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Waffen in Kampfkünsten Schusswaffen, Hieb- und Stoßwaffen, Waffenrecht, Waffenzubehör, Herkunft und Typen - bitte keine Diskussionen die in den Fachforen besser aufgehoben sind.



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  #166  
Alt 01-11-2017, 00:52
KKB-Userstatus: Professional
Kampfkunst:
 
Registrierungsdatum: 12.02.2002
Beiträge: 866
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Zitat:
Zitat von MAT Hannover Beitrag anzeigen
Der Punkt ist doch nicht was man trainiert, sondern wie. Nochmal Bob Kasper: "The methods are offensive and deadly, and focus on countering a deadly threat by extreme measures."
Der Unterschied ist trotzdem, ob man es kann, falls man es mal braucht oder ob man die Gewohnheit hat, es zu tun.

Ich finde es schon komisch - fast beunruhigend - dass so viele hier nicht sich selbst gegenüber ehrlich sind und sich klar vor Auge halten, womit sie im Endeffekt zu tun haben. Überraschen tut es mir aber nicht. Früher war das noch schlimmer.
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  #167  
Alt 01-11-2017, 12:03
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: Kyokushin Budo Kai, Judo, Escrima, neuerdings auch viel rumstehe
 
Registrierungsdatum: 04.01.2005
Ort: Franken
Beiträge: 1.674
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Hallo Karate Fan
[quote]
Rein praktisch gesehen sind die Techniken die wir beim Fechttraining mit dem langen Schwert üben durchaus dazu geeignet jemanden schwer zu verletzen oder sogar zu töten.

Allerdings denken wir beim Sparing nicht ans Töten. Es geht nur darum selbst zu treffen ohne selbst getroffen zu werden und das macht Spaß. Und nein ich schäme mich deswegen kein bisschen
[\quote]

ich habe auch lange HF trainiert (und rekonstruiert) und natürlich macht das sehr viel Spaß (besonders das Sparring) aber....

Im HF trainierst Du Techniken (!) und ihre Anwendung im Freikampf. Diese Techniken sind zwar dazu geeignet zu verletzen und zu töten, aber sie werden eben nicht mit diesem Mindset trainiert.
Wie Du schon schriebst, Du übst zu "treffen ohne getroffen" zu werden (Duellgedanken), du übst aber eben nicht auf mentaler Ebene die Fähigkeit zu erlangen den anderen zu vernichten - zumindest habe ich im HF niemand getroffen der dies tat.

Letztlich ist es dieser Unterschied in der Intent(ion) um den es in dieser Diskussion vor allem geht.

Viele Grüße
Thomas
PS: Die mangelnde Ernsthaftigkeit (Ehrlichkeit) in Bezug darauf worum es ursprünglich im HF ging, fand ich nebenbei schon zu meinen HF Zeiten etwas befremdlich. Selbst wenn man es (wie ich auch) ohne Entwicklung von Intent übt (also auch zum Spaß), sollte man sich zumindest darüber im klaren sein, dass es in Wahrheit nicht um etwas geht, dass "normale" Menschen mit Spaß verbinden.
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  #168  
Alt 01-11-2017, 12:13
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: HEMA, Karate (inaktiv)
 
Registrierungsdatum: 24.01.2014
Alter: 32
Beiträge: 1.851
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Warum übt man dann Kampfkunst, wenn es doch so böse ist und nicht Spaß machen?

Ich möchte das ganze ja nicht ins lächerliche ziehen, aber wenn man Kampfkunst zu ernst nimmt, dann sollten wir alle unser Hobby aufgeben und lieber stricken üben, da man in Kämpfkünste doch um Dinge geht die man als ziivilisierter Mensch nicht tun dürfte.

Das mit der Intention sagt mir nichts und kann mir auch nicht vorstellen dass das bei dem waffenkampf eine wichtige Rolle spielt.

Dem Schwert soltle es eigentlich was meine Intention ist. Habe ich ein scharfes Schwert und treffe damit ein Weichziel richtig, dann schneidet es, ganz egal ob das nun wollte oder nicht.

Prinzipipiel finde die psychologischen Aspekte der KK nicht uninterssant. Wenn möglich möchte ich eines Tages von Leuten die etwas davon verstehen durchaus lernen.

