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#1
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| Heute steht der folgende Artikel im Bonner General-Anzeiger: Zitat:
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#2
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| Tja, da hat sich wohl einer nicht richtig unter Kontrolle (und bei der ersten Verhandlung auch noch einen schlechten Anwalt mit falscher Verhandlungsstrategie). Ich kann nur auf Meister Kim Sou Bong (Hapkido-Meister) verweisen; Zitat aus seinem Buch von 1976: Hap Ki Do darf nicht bei aggressiven Handlungen und Spielereien angewendet werden, sondern nur zum Schutz von Leib und Leben. Dies gilt wohl grundsätzlich im KK-Bereich.
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#3
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| Ich kann nur hoffen, das der Typ tatsächlich aus dem Polizeidienst rausgeworfen wird. So einer hat da nichts zu suchen. Gruß Martin |
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#4
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| Hi, interessante Geschichte! Das er über das Ziel hinaus geschossen hat, denke ist ziemlich klar. Das er in seinem Vorgehen, wie ein Rüpel handelt, zeigt sich aus seinem Vorgehen vor Gericht. Das er ganz aus dem Polizeidienst raus soll halte ich für fragwürdig. Da gibt es doch sicher auch Jobs im Büro, oder ähnliches. Also eine Strafversetzung sozusagen und dann hat er auch Zeit darüber nachzudenken und daraus was zu machen. Wenn er rausgeschmissen wird, ist der nur wütend und lernt nichts dazu und unsere Gesellschaft hat wieder eine Chance verpasst.
__________________ Liebe Grüße Dao |
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#5
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| Stimmt, er muss eigentlich nur aus dem Straßeneinsatz raus, also irgendwohin, wo er nichts mehr mit Menschen zu tun hat ![]() |
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#6
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| Da ja manche Polizeileute schon über die Wiedereinführung der Folter spekuliert haben, wüßte ich da auch schon etwas... Gruß Martin |
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#7
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| Wieviele Polizisten gibt es die jeden Tag über "das Ziel hinausschießen"?Endlos viele,glaubt das mal... Andererseits muß man manches auch verstehen,im Einsatz..Man kennt manche Hintergründe nicht.. Aber das war eindeutig zu krass.. |
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#8
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| Hi, der Mann lies sic halt a bisserl gehen. Ich kann mir hier kein Urteil erlauben, da ich die Hintergründe der Geschicht nicht kenne. Schon etwas eigenartig, dass sich ein über 30 Jähriger mit so einer KK-Karriere hinreissen lässt, ein Bubi und dessen Schwester zu vermöbeln... Hätte der Bubi so zugelangt hätte evtl kein Hahn danach gekräht. Schon besch... wenn die Leute wissen, dass man eine KK ausübt. In einer Notwehrsituation wird einem dies sicherlich immer angelastet. Man hätte den Angreifer nicht so zurichten müssen etc. Bevor man einer Person die Existenz zerstört, sollte man doch mal klären wieso es zu einer Handgreiflichkeit kam. Zu einer Schlägerei gehören doch immer mindestens Zwei !? Gruß Tony |
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#9
