen und sich mit dem Körper dagegenschlagen lassen um sich abzuhärten. Im Gegenteil, das wurde manchmal als Bestrafung praktiziert, und endet gewöhnlich mit Tod oder schweren Verletzungen. Mal im Ernst, glaubst Du ernsthaft dass nur weil es im Film vorkommt "Kung-Fu-Kämpfer" sich die Birne zugesoffen haben um besser "Drunken Dingens" zu können ? Geändert von Klaus (26-05-2008 um 13:43 Uhr). |
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#9
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| Klar, Kinomärchen. Aber die Sack-zieh-Übung finde ich sogar ziemlich gut. Ich denke diese Kino-Überspitzungen wurzeln ja schon in der Tatsache, dass sich die Kampfkünste viele lustige Übungen ausgedacht haben, die auf der einen Seite mit ungewöhnlichen Verwendungen gewöhnlicher Gegenstände zu tun haben und auf der anderen Seite beeindruckend wirken, weil sie im fortgeschrittenen Stadium einiges an Koordination, Kraft und Willen erfordern. Ob man sowas heute noch braucht, wo ein Fitnessstudio deutlich gezielteres Training zuläßt, sei mal dahingestellt... |
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#10
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| Das gezielte Training aus Fitnessstudios ist nicht selten kontraproduktiv, bzw. im Bereich funktionaler Kraft unterlegen. Aber eben bei den richtigen Übungen und nicht solchen die sich ein Regisseur für einen Film ausgedacht hat. Bei dem Schlitten musste ich überlegen, ob das funktional ist oder nicht, schliesslich ist das letzten Endes nichts anderes als ein Butterfly-Zug, aber eben im Stand, was dann auch die Statik trainiert. Ich habe mich da mit mir auf ein Weissichnich geeinigt. Die meisten realen Anwendungen sind einseitig, man zieht also nur mit einem Arm, und eine derartige Verwendung des Arms ist unsinnig. Aber vielleicht ist es als Übung nicht so schlimm. |
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#11
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| Zitat:
Die Sache mit dem Schlitten (Schlitten? Ich habe nur zwei schwere Säcke gesehen...?) ist deshalb gut, weil sie sehr komplex ist, soll heißen viele Muskelgruppen involviert. Dadurch wird intermuskuläre Koordination trainiert. Der große Bewegungsspielraum (ROM) bewirkt ein Training des Muskels über seine ganze Länge, so dass möglichst viele motorische Einheiten miteinbezogen werden und der Muskel "lernt" sein ganzes Potential zu entfalten (intramuskuläre Koordination, Rekrutierung; wer das nicht macht und über zu kleine ROM trainiert erreicht das, was viele mit "Verkürzung" meinen, Kraft liegt mangels innervierung brach). Ob das mit einem oder beiden Armen gemacht wird, ist erstmal für eine einarmige Schlaganwendung nicht so relevant. Schön ist, dass so der ganze Körper beansprucht wird und gerade damit eine funktionale Kraft entwickelt wird. Entspricht übrigens dem Butterfly am Kabelzug mit Schritt und tiefer Einstellung der Umlenkrolle. |
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#12
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| @Klaus: Ich weiss sehr wohl das Drunken Kung fu nix mit Alkohol zu tun hat! ![]() @All: Ich hätte das eh auf keinen Fall nachgemacht Oo ! Sieht eh gefährlich aus.. ich wollte nur wissen ob es das wirklich gibt! Weil es total interessant aussah! |
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#13
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| Kommt auf das "richtige Krafttraining" im "richtigen Studio" an, bzw. dem Aufwand an Maschinen. Ich bezog mich in erster Linie darauf dass immer noch gerne isolierte Muskeln trainiert werden, manchmal als "Hightech" mit elliptischem Ablauf der Bewegung. Wo bitte wird im "richtigen Studio" der komplette Körper mit einer Belastung aus der Wirklichkeit konfrontiert, bei der also der stehende Körper Scherkräften im Torso, in den Knien, Beinen usw. ausgesetzt wird ? Das habe ich mal bei tollen Maschinen gesehen die Verwringungskräfte auf den Körper bringen, gratuliere, das ist dann fast der Standard von Poleshaking-Training mit einer Fahne von vor 1000 Jahren. Das gleiche kommt dann bei propriozeptivem Training mit allerlei Bällen und Wackelbrettern, inwiefern das eine GERICHTETE Kraft wie durch