Auch wenn das ganze zumindest in geschriebener Form recht esoterisch klingt.
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  #169  
Alt 01-11-2017, 12:56
KKB-Userstatus: Beginner
Kampfkunst: Selbstverteidigung
 
Registrierungsdatum: 03.05.2017
Beiträge: 166
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Ich muss sagen, dass aber genau diese Mindset Umstellung im Training für mich die wichtigste in meiner kompletten Trainingslaufbahn war. Im VK Sport oder den Kampfkünsten habe ich immer eine sehr freundliche Atmosphäre erlebt und das Partner Training war meist sehr kooperativ.
Als ich es dann umgestellt habe, hat das Training deutlich weniger Spaß gemacht, aber es stellte sich sehr schnell ein automatischeres Handeln und eine andere Art von Mindset im notwendigen Moment ein. Ich rede aber vom waffenlosen Training.
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  #170  
Alt 01-11-2017, 14:10
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: tkd
 
Registrierungsdatum: 01.02.2006
Beiträge: 9.658
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Zitat:
Zitat von Lino Beitrag anzeigen
... und sich klar vor Auge halten, womit sie im Endeffekt zu tun haben. ...

Mit was haben sie es denn im endeffekt zu tun?


Grüsse
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  #171  
Alt 01-11-2017, 14:38
KKB-Userstatus: Senior
Kampfkunst: judo,sv,wt (lang ist her) ,>>> Bewegen lernen, bewegen lassen
 
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Ort: leipzig
Alter: 50
Beiträge: 2.381
Blog-Einträge: 1
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Zitat:
Zitat von Gong Fu Beitrag anzeigen
Spaß? Beim trainieren vom „Töten“? Jetzt habe ich alles gelesen und kann in Ruhe von dieser Welt gehen
Er sagt ja nicht , daß er das Töten trainiert , sondern , daß das Geübte durchaus letal eingesetzt werden kann. Ein großer Unterschied ....... und gerade von Jemanden ( du z.b) der sich stark mit Mindset beschäftigt , sollte das doch leicht zu verstehen sein.

Deswegen eine Frage .
Wieviel Menschen sind denn bisher auf Piperseminaren und in deinen persönlichem Training , MIT Intent , bisher gestorben ? Und falls das (was ich nicht glaube) passiert ist , wurde es als gewollt oder eher als Unfall betrachtet ?

Worauf ich hinaus will .
Jaaa, es ist ein Riesenunterschied ob ich eine Technik anwende (z.b. Hebel im Wettkampf ) mit der Option ,daß etwas kaputt gehen kann , als Möglichkeit .... ODER .... Ich (innerlich ) völlig auf kaputtmachen aus bin , ohne Wenn und aber. Rücksichtslos bzw. kompromisslos.

Das wird mein Verhalten , meine Einstellung dem Anderen gegenüber, mein konkretes Vorgehen , meine Art mich zu bewegen und zu reagieren , radikal ändern . Bei gleicher Technik. Er wird zum Objekt.

Ich lasse keinen Raum mehr zu , das der Andere ev. abklopfen kann oder ein schiri eingreifen . Im Gegenteil , ich arbeite gezielt und mit voller Absicht auf dieses leichte , meist , kaum merkliche Knacken hin, auf dieses Gefühl des Nachgeben im Gelenk und in der Muskulatur des Anderen.

Von der Seite verstehe ich auch worauf du hinaus willst.
Aber .... Solange Du die letzte Grenze nicht "bewusst" überschritten hast , und ich geh mal davon aus , solange hast du dich zwar innerlich diesem Anteil stärker genähert als manch anderer, aber noch nicht wirklich gelebt. .. Muss man auch nicht.

So sollte es doch möglich sein die Standpunkte der Anderen Gesprächsteilnehmer zu verstehen , da euch doch nur die Abstufungen in der "inneren" Arbeit unterscheiden aber nicht diese letzte Grenze.
Und von dort aufbauend , miteinander zu reden.

(Nebenbei , irgendein Ungewollter Bodycount z.b. Bei Medizinern , zählt da nicht rein. Denn es war ja nicht beabsichtigt)
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  #172  
Alt 02-11-2017, 12:15
KKB-Userstatus: Senior
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Ort: Franken
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Zitat:
Dem Schwert soltle es eigentlich was meine Intention ist. Habe ich ein scharfes Schwert und treffe damit ein Weichziel richtig, dann schneidet es, ganz egal ob das nun wollte oder nicht.
Dem Schwert ist es egal, dem der es führt aber eben nicht. Letztlich musst Du doch erstmal dazu in der Lage sein ein scharfes Schwert gezielt gegen deinen Gegner einzusetzen - und damit meine ich nicht den technischen Aspekt, der ist der leichteste Teil dabei.
Ich empfehle Dir dazu mal"On Killing" von David Grossman zu lesen, dann wird das vielleicht klarer.
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