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| Die Leute die hier schnell mal mahnend den Finger heben möchte ich mal fragen wie ein Kickboxer denn kontrolliert vorgehen soll? Was hat denn ein Kickboxer gelernt? Er hat gelernt zuzuschlagen und zwar mit Kontakt? Und gegen wen hat er das geübt? Gegen andere ebenfalls kampferfahrene und durchtrainierte Personen. Auf was ist dieser Kickboxer also konditioniert im Kampf??? Woher soll er denn die Erfahrung haben wie Schläge bei Laien wirken??? An wem soll er denn bitteschön austesten wie viel Power er bei Laien einsetzen kann um eine gewisse Wirkung zu erzielen??? Und was heißt denn in dem Zusammenhang überhaupt kontrolliert??? Wann ist denn ein Schlag kontrolliert, wer will denn wirklich behaupten, dass er kontrolliert zuschlagen kann, vor allem in der SV? Was bei einer Person nur zu einem Stirnrunzeln führt bewirkt bei einem anderen evtl. schon einen gebrochenen Kiefer. Und wie sieht es mit der Kontrolle bei unvorhersehbaren Reaktionen gerade bei Laien aus. Natürlich hat der Bursche wahrscheinlich überreagiert aber dieses Gelaber über die Kontrolle beim Schlagen geht mir ehrlich gesagt auf den Geist. Wenn man berücksichtigt, dass einem erfahrenen Autofahrer bei dem einfachen Sachverhalt des Bremsens eine Reaktionszeit von 0,2 Sekunden zugestanden wird obwohl er diese Aktion schon tausend Mal gemacht hat so kann man doch bei einer SV Situation mit dem Argument der Schlagkontrolle wirklich nicht mehr kommen. Bei einer optischen Reaktionszeit von 0.15 bis 0.2 Sekunden kann man schlicht und einfach nur im Voraus des Schlages abschätzen wie sich der Mensch gegenüber verhalten könnte. Wenn er sich aber anders bewegt, dann bewegt man sich doch sehr schnell zwischen den Extremen daneben zu schlagen oder jemandem den Kopf herunterzuhauen.. Wenn man bedenkt, dass sich ein Menschlicher Körper in dieser Zeit durchaus um die Distanz von einem Meter bewegen kann, dann ist die Geschichte mit dem kontrollierten Zuschlagen doch nur noch ein reines Glücksspiel. Wenn man ferner berücksichtigt, dass auch ein Kickboxer in einer solchen Situation der Wirkung von Adrenalin ausgesetzt ist, welches das Zielen und das Einschätzen der Schlagstärke noch weiter erschwert, dann ist das Argument Kontrolle doch schlicht und einfach lächerlich. Für diesen Kandidaten hat es ehrlich gesagt doch nur zwei Möglichkeiten gegeben. Entweder sich nicht zu wehren und alles zu erdulden bzw. gar die Flucht zu ergreifen, oder aber sich zu wehren, was einem Glücksspiel gleichkommt, welches er in diesem Falle verloren hat. Wenn ich die Leute höre die immer von Kontrolle sprechen, muss ich immer an zwei meiner ehemaligen Karatelehrer denken, welche mir immer etwas von kontrolliertem Abstoppen erzählen wollten und dann in einem Endkampf zur Deutschen Meisterschaft so miteinander interagierten, dass einer der beiden sein halbes Gebiss verlor. Oder ich muss an Pat Mc Cay denken der nach eigenen Aussagen in einem WM Finale auch mal verlor und nur Vize wurde, weil er seinem Gegenüber per Halbkreiskick die Nase eingeschlagen hat. Wohlgemerkt deutsche Meister oder gar Weltmeister im traditionellen Karate sollten doch eigentlich Profis des kontrollierten Zuschlagens sein. Aber nicht einmal wenn sie unter sich sind schaffen sie es das einzuhalten, was da proklamiert wird. Wie also will man so etwas dann verlangen, wenn es in ungewohnter Umgebung zu Situationen kommt in denen evtl. die körperliche Unversehrtheit gefährdet ist? Gruß Ralf |
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#10
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| Mich stören einige Dinge an dieser Geschichte: Wir haben einen 33-jährigen Kampfsportler. Er verprügelt einen Jungen, der sein Sohn sein könnte. Nebenbei verdrischt er noch eine Frau. Und ein weiterer bekommt auch noch sein Fett weg. Wie kommt jemand so in Rage? Wir wissen nicht sehr viel über den Kickboxer, oder? Hat er Anabolika geschluckt? Oder Hormone? Testosteron vielleicht? Sollten wir nicht auch mal darüber nachdenken, zu welchen Extremen man greift, um Erfolg zu haben? Und was das aus uns machen kann. Ich habe ähnliche Geschichten zu Hauf von Bodybuildern gehört. Und irgendwie fühle ich mich ungut an diese Geschichten erinnert. Auch sein Verhalten vor Gericht gibt mir Anlass zu dieser Vermutung. Taktik, Strategie, Lügen und Betrügen, um "Erfolg" zu haben.... Ein nachdenklicher Dojokun |
