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  #1  
Alt 08-05-2006, 09:58
Benutzerbild von MAZ-one
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Kampfkunst: boxen/ grappling/ cross
 
Registrierungsdatum: 16.02.2006
Beiträge: 197
Standard Straßen-Kung Fu??

Hallo liebe kampfkünstler. ich weiß es gibt keinen perfekten stil und jeder stil unterscheidet sich in seiner technik usw..aber jetzt mal ernst genommen: es gibt nicht viele chinesische Kung Fu-Stile die in der heutigen Realität wirklich anwendbar sind. Viele Stile die blumenhafte und schöne bewegungen zeigen sind meiner meinung nach nicht sehr SV bedingt wie z.B ZiuquiQuan (DrunkenBoxing) oder das modern Wushu usw..ich möchte hier nicht das kung fu kritesieren, sondern meine meinung dazu äußern. natürlich gibt es kf stile wo man aus den formen einiges für die SV splitten kann und was durchaus sehr effektiv ist/sein kann. auch wenn man effektive techniken aus den formen für die SV herausnimmt, muss man sie wiederum bei manchen kampfstellungen, ständen, handhaltungen usw. für sich korrigieren, damit es real ist. also leute wir sind nicht von gestern...ein kind oder ein jugendlicher mag vielleicht daran glauben das z.B sein Hung Gar oder Taji sehr effektiv ist, aber menschen die sich draußen schon gegen schläger verteidigen mussten oder gar ein gesunder, kämpferischer verstand weiß das. für mich persönlich sind folgende stile/techniken SV bezogen:

- *ing *un techniken (Dynamik und schnelligkeit)
- JKD prinzipien (Dynamik,Schnelligkeit,v.allem Schlagkraft durch Boxerhaltung)
- Tang Lang (Handtechniken:Greif-Zug-und Fesselungstechniken)
- Taiji (Push Hands Methode + Technik)
- Choy Lay Fut (kraftvolle Schwing-Haken Fäuste)
usw.............

Natürlich gibt es bestimmt viele andere mehr.da ich persönlich nicht alle stile schon trainiert und recharchiert (rechtschreibung ?) habe, kann ich keine auskunft darüber geben. Nun meine frage..Was meint ihr? wie ist eure persönliche meinung dazu und welche stile/prinzipien des wushu ist für euch (SV) realitätsbezogen. danke für antworten

liebe grüße
MazOne
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  #2  
Alt 08-05-2006, 10:54
Benutzerbild von Jadetiger
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Kampfkunst: La Superba - Waffenkunst italienischer Tradition
 
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Zunächst mal möchte ich sagen, dass du mit Hung Gar so ziemlich das schlechteste Beispiel gewählt hast, da gerade dieser Stil für seinen starken Anwendungsbezug bekannt ist.

Ich bin auch bei deinen restlichen Behauptungen anderer Meinung. ALLE Kung Fu- und Taiji-Stile, die ich bisher gesehen habe, beinhalten Techniken die sehr wohl zur effektiven SV eingesetzt werden können. Der Mangel an Anwendungsbezogenheit ist meiner Meinung nach nicht ein Problem des Stils, sondern eine Frage des richtigen Trainings.
Wenn ich Kämpfen will, dann muss ich auch entsprechend hart und realistisch trainieren. Natürlich kann sich ein Taiji-Schüler, der 10 Jahre im stillen Kämmerlein seine Zeitlupen-Formen läuft, nicht auf der Straße verteidigen. Dagegen kann ein Taiji-Schüler, der mit seinen Techniken (so wie ich dasschon von einigen Chen-Leuten gehört haben) regelmäßig auf Vollkontakt-Crossfight-Turnieren antritt, sehr wohl effektiv wehren.

