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Krafttraining, Ernährung und Fitness Alles über Kraftaufbau, Ausdauer und die passende Ernährung sowie Motivation.



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  #1  
Alt 13-02-2017, 18:23
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Boxen
 
Registrierungsdatum: 13.02.2017
Alter: 19
Beiträge: 4
Standard Gesunde Fette?

Hallo Leute,

ich habe ein paar Fragen zu dem Thema gesunde Fette. Ich habe angefangen meine Ernährung komplett umzustellen und esse jetzt sozusagen komplett sauber, allerdings bin ich mich nicht wirklich sicher, welches Fettquellen die besten sind.

Ich versuchte aktuell meinen Fettbedarf komplett über Macadamianüsse zu decken, allerdings fällt es mir wirklich schwer aufzuhören, da die Nüsse so lecker sind. Die Nüsse haben ja einen sehr hohen Fettgehalt und laut der Liste von Google folgende Verteilung: Fettgehalt 76 g - Gesättigte Fettsäuren 12 g - Mehrfach ungesättigte Fettsäuren 1,5 g - Einfach ungesättigte Fettsäuren 59 g.

Soweit ich es verstanden habe, sind die ungesättigten Fettsäuren doch die besten und somit wären die Nüsse gar nicht so toll, korrekt?

Wenn ich mir jetzt die Nährwerte von Hanföl ansehen (https://oelerino.de/hanfoel#naehrwerte ), dann müsste das Öl doch viel besser sein oder ( 75g Mehrfach ungesättigte Fettsäuren auf 100g Hanföl )? Ok, es hat ein paar mehr Kalorien, allerdings auch ein Fettgehalt von fast 100%, somit müsste ich ja weniger nehmen und komme sogar auf weniger Kalorien.

Ich habe gesehen, dass das Hanföl nicht zum Braten oder Kochen geeignet ist, aber ich könnte es einfach unter meine Mahlzeiten mischen und hätte so eine wirklich sehr gute Fettquelle. Ich hoffe jemand kann ein wenig Licht ins dunkle bringen.

Grüße
Angelo
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  #2  
Alt 13-02-2017, 18:29
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Karatedo
 
Registrierungsdatum: 20.03.2008
Beiträge: 2.167
Standard

Zitat:
Zitat von AngeloB Beitrag anzeigen
Hallo Leute,
Ich hoffe jemand kann ein wenig Licht ins dunkle bringen.

Grüße
Angelo
Wie kommst du darauf, dass ausgerechnet eine Kampfkunstforum die erste Adresse ist für Ernährungsfragen?
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  #3  
Alt 13-02-2017, 18:41
Benutzerbild von Franz
Moderator
Kampfkunst: FMA, KM
 
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Ort: Bayern
Alter: 45
Beiträge: 13.644
Standard

Walnüsse haben ein besseres Fettsäurenprofil und sind günstiger.
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  #4  
Alt 13-02-2017, 20:16
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Boxen
 
Registrierungsdatum: 13.02.2017
Alter: 19
Beiträge: 4
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Super, vielen Dank Franz!
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  #5  
Alt 13-02-2017, 20:56
Benutzerbild von Björn Friedrich
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Kampfkunst: Friedrich Jiu Jitsu - Kampfkunst nach biomechanischen Grundlagen
 
Registrierungsdatum: 02.09.2001
Ort: Rhein-Main Gebiet
Beiträge: 6.404
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Die Mischung macht es, ich würde mich nie auf ein Fett festlegen und der Preis ist mir da auch ziemlich egal.

Hanföl, Hanfsamen, Leinöl, Leinsamen, Chia, Wallnüsse, Mandeln, Avocados, alles gute Fettquellen, die man in seine Ernährung einbauen sollte....
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  #6  
Alt 13-02-2017, 20:56
Benutzerbild von Dastin
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Kampfkunst: Kyokushin Karate bei Randori Pro Spandau
 
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Ort: Berlin
Alter: 24
Beiträge: 1.285
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Raps, Leinöl fallen mir spontan an.
Olivenöl soll auch noch gut.
Zu den obreren kann man noch Hanföl dazu zählen.
Aber ungesund gibt es nicht. Alles in maße zu sich nehmen, und dann passt es schon
__________________
Schmerz ist nur ein Anreiz noch mehr zu geben.
OSU
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  #7  
Alt 13-02-2017, 21:41
Gast
Gast
Kampfkunst:
 
