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#1
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| Hallo Forum Ich bin vor kurzem auf etwas interessantes gestoßen. Da ich nun wieder vermehrt barfuss laufe habe ich mich etwas drüber im Internet informiert und habe dabei den sogenannten Ballengang entdeckt. Es wird behauptet das dies unser ursprünglicher Gang war und wir erst durch Schuhe insbesondere gefederte Sportschuhe zum heute verbreiteten Fersenabrollen gekommen sind. Beim Ballengang wird der Fuß zuerst auf dem Ballen und dann auf der Ferse abgesetzt. Dies soll Gelenkschonender sein als der übliche Fersengang. ![]() Ich bin interessanterweise, bevor ich vom Ballengang erfahren habe als ich Barfuss gegangen bin auf ähnliche Ergebnisse gekommen, vor allem auf hartem steinigem Boden, aber hab mich immer gezwungen mit der Ferse abzurollen da dies ja der "richtige" Gang ist. Heute war ich mal laufen (mit Schuhen) und hab mich zum Ballenlauf gezwungen. Anfangs koordinativ recht verzwickt da man ganz schnell in alte Muster zurückfällt. Auch empfand ich diese Art zu laufen als anstrengender. Dies liegt aber höchstwahrscheinlich daran das meine Muskeln und mein Körper noch gar nicht darauf konditioniert sind. Aber ich muss sagen ohne es näher beschreiben zu können, obwohl es für mich jetzt noch anstrengender ist, ist das Gefühl so zu laufen überaus interessant und es fühlt sich einfach gut an. Hier noch ein paar Links ballengang.de Die (R)Evolution des Gehens! | Infokrieger-News Ich bin jetzt nicht unbedingt der Meinung das es unbedingt das alleinig selig machende ist und alle anderen Bewegungskrüppel durch die Schuhindustrie geworden sind. Aber für mich fühlt sich diese Geh und besonders Laufart sehr gut an. Ich will da jetzt jedenfalls dran bleiben und sehen wie ich mich entwickle. |
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#2
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| Ballenlaufen, ganz klar ja. Barfuß laufe ich mehr oder minder automatisch so ![]() Aber das Ballengehen der ursprüngliche Gang ist, glaube ich nicht. Wenn man bedenkt das es früher (vor Erfindung der Schuhe) kaum befestigte Wege gab, und normaler Boden relativ weich ist (Waldboden, Wiese, Sand...) sowie das Fersengehen deutlich Energieeffizienter ist und die Ferse doch eine recht große Fettschicht aufweißt (welche Stöße dämpft) kann ich mir nicht vorstellen, das wir mal ursprünglich Ballengeher waren. (Und schaut man zu den heute immer noch Barfußgehenden Völkern so gehen die auch alle über die Ferse...) |
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#3
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| Zitat:
Ist das so? Ich kenne nicht so viele Naturvölker persönlich. Besser gesagt gar keines. Von Cheyenne und Apachen heißt es das sie ihre Füße ganz anders setzen (oder besser setzten) als die plumpen weißen Männer |
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#4
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| Hi, "der richtige Gang" ist meiner Meinung nach ein sehr interessantes Thema. Ich habe mir da auch schon öfters drüber Gedanken gemacht, aber mich nur wenig informiert. Das mit dem Ballengang werde ich heute mal beim Training ausprobieren und dann eventuell auch berichten. Ich denke, dass Schuhe (besonders mit Stützen und dem ganzen Kram) unsere Gehtechnik schon sehr beeinflussen. Vielleicht gehen wir (wenn wir dann überhaupt noch auf der Erde umhergehen) in 100 Jahren wieder alle Barfuß. Wer weiß? ![]() mfg Gamal |
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#5
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| Also in Dokus (näher kam ihc noch nicht....) über barfuss gehende Völker in Afrika etc. sah ich bisher eigentlich immer den normalen Fersengang. Ballengang ist imho angesagt in steinigem Gelände oder so. Ist aber kraftraubender, und aufgrund der Anatomie des Fusses und der Muskulatur halte ich es für sehr sehr wahrscheinlich, dass das Abrollen über die Ferse unserem natürlichem Gang entspricht ![]() |
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#6
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| Ich kann großteil natürlich mal nur für mich sprechen und ich für meinen Teil schaue mittlerweile immer das ich so flexible und dünne schuhe wie möglich trage, und ja mein Gang ändert sich durch die Schuhe die ich trage. Ich bin auch beim Laufen voriges Jahr auf die FiveFinger umgestiegen (Barfuß ist aufgrund des Schotters auf meinen normalen Laufwegen nicht gerade angenehm gg) und das Ballenlaufen hat sofort ohne nachdenken ansatzlos funktioniert. Erst im nachhinein wurde ich mir darüber bewusst. Es fühlte sich einfach richtig und natürlich an. Und ich konnte dank dem Muskelkater die nächsten Tage kaum Stiegen steigen. Ballengehen habe ich einige male probiert, und es fühlt sich schlicht schlecht an. Und nunja, die Ferse hat ihr Fettpolster, sowas entwickelt sich nicht in wenigen Jahrzehnten, daraus kann man wohl schon Rückschlüße ziehen. Und ja, natürlich setzen die, die immer Barfuß gehen ihre Füße etwas anders auf, nicht so hart wie wir, und vielleicht eher über den mittelfuß als nur über die Ferse, aber über die Ballen gehen, ich weiß nicht, ich hab noch niemanden wirklich so gehen sehen. |
