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  #1  
Alt 12-03-2008, 09:47
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Kampfkunst: Mantis Kung Fu / Yang Taiji Quan
 
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Standard Von Lehrern und Schülern

Häufig stößt man in den Kampfkünsten auf die Schüler - Lehrer Problematik, wenn der Schüler geht (oder, seltener, der Lehrer). Oft ist diese Trennung von Disharmonie und Streitigkeiten geprägt. Sei es, dass der Lehrer nicht akzeptieren will, dass der Schüler sich verändern will (örtlich, personell oder beides) oder dass es zu massiven Meinungsunterschieden über die Unterrichtsinhalte kommt. Es gibt noch eine Menge anderer Gründe und Szenarien von Trennungen, aber dies sind so die häufigsten, denke ich.
Dabei ist es überraschend, wie oft so etwas im Streit endet und die beiden Parteien sich gegenseitig (oder auch einseitig) so festfahren, dass eine neutrale Umgehensweise miteinander nicht mehr möglich ist. Warum?

Aus der Lehrersicht, finde ich es irgendwie schade, dass oft Schülern abgesprochen wird, sich weiter zu entwickeln. Viele Lehrer können nicht loslassen! Dabei ist es doch wie im eigentlichen Familienleben auch: die Kinder werden groß und suchen sich ihren eigenen Weg. Dabei sollte man sie unterstützen und nicht behindern! Dann kann es durchaus sein, dass beide Seiten von der Weiterentwicklung profitieren! Warum soll ein Schüler nicht in Frieden gehen dürfen, wenn er feststellt, dass ein anderer Abschnitt des KK-Weges vor ihm liegt? Er muss selber herausfinden, ob es ihn weiterbringt oder nicht. Tipps und gut gemeinte Ratschläge vom Lehrer können helfen, Drohungen und Beschwerden eher nicht. Ist es für einen Lehrer nicht Ziel, seinen Schüler möglichst weit zu bringen (so der Schüler ambitioniert genug ist!)? Sollte er ihm dabei nicht jede Unterstützung, auch die, die er selbst nicht parat hat, ermöglichen? Ich denke schon.

Aus Schülersicht, ist es nicht weniger oft so, dass der Schüler häufig zu ungeduldig ist und seinem Lehrer nicht vertraut. Gerade wenn auch der Lehrer sich weiterentwickelt und plötzlich andere Wege einschlägt, ist oft Unverständnis und Ablehnung vom Schüler eine Reaktion, die zum Streit führt. Doch sollte der Lehrer dies dem Schüler nachsehen, da er doch eben evtl. zu wenig Einsicht (zur Zeit) hat. Die Entscheidung zu gehen kann man letztendlich doch nur akzeptieren!


Meine persönlichen Erfahrungen dazu, sind hier beschrieben: Blog
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Grüsse Jochen
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  #2  
Alt 12-03-2008, 11:04
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Kampfkunst: Kempo, Kickboxen
 
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Das Problem ist doch, dass viele Schüler nur eine relativ kurze Zeit in einer Schule verweilen und dann - obwohl bisher nur sehr wenig gelernt und verstanden wurde - mit der Begründung gehen, dass sie "einen anderen Weg" einschlagen möchten.

Wenn ein Schüler gehen möchte, weil ihm die Art des Unterrichts nicht gefällt, der Stil nicht "zusagt" oder er einfach etwas anderes machen möchte ist das natürlich ok!

Aber wenn man noch kaum eine Möglichkeit hatte dem Schüler wirklich etwas beizubringen, und dieser dann schon der Meinung ist sich anderweitig "weiterentwickeln" zu müssen, dann ist das für den Lehrer schon deprimierend....Trotzdem sollte dann nicht "beleidigt" reagiert werden denke ich! Jedem das seine.....Wenn ein Schüler nicht genügend "Geduld" hat um wirklich etwas zu lernen, dann ist das eben sein Problem und er wird es auch auf seinem "weiteren Wegen" nicht zu viel bringen....