Beiträge: n/a
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Zitat:
Zitat von AngeloB Beitrag anzeigen
Soweit ich es verstanden habe, sind die ungesättigten Fettsäuren doch die besten und somit wären die Nüsse gar nicht so toll, korrekt?
Da gehen die Meinungen auseinander.
Gesättigtes Fett wurde früher verteufelt, heute wird es teilweise als neutral angesehen.
Bei den ungestättigten musst Du unterscheiden, zwischen einfach ungesättigten Fettsäuren und mehrfach ungesättigten Fettsäuren.
Bei den mehrfach ungesättigten Fettsäuren nochmal zwischen Omega-3 und Omega-6.
Die mehrfach ungesättigten sind instabil, was eher ungünstig ist.
Daher gibt es den Rat nicht zuviel davon essen obgleich die essentiell sind.
Hoch erhitzen sollte man die auch nicht.
Omega-6 Fettsäuren gelten als entzündungsfördernd daher sollte man einen Überschuss (Maiskeimöl, Sonnenblumenöl...) vermeiden.
Hanföl hat ein ganz gutes Verhältnis O3/O6 allerdings insgesamt sehr viel mehrfach ungesättigtes Fett, daher würde ich das nicht als primäre Fettquelle verwenden und aufpassen, dass das frisch ist.
Ich verwende Hanföl für Salate auch wegen des Geschmacks.
Zum Braten nehme ich Kokosfett (gesättigt, stabil) und Olivenöl (viele einfach ungesättigte Fettsäuren).
Dazu esse ich gerne fette Kaltwasserfische (Lachs, Hering, Markrele), die DHA und EPA enthalten.
Das sind mehrfach ungesättigte Omega3-Fettsäuren, die wichtige Funktionen im Körper erfüllen.
Da ich nicht dauernd Fisch esse, konsumiere ich auch entsprechende Kapseln mit DHA und EPA, seit einiger Zeit aus Algenöl statt aus Fischöl gewonnen.
Leider mag ich auch Kürbiskerne, die haben viel mehrfach ungesättigte Omega 6-Fettsäuren....
Ob ich gesund bin, weiß ich allerdings nicht.
Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst und möglichst wenig gesättigte Fette essen, würde ich als Hauptquelle ein Fett mit überwiegend einfach ungesättigten Fettsäuren wählen (z.b. Olivenöl) und dann mit einem günstigen Verhältnis Omega3/Omega6 ergänzen, also z.b. das Hanföl.
Zusätzlich noch auf die Zufuhr von EPA/DHA zu achten, scheint mir nicht verkehrt, da das vom Körper nur begrenzt aus den Vorläufern in Pflanzenölen gebildet wird.

Geändert von Gast (13-02-2017 um 21:43 Uhr).
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  #8  
Alt 13-02-2017, 21:50
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Boxen
 
Registrierungsdatum: 13.02.2017
Alter: 19
Beiträge: 4
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Wow Aruna, genau nach diesen Infos habe ich gesucht, vielen Dank das du dir die Mühe gemacht hast. Natürlich auch einen Dank an alle anderen, die Informationen gepostet haben.
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  #9  
Alt 13-02-2017, 23:18
Benutzerbild von angHell
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Kampfkunst: Ving Tsun Kung Fu
 
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Beiträge: 11.001
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Aruna hat ja das wichtigste schon gesagt, daher nur:

Zitat:
Zitat von Franz Beitrag anzeigen
Walnüsse haben ein besseres Fettsäurenprofil und sind günstiger.
Nö. Deutlichen O6-Überschuss und mehr ungesättigte Fettsäuren, Macadmias haben ein o3 zu o6 Verhältnis von ca- 1:5, was für Nüsse zwar schon sehr gut ist, aber noch nciht optimal, aber halt insgesamt sehr wenig, weswegen man die sehr gut als Energieträger nutzen kann im Gegensatz zu Wallnüssen, die alleine 38 g O6 auf 100 g haben.

Leinöl ist aufgrund der Haltbarkeit und Lagerung (kühl und dunkel) oft schon im gekauften Zustand schlecht und hat daher unheimlich viele Transfette, sollte man sich überlegen.

Fette Kaltwasserfische sollten ja wie gesagt noch ein gutes Verhältnis haben.

Hanföl ist super, wird auch nicht so schnell ranzig wie Leinenöl und hat ein gutes Verhältnis, dennoch sollte es gut gelagert, schnell verbraucht werden und nciht zum Braten genutzt, Kochen (100°C müsste eigentlich noch ganz gut gehen).

Rapsöl kann im grunde gar nichts und Olivenöl ist auch eher als Energieträger bzw. als (nahezu) einziges natives Öl, mit dem man braten kann (Rauchpunkt 140-180°C) gut.

