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Krafttraining, Ernährung und Fitness Alles über Kraftaufbau, Ausdauer und die passende Ernährung sowie Motivation.



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  #16  
Alt 04-08-2017, 17:18
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Zitat:
Zitat von Björn Friedrich Beitrag anzeigen
Was mir in Deutschland immer wieder auffällt ist, das die Medien unter keinen Umständen extreme Meinungen zulassen.

Es wird über Ernährung berichtet und am Ende läuft alles immer auf Phrasen wie:

Ausgewogen, von allem ein bisschen, weniger Fett, viel Obst, etc. raus

Bloß nicht zu extreme Meinungen verbreiten, das ist immer das Wichtigste, egal ob das fachlich korrekt ist, oder nicht.
Das trifft auch für Meinungsäußerungen im KKB zu, z.B.:

Zitat:
Zitat von Wildhorse Beitrag anzeigen
die EINE PERFEKTE Methode gibt es nicht! Eben weil wir alle verschieden sind.
Aber z.B. alle Methoden schlecht zu reden und zu behaupten "Was schmeckt ist gesund" - da kam MIR die Galle hoch!
Nutella, Nuspli und Co... und ganz viele Croissants... jaha... schön wärs!

Generell ist jede Extreme als kritisch anzusehen... egal ob in der Ernährung (oder in der Religion! Achtung Off Topic)

Ich denke, das Wort "ausgewogen" sollte immer vor der eigenen Ernährung stehen...dazu gehört AUCH mal ein Croissant mit Schoki... aber eben MAL!
Aber was ist in der Ernährung ausgewogen, was ist extrem und fachlich korrekt?
Die Meinung des einen Arztes in der Talkshow, dass alle positiven Wirkungen einer bestimmten Ernährung, von denen die beiden Veganer in der Talkshow geredet haben, durch den Placebo-Effekt erklärt werden können und es demnach egal ist, was man isst, solange man sich wohl dabei fühlt, halte ich persönlich für extrem.

Es ist schon fast 40 Jahre her, damals hatte ich einen Bekannten (Ende 40), der so ein extremer, lustiger Typ war. Beim gemeinsamen Essen gehen hatte er am Tisch mit großem Appetit immer das 2- bis 3-fache einer normalen Portion verputzt, schien auch stolz darauf zu sein und war auch entsprechend beleibt, aber er machte immer den Eindruck, dass er sich wohl dabei fühlte. Die letzte Begegnung mit ihn, bei der wir nur die Hände schüttelten, habe ich nie vergessen: Er sah nicht nur im Gesicht leichenblass aus, auch aus der Hand schien mir alles Leben entwichen, als würde ich einem Gespenst die Hand geben. 3 Tage später erfuhr ich dann die Todesnachricht.

Geändert von Aiki50+ (04-08-2017 um 17:41 Uhr). Grund: Anektode hinzugefügt.
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  #17  
Alt 04-08-2017, 19:59
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Zitat:
Zitat von Aiki50+ Beitrag anzeigen
Die Meinung des einen Arztes in der Talkshow, dass alle positiven Wirkungen einer bestimmten Ernährung, von denen die beiden Veganer in der Talkshow geredet haben, durch den Placebo-Effekt erklärt werden können und es demnach egal ist, was man isst, solange man sich wohl dabei fühlt, halte ich persönlich für extrem.
Ich hab nur kurz reingeschaut, aber haben die "Experten" nicht gesagt, es sei egal, was man isst, solange man dabei schlank bleibt, und genügend trainiert?
Damit fällt Dein Bekannter wohl als Gegenbeispiel raus...
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  #18  
Alt 04-08-2017, 22:13
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Erstmal danke für den Link, ich habe grad eine sehr vergnügliche Stunde hinter mir Um ehrlich zu sein, ich habe Lauterbach, Bartens & Barthels angefeuert, einfach weil es auch meine Erfahrung ist, dass mit Studien und Co. extrem viel halb- und unwissenschaftlicher Unfug verbrochen wird, und auch da hat man Beispiele in der Sendung gesehen (wobei ich die Gesprächskultur von zwei Seiten eher unterirdisch gefunden habe).