diverse IMA-Übungen erzeugen kann steht bei mir noch aus. Die innere Kraft meines Körpers reagiert stark darauf, die Frage ist aber ob er dabei durcheinanderkommt oder tatsächlich in der Anwendung nur auf tatsächliche Krafteinwirkungen reagiert und keine Kraft "reserviert" für derartige Erdbebenwirkungen. Und man erkläre mir mal wie unter "wissenschaftlichem" Training derartig viele Bandscheibenvorfälle passieren können wie vor ein paar Jahren reihenweise in der Leichtathletik im Spitzensport geschehen. Mit Verlaub, das Training das sich da einer ausgedacht hat war SCHEISSE. Ich bin mir sicher dass ein 80jähriger Chen Quanzhong der sein Leben lang eben Poleshaking, "Ballübungen" mit 20-Kilo-Kugeln und langsame Bewegungsübungen praktiziert hat ein Loch in den durchschnittlichen Leistungssportler schlägt. Wie man weiss wurde zum Beispiel mal von einer US-Uni die Standkraft verschiedener Athleten gemessen, und Chen Xiaowang hat den Messrahmen der Apparatur gesprengt. Ein NFL-Profi kam auf fast die Hälfte, gratuliere. Tut mir leid, aber da lasse ich mich nicht von Schlagworten beeindrucken, das einzige was die Sportwissenschaft mehr tut sind Analysen mit der Hispeedkamera, und eine gelegentlich hilfreiche sportmedizinische Begleitung die z.B. bei den Biathleten Übertraining aufgedeckt und abgestellt hat. Hat nur alles nix genützt als der hochprofessionelle Bundestrainer eine Franziska van Almsick derartig in Grund und Boden trainiert hat dass die im Olympiaendkampf nicht mal ihre normalen Vorlaufzeiten der Stadtmeisterschaften von Berlin-Mitte bringen konnte. Na danke. Wenn die Jungs mal mit weniger Überheblichkeit und mehr Verstand zu Werke gehen würden, würden solche Sachen vielleicht nicht mehr passieren. Frag mal die Leute die auf dem PH-Treffen waren wie sich meine Rest-Kraft anfühlt, nach 8 Jahren totaler Untätigkeit ohne jede Übung und Sitzen vor dem PC als einzigem Sport (ich gehe nicht mal spazieren sondern verbringe ganze Wochenenden vor dem Fernseher und Bildschirm). Da möchte ich mal sehen wie lange Ballerbudentraining im Vergleich vorhält. In "trainierter" Form, nachdem ich mal 2 Jahre wieder Sport gemacht habe (das war allerdings 2000, wohlgemerkt), habe ich einen ansonsten sehr guten, fitten Sportstudenten krafttechnisch und bei der Laufleistung komplett abgezogen. Der wollte mir aber auch erzählen dass meine Übungen die Muskeln atrophieren und man "sowas" schon lange nicht mehr macht. Schade. Vielleicht hätte ich ihm sonst nicht 10 Meter auf 40 Meter abgenommen, und ich mit Ball, er ohne. Ich kenne genau einen Typen der noch schneller war, und das war ein naturbegabtes Monstrum der unwirklich schnell gewesen ist, es nur nicht koordinieren konnte. Geändert von Klaus (26-05-2008 um 21:01 Uhr). |
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#14
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__________________ Kann auch ein Blinder einem Blinden den Weg weisen? Werden sie nicht alle beide in die Grube fallen? (Lk 6,40) |
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#15
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| Zitat:
. Man erkläre mir mal, wo es in der Wirklichkeit natürliche Belastungen gibt, bei denen der, jetzt stehende Körper Scherkräften und Verwringungen ausgesetzt ist. Soetwas kenne ich eher aus den Testreihen im Flugzeugbau oder dem Karmasutra.Spaß beiseite. Vielleicht zählst du, Klaus, ja zu den begnadeten Menschen (Neid und Missgunst ), deren Körper ohne zusätzliches Training auch in Ruhestellung seinen Muskeltonus beibehält. Taiji-Übungen machst du aber noch, oder? Sollen sich angeblich auch irgendwie auf die körperliche Fitness auswirken.Eine Diskussion pro/contra Fitnessstudio, Fahnenstange oder Flexibar ist meiner Ansicht nach müßig. Da muss, wie sooft, jeder seinen Weg selber finden und gehen (durchleiden ). Allerdings habe ich bis jetzt in meinem Studio noch keine Geräte gefunden, mit denen ich meine inneren Kräfte trainieren kann. Falls jemand solche kennen sollte, bitte neuen thread bei den neijias einrichten.Liebe Grüße, laoshu
__________________ Wenn die Klügeren immer nachgeben, haben die Dummen die Macht. |
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