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#1
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| Hallo, es geht nicht darum, wer das praktiziert und ob da Leistungen/Gefälligkeiten dran genknüpft sind, das soll hier auch bitte nicht diskutiert werden, sonst ist der Thread ganz schnell zu/weg, weil Frank dann Ärger kriegen kann. Also bitte keine Personen, Verbände oder Stilrichtungen erwähnen, auch nicht so, dass man darauf zurückschließen kann. Ich will nur wissen, ob generell die Übergabe von Geldbeträgen in roten Umschlägen von Schülern an verdiente Meister bei bestimmten Anlässen eine alte chinesische Tradition ist. Vielleicht weiß ja auch jemand den historischen Hintergrund ![]() Ich lese natürlich auch PNs ![]() |
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#2
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| Nicht nur an Meister, das ist eine generelle lokale Tradition, keine Ahnung seit welcher Zeit und von welchen Volksgruppen das praktiziert wurde. Die Umschläge sind aber nicht immer rot, gab es auch in gelb/gold, weiss usw. Ich meine dass es auch so folkloristisch-daoistische Zeremonien gibt, wo solche Umschläge als Spende an die Götter verbrannt wurden (oder so getan als ob ).
__________________ "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes) |
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#3
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| Diese roten Umschläge sind allg. in Gebrauch, da es als unanständig gilt "nacktes" Geld zu übergeben. Am chin. Neujahr (?) werden auch solche Umschläge verschenkt vor allem an Kinder. |
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#4
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| Die Hong Baos (Rote Schätze) ist eine Tradition. Ich weiß nicht seit wann aber es wird an verschiedenen Veranstaltungen praktiziert. Meist sind sie rot, da rot eine Glücksfarbe ist. Es sind Umschläge in rot, oftmals mit einem goldenen Glücksschriftzeichen bestückt. Diese wurden und werden oftmals zu Geburtstagen überreicht aber auch bei Löwentänzen u.s.w. L.G. BakMee
__________________ "Hung Kämpfer schwitzen nicht.....die Muskeln weinen.." |
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#5
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| Die "Hongbao" gehören zur chinesischen Kultur dazu und erfreuen sich gerade in der Neujahrszeit grosser Beliebtheit. Zum Frühlingsfest schenkt man sich Hongbao nicht Geschenke, wie bei uns zur Weihnachtszeit. In China schmiert man aber auch auf diese Weise: Als Ladenbesitzer gebe ich zum Beispiel zum Neujahr dem zuständigen Gewerbepolizisten ein Hongbao usw. Der Möglichkeiten sind da viele... Auch in den Kampfkünsten können sie in traditionellen Meister/Schüler-Beziehungen eine Rolle spielen (z.B. bei der Bai Si-Zeremonie) oder eben auch zum Neujahrsfest.
__________________ http://www.wuguan.ch |
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#6
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| Die Umschläge an den Lehrer/Meister sind mir eher von div. Anläßen bzw. Feiern in einer Kung Fu Schule bekannt, allerdings hab ich die bis jetzt nur in weiß gesehen. Farbige Umschläge mit Papiergeld/Opfergeld hab ich mal in einer TV Doku bei einer Zeremonie bzw. von Besuchern als Ahnenopfer bzw. Opfer an die örtl. Gottheit gesehen. passendes Papier-Opfergeld hab ich hier in München mal in einem Asien Supermarkt gesehen; Bündelweise neben den Räucherstäbchen. mit chin. Motiv, nur einseitig bedruckt nur 10000er Scheine von der "Bank of Heaven". |
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#7
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| Ja das hat auch Tradition und wird an Beerdigungen usw. verbrannt. |
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#8
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| Bei den traditionellen Kung Fu Schulen ist das Hongbao überreichen recht verbreitet. In vielen Schulen die ich kenne überreichen die Schüler ihre Beiträge immer in Hongbao's. Wie oben auch geschrieben wurde, an Neujahr, Geburtstagen und Hochzeiten werden Hongbao's übergeben. Bei meiner Hochzeit wurde Buch geführt wer wieviel im Hongbao gegeben hat, damit wenn diese mal heiraten, oder ein anderer entsprechender Anlass besteht wo man sich "revanchieren" sollte, man genau so viel gibt. Das Buchführen über die hongbao Beträge ist auch sehr verbreitet. |
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#9
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__________________ 我愛廣府話 Geändert von Freier Geist (16-04-2011 um 16:53 Uhr). |
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#10
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| Wir haben das hier einmal gemacht für einen Meister, damit der einen schönen "Heimaturlaub" in China verbringen kann, und nach einem kurzen, höflichen Ablehnen hat er den Umschlag dann schnell und mit sehr freudigem Gesichtsausdruck an sich genommen. Schien also ok zu sein! |
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#11
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__________________ 我愛廣府話 Geändert von Freier Geist (16-04-2011 um 16:52 Uhr). |
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#12
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| Und wie lautet die kantonesische Formulierung für "Was ? So wenig ???" ? ![]()
__________________ "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes) |
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#13
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| wenn zu Festen wie Neujahr z.B. sich alle gegenseitig Umschläge schenken, könnte doch eigentlich jeder gleich seinen Umschlag behalten... ![]() |
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#14
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| Bewege mich hier zwar im falschen Forum , kann aber vielleicht auch etwas zur Diskussion beitragen.Auch in Japan sind Geldgeschenke völlig normal. Insbesondere bei Hochzeiten und Beerdigungen. In Japan ist die Höhe des Betrags an das verwandtschaftliche Verhältnis geknüpft. Will heissen: Näher verwandt = höherer Betrag. Natürlich spielen auch die anderen gesellschaftlichen Verbindungen eine Rolle (berufliche und private Kontakte). Worauf immer sehr wert gelegt wird: dass ausschliesslich neue Banknoten verwendet werden. Die Umschläge sind farblich zwar nicht festgelegt, aber es sind eher bedeckte Farben, d.h. kein knallrot (dies scheint China vorbehalten zu sein). Bei Beerdigungen ist es weiss. |
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#15
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| Offensichtlich hat dass dann in China auch in Kampfkunstfamilien Einzug gehalten. |
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