Trotzdem gibt es sicher auch andere Beispiele!
Wenn der Schüler das Gefühl hat nicht mehr voran zu kommen, nichts mehr zu lernen und nur noch auf der Stelle zu "treten", dann sollte er gehen.
Und da gibt es sicher viele Lehrer die sich das "Problem" dann nicht eingestenen wollen oder können, dass der Schüler nun eben gehen möchte weil ihm in der eigenen Schule nichts mehr "geboten" werden kann....

Vielleicht spielt dann die Angst mit, der Schüler könnte irgendwo anders wirklich besser aufgehoben sein. Und evtl. könnte der Schüler ja merken, dass er vielleicht schon viel früher hätte gehen sollen!
Das will natürlich jeder verhindern, der versucht seine Schüler in den eigenen vier Wänden zu halten um ja keinen Vergleich mit anderen Schulen und Schülern zu haben...
Das gilt aber nur für die die diesen Vergleich grundsätzlich "scheuen" (müssen).
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  #3  
Alt 12-03-2008, 11:32
Benutzerbild von BakMee
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Ich muß hier dazu sagen daß es wichtig ist für einen Schüler sich weiterzuentwickeln und das sollte jeder Lehrer akzeptieren. So habe ich Schüler, die mich auch nach über 12, 13 Jahren verlassen haben die z.B in anderen Stätten gehen oder Länder zur beruflichen Weiterentwicklung und ich muß sagen daß ich mich total für sie freue. Trotzdem streite ich nicht ab daß es weh tut, denn man hat außer einer Schüler/Lehrerbeziehung natürlich auch ein Teil seiner Schulfamily verloren. Ähnlich wie bei einem Kind, daß Erwachsen geworden ist und dann die Family verlässt. Aber das Ganze gehört einfach zum Leben und jeder Lehrer sollte damit umgehen lernen, denn genauso wird es bei einem Schüler sein, denn auch er hat etwas verloren...
Streitigkeiten kann es immer in einer Schule geben genauso wie es in einer Family dieses gibt. Sei es Dinge die der Schüler macht, was der Lehrer nicht toll findet, oder umgekehr genauso. Dafür sind wir halt alle Menschen und jeder Mensch hat natürlich eine andere Sichtweise. Dann kommt noch hinzu daß sich die MEnschen sich oftmals im Laufe der Zeit verändern durch z.B andere Menschen mit denen man sich abgibt und auch hier wieder eine andere Sichtweise vieler Dinge bekommt. Ich denke, wenn diese Sichtweisen sich so gegenüber einem Schüler einprägen und festigen oder auch umgekehrt, beim Schüler gegenüber dem Lehrer,dann sollten sich die Wege der Bezihung einfach so gut es geht im Guten trennen. Auch wenn man keinen Kontrakt zueinander mehr pflegt.
Denn Veränderung gehört zum Leben. Ähnlich wie ein Baum. So verändert sich z.B eine Eiche im Laufe des Lebens immer und immer wieder. Trotzdem belibt aber eine Eiche eine Eiche.. und wird niemals zu einem anderen Baum. Ähnlich ist es auch beim MEnschen.
Doch die Chance sich zu verändern sollte jedem Menschen gegeben werden.
Auch in der Schule. So ist es, wenn einer meiner Schüler sich z.B bei einer anderen Schule mal "umschauen" möchte, so soll er das ruhig tun. Das sage ich ihm auch und habe es immer auch getan. Denn wenn unsere KK nichts für ihn ist, dann würde ich ihn auf dauer sowieso nicht halten können und meine Arbeit die ich in ihm stecke wäre für die Zeit die ich ihn halten kann sowieso vergebens. Ziel ist es doch eines jeden Lehrers die ganze KK einem Schüler zu vermitteln und ihm die Kunst als Lehrer zum Lehrer auszubilden damit die KK weiterleben kann.
Doch diesen Weg für einen Lehrer zu gehen ist wie beim Goldsieben. Bevor man einen Goldklumpen findet, fallen jede Menge Körnchen durch das Sieb....
Und so fängt man als Lehrer immer und immer wieder von vorne an...
Beste Grüße,
BakMee
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  #4  
Alt 12-03-2008, 14:08
Benutzerbild von GeeHot
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Zitat:
Die Entscheidung zu gehen kann man letztendlich doch nur akzeptieren!
Kommt drauf an ob Du noch in der Kundigungsfrist vom Schulvertrag bist .