Naja, genug für heute...
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  #10  
Alt 14-02-2017, 12:46
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Zitat:
Zitat von Aruna Beitrag anzeigen
Gesättigtes Fett wurde früher verteufelt, heute wird es teilweise als neutral angesehen.
Bei den gesättigten Fettsäuren kommt es darauf an welche gerade vorliegt. Es gibt welche die negative Eigenschaften haben und welche die neutrale oder positive Eigenschaften haben. Außerdem ist es noch wichtig was an sonstigen Stoffen dazu kommt. So gibt es Fettsäuren die die negativen Effekte von anderen Fettsäuren aufheben.
So werden beispielsweise die negativen Effekte von Palmitinsäure auf die Insulinsensitivität durch die beigabe von Ölsäure kompensiert.
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“Das ist zwar peinlich, aber man darf ja wohl noch rumprobieren.”
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  #11  
Alt 14-02-2017, 13:58
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Beiträge: 564
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alleine schon wegen der Werbung, Hanföl



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  #12  
Alt 14-02-2017, 15:33
Benutzerbild von Sven K.
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Ich würde noch darauf hinweisen wollen, das Zuchtfische, aber auch Kühe und andere Tiere -je nach Fütterung- ein "ungünstiges" Verhältnis von O3/O6 besitzen. Gerade, wenn man mit einer App trackt, wird es hier eventuell schwierig "wahre" Werte zu erhalten.

Und wie schon gesagt wurde, scheint es momentan so, dass außer Transfette ALLE anderen Fette "gut" sind. Hier sollte man auf eine Ausgewogenheit achten.

Es kommt aber auch immer darauf an, nach welchem "Model" ich mich ernähre.
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  #13  
Alt 15-02-2017, 08:27
Gast
Gast
Kampfkunst:
 
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Zitat:
Zitat von OliverT Beitrag anzeigen
Bei den gesättigten Fettsäuren kommt es darauf an welche gerade vorliegt. Es gibt welche die negative Eigenschaften haben und welche die neutrale oder positive Eigenschaften haben.
Hast Du dazu weiterführende Informationen, eventuell auch dazu, welche Quellen der gesättigten Fettsäuren, dadurch günstiger sind und welche weniger?

Zitat:
Zitat von OliverT Beitrag anzeigen
Außerdem ist es noch wichtig was an sonstigen Stoffen dazu kommt. So gibt es Fettsäuren die die negativen Effekte von anderen Fettsäuren aufheben.
So werden beispielsweise die negativen Effekte von Palmitinsäure auf die Insulinsensitivität durch die beigabe von Ölsäure kompensiert.
Das würde ja auch für die hier angeführten Macadamianüsse sprechen, da kommt, zumindest nach diesem wohl nicht ganz unabhängigen Beitrag, die Palmitinsäure zusammen mit sehr viel Ölsäure:

"Macadamianüsse haben unter den Nüssen den höchsten Fettgehalt, doch dieser hohe Fettanteil ist kein Grund die “Königin der Nüsse” zu meiden. Da sich der Fettgehalt (73 g/100 g) in ca. 82,5% einfach ungesättigte Fettsäuren (Ölsäure), knapp 2% mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Linolsäure) und nur ca. 16% gesättigte Fettsäure (Palmitinsäure) aufteilt."

Gastbeitrag von Nucis.de zur "Königin der Nüsse" | Australian Macadamias Deutschland Blog


Also viele einfach ungesättigte Fettsäuren, etwas gesättigtes Fett dessen mögliche negative Wirkung durch das einfach ungesättigte gemäß Deiner Info eventuell kompensiert wird und dazu ein wenig mehrfach ungesättigtes Fett im Verhältnis von O3/O6 = 1/6 (Quelle unten), bei dem geringen Anteil allerdings nicht so wesentlich.
Interessant wäre noch, wieviel Phytinsäure Macadamias in den verschiedenen
Dareichungsformen enthalten. Da sind Nüsse ja oft sehr hoch drin.
(Ja, ich weiß, dass Phytinsäure keine Fettsäure ist)

Hier hat mal einer die Profile verschiedener Nüsse gegenübergestellt:

Welche Nüsse sind gesund? ? Fit-and-Fresh.com

Geändert von Gast (15-02-2017 um 08:36 Uhr).
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  #14  
Alt 15-02-2017, 11:19
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: BJJ, Muay Thai, Judo
 
Registrierungsdatum: 02.09.2013
Ort: Lübeck
Beiträge: 2.515
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Guck mal auf edubily.de. In "Das Handbuch für unseren Körper" gibt es dazu glaube ich auch eine Tabelle, alledings habe ich das Buch gerade verliehen, von daher kann ich nicht nachgucken.
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  #15  
Alt 15-02-2017, 12:15
Benutzerbild von authomas
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Beiträge: 352
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Am Besten gefällt mir der Vorschlag, die Nüsse immer fein unerhitzt wie Mutter Natur sie uns schenkt, zu genießen . Aber vermutlich bekommt man unerhitzte Cashews hier gar nicht zu kaufen, so dass Mutties natürliche Auslese auch hier wieder nicht zuschlagen kann.
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