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#11
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| HI, naja, Urteilen kann man da eigentlich nicht, dafür weiß man einfach zu wenig. @Dr. Ralph Ist es nicht etwas schönes, wenn man seine Techniken kontrollieren kann ? Jeder Hampelmann, der dir eine reinschlägt wird also von Dir gandenlos vertrimmt bis er sich nicht mehr bewegt ??? Neeee Ich weiß nicht wieviel erfahrung du auf der Strasse hast, aber ich muß nicht wg. jedem Angriff (meisten nur spielerei) den Gegner völlig vernichten. Klar, bei einem Kampf wo es auf Leben und Tod geht, hast du völlig recht. Kontrolle ist sehr positiv, dadurch lerne ich meine eigene Kraft und die des Gegners einzuschätzen. Kontrolle lernt man nicht innerhalb von ein paar jahren Kampfkunst oder Kampfsport. Das ist auch klar. Es gehört eine lange Zeit des Trainings dazu. Auf heutigen Karate-Turnieren (gestoppte Techniken zum Kopf sind erlaubt) tun sich manche Kontrahente mehr schaden zufügen, als das Boxer tun. Das liegt aber nicht an Karate sondern an den Lehrern. |
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#12
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| @Dr. Ralf Kontrolle ist für mich: -Kontrolle über die Situation -Kontrolle über mein handeln Wenn ich eine Technik einsetze ist das das gleiche wie wenn ich den Abzug einer Waffe bediene. (Entweder ich tue es da ich es für notwendig erachte oder ich lasse es.) Aber ich muß ja nicht umbdingt wild um mich ballern bis das Magazin leer ist. Ich sollte in der Lage sein hier auch wieder zu stoppen und die Situation neu zu beurteilen. Das ist auch Kontrolle. Du hast mE schon recht, daß eine Technik voll durchgezogen wird und man da nicht nur ein bisschen schlagen, treten oder hebeln kann. Es ist aber hier eher unwahrscheinlich das er mit einer Aktion gleich DREI Personen stoppen mußte die ihn angegriffen haben. Und da hat halt seine Kontrolle versagt.
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#13
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| HI @Alfons Heck ja sehe ich auch so !!! ![]() |
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#14
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| Nun die Frage ist doch vielmehr wie es wirklich abgelaufen ist. Hat er die Frau wirklich verprügelt oder ist sie in die Aktion hineingesprungen um ihrem Bruder zu helfen. Hat er bewusst eine Frau geschlagen oder hat er sich einfach gegen eine zweite Person gewehrt die plötzlich da war und in die dynamische Aktion hineingesprungen ist? Hatte er es vielleicht tatsächlich auf einmal mit drei Leuten zu tun die gleichzeitig auf ihn einwirkten. Wenn sich eine Frau auf mich stürzt während ihr Freund versucht mich zu schlagen glaube ich nicht, dass ich in der Lage wäre hier sehr differenziert vorzugehen, wenn ich das Gefühl habe, dass meine Gesundheit bedroht ist. Natürlich ist dies Spekulation, aber es ist genauso Spekulation von vornherein den prügelnden Kickboxer anzunehmen, der mit brachialer Gewalt alles niedermäht was ihm in die Quere kommt. Vor allem wenn man bedenkt dass Kampfsportler vor Gericht generell schon vorverurteilt sind und zwar auf der Basis haarsträubender Annahmen. Hier wird dann genau von dieser Kontrolle geredet, als wäre es tatsächlich möglich Schläge in dynamischen Stresssituationen so abzuschätzen dass sie genau das richtige Maß an Wirkung erzielen. Fakt ist dass dies unmöglich ist und somit ein Kampfsportler, der in einer Notwehrsituation