Heutzutage haben wir eine andere Beziehung zur Schule und Lehrer, als es klassisch der Fall war. Bei solchen Diskussionen wird dies meist außer acht gelassen, dass es sich in der heutigen Zeit Geld und Wettbewerb (frei Marktwirtschaft) keine unwesentliche Rolle spielt.

1.)
Der Schüler ist heute ein zahlendes Mitglied und somit auch ein Kunde (Klient). Erwartungsgemäß beansprucht der Klient einen gewissen Service, den er auch bekommen sollte.

2.)
Der Lehrer ist zugleich Betreiber eines "Unternehmens" und nimmt einiges auf sich um dieses Unternehmen (Schule) aufrecht zu erhalten. Miete, Steuern, Renovierung, Weiterbildung, Angebotserweiterung etc. kommen nicht von selbst, sondern werden aus Beiträgen der Mitglieder finanziert. Natürlich ist der Lehrer dann nicht erfreut, wenn der Schüler diesen Aufwand mit Kündigung honoriert.

3.)
Auch die Motive einer Schüler/Lehrer (Klient/Dienstleistungsträger) Beziehung in der KK haben kaum was mit den alten Kung Fu Filmen zu tun. Meist muss die Beziehung durch einen Vertrag besiegelt werden, bei der heutigen Zahlungsmoral unbedingt zu empfehlen.

Kurz: Geschäft ist Geschäft und Schnaps ist Schnaps. Der Vergleich mit einem Fitnessstudio ist nicht weit hergeholt, mit dem Unterschied, dass die Atmosphäre in einer KK-Schule persönlicher ist. Aber für mich ist jeder Schüler erst mal Kunde, der den Status Schüler sich erst erarbeiten muss.
__________________
""Wer nicht sanftmütig ist, dem bleibt alles Gute versagt." Prophet Mohammed (p.b.u.h.)
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  #5  
Alt 12-03-2008, 17:19
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Eine Trennung ist immer eine individuelle Sache, die man schlecht als Aussenstehender beurteilen kann.
Meistens können nicht mal die verschiedenen Parteien, Lehrer und Schüler, wie Mantis richtig sagte, die notwendige Einsicht habe, um die Situation vernünftig einzuschätzen. Persönlicher Stolz, Egoismus und die Angst vor dem Gegenüber sind massive Hindernisse für eine friedliche Konfliktlösung.
Meistens hat es auch sehr persönliche Gründe, warum man sich gerade trennt, die Kampfkunst entwickelt sich weiter oder es kommt von einer Seite aus zum Verrat, weil Vereinbarungen gebrochen wurden. Dann kann es sein, dass man durch anderen so manipuliert wird, dass man schließlich komplett abhängig von diesen Leuten ist. Nicht jeder, der schlecht geredet wird, ist schlecht.
Eigentlich sollte man sich immer selber ein Bild machen von der Person in einem persönlichen Gespräch.
Leider kann man diese Einsicht nicht erzwingen.
Aber ich für meine Person wünsche mir ein erwachsenes Verhalten, mit einem vernünftigen Gespräch und eine klaren Trennung. Funktioniert nicht immer , aber meistens kann man den manipulativen Einflüssen anderer, dadurch entgegen wirken und eine entspannte Trennung, ohne üble Nachrede erreichen, was für beide Seiten gut ist. Die "anderen" Dritten machen es meistens nur schlimmer, mit ihren Ansichten und ihre scheinbare Hilfe erweist sich als Aufbauschen der Situation.