Ein Kämpfer wird man nur, indem man kämpft.
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  #3  
Alt 08-05-2006, 11:10
Benutzerbild von MAZ-one
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: boxen/ grappling/ cross
 
Registrierungsdatum: 16.02.2006
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Standard

@ jadetiger: das mit hung gar und taiji war jetzt nur ein beispiel. natürlich glaub ich dir das im hung gar praktisch und gut einsetzbare techniken vorhanden sind.
hast mich glaub ich missverstanden.
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  #4  
Alt 08-05-2006, 11:42
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Kampfkunst: Sha Family Martial Arts (Bagua, Xingyi, Tongbei), immer mal wieder Systema
 
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Zitat:
Zitat von MAZ-one
Hallo liebe kampfkünstler. ich weiß es gibt keinen perfekten stil und jeder stil unterscheidet sich in seiner technik usw..aber jetzt mal ernst genommen: es gibt nicht viele chinesische Kung Fu-Stile die in der heutigen Realität wirklich anwendbar sind. Viele Stile die blumenhafte und schöne bewegungen zeigen sind meiner meinung nach nicht sehr SV bedingt wie z.B ZiuquiQuan (DrunkenBoxing) oder das modern Wushu usw..i
Verwechsel nicht Form und Anwendung. Meist wird in den Formen nicht eins zu eins ein Kampf simuliert, sondern es werden Bewegungsprinzipien vermittelt. Das laufen der Form dient dazu sich diese einzuverleiben sozusagen. Sicher, mehr als genug Stile bzw. Schulen bleiben eben einfach bei der Form stehen. Form ist ein Trainingstool. Nicht mehr und nicht weniger.

Beste Grüße
__________________
Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen. - Ludwig Wittgenstein
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  #5  
Alt 08-05-2006, 12:00
Benutzerbild von MAZ-one
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Kampfkunst: boxen/ grappling/ cross
 
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@christoph: natürlich verwechsele ich nicht die form mit der anwendung. aber aus den formen entstehen die anwendungstechniken, drills usw. nicht immer 1 zu 1 wie du schon sagtest. natürlich jemand der nur formen läuft und nicht die praktische anwendung dafür weiß, wich.: und trainiert und übt, der kriegt wenig für die SV mit und auch fürs gute kämpfen

gruß
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  #6  
Alt 08-05-2006, 15:40
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da sagte schon bruce lee:"herb,wenn du lernen willst zu kicken,dann kick!!"

greetz aus graz
zig
__________________
Jes. Sirach 8,4: Zanke nicht mit einem Schwätzer, dass du nicht Holz zutragest seinem Feuer.
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  #7  
Alt 08-05-2006, 17:15
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Kampfkunst: La Superba - Waffenkunst italienischer Tradition
 
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@zigarry
Genau der Meinung bin ich auch!

@MAZ-one
Warum behauptest du all diese Sachen in deinem ersten Post und gibst uns dann recht.
What is your point?
Wenn ich dich mißverstehe, dann erklär doch bitte mal näher, was du meinst und was du von uns wissen willst. Woraus erwächst dein Standpunkt?
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  #8  
Alt 08-05-2006, 17:42
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Alles eine Frage des Trainings, wie hier schon erwähnt wurde. Formen sind ein großer und wichtiger Teil im Kung Fu allgemein, weil du damit lernst, deine Kraft einzusetzen und dich richtig zu bewegen. Auf jeder guten Schule gibt es aber auch Kampftraining, wo man lernt die Bewegungsmuster umzusetzen. Hab mal 2 Trainer von mir im Sparring gesehn, das ging ab wie Schnitzel: Kurzer Schlagabtausch bis einer auf dem Boden liegt, der zweite fällt kurz darauf meist auch und dann gehts heftigst im Bodenkampf weiter, da können sich Pride und Ultimate Fighting fast was von abschneiden. Kung Fu lässt sich je nach Trainingsstil und dem eigenen Fortschritt (mit dem 2. oder 3. Schülergrad biste natürlich noch kein Kämpfer) sehr gut und realistisch umsetzen, sonst wär's nicht so verbreitet.