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#7
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| Ich werde das mal weiter ausprobieren und sehen was mein Körper sagt. Beim laufen fühlt sich Ballen besser an als beim Gehen. Das kann ich schonmal sagen. |
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#8
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| Wenn man in die Leichtathletik schaut wird dort der Ballengang für Sprintdisziplinen verwendet Fersengang für die Mittel- und Landistanzen Da der Ballengang unökonomisch ist, kann er auf längere Distanzen nicht durchgehalten werden (bzw. ist nur bei Sprints sinnvoll, da der schnellere Antritt durch unbequemeres Laufen erkauft wird, dessen Nachteile bei langen Distanzen überwiegen) -> Der Fersengang ist der natürlichere |
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#9
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| Das kann nicht sein. Selbst ich, der genauso wie die meisten sein Leben lang Schuhe getragen hat, und deshalb eine "verkümmerte" Wadenmuskulatur hattte, kann inzwischen, nach wenigen Wochen Training, ohne Weiteres eine Stunde und länger barfuß auf den Ballen laufen. Überhaupt: auf einigermaßen hartem Boden kann man barfuß überhauptnicht über die Ferse laufen, da ist jeder Schritt ein Schlag in die Knie. |
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#10
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| Zitat:
Aber man geht mehr auf den Muskelketten anstatt auf den Knochen, wodurch es natürlich auch wieder ineffizienter ist, allerdings für den modernen Menschen eventuell ein gutes Training. Es ergibt sich durch die Gewichtsverlagerung auf den Fußballen auch ein aufrichtender Streckeffekt im Ganzen Körper. Im Gelände ist es auf jeden Fall von Vorteil, weil man "tastender" geht und nicht so leicht umknickt. Bezüglich des Laufens (also nicht gehen) gibt es da regelrechte Glaubenskriege in den Läuferforen, teilweise aber auch fundiert. Manche haben Knieprobleme damit beseitigt, andere haben Achillessehnenprobleme bekommen. hier ein Link mit Infos zu Vorfuß-, Mittelfuß und Fersenläufern: Laufen - Technik und Fehlhaltung Haile läuft beispielsweise auch Marathon auf dem Mittelfuß: wie auch andere: siehe auch hier: Vor- Mittelfußlauf Erfahrungsaustausch! - Laufen: Laufforum.de |
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#11
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| Hallo, Im Xingyiquan (zumindest in unserem Stil) ist das Aufsetzen mit dem Ballen die normale Schritt-Technik. Äußerst ungewohnt am Anfang. Grüße
__________________ http://www.kungfu-marburg.de/pages/d...startseite.php |
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#12
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| Also rein intuitiv würde ich eher den Ballengang "benutzen", wenn ich durch Glasscherben(oder ähnlichen Mist ) wandern müsste.
__________________ ALABAMA MAN !!!! AKTIV UND SCHNELL UND STÄRKER |
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#13
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| Achillessehnenprobleme bekommt man, wenn man es nach Jahrzehnten des Fersenlaufens zu schnell angeht. |
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#14
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| So ich war jetzt im Wald barfuß. ca. 6 km. verschiedenstes Gelände. Laubstreu und Fichtenwald teilweise mit Geäst und Unterholz, teilweise Waldweg, teilweise Bäche und Moor. Meistens bin ich gegangen, zeitweise auch gelaufen. Ich habe mich nicht Gezwungen den Ballengang überall zu gehen. Hab gesehen was passiert. Auf dem Schotter und in den Bächen geh ich von selbst so. Meistens aber eher mit dem Mittelfuß. Nicht ganz Ferse nicht ganz Ballen. Also eher Mischung aus beiden. Beim steilen Bergaufgehen geht man auch von selbst auf dem Ballen. Ich glaube es gibt nicht "die" eine natürliche und ursprüngliche Gang und Laufart sondern verschiedene und in den verschiedensten Abstufungen je nach Tätigkeit und Gelände. |
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#15
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| Laufen vielleicht. Gehen ist kein Problem. Man rollt ja schließlich ab. Und sobald man anfängt zu laufen lässt man sich automatisch nicht mehr auf die Ferse fallen. Auch nicht mit Schuhen.
__________________ Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn anleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten, als den Andersdenkenden.. Nietzsche |
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