Natürlich kann man auch den Vertrag als Basis einer Lehrer-Schüler Beziehung sehen und da fällt mir ein, ich habe noch einen Vertrag ...
Aber als Basis sehe ich das nicht, wichtiger ist mir Vertrauen zum Lehrer. Ein Mann ein Wort. Man sollte zu Vereinbarungen stehen und Versprechen halten.
Aber ich bin altmodisch.
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  #6  
Alt 12-03-2008, 18:45
Benutzerbild von Huangshan
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Kampfkunst: /Kampfhandwerk
 
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Hy

Zitat:
Heutzutage haben wir eine andere Beziehung zur Schule und Lehrer, als es klassisch der Fall war. Bei solchen Diskussionen wird dies meist außer acht gelassen, dass es sich in der heutigen Zeit Geld und Wettbewerb (frei Marktwirtschaft) keine unwesentliche Rolle spielt.
Leider so ist es!

Es gibt in Deutschland,im Westen kaum und auch in Asien immer weniger traditionelle Schüler,Lehrer Beziehungen.
Kampfkunst ist zu einem Geschäft geworden wo Verträge schriftlich getroffen werden und es nur um den Verkauf einer Dienstleistung geht.
Ein Beispiel dafür ist die WT Unternehmens Politik und auch z.B. in China die vielen privaten Kampfkunstinternate.

Es gibt noch vereinzelt Lehrer die alte Traditionen hochhalten, aber es werden immer weniger, denn damit lässt es sich nicht so viel Profit machen !

Die Schüler Seite, ist auch nicht bereit Jahrelang wie es früher üblich war Grundlagen,Fähigkeiten zu üben, sie wollen schnelle Resultate, denn wir leben in einer schnelllebigen ,kommerziellen Zeit.

Deshalb bedienen sich einige Lehrer des Gürtelsystems oder erfinden viele Graduierungen,Titel wie beim WT um die Kunden bei Laune zu halten und für jede Prüfung Geld kassieren zu können.
Das Problem ist das oft Interessenskonflikte dadurch mit der Zeit entstehen.


Meiner Meinung nach ist die traditionelle Lehrer-Schüler Beziehung auf dieser Basis heutzutage schwer zu realisieren.

Gruß
Huangshan

Geändert von Huangshan (12-03-2008 um 20:06 Uhr).
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  #7  
Alt 12-03-2008, 19:16
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Zitat:
Zitat von Huangshan Beitrag anzeigen
Meiner Meinung nach ist die traditionelle Lehrer-Schüler Beziehung heutzutage schwer zu realisieren.
Schwer, ja, aber nicht unmöglich.

Ich bin mir nicht sicher, ob es eine wirkliche traditionelle Lehrer-Schüler Beziehung war, aber eine zeitlang hatte ich eine sehr vertrauensvolle und wertvolle Ebene in der Kampfkunst und diese Zeit halte ich in Ehren.

Schüler und Lehrer verändern sich und die Situation ändert sich. So kann etwas tolles entstehen, aber genauso gut zerbrechen, wenn man damit unachtsam umgeht.

Ein Vertrag kann niemals eine traditionelle Lehrer-Schüler-Beziehung regeln.

Aber man kann mit einem Vertrag sein Recht auf Training sichern und auf Geld. Aber kein Recht auf Vertrauen.
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  #8  
Alt 12-03-2008, 19:30
Benutzerbild von Huangshan
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Hy verity

Zitat:
Ein Vertrag kann niemals eine traditionelle Lehrer-Schüler-Beziehung regeln.

Aber man kann mit einem Vertrag sein Recht auf Training sichern und auf Geld. Aber kein Recht auf Vertrauen.
Weise Worte.

Sehe ich auch so.

Meiner Meinung kann eher eine Lehrer-Schüler Beziehung im Einzelunterricht oder in Kleingruppenunterricht reifen und nicht wie z.B. heutzutage üblich.........................!