Meines Erachtens gibt es in erster Linie eine grundlegende Frage: Passt meine Lebensführung (und da gehört natürlich auch die Ernährung dazu) zu meinen Zielen? Wenn ja ist alles gut. Wenn nein muss ich mich fragen, was ich denn ändern muss. Natürlich gibt es Ernährungsstrategien, die für den einzelnen das Erreichen bestimmter Ziele einfacher machen. Aber das hängt halt auch sehr vom jeweiligen Fall ab. So neigen m.E. viele Leute dazu, ihre Aktivität und ihren Kalorienverbrauch zu überschätzen. In dem Fall ist es natürlich hilfreich, wenn man nach Möglichkeiten sucht, wie man auch mit weniger Kalorien satt wird, während sehr energiedichte Lebensmittel wie Käse reduziert werden sollten. Ich denke auch, das die Nährstoffdichte je nach Anforderung sehr unterschiedlich sein muss. Die meisten traditionellen Ernährungsformen sind, soweit ich das beurteilen kann, auf sehr hohe körperliche Aktivität ausgelegt, und dafür funktionieren sie auch verhältnismäßig gut. Ich bin also der Meinung, dass die körperliche Aktivität, verbunden mit der Zielsetzung vermutlich die maßgebliche Rolle für die Ernährung spielen sollte. Ein Radrennfahren fügt z.B. absichtlich seiner Apfelschorle Salz zu, um den Natriumverlust durch das Schwitzen auszugleichen (auch wenn ich für meinen Teil finde, dass das echt abartig schmeckt...), und hat dadurch kein nennenswert erhöhtes Risiko einer Arterienverkalkung. Im Gegenteil würde sein Natriumhaushalt anderenfalls aller Wahrscheinlichkeit nach kippen. Praktisch alle Leistungssportler, die ich persönlich kenne, essen ziemlich viel von dem, was man gemeinhin als Junk Food bezeichnet – nicht zwingend McDonalds, aber halt doch sehr viel Pizza, Pasta, Döner und Co -, und fahren damit sehr gut, und keiner hat irgendwelche auffälligen Mangelerscheinungen, sprich, für sie passt der Ansatz weitestgehend zu ihren Zielen. Warum? Meiner Meinung nach, weil bei den stark erhöhten Mengen der Nahrungszufuhr (wir reden hier im Mittel von 4000 kcal täglich, je nach Gewicht und Trainingspensum auch mal von deutlich mehr) die Nährstoffmenge (inklusive Vitamine, Mineralstoffe etc) in der Regel ausreicht. Anders sieht es aus, wenn sich jemand aus welchen Gründen auch immer mittel- bis längerfristig mit nur 1000-1500 kcal täglich versorgt; der- oder diejenige braucht dann verhältnismäßig deutlich größere Mengen nährstoffreicher, aber energiearmer Lebensmittel, um über die Runden zu kommen.
Ob man mit bestimmten Umstellungen besser dran ist, kann jeder für sich selbst herausfinden, und natürlich spielt der Placeboeffekt da auch eine Rolle. Aber ich bin da ganz bei Lauterbach – Placebo ist ja auch was Schönes, und warum sollte man das nicht nutzen, sofern es nichts schadet und man ggf mit den Kosten leben kann?

Abschließend der obligatorische Disclaimer: Ich sehe Ernährung in erster Linie aus dem Blickwinkel eines Leistungssportlers. Leistung und Gesundheit sind nur bedingt das Gleiche - man muss gesund sein, um eine gewisse Leistung zu bringen, aber das heißt nicht, dass die Leistung dazu führt, dass man auch gesund BLEIBT. Erhöhte Leistung wird nicht selten (eigentlich müsste ich schreiben: fast immer, aber ich fürchte, das würde zynisch klingen) mit Spätfolgen in mehr oder weniger langem Abstand erkauft. Das betrifft das gesamte Spektrum (Verschleiß, Entzündungswerte etc.). Sprich, ich will nicht behaupten, dass ein hammerhartes Trainingspensum, das die Aufnahme von 10.000 kcal täglich erfordert (wobei natürlich auch Doping eine Rolle spielen kann – Dopingsünder können in der Regel wesentlich mehr harte Trainings machen als die nicht chemisch optimierte Konkurrenz), langfristig gesünder ist als ein moderates, wo man mit 3-4000 kcal auskommt. Ist es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht, es bringt zumindest eigene Probleme mit sich, und die von Hildmann zitierten Steinzeitmenschen sind in den allermeisten Fällen relativ früh gestorben, ebenso wie Tiere in der Gefangenschaft meist länger leben als draußen. Leistungssport ist ein Versuch des Verschiebens der eigenen Grenzen, und hat in dieser Hinsicht tatsächlich was mit Überlebenskampf gemeinsam. Aber im Gegensatz zu vielen anderen Dingen im Leben ist das zum Glück eine Entscheidung, die man frei treffen kann

Beste Grüße
Period.
__________________
Link zu meinem Gratis-Ebook "Sei Stark!" über Krafttraining für Kampfsportler: https://archive.org/details/FlaisSeiStark1_1

Geändert von period (04-08-2017 um 22:18 Uhr).
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