einen anderen verletzt quasi schon verurteilt ist. Die Umsetzung des ausgeübten Rechtes bedeutet für den Kampfsportler, dass aufgrund dessen, dass er sich wehren kann er genau dieses eben nicht darf. Wenn er es tut spielt er mit seiner Zukunft und kann nur hoffen dass es bei der Aktion nicht zu schwereren Verletzungen bei der Gegenseite kommt, was letztlich auch mehr durch den Zufall bestimmt wird als durch die persönliche Fähigkeit. Deshalb wäre ich sehr vorsichtig mit Vorverurteilungen in solchen Fällen. @ Goshinsatori Das was du erzählst habe ich schon so oft von Karateleuten gehört. So z.B. von dem Trainer in dessen Schule du ja auch schon als Ausbilder tätig warst. Ich habe heftig mit ihm diskutiert dass diese angebliche Kontrolle schon aus Gründen der Reaktionszeit nicht funktionieren kann. Er hat dies heftig dementiert und gesagt ein guter Karateka kann kontrollieren. Bei seiner nächsten Vorführung im Seepark hat der dann einem anderen Ausbilder den du ebenfalls kennst (ist er nicht gar damals mit dir gegangen) per Kick eine deutlich sichtbare Kopfverletzung zugefügt. Ich finde es witzig dass man nun in realen SV Situationen das abverlangt was schon in einer viel lockereren Atmosphäre einer Vorführung nicht klappt. Ich behaupte noch mal: Die Wirkung eines Schlages ist gerade unter der Einwirkung von Adrenalin nicht gut einzuschätzen zumal ein normalsterblicher Mensch (dazu zähle ich auch langjährige Kampfsportler) überhaupt nicht die Erfahrung hat die Wirkung abzuschätzen, weil er dies im Trainingsalltag eben gar nicht machen kann. Woher willst denn du wissen wie stark du ein Gyaku Zuki bei einem beliebigen Menschen schlagen kannst. Weißt du ob sein Darm voll ist oder er eine volle Blase hat und es damit schon bei leichter Interaktion zu schweren Verletzungen kommt? Weist du ob er über perfekte Bauchmuskeln verfügt und du deshalb extrem zuschlagen musst um überhaupt Trefferwirkung zu erzielen. Du hast im SV Fall so gut wie keine Ahnung über die persönlichen Eigenschaften deines Gegenübers aber suggerierst hier alles im Griff zu haben und locker handhaben zu können? Ehrlich gesagt erscheint mir dein Kommentar in diesem Zusammenhang sehr arrogant aber wenig überzeugend. Gruß Ralf |
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#15
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| HI, mh, das die erste REAKTION im REALEN Kampf so nicht zu kontrollieren ist, stelle ich nicht in FRAGE, aber es gilt danach die Situation zu überdenken. Dabei kommt meistens heraus, daß es anders geht, als gandenlos draufzuhauen. ...was meinst du, warum ich da nicht mehr Ausbilder bin ??? Da gab es auch heftige Differenzen...... Wir üben bei uns zweierlei: Hart zuschlagen, aber auch Kontrolle. Also nicht nur das eine, sondern auch das andere. Daher weiß ich z.B. auch, was mein INCH-PUNCH alles anrichten kann.... , obs denn gleich der Gyaku Zuki sein muß ?....Und in der REALITÄT ? Naja, durch meine Arbeit im Sicherheitsgewerbe kommt man manchmal in Situationen wo es nicht anders geht, auch daher weiß ich, wie gut die erlernten Techniken funktionieren. Vielleicht ist es der Grund, warum Kontrolle zu lernen so lange dauert. (IMMER BEIDE SEITEN BETRACHTEN) Kontrolle bedeutet aber auch sich selbst zu kontrollieren und nicht auszurasten, zumal ich behaupte, daß man in einer SV-Situation nicht ausrasten sollte, sondern einigermassen überlegt zu werken gehen soll. Dann werden auch die Techniken wesentlich schneller, weil man entspannt ist. Ich empfinde Kontrolle in den Techniken und im eingene Bewusstsein als einen sehr positiven Effekt der Kampfkünste. Das würde ich nicht als aroganz auslegen. Geändert von Goshinsatori (04-04-2003 um 13:52 Uhr). |
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