Gruß
Huangshan

Geändert von Huangshan (13-03-2008 um 08:28 Uhr).
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  #9  
Alt 12-03-2008, 21:57
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Zitat:
Zitat von Verity Beitrag anzeigen
Aber als Basis sehe ich das nicht, wichtiger ist mir Vertrauen zum Lehrer. Ein Mann ein Wort. Man sollte zu Vereinbarungen stehen und Versprechen halten.
Aber ich bin altmodisch.
Und glücklicherweise gibt es noch altmodische Menschen

Dankenswerterweise habe ich auch selber das große Glück bei und mit solchen altmodischen Menschen zu trainieren. Dafür würde ich auch jederzeit, wenn ich sehe dass mein Trainer oder meine Trainingspartner in Schwierigkeiten sind, versuchen ihnen über die Runden zu helfen und sie zu unterstützen, wie ich kann, was bei einer "Zahlender Kunde"-Beziehung nicht der Fall wäre.

Was die Gruppengröße betrifft gebe ich Huangshan natürlich Recht.

Und zum eigentlichen Topic. In den wenigen Fällen in denen ich mich bisher von einem Trainer getrennt habe, weil ich umgezogen bin, zeitliche Schwierigkeiten hatte oder einfach die KK wechseln wollte, wurde bei der Trennung immer sehr deutlich, was für ein Mensch der Trainer / die Trainerin ist. Wobei ich generell, selbst wenn ich Unstimmigkeiten mit einem Trainer hatte, mich bemühe, mich "ohne Groll" zu trennen, klarzumachen, warum ich gehe, aber mich auch zu bedanken für alles, was ich gelernt habe, weil das denke ich die beste Lösung ist, um wirklich einen "Schlussstrich" ziehen zu können oder vielleicht auch irgendwann wieder zu kommen
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  #10  
Alt 13-03-2008, 18:20
Chin Fu
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tja, das liebe Lehrer Schüler verhältnis.

Es Gab mal in den Neunzigern etliche Kung Fu Schüler, die sich von Ihren Lehrer getrennt hatten, um in Asien einen Meister zu "kaufen" Chinesen sind sehr Geschäftstüchtig und nehmen "Geschenke" sehr gerne an, wenn sie auch persönlich auch etwas davon haben.

Meiner Erfahrung nach gibt es in Deutschland etliche Kung Fu Lehrer, die auf diese Weise versucht haben, sich im Stammbaum etwas besser einzuordnen. Da aber die Chinesen diese Lebensart vorleben, ist das auch nicht weiter wunderlich. Die meisten Schüler in China sind nur Mittel zum Zweck (Geld verdienen), nur wenige bekommen eine richtige Ausbildung.

Bei unserer Leistungsgeselschaft gibt es kaum Schüler, nur Kunden (wenn man es Hauptberuflich betreibt)Das muss auch ein Lehrer hier aktzeptieren. Wir sind keine Chinesen und sollten nicht krampfhaft versuchen aus unseren Schülern so etwas zu machen.

Chin Fu
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  #11  
Alt 13-03-2008, 18:22
Chin Fu
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Ach ja nocht etwas,

Auffällig ist bei den meisten, das der Ursprüngliche Lehrer, bei dem alles gelernt wurde aus dem Stammbaum gestrichen ist.

Es sollten sich die meisten Lehrer nicht selber fragen, ob Sie schuld sind, wie sich ihre Schüler verhalten.
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  #12  
Alt 14-03-2008, 02:02
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Zitat:
Zitat von Chin Fu Beitrag anzeigen
Chinesen sind sehr Geschäftstüchtig und nehmen "Geschenke" sehr gerne an, wenn sie auch persönlich auch etwas davon haben.
Kannst Du hier bitte noch ein paar mehr Plattitüden auftischen!
__________________
Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen. - Ludwig Wittgenstein
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  #13  
Alt 14-03-2008, 08:02
Chin Fu
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@ christoph

sicher gibt es auch andere Fälle, aber mach die Augen auf!!!
Das hat nicht mit dumm zu tun, sondern mit Erfahrung.
Gerade in Hongkong gibt es genug"Lehrer", die Versuchen in Europa und USA Fuss zu Fassen wie z.B. Lee Kong Hong(Ruhe er in Frieden).
Es gibt "Sifus", die bei Nachfrage irgendwelche Schüler von bekannten Lehrer waren, aber eigentlich nicht in der Linie unterrichten dürfen.