Das bezog sich jetzt im übrigen auf alle Kung Fu Stile.
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  #9  
Alt 09-05-2006, 00:39
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Kampfkunst: Qi Xing Tang Lang Quan
 
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man hat aber längst nicht in allen kung fu schulen diese aufgedrückten schülergrade (zum glück).
und warum ist bodenkampf überhaupt so wichtig? ich meine, wenn man auf dem boden liegt, hat man (zumindest im kung fu) schon solche verletzungen, dass du nicht mehr aufstehst. jedenfalls, wenn mans richtig macht.
__________________
Hate is reality.
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  #10  
Alt 09-05-2006, 05:46
Benutzerbild von Asspirin
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Kampfkunst: Ähm... ähm... ey!!!
 
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richtig, aber Bodenkampf macht Spaß, wird von den wenigsten erwartet, wenn sie von Kung Fu hören und kann sowohl bei MMA-Turnieren (wenn man sich dafür interessiert) als auch in seltenen Fällen auf der Straße nützlich sein. Wollte damit nur sagen, dass Kung Fu eben nicht nur aus viel Formengehüpfe und wenig SV/Kampf besteht, was der Threadersteller ja diskutieren wollte.
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  #11  
Alt 09-05-2006, 08:08
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Kampfkunst: Tang Lang Kung Fu
 
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Mit dem richtigen Training ist - wie hier ja schon gesagt wurde - (fast) jeder KungFu Stil effektiv umzusetzen. Wenn es Schulen gibt, in denen nur die Formen und nicht deren Anwendungen geübt werden, ist das dem Lehrer zuzuschreiben.


@Tshingis:
Man kann in einen Kampf immer mal auf dem Boden landen (Ausrutschen, jemand der größer + schwerer ist rennt in dich rein und du kannst z.B. aufgrund von Platzproblemen nicht ausweichen) und dann sollte man schon eine Ahnung haben, wie man sich da verteidigt. Zusätzlich hilft es, wenn man mit Takedowns und der entsprechende Abwehr vertraut ist, falls man mal auf jemanden mit einem Grappling-Background trifft.
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  #12  
Alt 09-05-2006, 08:16
Benutzerbild von MAZ-one
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@ jadetiger: ich bin der meinung das nicht ALLE Kung-Fu stile SV bezogen sind. auch in meinem 1. post behaupte ich das es kf-stile gibt die sehr realitätsnah sind. was ich wissen will, ist einfach eine persönliche meinung und welche kf-stile für euch zum kämpfen (SV) geeignet sind. deine meinung hab ich ja schon thx......
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  #13  
Alt 09-05-2006, 09:01
Benutzerbild von Jadetiger
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Zitat:
Zitat von Tshingis
warum ist bodenkampf überhaupt so wichtig? ich meine, wenn man auf dem boden liegt, hat man (zumindest im kung fu) schon solche verletzungen, dass du nicht mehr aufstehst. jedenfalls, wenn mans richtig macht.
Ja, soweit die Theorie. Tatsache ist leider, das es meist sehr einfach ist, einen Gegner zu Boden zu werfen. Man muss ihn ja im Prinzip nur umrennen. Dazu komt noch, dass das blitzschnell gehen kann. Geh doch mal für ein Probetraining zu den klassischen Ringern und lass dir dort zeigen, wie schnell man auf dem Boden liegen kann. Es ist also durchaus sinnvoll, sich am Boden wehren zu können.
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  #14  
Alt 09-05-2006, 09:44
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Kampfkunst: INNERE KAMPFKUNST
 
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Bei einer effektiven SV ist es nicht entscheidend "WAS" ich mache, sondern "WIE" ich es mache. Es gibt in jeder Kampfkunst, egal welcher Stil, herausragene Leute. Und es gibt in auch noch so perfektionierten Stilen "Versager". Es gibt auch Leute die im Dojo unbezwingbar scheinen, aber im Ernstfall wie gelähmt sind. Ein Stil ist immer nur so gut wie sein Betreiber.

Gruß
Hongmen
www.cbii.de
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it´s easy to say, but hard to do!
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