Ich hätte vor ein paar Jahren die gesamte Hongkonger Chin Woo Athletic Association holen können, weil die darauf brennen, nach Europa zu kommen.

Wer es nicht glaubt, soll seine mystisch - esotherische Träume nur weiterleben und versuchen chinesischer als die chinesen zu sein und lauter neue chinaliebhaber heranzuzüchten.

Vielleicht mag das hart klingen, ist auch nur meine meinung, aber ich habe schon zu viel gesehen.

Chin Fu
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  #14  
Alt 14-03-2008, 08:16
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@ Chin Fu

Ich glaube Dir Deine Erlebnisse ohne weiteres. Nur ist eines zu wissen, dass es derartige Leute gibt und ein anderes zu meinen das alle chinesischen KK Lehrer so drauf wären oder besser noch "der Chinese an sich". Ich lebe seit Jahren in China und beschäftige mich auch ausserhalb der KK hauptberuflich mit dem Land. Man muss aber kein "esoterischer Chinaliebhaber" sein um von solchen etwas dumpfen Verallgemeinerungen genervt zu sein.
Ein Sanda Lehrer in Hong Kong hat sich ein Jahr lang geweigert von mir irgendwelches Geld zu nehmen, obwohl er von den anderen Schülern etwas Geld bekommen hat. Das war mir irgendwann schon peinlich. Mein jetztiger Leher - achso der ist ja auch Deutscher - nimmer auch kein Geld für seinen Unterricht. Sein Lehrer hat noch niemals irgendwelche Verhandlungen über Preise u.ä. gebracht, obwohl er von seiner KK LEBT. Er betrachtet sowas als stillos, denke ich. Natürlich geben wir ihm was wenn er kommt und er nimmt es dann irgendwann auch. Das nur mal zum Thema der angeblichen chinesischen Eigenarten.
Du kannst ja auch mal Mantis fragen wie Wang Jie, der Lehrer seines Lehrers, in diesen Fragen drauf ist. Der entspricht glaube ich auch nicht ganz Deinen Verallgemeinerungen.
__________________
Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen. - Ludwig Wittgenstein

Geändert von christoph (14-03-2008 um 08:21 Uhr).
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  #15  
Alt 14-03-2008, 08:57
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Natürlich gibt es solche und solche Lehrer, auch unter den Chinesen. Was beweisst das? Genau, das es von der Person abhängig ist und nicht von dem Land aus der sie kommt, von der Sache die sie macht oder von der Zeitperiode in der sie lebt! All diese Dinge haben sicherlich mehr oder weniger großen Einfluss, aber zu sagen dass nun alle so sind, ist schon sehr engstirnig.

Nun gut, das Thema sollte aber eigentlich weniger sein, ob Lehrer über Geld verhandeln oder nicht, ob es notwendig ist, Verträge zu machen oder nicht. Thema war eigentlich, dass es notwendig ist Entwicklung zu fördern und zuzulassen.

Aber die ersten Beiträge fand ich sehr gut und interessant. Es ist schön zu sehen, dass es auch offene und reflektierende Leute gibt.
Nichts ist schlimmer, als Leute die sich über Jahrzehnte nicht weiterentwickeln: sowohl in der Art zu trainieren, der Art Training zu geben, der Einstellung, der Sichtweise, der Denkschemata.
Und davon gibt es viele .... wie ich immer wieder erschreckend feststellen muss!
__________________
Grüsse Jochen
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